BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 85  ¦  April – Juni 2008


Buchbesprechungen:

Wiedergeburt — Strafe oder Geschenk?

Sehr viele Völker glauben an eine Wiedergeburt nach dem Tode und haben ihr „Wissen“ darum über Jahrtausende tradiert. Uwe Topper ist diesem Wissen der Völker nachgegangen. Es stellt sich unter den verschiedensten Formen dar. So gingen beispielsweise die als Ketzer verfolgten Katharer freudig in den Tod, weil sie an eine baldige Wiedergeburt glaubten. Die Tibeter dagegen sehen darin eine Art Vergeltung für begangene Sünden, die in einem neuen Leben bestraft, aber auch wiedergutgemacht werden sollen. Andere Völker hoffen auf die Wiedergeburt ihrer verstorbenen Verwandten und bereiten durch termingebundene Feste, z.B. im Frühjahr, den Geistern Gelegenheit, zur Wiederverkörperung in ihre Nachfahren eindringen zu können.

In dem über die ganze Welt verbreiteten Glauben an die Wiedergeburt könnte man ein Mittel der Evolution sehen, mit dem sie die geistige und körperliche Entwicklung der Menschheit vorantreibt, meint Topper.

Manche Völker fürchten den Tod wenig, weil sie an eine Wiedergeburt glauben; andere fürchten diese eher und versuchen, dem ewigen Kreislauf zu entkommen. Nur sehr wenige Menschen behalten eine Erinnerung an ihr voriges Leben, doch sind dergleichen Fälle schon beobachtet worden. Auch Spukgeschichten und unerklärbare Vorgänge im Rahmen einer „Vierten Dimension“ bringt Topper in Zusammenhang mit einem Leben nach dem Tode.

Wir sind noch lange nicht so weit, dies alles durchschauen und erklären zu können, aber wir sind wohl auf dem Wege dorthin. Es ist einfach eine Tatsache, daß die Menschheit sich seit ihrem Bestehen gedanklich mit dem Tode und einer möglichen Wiedergeburt beschäftigt hat. Wer gab ihr solche Gedanken ein? Vielleicht wissen wir es, wenn wir gestorben sind.

Erdmuthe Idris-Schimmel

Topper, Uwe: Wiedergeburt. 400 Seiten, Leinen, 132 Abbildungen.
€ 19,80. ISBN 978-389180-081-2.
Hohenrain-Verlag GmbH. Postfach 1611, 72006 Tübingen.


UDH Nr. 85

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