BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 84  ¦  Januar – März 2008


Offener Brief an den Intendanten des Zweiten Deutschen Fernsehens

Friedrich Kurreck
Offenbach, den 12. Dezember 2007

Betr.: ZDF-Dokumentation „Die Wehrmacht — Eine Bilanz“

Sehr geehrter Herr Intendant,
am letzten Dienstag habe ich mir wieder einmal einen Dokumentarfilm Ihres „Haushistorikers“ Guido Knopp zu Gemüte geführt, nicht um mich von dieser bundesrepublikanischen zwielichtigen Gestalt über das Verhalten deutscher Soldaten und ihrer Offiziere in dem uns aufgezwungenen Zweiten Weltkrieg belehren zu lassen, sondern nur, um als Angehöriger der von diesem obskuren Professor diskriminierten Deutschen Wehrmacht festzustellen, ob er immer noch seine Märchen unter das ahnungslose deutsche Volk streut, um es, im Interesse der Sieger, in ewiger Unkenntnis über die wahren Ursachen zu halten, die zum Kriege geführt haben. Und siehe da, er tut es immer noch! Mir kann, im Gegensatz zu Nichtzeugen, dieser zwielichtige, üble, sich auch noch Professor nennen dürfende Zeitgenosse, der, nach immerhin nun bald siebzig Jahren, immer noch nicht über den neuesten Stand der Geschichtsforschung im Bilde zu sein scheint, nichts vormachen, denn ich habe vom ersten bis zum fast letzten Tag an diesem von Polen provozierten, somit von diesem übermütigen Völkchen gewollten Krieg, teilgenommen. Deshalb ist mir das Verhalten deutscher Soldaten in Feindesland besser bekannt, als Ihrem mich anekelnden Haushistoriker, der, falls Sie es noch nicht wissen sollten, zu jenen deutschen Professoren gehört, die von Madame de Staël, die teilweise in Deutschland aufgewachsene Tochter des Finanzministers Necker unter Ludwig XVI., in ihrem „Buch über Deutschland“ so charakterisiert werden:

Und Napoleon I., französischer Usurpator, der bei seinen Raubkriegen fast ganz Europa verwüstete, schreibt über die Deutschen:

Und Thomas Mann wußte in seinem Buch „Betrachtungen eines Unpolitischen“ über die Nachkriegsgeneration des Ersten Weltkrieges schon folgendes zu berichten:

Von welchem Teufel wohl mag Ihr Historiker befallen worden sein, daß er mit einer fast schon an Wahnsinn grenzenden Inbrunst sich auf die Soldaten der Deutschen Wehrmacht und ihre Offiziere stürzt, sie in den Dreck zerrt und kein gutes Haar an ihnen läßt? Ist es die Gier nach immer mehr und noch mehr Geld, das sich mit einer ständigen Beschmutzung der Ehre und des Ansehens der Väter und Großväter des eigenen Volkes in dem Deutschland, in dem wir heute leben, so herrlich leicht verdienen läßt? Hat er immer noch nicht genügend Geld gescheffelt? Ist seine Geldgier immer noch nicht gestillt? Oder sollte er etwa psychisch krank sein?

Besonders peinlich ist der „Sensationsfund“, den Knopp und die Seinen nun als Aufhänger für die neue „Wehrmacht-Dokumentation“ präsentieren, und um den es sich im Rahmen dieser Dokumentations-Reihe dreht. Ihr obskurer Professor schwärmt: „Ein großer Fundus von Protokollen des britischen Geheimdienstes (…), der die Gespräche deutscher Generäle und hoher Offiziere in der Gefangenschaft belauscht und aufgezeichnet hat.“ Und er fügt mit roten Begeisterungsbäckchen selbstzufrieden hinzu: „Deren Aussagen vermitteln neue, ungeschminkte Erkenntnisse zu der Frage, wie namhafte Militärs den Krieg und die Verbrechen sahen und inwieweit sie selbst verstrickt waren.“ Seine neuen Dokumente kann er getrost in die Mülltonne werfen. Wenn er aus Geschichte und Gegenwart gelernt haben sollte, dann doch wohl wenigstens das, daß Geheimdiensterkenntnisse von Kriegsparteien, ob nun gegen Deutschland gestern, den Irak heute und den Iran womöglich morgen, völlig wertlos sind.

Ein Historiker, und Ihr Herr Knopp erhebt doch den Anspruch, ein solcher zu sein, hat nicht zu richten und nicht zu lehren, sondern nur „aufzuzeigen, wie es gewesen ist“. Aber dieser vom deutschen Historiker Leopold von Ranke (1795-1886) aufgestellte Grundsatz scheint einem Historiker vom Schlage eines Guido Knopp nicht bekannt zu sein. In der Sendung vom 4. Dezember faselte er davon, daß die deutschen Generäle Hitler nur aus egoistischen Gründen gewählt hätten! Woher will dieser Grünschnabel das denn wissen? Könnte es nicht sein, und ich als Zeitzeuge lege meine Hand dafür ins Feuer, daß es auch so gewesen ist, daß die von Ihrem Herrn Knopp in den Dreck gezerrten Offiziere, aus dem Grunde für Hitler waren (wohlgemerkt „waren“ ihn aber nicht „wählten“, denn an Wahlen durften Angehörige der Deutschen Reichswehr nicht teilnehmen, was einem Historiker bekannt sein sollte), weil sie in Hitler einen Garanten für die Wiederbelebung des von den Siegern des Ersten Weltkrieges ausgebeuteten und danach in Agonie liegenden und nur mit „Notverordnungen“ noch regierbaren Deutschen Reiches, eingegangen in die Geschichte als „Weimarer Republik“, sahen?

Jedoch eine solch lautere Denkart ist Ihrem Herrn Geschichtsprofessor völlig fremd. Ihm kommt es allein nur darauf an, nach Teufel komm raus das eigene Nest zu beschmutzen, um damit viel Geld verdienen zu können, was er uns mit der Herausgabe seiner Begleitbücher zu seinen diffusiösen Dokumentarfilmen beweist. Ein wissenschaftliche Erforschung der Gründe, wieso es zu diesem völlig unnötigen Kriege kam, ist ihm zu langwierig. So wird dann etwas produziert, und sei es noch so phantastisch, denn irgendetwas wird von seinen vielen Dokumentarfilmen beim unbedarften Zuschauer schon hängenbleiben. Und damit stellt er sich als ein brav umerzogener Deutscher in den Dienst der Siegermächte, die eine ganze Welt aufbieten mußten, um die, die Ihr Herr Knopp heute besudelt, niederzuringen. Die letzte Kriegserklärung, die 52te, erreichte uns am 27. März 1945 (!!!). Sie kam aus Argentinien.

Da Sie, sehr geehrter Herr Intendant, auch zu den mit der „Gnade der späten Geburt“ Beglückten gehören, erlaube ich mir, Ihnen im nachfolgenden einige Betrachtungen ausländischer Militärs über uns Soldaten der Deutschen Wehrmacht aufzuzeigen:

Wie wäre es, sehr geehrter Herr Intendant, wenn Sie die vorerwähnten Aussagen dieser kompetenten ausländischen Zeitzeugen über die Soldaten der Deutschen Wehrmacht Ihrem nachgeborenen Haushistoriker unterbreiten würden? Wie wäre es, wenn sie ihm dazu zu Weihnachten auch noch das Buch des schottischen Historikers Reverend Peter H. Nicoll „Englands Krieg gegen Deutschland“, schenken und ihn ermahnen würden, künftig nur noch diesem Buch entsprechend seine Dokumentarfilme zu „machen“, anstatt sich weiterhin als lächerlicher Märchenverbreiter im ZDF zu betätigen? Wenn Sie ihm dieses Weihnachtsgeschenk nicht machen wollen oder als Intendant nicht dürfen, dann bitte ich Sie höflich, mir seine Privatanschrift mitzuteilen, damit ich ihm dieses Buch noch rechtzeitig zu Weihnachten als Geschenk zusenden kann.

Denn wenige Bücher über die Ursachen, Methoden und Folgen des Zweiten Weltkrieges sind so zeitlos, gründlich belegt und der historischen Wahrheit so nahe, wie das des schottischen Historikers. Obwohl er zwei Söhne als Flieger gegen Deutschland verlor, hat sein Gerechtigkeitssinn (der jedem Historiker zu eigen sein sollte) erkannt, wer zu diesem völlig unnötigen Krieg getrieben hat und deswegen die Hauptschuld für die tragische Entwicklung trägt: verblendete Politiker in England, die, unterstützt von US-Präsident Roosevelt, Polen die Blankovollmacht vom März 1939 lieferten und alle Friedensbemühungen der deutschen Regierung ablehnten. Ebenso gründlich behandelt Nicoll die Methoden der Kriegsführung und die Nachkriegsbehandlung seitens der Alliierten, zeigt auf, wie unbegründet die Vorwürfe wegen angeblicher Kriegsverbrechen gegen Deutschland sind, und beschreibt das große Schuldkonto der Sieger. Dieses unerschrockene Werk rückt die Verhältnisse zurecht, indem es das historische Geschehen so beschreibt, wie es wirklich war.

Ihr Hofnarr würde mich erst dann wieder interessieren, wenn er Dokumentarfilme über die Verbrechen der Soldaten der Siegermächte gegen die Menschlichkeit machen würde, an denen es nicht mangelt. Behilflich dabei sein könnte ihm auch Charles A. Lindberghs „Kriegstagebuch“, in dem er grauenhafte Verbrechen amerikanischer Soldaten, zum Beispiel vom Abkochen von Schädeln gefallener Japaner notiert hat, die diese anschließend als Andenken ihren Bräuten nach Amerika sandten, und über viele andere Greueltaten mehr.

Ich bitte Sie, sehr geehrter Herr Indendant, höflich: Lesen Sie Ihrem Haushistoriker die Leviten, und wenn das nichts nützen sollte, dann machen Sie es dem Norddeutschen Rundfunk gleich und feuern Sie ihn im hohen Bogen aus Ihrer Anstalt, denn er ist es nicht wert, von unseren Rundfunkgebühren honorig bezahlt zu werden. Das kleine Häuflein noch aufrichtiger Deutscher dankt Ihnen.

Auch hätte ich gerne von Ihnen, sehr geehrter Herr Indendant, erfahren, wie Herr Knopp zu seinem Professorentitel gekommen ist, und aufgrund welcher wissenschaftlichen Arbeiten er sich verdient gemacht haben soll. Etwa auch über „Hitler und seine Generäle“, oder über die „Genickschüsse Deutscher Soldaten im Walde von Katyn an gefangenen polnischen Offizieren“?

Abschließend wünsche ich Ihnen eine segensreiche Weihnacht, Gesundheit, Glück und Frieden für das neue Jahr.


UDH Nr. 84

Sprung zur Indexseite Sprung zur Seitenübersicht