BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 82  ¦  Juli – September 2007


Beamte als Staatsdiener in der Bundesrepublik Deutschland

In unserer Erlebnisgeneration war es selbstverständlich, daß Beamten eine besondere Achtung und Wertschätzung entgegengebracht wurde. Zumindest wurden „preußische Tugenden“ vorausgesetzt. Obwohl mit dem Ende des Ersten Weltkriegs diese Tugenden nicht mehr bei allen Staatsdienern oberstes Gebot waren, so doch bei der allergrößten Zahl.

Die ersten Einbrüche in die absolute Zuverlässigkeit begannen mit dem ausufernden Parlamentarismus, dem sich anbahnenden „Parteienklüngel“. Auch dann noch war die größte Mehrheit der deutschen Beamten von einem Ehrenkodex erfüllt, der sich auf preußische Tradition aus der Zeit Friedrichs des Großen gründete.

In den Jahren 1933-1945 teilte sich der moralische Standpunkt der Beamtenschaft. Es gab weiterhin den Beamten in der preußischen Tradition. Aber auch die starke Politisierung des öffentlichen Lebens fand in der Beamtenschaft Anhänger.

Nach Kriegsende begann die große „Umkrempelungsaktion“. Nicht nur, daß die „siegreichen“ Alliierten, sich einen Teufel um das Völkerrecht kehrend, den Staat Preußen eliminierten. (Eine Willküraktion ohne jedweden rechtlichen Hintergrund.) Und dies gerade mit dem Hintergedanken, die preußischen Tugenden, welche nach wie vor in großen Teilen der Beamtenschaft noch vorhanden waren, in Mißkredit zu bringen. Tugenden, die das öffentliche Leben wie mit einem Gerüst stützten. Und gerade dieses Gerüst zu Fall zu bringen, war das vorderste Interesse der Besatzer/Alliierten, um das gesamte deutsche Volk umzuformen.

Die einsetzenden großen „Säuberungsaktionen“ nahmen keine Rücksicht auf die Tätigkeit, bzw. wie diese von dem jeweiligen Beamten in den Jahren 1933-1945 ausgefüllt worden ist.

Wie oft in der Geschichte, bei Umbrüchen bleiben die Aufrechten auf der Strecke, und die Wendehälse haben Hochkonjunktur. Auf diesem schwankenden Untergrund entwickelte sich die Justiz im Nachkriegsdeutschland.

Wir brauchen uns daher nicht zu wundern, zumal die Beamtenschaft sehr stark in das Politische eingebunden worden ist, daß völlig gegensätzliche Handlungen, Urteile usw. an der Tagesordnung sind. Wer nicht von derartigen Handlungen betroffen worden ist, mag den Meldungen in den Medien kaum Beachtung schenken.

Unser Bund für Gesamtdeutschland setzt sich besonders für die Rechte heimatvertriebener Deutscher ein. Und dies nicht nur zu Lebzeiten. Sobald wir Kenntnis erhielten, daß bei den Sterbeurkunden unserer Mitglieder und Freunde der Geburtsort falsch eingetragen worden ist, schrieben wir die entsprechenden Standesbeamten an. Wir können es nicht dulden, daß die Identität unserer Mitglieder und Freunde nach ihrem Ableben verändert wird. Insbesondere, weil sie sich Zeit ihres Lebens als Deutsche für unser gemeinsames Vaterland eingesetzt haben. Mit dieser falschen Beurkundung im Amt ist nicht nur ein Straftatbestand geschaffen worden, sondern Mitglieder und Freunde werden dadurch, jetzt wehrlos, noch einmal aus ihrer angestammten Heimat vertrieben.

In einer mir vorliegenden Sterbeurkunde wurde als Geburtsort die Bezeichnung eingetragen, wie diese heute von dem dieses Gebiet verwaltenden Staat entgegen dem Völkerrecht angeordnet worden ist. Unsere Eingaben an den zuständigen Urkundsbeamten konnten diesen nicht dazu bewegen, diese Falschbeurkundung im Amt rückgängig zu machen. Auch mehrere Eingaben an die Aufsichtsbehörden waren leider erfolglos. Einer unserer Freunde bemüht sich weiterhin, bei den Behörden diese willkürliche Vertreibung nach dem Tode zu beenden.

Einerseits ist dies kein Einzelfall, und wir können uns nicht damit abfinden, daß in dem „freiesten Rechtsstaat, den es je auf deutschem Boden gegeben hat“, Urkundsbeamte so handeln. Andererseits liegen mir Sterbeurkunden vor, in denen wahrheitsgemäß der Geburtsort und Provinz (z.B. Königsberg, Ostpreußen) eingetragen worden ist.

Wir können daraus nur schließen, daß politische Auffassungen des jeweiligen Urkundsbeamten zu Falschbeurkundungen im Amt geführt haben.


Liebe Freunde,
wenn Sie erfahren, daß solche Falschbeurkundungen vorgenommen worden sind, schreiben Sie uns bitte an unsere Geschäftsstelle. Eine Kopie der Sterbeurkunde ist jedoch Voraussetzung, damit wir tätig werden können.

Horst Zaborowski


Der Artikel bezieht sich auf einen → Fall von Falschbeurkundung in Rosenheim (Oberbayern) vom 16.1.2005


UDH Nr. 82

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