BGD - Bund für Gesamtdeutschland

BGD — Unsere Deutsche Heimat

Nr.81 (2. Quartal 2007)

Auszug


Der untergehenden Erde enteilen?

Ganz ernsthaft wird über exterritoriale Ökosysteme spekuliert, über das Bevölkern entfernter Planeten gar in anderen. Wissenschaftler und solche, die behaupten, es zu sein, überschlagen sich in Spekulationen, wie das technisch machbar sei. Man muß sich das nur einmal vorstellen, wie Menschen z.B. auf den Mars gelangen, um „in tausend Jahren“ schlußendlich erdähnliche Zustände herzustellen. Welche Menschen, wer? Und all das in doch absolut menschenunfreundlichen Landschaften. Da gibt es auch einen gewissen Ewert, Autor und Verleger, der in seinem Buche „Zeit für die Wahrheit“ die abstrusesten Hypothesen entwickelt in einer Mischung von einerseits zweifellos Intelligenz, andererseits von Blödsinn. So schreibt er, der Mond sei hohl, und „man“ könnte ihn als Raumschiff „benutzen“, um mit „Überlichtgeschwindigkeit“ fremde Sterne zu besuchen, um dann dort, wo es gefalle (offenbar wie beim sonntäglichen Ausflug aufs Land in einem opportunen Wirtshaus) halt zu machen. Dabei sei die Antriebsenergie kein Problem; „man“ könne Dampfrückstrahl benutzen, und „so einfach“ sei das im Grunde. Das Buch schickte ich an die Senckenbergische Forschungsanstalt in Frankfurt am Main, vielleicht daß man dort eine psychopathologische Erklärung fände, aber es ist auf mysteriöse Weise verschwunden. (Auf Nachfrage nie eine Antwort; das nennt man Öffentlichkeitsarbeit!) Nein, ich glaube nicht an derartige Zufälle. Wir haben es mit einer weltweiten Verschwörung zu tun, die sich wie ein Netz übers Land legt, und zwar ganz im Sinne der „Protokolle“, uns arme Gojim einfach nur verrückt zu machen. Ein Spielchen „jener“, so wie die Katze mit der Maus spielt! Solche „literarischen“ Mischungen aus Intelligenz und hirnverbranntem Quatsch sind mir schon oftmals begegnet. Die eingestreute Intelligenz hat ganz offensichtlich die Funktion eines Leims oder eines Alibis, dadurch alles andere, dem sich ein normaler Verstand ohne Federlesens verweigert, ernstzu nehmen!

Nach wie vor geistert der Mythos der bemannten Mondfahrt in den sechziger Jahren durch Literatur und Fernsehen. Autoren, welche schlüssig beweisen — wie Woltersdorf in „Hinter den Kulissen der Politik“ daß jene gar nicht stattgefunden haben kann, — oder wie Reisegger in „Wir werden schamlos irregeführt“, wo er nachweist, daß der „11. September“ bezüglich der Flugzeugeinstürze Computersimulationen waren, werden völlig ignoriert. Und nach wie vor werden die Lügen heruntergebetet. Aber gehen wir doch ruhig darauf ein, daß irgendwann einmal die Sonne am Ende sei, und demzufolge auch die Existenz der Erde, woraus die Techniker eben die Notwendigkeit ableiten, in den Weltraum ausweichen zu müssen, ganz davon abgesehen, daß ja auch die Erde selber „im Weltraum“ ist.

In den kühnsten Träumen sind das Illusionen. Das Ausweichen wird und kann niemals stattfinden, eher ist zu erwarten, daß Kaiser Rotbart im Kyffhäuser sitzt und uns Deutsche „eines Tags befreit“.

Es ist gar keine Frage, daß die Zeit unseres Sonnensystems einmal zu Ende sein wird, so, wie die Milliarden „Jahre“ vor uns vergangen sind, ohne daß wir voller Langweile aufs Jetzt gewartet hätten. Eine „Raumfahrt“ wird es geben, aber ganz anders, als es sich „Wissenschaftler“ vorstellen. Hier müssen wir die Philosophie zu Hilfe nehmen, auch wenn ich erwarte, daß man mich nicht versteht; letzteres ist naheliegend. Gar der Intelligente vergleicht auf primitivistische Weise neue Gedanken, die von außen kommen, mit den Karteikarten, die er im Gehirn hat, und macht sich nicht die Mühe, das Neue zu verstehen zu suchen. Außer man ist Jesus selber, da wird — wie gehabt — jeder Buchstabe ungewendet. Das kann unsereiner ja nicht erwarten.

Dennoch:

  1. Wie ich an anderer Stelle schon ausführte, sind Denkfehler zu erkennen an Fragen, die nicht beantwortet — beantwortbar? — sind!
    Woher hat das Weltall die viele Materie zu seinem Bau?
    Wie groß muß das Etwas sein, daß es mehr als Null ist?
  2. Warum im Kosmos bin „ich“ auch dort, wo ich geboren werde? Nicht verstanden? Ich hole etwas aus:
    Glauben wir der Wissenschaft, daß das Weltall eine Ausdehnung von zehn Milliarden Lichtjahren habe, also
    9 500 000 000 000 000 000 000 km, so packen uns diese Zahlen nicht. Wohl aber können wir uns eine Saalwand vorstellen von etwa 20 m Breite. Nun gebe man einer Schulklasse Farbe in die Hand, diese Wand dunkelblau anzupinseln. Und allen kleine Pinsel und rote, gelbe, weiße, grüne Farbe, um diese Wand voller Sterne und Sternhaufen zu malen. Das wird zweifellos ein sehr ausdrucksvolles Gemälde werden! (Und was antworten Sie klein Hänschen, wenn er fragt, wo sind die anderen zu bemalenden Saalwände? Die Schriftleitung)

Mindestens ebenso eindrucksvoll, wenn man auf einem großen Blatt 37 000 Punkte macht und erklärt, daß jeder Punkt eine Million Euro darstellt, um kundzutun, daß soviel Geld die Asylanten jährlich kosten. (Wenn nicht mehr.) Nun also: ich beginne von der einen Seite dieser Wand, die das Weltall darstellt, sagen wir von links, ganz langsam einen Strich zu ziehen bis ans andere Ende der zwanzig Meter breiten Wand. Ich muß allerdings den Strich so langsam ziehen, daß ich erst in 10 Milliarden Jahren am anderen Ende der Wand angelangt bin. Bei einer solchen Langsamkeit wird schätzungsweise nicht einmal ein Elektonenmikroskop die reale Bewegung des Strichziehens erkennen können — und dennoch wäre ich mit meinem Bleistift mit einer Geschwindigkeit von 300 000 km pro Sekunde unterwegs — in die Realität übertragen. Selbst eine Stecknadel in einem Heuhaufen wäre ein Nichts gegenüber dem Suchspiel, ausgerechnet eine „Erde“ zu finden etc. etc.

Unsere ganze Existentialphilosophie ist insgesamt auf einem Holzweg; darüber soll hier aber nicht reflektiert werden! Und mitten in diesem All werde „ich“ geboren. „Ich“ steht hier für jedes Bewußtsein. Es ist unschwer zu erkennen, daß das Ich eine Funktion ist der Materie, will sagen der Seinsfunktion jenseits einer trivialen Abwertung des Begriffs „Materie“ — darin übrigens das lateinische Wort mater = Mutter steckt. Das heißt: Wo in diesem All die Funktion des „Ich“ entsteht, bin „ich“ auch. Und vergeht sie heut hier und wird als dieser und/oder jener irgendwo im All neu, so bin „ich“ es und habe mit mehrfacher Lichtgeschwindigkeit die Strecke dahin zurückgelegt, ohne unterwegs gewesen zu sein!

Und sei es in zehntausenden und mehr „Jahren“, es wird der Anfang sein. Und je weiter wir uns vom Jetzt entfernen, um so mehr nähern wir uns in einem Kreis einem „Jetzt“ erneut. Und wieder wird ein Philosoph von uns sagen: Auch die zehn Milliarden Jahre vor uns vergingen, ohne daß wir uns langweilten im Warten auf die Geburt. Das ist gar keine Frage, daß das Leben im All unauslöschbar ist, so wie es aus dem Nichts entstand. Wir können uns die Erde in ihrem jungfräulichen Zustand vor –zig Millionen von Jahren nicht vorstellen. Ohne das Subjekt, also den Menschen, ist diese Vorstellung nicht statthaft. Wo wäre die Mitte des Alls? Auf der Spitze eines Berges, in einem Sandkorn, in einem Molekül, in einem Atom? Die Mitte wäre gleichwohl doch überall! Staub, Feuer, Gase am Anfang. Und es war bereits schon darin alles fernere: Mozart, Beethoven usf., das Lächeln!

Die „Raumfahrt“ liegt im Wesen des Seins; wir müssen nicht krampfhaft unterwegs sein. Wir können auf die Raketen verzichten, sofern wir in ihnen mehr sehen als eine Spielerei. Was erhoffen wir überhaupt „auf anderen Sternen“, wenn wir das Jetzt auf diesem unserem Planeten nicht schätzen? Wirtschaften wir die Reichtümer dieses unseres Planeten nur deshalb zugrunde, um „auf einem anderen Stern“ den gleichen Werdegang einzuleiten? Etwa mit — um mich mal ganz brutal primitiv auszudrücken — G.W. Bush (und einer gewissen Frau, deren unwichtigen Namen ich zu nennen mich darum nicht getraue), der Venus, dem Mars, dem Saturn „Demokratie und Freiheit“ zu bringen? Es ist mir geradezu peinlich, daß ich mich auf vulgäre Geleise begeben muß — die aber gleichwohl liegen und die zu befahren diskutiert wird.

Mit der Erde ist uns ein fabelhafter Planet geschenkt worden. Anstatt seine Reichtümer zu hegen und zu pflegen, zerstören und verpulvern wir sie. Alle jene, die uns im Fernsehen so wissenschaftlich interessant über „Raumfahrt“ berichten und reflektieren, — sie gehören allesamt in die Psychiatrie, weil sie hochgradig geisteskrank sind.

Ich habe gesprochen!
Eckhard Schäfer


UDH Nr. 81

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