BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 84  ¦  Januar – März 2008


Solidarität und Kameradschaft

von Erwin Arlt

Am Ostersonntag, den 8. April 2007, war Heiner Geißler, der Linksaußen der CDU, zu einem Interview beim „Bayerischen Rundfunk“ im Hörfunkprogramm B1 bei Redakteur Peter Fraast zu Gast. Nachdem das Gespräch, in dem Geißler manches Richtige gesagt hatte, zur Politik führte, formulierte er doch einen Satz, der aufhorchen ließ:

Die Solidarität — also das Zusammengehörigkeitsgefühl — der Leute, der Menschen, sei in Gefahr. Er vermied es natürlich, von der „Solidarität im deutschen Volk“ zu sprechen, aber es lag in der Luft. Der ehemalige Jesuitenzögling und Herz-Jesu-Sozialist aus St. Blasien wußte natürlich sehr genau, daß er das nach all' seinen verqueren Äußerungen zum Thema Ausländer, zur Nation, zum deutschen Vaterland, zu unserem Volk, nicht wiedergeben durfte.

Nicht nur die „political correctness“ ließ so etwas nicht zu, sondern seine Herkunft gebot es, sich die ganzen Jahre hindurch internationalistisch zu gebärden. Auch die beiden Kirchen geben sich heute angepaßt dem globalistischen Denken hin, nach dem freimaurerischen Motto der „Weltinnenpolitik“, wenngleich sie in den Jahren 1933 — 1945 ganz anders gesprochen hatten.

Solidarität, als Zusammengehörigkeitsgefühl , ist eine Grundeigenschaft, die das deutsche Volk erst wieder lernen muß, will es — umgeben von vielen Feinden und wenigen Freunden — in der Weltgeschichte überleben. Diese Aussage negiert allerdings die Tatsache, daß es außer kriegerischen Feinden auch ideologische, religiöse und politische Feinde gibt. Man denke nur an den ehemaligen polnischen Präsidenten Lech Walesa, einem katholischen Kirchenchristen, der so freundlich war, Deutschland mit dem Abwurf der Atombombe zu drohen, wenn es nicht gefügig ist.

Kehren wir zur „Solidarität“ zurück. Es gibt also in der Politik nur wenige Völker, Länder, Staaten, die mit uns solidarisch sind; dies auch bei allen finanziellen Leistungen, die diese BRD seit der Währungsreform 1948 für die „Weltgemeinschaft“ erbracht hat. Erinnert sei in diesem Zusammenhang nur daran, daß wir diese gigantischen Leistungen trotz Kriegsschulden in Milliardenhöhe aus dem 1. Weltkrieg (!) bis Ende 2006 aufzubringen hatten. Und schon tönt diese „Weltgemeinschaft“ auf's Neue, Deutschland sei verpflichtet, beim Klimaschutz voranzugehen. Vorangehen heißt natürlich nichts anderes, als wieder endlos zu zahlen! Es dürfte nicht lange dauern, bis die Bundeskanzlerin und alle Abgeordneten diesen Ball aufgreifen und im Haushaltplan willig einen Posten für alle fernen Länder einstellen, während für das deutsche Volk Kürzungen im Etat und Sparorgien für Rentner verordnet werden.

Zurück zur Solidarität: Sie ist vonnöten und muß definiert und begrenzt werden. Die Reihenfolge hat zu lauten: Zuerst unser deutsches Volk und Vaterland, dann Hilfe für andere.

Kameradschaft:Die aus gemeinsamen Erlebnissen (Kriegserlebnissen) innerhalb einer Gruppe von Menschen sich ergebende gegenseitige Verbundenheit, auf Grund deren jeder einzelne für den anderen opferwillig einzutreten bereit ist.

Das ist schlicht und einfach die Erklärung aus dem Brockhaus-Lexikon. Ohne Zweifel ersieht man schon aus der Definition die wesentlich höhere Qualität von Kameradschaft als bei der allgemeinen Solidarität. Bei beiden Begriffen ist aber genossenschaftliches Handeln erkennbar.

Da hilft es gar nichts, wenn Behörden im vorauseilenden Gehorsam einer Krieger- und Veteranenvereinigung in Bayern nur deshalb die Förderungswürdigkeit aberkennen wollen, weil sie in ihrem Namen das Wort „Kameradschaft“ führen. Der Film 1984 läßt grüßen!

So schließt sich also der Kreis von „Solidarität, Kameradschaft und Genossenschaft“. Erst wenn wir Deutschen in der Mehrheit wieder bereit sind, kameradschaftlich und solidarisch zu handeln, werden wir als Volk wieder ernst- und wahrgenommen und nicht als irgendeine „Gesellschaft“. Erst dann nehmen wir die Stellung in der Welt ein, die wir uns erarbeitet und erkämpft haben. Dazu aber sind Volksbildung und Volksbewußtsein vonnöten, das man uns seit 1945 aberzogen hat. Erst wenn alle Indikatoren dazu wieder wahrgenommen und gelebt werden, werden wir als Deutsche eine sichere Zukunft haben.


UDH Nr. 84

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