BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 88  ¦  Januar – März 2009


Buchbesprechung

Zweiter Weltkrieg: Wer war schuld?

Viele Deutsche, vor allem die Angehörigen der „Erlebnisgeneration“, schleppen immer noch die ihr nachgesagte „Schuld“ am Dritten Reich und zweiten Weltkrieg mit sich herum. Aber es hat auch eine Reihe revisionistischer Bücher gegeben, die die historischen Abläufe richtigstellen. Eines der besten davon, vielleicht das allerbeste, schrieb der schottische Geistliche Peter H. Nicoll. 1963 erschien es zum ersten Mal in deutscher Sprache; kürzlich erschien eine fünfte Auflage. Wer genau wissen will, wie es zum zweiten Weltkrieg kam und wie er ablief, sollte zu diesem Buch greifen.

Als Hitler daranging, die zahllosen Ungerechtigkeiten des Versailler Vertrages nach und nach zu beseitigen, versuchte er auf friedlichen Wegen der Verhandlung, das deutsche Danzig zurückzugewinnen. Polen weigerte sich und baute auf die Unterstützungszusage der Engländer, die allerdings in der versprochenen Weise nie eingehalten wurde. Vorausgegangen waren manche Erfolge Deutschlands im Abbau der Bestimmungen des total ungerechten „Friedens“ von 1919.

Die Person Hitlers, bemerkt Nicoll, war im Ausland zu einer Art kriegslüsternem Feinde umgestaltet worden, ein Trugbild, dem die Alliierten gerne huldigten und das die Grundlage des zweiten Krieges der Alliierten gegen Deutschland bildete. Hitler, ein Bewunderer Englands, versuchte immer wieder, zu einem guten Einvernehmen mit England zu kommen, was jedoch nicht gelang. Nicht er hat England den Krieg erklärt, sondern die Sache lief umgekehrt. — Mit Polen versuchte er, friedlich zu verhandeln, aber sie suchten den Krieg und verloren ihn.

Es erübrigt sich, an dieser Stelle weiter in Einzelheiten einzudringen; alle Ereignisse sind in Nicolls Buch gründlich und korrekt dargestellt. Aber man sollte noch erwähnen, daß im weiteren Ablauf des Krieges die Alliierten sich nicht scheuten, sich mit dem bolschewistischen Großverbrecher Stalin freundschaftlich zusammenzutun. Daß er eine geradezu ungeheure Untatenliste mit sich schleppte, störte sie gar nicht.

Es bleibt festzuhalten, daß England, das den Aufstieg eines Wirtschaftskonkurrenten nicht ertragen konnte, der eigentlich Schuldige am zweiten Weltkrieg war. Aber es ist dafür bestraft worden; es verlor seine Weltmachtstellung endgültig an die USA: Heute sind wir, das heißt Europa, so weit, daß wir uns nicht trauen, uns gegen den Einbruch fremder Völker zu wehren. Untergang des Abendlandes?

Erdmuthe Idris-Schimmel

Nicoll, Peter H.: Englands Krieg gegen Deutschland.
5. Auflage, 576 Seiten, Leinen, 16 Abbildungen. ¤ 19,90
ISBN 3–87847–183–1


UDH Nr. 88

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