BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 89  ¦  April – Juni 2009


Eines „politisch–unkorrekten“ 95-jährigen Deutschen Gedanken zum jährlichen 8. Mai

Von Friedrich Kurreck

Am Anfang meiner Gedankenspiele steht Churchills Kriegsschuldbekenntnis von 1919 in „The Times“:

Wer dieses Bekenntnis kennt, dem liegt die englische Politik klar und offen, dem kann keine mit der „Gnade der späten Geburt“ beglückte nachkriegsdeutsche Intelligenzbestie ein X für ein U vormachen. Deshalb kann mir, einem Ostpreußen, auch kein Guido Knopp „seinen“ Senf in die Augen schmieren.

Daß Polen und nicht Deutschland den Krieg wollte, ist für Kenner der „Geheimen Geschichte“, die die wahren Ursachen der Ereignisse birgt, glasklar, und es wird auch von polnischen Offizieren bestätigt:

Henryk Baginski, ein hoher Offizier im polnischen Generalstab, gab erstmals 1927 ein in Polen viel gelesenes und immer wieder neu aufgelegtes Buch unter dem Titel „Poland and the Baltic“ heraus, in dem man lesen kann:

Und Edward Rydz-Smigli, polnischer Marschall, tönte im Juni 1939 auf einer Versammlung polnischer Offiziere, Reserveoffiziere und Offiziers-Anwärter in der Gegend zwischen Krakau und Kattowitz:

Bestätigt wurde diese Aussage des Polenmarschalls durch eine eidesstattliche Erklärung von Lutz Mauve, einem Deutschen, der einen größeren Waldbesitz hatte, polnischer Staatsangehöriger war und als solcher auch im polnischen Heer dienen mußte. Als polnischer Fähnrich-Feldwebel (Offiziersanwärter) hat Mauve an dieser Versammlung teilgenommen.

Was umerzogene einäugige Gestalter der öffentlichen Meinung auch nicht wahrhaben wollen, das beschreibt Dr. Stephan Horak, ukrainischer Sachkenner in Minderheitenfragen, in seinem Buch „Poland and her national minorities 1918-1919“ so:

Hierzu fällt mir eine ausführliche Aussprache über die polnische Minderheitenpolitik ein, die schon am 15.6.1932 (!) im britischen Oberhaus stattfand. Obwohl Polen im Versailler Vertrag auch viele Rechte und weite deutsche Gebiete erhalten hat, die nicht im Rahmen berechtigter Ansprüche lagen, war es nicht einmal gewillt, die ihm international auferlegten Minderheitenschutzbestimmungen ausreichend zu achten, was zu dieser Aussprache führte, wo unter anderem festgestellt wurde:

Lord Cecil hatte als Delegierter der britischen Regierung die Anwendung des Terrors in der polnischen Minderheitenpolitik als das „Gewissen der Menschheit erschütternd“ bezeichnet und dann abschließend u.a. gesagt:

Wie ein Hohn klingt nach diesem Wissen der polnische Treueschwur an die Monarchen von Deutschland und Österreich-Ungarn:

Der Polen Freude über einen eigenen König währte nicht lange, denn US-Präsident Wilson hatte für solche Possen kein Verständnis. Nicht nur Bush, sondern schon er war von dem Wahn befallen, allen Völkern die Demokratie zu erkämpfen. Und der Treueschwur der Polen an jene, die sie mit ihrem Blut vom Zarenjoch befreiten, hatte nur Bestand bis zum Schweigen der Waffen. Von da an war der Treueschwur vergessen, und die Meineidigen betätigten sich fortan als Aasgeier und knabberten gefräßig an der deutschen Leiche herum.

Im Sommer 1939 wurde der belgische Journalist Ward Hermanns von seiner Zeitung nach Polen gesandt, um über die Lage dort zu berichten. Sein Bericht: »Die Polen haben das letzte Gefühl für Maß und Größe verloren. Jeder Ausländer, der in Polen die neuen Landkarten betrachtet, worauf ein großer Teil Deutschlands bis in die Nähe Berlins, weiter Böhmen, Mähren, die Slowakei und ein riesiger Teil Rußlands und das gesamte Baltikum in der überaus reichen Phantasie der Polen schon annektiert sind, muß denken, daß Polen eine riesige Irrenanstalt geworden ist.»

Im Sommer 1939 wurde aus Washington der polnische Botschafter nach Warschau beordert, um seine Regierung über die Lage in den USA zu berichten. Jerzy Potocki gemäß „Szembek-Journal“ Seite 475f.: «Im Westen gibt es allerlei Elemente, die offen zum Krieg treiben; die Juden, die Großkapitalisten, die Rüstungsfabrikanten. Alle stehen heute vor einer glänzenden Konjunktur, denn sie haben einen Ort gefunden, den man in Brand stecken kann: DANZIG; und eine Nation, die bereit ist zu kämpfen: POLEN. Auf unserem Rücken wollen sie Geschäfte machen. Die Zerstörung unseres Landes würde sie gleichgültig lassen. Im Gegenteil: Da später alles wieder aufgebaut werden müßte, würden sie auch daran verdienen.»

Trotz dieser von Potocki seiner Regierung aufgezeigten Zukunft Polens im Falle eines Krieges setzte die nach weiteren deutschen Gebieten lechzende polnische Regierung dennoch auf Krieg. Die Zahl der Überfälle polnischer Kavalleriebanden in deutsche Grenzregionen mit Zivilistenmorden und Brandschatzungen hatte im Juli/August 1939 nicht mehr hinnehmbare Ausmaße angenommen. Mittels diplomatischer Kriegsdrohungen vom 26. März und 4. August 1939 hat Polen die Reichsregierung zum Schweigen gegenüber allen von Polen durchgeführten Aktionen genötigt, wollte sie keinen Krieg riskieren. Daher untersagte sie der deutschen Presse, über die Vorfälle zu berichten. Wir aber, an der Grenze wohnend, wußten von diesen Vorgängen jenseits der Grenze und hatten kein Verständnis für das lange Nichthandeln unserer Regierung. Stattdessen machte sie Polen Vorschläge über Vorschläge, wie die durch das Diktat von Versailles verursachte prekäre Grenzfrage auf friedlichem Wege gelöst werden könne. Die polnische Regierung antwortete darauf mit am 27. August beschlossener und am 30 August 1939 verkündeter Generalmobilmachung. Eine solche bedeutet nach damaligen Völkerrechtsgrundsätzen Kriegserklärung. Der Offensivplan für die polnische Armee zum „Marsch auf Berlin“ war der Reichsregierung bekannt, die Kriegserklärung über den polnischen Rundfunk am 31. August nach dortiger Kenntnisnahme des Inhalts des deutschen Verhandlungsvorschlages freilich ebenfalls. Auch im August 1939 hatte die Reichsregierung weder gegenüber Polen noch anderen Staaten irgendwelche Eroberungsziele oder -pläne. Allerdings hat Adolf Hitler den festen Willen zur Durchsetzung des Selbstbestimmungsrechts für das deutsche Volk wiederholt zum Ausdruck gebracht. Allen anderen Völkern in Europa war es zugestanden. US-Präsident Woodrow Wilson zufolge sollte es die Weltordnung nach dem Ersten Weltkrieg kennzeichnen.

Der Angriffsplan gegen Polen war ausdrücklich mit der Bedrohung des Reiches durch die an der Grenze aufmarschierte polnische Armee begründet worden, die unter Berücksichtigung der polnischen Generalmobilmachung vom 30. August 1939 und der übrigen Begleitumstände tatsächlich vorgelegen hat.

31. August 1939 (12.45 Uhr) der Tragödie letztes Vorspiel:

Der polnische Botschafter in Berlin, Joseph Lipski, erhält von seiner Regierung folgendes Telegramm:

Vor dem Internationalen Militär — Tribunal (IMT) in Nürnberg gaben Politiker der Weimarer Zeit an, daß sie sich des öfteren durch Polen bedroht gefühlt haben. Hier einige eidesstattliche Aussagen:

Reichswehrminister Dr. Gessler (von 1920 — 1928):

Reichskanzler Dr. Josef Wirth (1921 — 1922; 1930 — 1931 Reichsinnenminister):

Daß polnische Angriffsvorbereitungen bereits vor der Hitlerzeit bestanden, und zwar nicht „nur“ gegen Westoberschlesien und Danzig, ergeben noch viele wichtige weitere Belege. Zu ihnen gehört ein in Nürnberg wiederholt verwendeter Brief des einstigen Reichskanzlers Dr. Brüning aus den USA an den Herausgeber der „Deutschen Rundschau“, Pechel. Er wurde im Jahre 1947 geschrieben. Nachstehend einige Sätze:

Wer sich in der Bundesrepublik Deutschland erlaubt, öffentlich auf diese von niemandem zu widerlegenden Tatsachen hinzuweisen, der wird mit der Faschismus-Keule solange bearbeitet, bis er endlich sein Maul hält. Solche klärende Hinweise, die bei den Medien hierzulande keinen Anklang finden, dürfen sich nur ausländische Historiker erlauben, wie z.B. der schottische Referent Peter H. Nicoll, dessen Gerechtigkeitssinn, obwohl er zwei Söhne als Flieger gegen Deutschland verlor, erkannt hat, wer zu diesem „unnötigen Krieg“ getrieben hat und deswegen die Hauptschuld für die tragische Entwicklung trägt: »Verblendete Politiker in England, die, unterstützt von US-Präsident Roosevelt, Polen die Blankovollmacht vom März 1939 lieferten und alle Friedensbemühungen der deutschen Regierung ablehnten.«

Bundesbürger dagegen sollen, wenn sie ruhig und in Frieden leben wollen, stets an die Mahnung des Bundestagspräsidenten Philipp Jenninger denken, die er ihnen nach seinem erzwungenen freiwilligen Rücktritt am 11. November 1988 hinterlassen hat:

Da ist der „Deutsche Autorenrat“ aber anderer Meinung. Aus seiner Erklärung anläßlich der Buchmesse 1997:

Als Deutscher gedenke ich an einem jeden 8. Mai aller in beiden Weltkriegen gefallenen deutschen Soldaten, insbesondere meiner an meiner Seite gefallenen Kameraden. Ich gedenke der Hunderttausende oft zu Tode vergewaltigten deutschen Mädchen und Frauen, meiner von polnischen und russischen Bestien viehisch ermordeten Landsleute, der Heimatvertriebenen der Jahre 1918 bis 1933 und ab 1945, der zivilen deutschen Luftkriegsopfer sowie der Millionen Deutschen, die nach 1945 um Leben, Gesundheit, Heimat, Eigentum, Recht und Ehre gebracht wurden. Nicht zuletzt gedenke ich meiner Mutter, die Mitte Oktober 1945, schwerkrank von Polen in einem ungeheizten, mit Stroh nicht ausgelegten Güterwagen geprügelt wurde und nach Tagen des Hin- und Herrangierens, unverpflegt und durchgefroren, endlich in Berlin landete, dort von meiner Schwester in ein Krankenhaus gebracht, nach all den ab 20. Januar 1945 durchmachten Strapazen am 28. Oktober 1945 ihr Leben aushauchte.

Gedanken an diesem Tage mache ich mir auch über jene Typen Deutscher, die, Schaum aus ihren Mündern gischtend, ihren ganzen Haß gegen das Land ihrer Väter und gegen uns Soldaten artikulieren. Dann stellt sich mir die Frage, ob ich diesen Kreaturen Gottes, seinen Geboten folgend, verzeihen soll. Ich kann es nicht. Auch geht die Bitte „Gott, verzeih ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“, nicht über meine Lippen. Dann denke an das Sprichwort: „Wie ein Volk nach einem verlorenen Krieg seine Soldaten behandelt, daran erkennt man den Charakter dieser Nation.“ Und der ist bei uns Deutschen? Zutiefst schäbig! Aber nicht bei allen.


Liebe Freunde,
ich bedanke mich bei unserem hochbetagten Autor Friedrich Kurreck für seinen klaren Kurs und hoffe darauf, daß auch unsere Leser sich diesem Dank mit einigen an ihn gerichtete Zeilen anschließen.

Wenn auch um 13 Jahre „jünger“ und darum zwangsläufig mit etwas weniger Leid belastet, so brennt in mir das gleiche Feuer. Es ist das Blut meiner schlesischen Mutter und meines ostpreußischen Vaters, das meine Handlungen prägt. Bei vielen schlesischen und ostpreußischen Mitstreitern und Freunden konnte ich, der in der preußischen Rheinprovinz geborene, die unterschiedlichen Stärken erfahren. Da sind die liebenswerten, höflichen und allzeit freundlichen Schlesier. Und hier die Ostpreußen, offen, klar und hart. Ich bin für diese Mischung in mir dankbar. Obwohl ich zum harten Kurs neige, wohl weil meine ostpreußische Großmutter mich nach dem frühen Tod meiner Mutter in Duisburg aufzog — die stille Entschlossenheit der Schlesier gibt auch mir Kraft im Kampf um die Freiheit und das Überlebensrecht unseres gemeinsamen deutschen Volkes. Und diesen Kampf, schlesische Freunde hören dies harte Wort bei mir nicht so gern, werden wir gewinnen, weil die Verbreitung unserer Forderungen über das Weltnetz nicht aufzuhalten ist. Auch wenn wir nicht mehr da sein werden. Recht und Freiheit werden sich Bahn brechen.

Horst Zaborowski


UDH Nr. 89

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