BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 89  ¦  April – Juni 2009


Deutschland — ein Entwicklungsprozeß

Schon lange angekündigt, endlich erschienen: „Die Vorgeschichte des deutschen Volkes“ von Helmut Schröcke. Der Riesenband — an die 800 Seiten — bietet das heute verfügbare Wissen über die Entstehung der Deutschen in wohlgeordneter Form und kommt zu dem Ergebnis, daß „das deutsche Volk das einzige große Volk der gesamten indogermanischen Völkerfamilie ist, das bis heute überlebte.“ Jetzt allerdings sollte der Leser eine kurze Pause machen und überlegen, ob dieses Überleben beim heutigen Zustand unseres Volkes auch weiterhin gesichert ist. Die globale Marschrichtung scheint eher in Richtung einer völligen Durchmischung aller Völker gehen, was mit ziemlicher Sicherheit einen kulturellen Abwärtstrend mit sich brächte.

Schröcke hat eine Riesenfülle von ethnischem und historischem Material, das über 7000 Jahre geht, in seinem Werk verarbeitet und geordnet. Soweit sie heute erforscht ist, wird die Geschichte aller deutschen Stämme dargestellt. Dazwischen gibt es Abschnitte, die wohl noch nicht völlig aufgeklärt sind; manche Schritte der Völkerwanderung erscheinen immer noch rätselhaft. Die Wandalen z.B. kamen aus Skandinavien; sie ließen sich im heute unter fremder Verwaltung stehenden Ostdeutschland nieder. Ein Teil von ihnen, unter Geiserich, zog weiter nach Westen und gründete in Nordafrika ein Königreich, das leider nur etwa 100 Jahre Bestand hatte.

Der andere Teil wandte sich nach Osten; Ziel bislang unbekannt. Aber nach einiger Zeit kamen die Ostwandalen zurück und ließen sich im heutigen Polen nieder. Unterwegs dürften sie wohl eine beträchtliche Menge Fremdblut aufgenommen haben, vermutet die Rezensentin…. Was man heute als Slawen bezeichnet, dürfte wenigstens zum Teil auf die rückgewanderten Ostwandalen zurückgehen, wenn auch in diesem Zusammenhang noch manche Unklarheiten bestehen.

Im Rahmen der Rezension eines Buches mit 800 Seiten, die 7000 Jahre Völkergeschichte schildern, ist es schwierig, auf Einzelheiten einzugehen. Man kann aber dem Leser nur dringend empfehlen, sich mit dem Stoff dieses hochinteressanten Werkes eingehend zu befassen. Die Fülle des historischen Materials, das hier zusammengeführt wurde, ist überwältigend.

Schröcke, Helmut: Die Vorgeschichte des deutschen Volkes — Indogermanen, Germanen, „Slawen“. - 816 Seiten, Lexikonformat, Leinen, rund 400 Abbildungen. ¤ 34,80. Grabert Verlag, Postfach 1629, 72006 Tübingen. ISBN 978-3-87847-239-1

Erdmuthe Idris-Schimmel


Entwicklung und Verrat der ›Wunderwaffen‹

Nachdem Friedrich Georg mit der Veröffentlichung seines Werkes „Unternehmen Patentenraub 1945“ bereits letzten Jahres aufgezeigt hat, welches Handeln der damaligen Alliierten und hier insbesondere das der Amerikaner in der Öffentlichkeit weder bekannt ist, geschweige denn darüber auch nur ansatzweise diskutiert wird, hat er mit seiner gerade erschienenen zweibändigen Ausgabe „Hitlers letzter Trumpf“ Maßstäbe zum Stand der deutschen Militärtechnologie von 1945 gesetzt.

So schrieb der damalige US-Generalstabschef George C. Marshall in seinem offiziellen Bericht an den US-Kriegsminister, daß die deutschen Technologiefortschritte wie etwa die Entwicklung der Atomwaffen der „wahre Grund für die Invasion in der Normandie“ gewesen sei. Um hier nicht möglicherweise falsche Schlüsse zu ziehen, zitiert Georg den wohl bestinformierten Strahlungsphysiker und UN-Kernwaffeninspekteur, Dr. Hauk, aus dem Jahr 2005 (sic.) „…ein offensichtlicher handfester Beweis, glaube ich, für das Vorhandensein einer Kernwaffe scheint in Peenemünde zu stehen, nämlich die A-10.“ Hierbei handelt es sich um ein Trägersystem, das eine Uranbombenladung mit einer Reichweite bis zu den USA hätte tragen können. Die deutsche Reichsführung soll durch den möglichen Einsatz dieser Waffe das Ende des Krieges erwartet haben. Dies gehe aus einem Gespräch hervor, das Mussolinis Vertrauter Luigi Romersa mit Dr. Josef Goebbels Ende Oktober 1944 führte, als dieser auf die Raketen zu sprechen kam: „…wir haben ein Dutzend ferngesteuerte Raketen, deren Stärke und Geschwindigkeit verblüffend ist. Wenn der Feind sieht, wie ein Regen von Raketen mit Atomköpfen auf ihn fällt, wird er sich überlegen müssen, ob es sich lohnt weiterzukämpfen.“ Neben Uran-Bomben wurden von deutschen Wissenschaftlern auch bereits Plutonium-Bomben und Fusionsbomben entwickelt.

Ausführlich werden die Beweggründe dargelegt, weshalb die deutschen Wissenschaftler nach ihrer Gefangennahme die Mitarbeit an atomaren Waffen abstritten und den von den Alliierten gewünschten, aber unzutreffenden Eindruck erweckten, daß das Deutsche Reich auf diesem Gebiet rückständig gewesen sei. Genau das Gegenteil war der Fall. Hierzu schweigen die nach den USA verbrachten deutschen Wissenschaftler. Weshalb ist über die deutsche Technologieüberlegenheit weiter nichts bekannt, weshalb wurde hierüber nichts publiziert? Die Aussagen deutscher Wissenschaftler hierzu werden bis heute von den damaligen Alliierten unter Verschluß gehalten; sie durften sich dazu öffentlich nicht äußern. „Big brother is watching you?“ stellt sich hier die Frage. Angesichts von Guantanamo oder anderen amerikanischen Guerillaschauplätzen ist dies sicherlich vorstellbar.

Georg legt dar, daß die weltweite Wiederaufrüstung nach dem Ersten Weltkrieg nicht erst nach der Machtübernahme Hitlers im Jahre 1933 begann, sondern schon Ende der zwanziger Jahre. Zwar wurde Deutschland mit dem Versailler Vertrag der Besitz aller wichtigen Waffen wie Panzer, Flugzeuge, U-Boote, Schlachtschiffe oder sogar Flakgeschütze untersagt, jedoch hatte man vergessen, Raketen und Flugkörper mit in die Verbotsliste aufzunehmen. Die Planer der Weimarer Reichswehr hatten erkannt, daß man mit der Entwicklung von Fernraketen einen Ausgleich schaffen konnte. Bereits aus damaligen, mittlerweile veröffentlichten Berichten geht hervor, daß durch den Einschlag nur einer einzigen Rakete es möglich gewesen sein sollte, eine ganze Stadt zu vernichten.

Auf gut 800 Seiten legt Georg unter Angabe von umfangreichem Quellenmaterial dar, wie weit die jeweiligen Waffensysteme im Deutschen Reich in ihrer Entwicklung bis 1945 vorangeschritten und denjenigen der Alliierten überlegen waren. Es resümiert, daß Adolf Hitler damit einen Verhandlungsfrieden erzwingen wolle. Viele Aussagen deuteten darauf hin, so z.B. am 7. Juli 1943, als er äußerte, die Raketen aus Peenemünde wären die kriegentscheidenden Waffen.

Wir können gespannt sein, ob sich die Wissenschaft dieses Themas annimmt und anhand erst seit kurzem zugänglichem Archivmaterial Geschichtsabläufe neu bewertet oder weiterhin die nach 1945 festgelegte politisch korrekte Geschichtsversion vertritt.

Dr.phil. Holger Breit

Friedrich Georg: Hitlers letzter Trumpf. Entwicklung und Verrat der ›Wunderwaffen‹. Zwei Bände, 814 Seiten, zahlreiche Dokumente, Abbildungen und Fotografien, Personenverzeichnis, Glossar, Veröffentlichungen des Institutes für deutsche Nachkriegsgeschichte Band 44 und 45, je Band ¤ 24,80. Grabert-Verlag, 2009, Tübingen, ISBN 978-3-87847-247-6 / ISBN 978-3-87847-248-3, ISSN 0564-4186


CHANGE IT!

Susan George spannt in ihrem Buch CHANGE IT! einen weiten Bogen über Probleme in den USA und in Europa. — Die Autorin schreckt in ihrem Buch nicht davor zurück, weltweite Überlebens-Probleme der Menschheit kritisch zu analysieren.

So widersprüchlich Lebensweisen und Lebensbedingungen der Menschen weltweit sind — so widersprüchlich stellen sich Probleme und ihre Lösungsvorschläge in Susan Georges Buch dar.

Der aus dem Untertitel „Anleitung zum politischen Ungehorsam“ erhoffte Anleitungskatalog beläßt es bei der Beschreibung von Zuständen. Zustände wie sie die „Bewegung für globale Gerechtigkeit“ in jedem einzelnen Land dieser Erde anprangern kann.

Susan George möchte „den Stier bei den Hörnern packen“ indem sie als Widersacher die Weltbank, den Internationalen Währungsfonds, die Welthandelsorganisation und die G8 benennt. Bei Betrachtung der Weltprobleme allein aus dieser Sichtweise ergibt sich die Folgerung, daß es eben die Staaten bzw. die Regierungen der Staaten sind, die letztendlich Weichen stellen können. Daß in den jeweiligen Regierungen Anhänger der Weltorganisationen, die die Kapitalströme leitenden „Menschen“ und alle anderen der in Susan Georges Buch CHANGE IT! genannten Verantwortlichen sitzen, müßte zum nachdenken anregen. Die „Bewegung für globale Gerechtigkeit“ ist vergleichbar mit Religionen bzw. religiösen Bewegungen, die auf dem gesamten Erdenball und teilweise in unterschiedlichen Zeiträumen wirkten und wirken. — Der Unterschied besteht darin, daß diese lediglich jeweils auf einen Teil des Globus ihre Wirkung entfalteten. Der Kraftakt der „Bewegung für globale Gerechtigkeit“ will den gesamten Globus umfassend und zu gleicher Zeit den Weg für alle Menschen in dies vorgesehene „Paradies auf Erden“ gegen ihre Widersacher durchsetzen. Ein lobenswertes Unterfangen. Wer sich daran beteiligen will, sollte das Buch „CHANGE IT!“ sorgfältig lesen.

Horst Zaborowski

Susan George: Change IT!; deutschsprachige Ausgabe bei Droemer Verlag, Hilblestr. 54, 80636 München. ISBN-13:978-3-426-27382-1 ISBN-10: 3-426-27382-9


UDH Nr. 89

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