BGD - Bund für Gesamtdeutschland

BGD — Unsere Deutsche Heimat

Nr.81 (2. Quartal 2007)

Auszug


Polnische Regierung = 30er Jahre

Die polnische Regierung von heute gleicht der der dreißiger Jahre

Die extrem nationalistische Regierung Polens von heute fühlt sich offenbar (wie jene der 30er Jahre) so stark, daß sie meint, sich gleichzeitig mit Deutschland, der EU und mit Rußland anlegen zu können. Warschau scheint dabei zu übersehen, daß seine Komplizenschaft mit den USA (gleich jener von 1939) eine brüchige Grundlage für dieses übertriebene Selbstbewußtsein ist, nachdem die Amerikaner ihrem Präsidenten, mit dessen Wohlwollen die polnische Regierung bislang rechnen konnte, bei den jüngsten Wahlen die Gefolgschaft aufgekündigt haben. Doch bis das der polnische Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski realisiert haben wird, braucht es (wohl wegen der langen Leitung bei den Polen) offenbar noch einige Zeit. So kündigte Warschau beim jüngsten Treffen der EU-Außenminister in Brüssel ein Veto gegen Verhandlungen über ein Nachfolgeabkommen für das im November 2007 auslaufende Partnerschafts- und Kooperationsabkommen zwischen der EU und Rußland an.

In Warschau herrscht blanke Wut über den zwischen Deutschland und Rußland unter Kanzler Schröder vereinbarten Bau einer Gas-Pipeline durch die Ostsee. Die entgangenen Transitgebühren für Gasleitungen durch polnisches Gebiet (handelt es sich hierbei doch um Beträge von einigen Milliarden Euro jährlich) schmerzen ebenso wie die künftig verbaute Möglichkeit, „zu erpresserischen Zwecken“ den Gashahn zwischen Rußland und Deutschland zuzudrehen. Da kann man sich in Polen vor rasender Wut schon in den Hintern beißen….

Während die bekennende Polen-Liebhaberin Angela Merkel sich alle Mühe gibt, Warschau zu besänftigen und den Polen verspricht, sich für eine Stichleitung der Ostsee-Pipelinie nach Polen einzusetzen, reagierte der russische Präsident Putin auf die polnischen Anwürfe mit einem Importverbot für polnische Agrarprodukte.

Dabei hätte man in Berlin allen Grund, die polnischen Anmaßungen der jüngsten Zeit ebenfalls entschieden zurückzuweisen. Nicht nur bezüglich der Gas-Pipeline, auch in der ungelösten Frage von „Eigentumsansprüchen vertriebener Ostdeutscher“ oder des vom Bund der Vertriebenen in Berlin geplanten „Zentrums gegen Vertreibungen“ schlägt die polnische Regierung einen unverschämten Ton gegenüber dem deutschen Nachbarn an. Kürzlich gaben gar polnische Zollschiffe Warnschüsse auf ein bundesdeutsches Ausflugsschiff vor der Ostseeinsel Usedom ab, weil sich dieses angeblich einer Zollkontrolle habe entziehen wollen. Das erinnert mich als Zeitzeugen stark an den Beschuß eines deutschen Verkehrsflugzeuges durch Polen, das auf der Strecke Königsberg – Berlin turnusgemäß den Flughafen Danzig-Langfuhr anflog, in den letzten Augusttagen des Jahres 1939.

Wenn man nun in Warschau glaubt, man könne Rußland mit der Blockierung eines neuen Partnerschaftsabkommens dazu zwingen, die geplante Ostsee-Pipeline aufzugeben und Polen einen privilegierten Status bei der Versorgung mit russischem Gas einzuräumen, ist man gewaltig auf dem Holzweg — übrigens auch in Brüssel, wo man ähnliche Sonderrechte für Polen in bezug auf den gesamten EU-Raum anstrebt. In Moskau denkt man nicht im Traum daran, der von der EU geforderten Öffnung russischer Gasfelder für westliche Investoren zuzustimmen und damit die Kontrolle über seine Energiereserven aus der Hand zu geben.

Zum Schutz ihrer Energievorkommen plant die russische Regierung, Ölvorkommen von über 70 Millionen Tonnen und Gasfelder von über 50 Milliarden Kubikmeter für „strategisch bedeutend“ zu erklären; ausländische Beteiligungen an diesen Lagerstätten sollen deutlich beschränkt werden. Gesetzliche Regelungen über den Zugang zu anderen Bodenschätzen sind ebenfalls vorgesehen. Präsident Putin erklärte hierzu, der russische Staat wolle künftig seine Interessen bei der Ausbeutung der Bodenschätze stärker beachtet wissen.

Rußland leitete zudem weitgehende Maßnahmen zum Schutz seiner strategischen Industrien ein, in die ausländische Investoren nur mit Genehmigung der Regierung einsteigen dürfen. Dazu gehören die Rüstungs- und Raumfahrtindustrie, der Flugzeuge- und Spezialanlagenbau, die Atom- und Rohstoffindustrie sowie Firmen von „gesamtstaatlicher Bedeutung“. Präsident Putin hatte schon im letzten Jahr in einem Erlaß eine Liste von über eintausend russischen Staatsunternehmen veröffentlicht, die als strategisch eingestuft wurden und nicht ohne weiteres privatisiert werden dürfen. Die Bundesregierung hingegen unternimmt nichts gegen den Totalausverkauf der deutschen Wirtschaft. Warum?

Die Antwort auf diese Frage zu geben, fällt nicht schwer. Unsere Regierung steht voll im Banne der „One-World-Strategen“ der amerikanischen Ostküste, die mit Hilfe der „Demokratie“ (Herrschaft des Volkes!!!) nach der Parole des Zionistenführers Nahum Goldmann „Was war, muß weg“ die Voraussetzungen für eine Neuordnung der Welt unter der späteren „Führung einiger Weniger“ schaffen wollen. Dazu ihren Beitrag zu leisten sind alle unsere Bundesregierungen allzeit und gerne bereit. „Die Kräfte, die diese negative Arbeit unserer Zeit ausführen, sind: auf dem wirtschaftlichen Gebiet der Kapitalismus, auf dem politisch-geistigen die Demokratie“, so Goldmann. Hier sollte man hellhörig werden: „Die Volksherrschaft“ soll die zerstörende Kraft für die Völker sein?

Die Antwort auf diese Frage gibt uns Richard Nikolaus Graf Coudenhove-Kalergi (Begründer der PAN-Europa Bewegung) in seiner Schrift „Adel“ im Jahre 1922 auf Seite 31:

Um das den Kapitalisten vorschwebende Ziel, die „One World“, zu erreichen, forderte Coudenhove-Kalergi schon in den ersten Jahren nach dem Ersten Weltkrieg die Schaffung einer „eurasisch-negroiden Bevölkerungsstruktur“. Meine Generation brachte noch den Mut auf, sich diesem Irrsinn mit Erfolg zu widersetzen. Unsere Bundesregierungen aller Couleur dagegen erweisen sich als gelehrige Schüler dieses abartigen Grafen und sind emsig bemüht, seine vorgegebene “eurasisch-negroide Bevölkerungsstruktur“ in ihrem Herrschaftsbereich durch ungebremste Einwanderung zu schaffen. Die Interessen des Souveräns sind ihnen gleichgültig, obwohl sie alle vor Übernahme ihrer Ämter geschworen haben, ihre Kraft dem Wohle des deutschen Volkes zu widmen, seinen Nutzen zu mehren, Schaden von ihm zu wenden und Gerechtigkeit gegen jedermann zu üben. Schon nach Amtsantritt wurden sie meineidig und handelten nur gegen unsere Interessen.

Und was macht die heutige Generation? Sie kann sich nicht dazu aufraffen, gegen diesen verderblichen Strom zu schwimmen und an ihre eigene Zukunft zu denken; die ihrer Politiker ist gesichert. Wo bleiben die Lichterketten und die großen Demonstrationen? Fehlanzeige.

Friedrich Kurreck, Offenbach am Main


UDH Nr. 81

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