BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 84  ¦  Januar – März 2008


Wann wacht der Deutsche endlich auf?

Eine Schweizer Bank hat kürzlich berechnet, daß ein EU-Bürger deutscher Nationalität seit Einführung des Euros (01.01.2002), also innerhalb eines Zeitraumes von sechs Jahren, einen Kaufkraftverlust von 50% hat erdulden müssen.

Damit findet die volkstümliche Bezeichnung der europäischen Gesamtwährung durch den Bundesbürger als TEURO wohl ihre Berechtigung. Dieser Kaufkraftschwund hat dazu geführt, daß der Lebensstandard vieler Deutscher (natürlich mit Ausnahme jener, die uns das Euro-System „aufgezwungen“ haben) rapide in den Keller gegangen ist. Wegen dieser hyperenormen Kaufkraftentwertung des Euro müssen unsere „Versager aller Disziplinen“ sich ihre Diäten doch drastisch erhöhen (und das auch noch eigenmächtig), damit sie nicht zu darben brauchen. Denn schließlich schuften sie, wie manche dreist behaupten, doch rund um die Uhr für unser aller Wohl (und meinen damit, „ihrer eigen Wohl“). So gesehen, sollten wir für ihre unmoralischen, in ihren Augen aber maßvollen Diätenerhöhungen, schon Verständnis aufbringen, selbst wenn es uns schwer fällt!

Aber da ist noch etwas. Ungeachtet ihres all ihre Kräfte aufzehrenden „Rund-um-die-Uhr-Schuftens“ für das Wohl derer, denen sie ihre nicht schlecht dotierten MdB-Jobs verdanken, finden manche noch genügend Zeit, Ausschau nach nicht weniger lukrativen Nebenjobs zu halten. Und manche haben nicht nur wenige solcher Jobs entdeckt und sich ihrer gleich bemächtigt. Ich denke da an zwei, die ihre Rachen anscheinend nie voll bekommen können, an den 1926 in Aachen geborenen Dr. Graf Lambsdorff, der für die FDP bis Ende der 13. Legislaturperiode im Deutschen Bundestag saß, und an den neunundzwanzig Jahre jüngeren, heute noch im Deutschen Bundestag sitzenden und dort sich für unser aller Wohl aufreibenden Friedrich Merz (CDU). Diese beiden sind diejenigen, die sich die meisten Nebenjobs zugetraut haben. Da muß es sich bei ihnen doch um koryphäengleiche, übermenschliche außerirdische Wesen handeln! Deshalb sollten wir schon ein Auge zudrücken und honorieren, wenn sie von unseren Steuerzahlern, ungeachtet ihrer Einkünfte aus ihren Nebenjobs, auch noch zehn Prozent mehr an Diäten haben wollen. Den Gürtel enger schnallen kann ja, wie könnte es im Nachkriegsdeutschland auch anders sein, das stinknormale Volk! Und das zu Recht, schließlich hat es sich diese „Rohrkrepierer“ doch selbst erkoren und an unsere, wenn es um ihre Versorgung geht, anscheinend nie versiegenden Futtertröge geführt.

Daß es sich bei den aus diesen Nebenjobs erzielten Einkünften um keine „peanuts“ handeln kann, beweist uns ihr hartnäckiges Sträuben gegen die angeordnete Pflicht der Offenlegung ihrer Nebeneinkünfte. Einer der stursten und hartnäckigsten Sträuber ist Otto Schily, der auch noch der SPD (einst die Partei der Arbeiter) angehört.

Wen wundert es da noch, daß immer mehr Arbeitnehmer, gerade junge und gut qualifizierte, die Kurve kratzen und sich nach einem Arbeitsplatz im Ausland umschauen, wo ihnen nicht soviel vom Arbeitslohn „abgezockt“ wird. Gleichzeitig holen unsere nichtqualifizierten „Alleinherrscher über uns“ Zuwanderer, angeblich „qualifizierte“ Zuwanderer, nach Deutschland, um auf diese geradezu perverse Weise die abgewanderten deutschen „Fach“kräfte zu ersetzen. Meiner Meinung nach haben unsere Regierungen, aller Schattierungen übrigens, die bundesdeutsche Staatskarosse rücksichtslos an die Wand gekarrt und damit das Aufbauwerk der Nachkriegsgeneration systematisch ruiniert. Es ist nur verständlich, daß unter diesen chaotischen bundesrepublikanischen Zuständen unsere Jugend kaum noch eine Perspektive sieht und auswandert, was die sie Regierenden aber kaum interessiert, denn wie man inzwischen vielseitig erfahren konnte, geht dieser Sorte von Politikern ihr eigenes Wohl dem Wohl ihres Volkes voran. Leider ist das deutsche Volk, wie uns die Geschichte zeigt, sehr leidensfähig, bevor es auf die Barrikaden steigt, wenn überhaupt. Wie lange will es denn noch leiden? Bis man ihm gemahlene Ziegelsteine zum Frühstück serviert?

Die Erkenntnisse der Schweizer Bank sind, zum besseren Verständnis unserer belämmerten Lage, noch um folgendes ergänzungsbedürftig:

Dieser Tage waren die Staatsmänner Europas voll des Lobes über die deutsche Bundeskanzlerin, für den Kampf gegen ihr eigenes, das deutsche, Volk, der mit dem EU–„Reform“-Vertrag nun offensichtlich wird. Und sie haben auch allerhand Grund, „ihre“ Angela zu loben.

Wie allseits bekannt sein dürfte, ist bei den EU-Größen und ihresgleichen in den Mitgliedsländern der Völker Wille nicht verpflichtend, und die Vokabel Demokratie kommt in ihrem Wortschatz sowieso nicht vor. Sie bestimmen selbstherrlich über das Wohl und Wehe, meistens das Wehe, der Menschen. Ihren Anweisungen hat sich der EU-Bürger bedingungslos zu unterwerfen, und Diskussionen über ihre Hirngespinste sind nicht erlaubt. Wagt es ein Volk, wie die Franzosen und die Niederländer zum Beispiel, gegen doch wohl hirnrissige Anordnungen aus Brüssel, übrigens demokratischen Regeln entsprechend, zu stimmen, dann haben sie solange abzustimmen, bis sie „richtig“ abgestimmt haben. Und das nennt man dann auch noch Demokratie!!! Die Bundeskanzlerin muß sich fragen lassen, ob ihr wirklich nicht bekannt ist, daß sie mit dem EU–„Reform-Vertrag“, für den sie sich so ungestüm in die Siele gelegt hat, gegen ihren Eid verstößt, Schaden vom deutschen Volk (das ganz offensichtlich nicht mehr „ihr“ Volk ist) zu wenden? Sie denkt nur noch in europäischen und internationalen Dimensionen, läßt sich außerhalb der bundesdeutsche Grenzen euphorisch feiern, und hält ihre Pausbäckchen jederzeit und für jedermann zum Küßchengeben hin. Denken in nationalen Schablonen ist ihr, der einstigen FDJ-Funktionärin (von daher schon) nicht bekannt. Das hat sie uns doch schon mehr als genug bewiesen. Deshalb sollte das deutsche Volk auch zur Kenntnis nehmen, was ihm seine Politiker, unter ihnen vorrangig sie, mit dem ihm einst übergestülpten Euro eingebrockt haben.

Durch das (ohne Volksbefragung eingeführte) Euro-System kommen unsere Export- und Leistungsbilanzüberschüsse nicht mehr wie zu DM-Zeiten der deutschen Volkswirtschaft, also allen Deutschen, zugute. Sie verschwinden im Euro-Pool in den Defiziten unserer Partner. Im Jahr 2006 hatte Deutschland einen Überschuß von knapp 200 Milliarden Euro, die Euro-Zone aber insgesamt weniger als 10 Milliarden. Das heißt, mit 190 Milliarden Euro, fünf Prozent unseres Bruttoinlandsproduktes, finanzieren wir die Defizite unserer (uns aufgezwungenen) Währungspartner, und damit deren innere Inflation!!! Es gibt somit (neben den bisherigen gewaltigen jährlichen Beitragszahlungen in den Brüsseler EU-Einheitstopf) noch so etwas wie einen den Bürgern verheimlichten „deutschen Marshall-Plan“ für die EU. Dadurch ist unser Pro-Kopf-Einkommen heute das viertletzte in der EU — und es lag einmal auf Platz eins!! Hinter uns kommen nur noch Spanien, Portugal und Griechenland. Hauptleidtragende sind die deutsche Binnenwirtschaft und der deutsche Mittelstand. Er stellt siebzig Prozent der Investitionen und achtzig Prozent der Arbeits- und Ausbildungsplätze. Trauriges Fazit nach einem halben Jahrhundert Wiederaufbau: Wir verarmen durch den Euro und vergeuden, was in den Trümmern 1945 angefangen hat: die Leistungen der deutschen Aufbaugeneration. Und die Verarmung des deutschen Volkes schreitet, dazu braucht man kein Hellseher zu sein, durch stetige Inflation und dauernde Einmischung der „Hohen Herren“ in Brüssel (der Volksmund nennt sie „Brüsseler Wasserköpfe“), die sich einst gar erdreisteten, Gott ins Handwerk zu pfuschen, indem sie den Bananenanbauern vorschrieben, wie sich die Bananen zu krümmen haben, wenn sie auch in die EU-Länder zu exportieren gedächten, zügig und unbarmherzig voran!!!

Jetzt sind die Hohen Herren auf die „glorreiche“ (?) Idee gekommen, bis zum Jahr 2020 insgesamt 10% des in ihrem Herrschaftsbereich benötigten raren und deshalb immer teurer werdenden Treibstoffes durch „Bio-Sprit“ zu ersetzen. Deshalb haben sie nun den EU-Bauern vorgeschrieben, mehr Energiepflanzen anzubauen, damit dieses (lebenswichtige ?) Ziel auch erreicht werden kann. Eine gefährliche Milchmädchenrechnung der Brüsseler Wasserköpfe! Denn wenn auch nur diese 10% aus heimischer Pflanzenproduktion bestritten werden sollen, dann müßten rund ein Drittel aller europäischen Ackerflächen als Anbauflächen für Energiepflanzen genutzt werden.

In den USA läßt sich heute schon studieren, wohin die Reise gehen wird. Dort werden im Jahre 2008 „Ethanol-Destillerien“ bereits die Hälfte der gesamten einheimischen Getreideernte zu „Bio-Sprit“ verarbeiten.

Werden künftig, im EU-Bereich und in den USA, mehr Energiepflanzen angebaut, dann fehlt logischerweise diese Ackerfläche zum Anbau von Getreide, das der Ernährung der Menschen dient. Die Folge ist, daß der Weltmarktpreis für Getreide, der sich nach dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage regelt, weiter in die Höhe klettern wird. Wahrscheinlich keine rosigen Aussichten für die nicht wenigen unter Hunger Leidenden in unserer schönen, bunten Welt.

Und weil sich plötzlich mit staatlich subventioniertem „Bio-Sprit“ viel Geld verdienen läßt, steigen auch die überstaatlichen Ölkonzerne in großem Maße ins Geschäft mit den „Energiepflanzen“ ein und machen aus Landwirten Treibstofflieferanten. Aus Bauern werden Energiezulieferer, und auf immer weniger Anbauflächen wird Nahrung produziert. Der „Nährstand“ (darf man diesen aus dem Dritten Reich stammenden Begriff heute noch verwenden?), jahrhundertelang Garant der heimischen Ernährungssicherheit, verabschiedet sich aus seiner traditionellen Rolle. Ersatzweise entstehen riesige „Monokulturen“, die mit energieintensivem Kunstdünger und umweltschädigenden Pestiziden versorgt werden müssen. So sieht es aus, wenn Politiker sich als Weltverbesserer versuchen!

All das erbost die deutschen Gutmenschen nicht. Dafür beschäftigen sie sich inbrünstig mit der Verfolgung jener, die den verunsicherten Deutschen die richtige Politik vermitteln wollen, damit sie die Verflechtung zwischen Politik und Gaunertum erkennen und zur Erkenntnis gelangen, daß sie keinen Grund haben, Zeit ihres Lebens in Sack und Asche zu gehen, wie es ihnen ein Bundespräsident namens Richard von Weizsäcker einst verordnet hat. Auch scheint den Normaldeutschen nicht bewußt zu sein, daß die von den Siegern angeordnete „Re-Education“ (Umerziehung) den alleinigen Zweck verfolgt, ihnen klar zu machen, warum sie der Auswurf der Menschheit sind, demgegenüber die Kreaturen, die ihnen ihr Geld, ihre Uhren, die Photoapparate und ihre Heimat in den deutschen Ostprovinzen geklaut haben, tadel- und makellose Ehrenmänner!!!

Wann endlich wachen die Deutschen auf und lassen sich nicht länger mehr verteufeln, oder durch Erfindung vieler Märchen erpressen?

Friedrich Kurreck

UDH Nr. 84

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