BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 90  ¦  Juli – September 2009


Liebe Freunde,

wer unsere Zeitung „Unsere Deutsche Heimat“ seit längerem liest, kennt auch die Artikel von Erwin Arlt. Als ich diesen oben abgeschlossenen Artikel „Die Wandlung des Systems der BRD von 1949 bis heute“ () zu lesen begann, bin ich erschrocken. Erschrocken wie die Vergangenheit selbst auf Freunde, die mit beiden Beinen im Leben stehen, verklärend wirkt. Obwohl alle jetzt hier angeführten Fakten von mir in den vergangenen bald zwanzig Jahren bereits genannt wurden, sehe ich mich gezwungen, als ein Zeitzeuge mit politisch hellwacher Beobachtung, eine Zusammenfassung hier niederzuschreiben.

Vorab: Die Handlungen der Alliierten des Zweiten Weltkrieges auf dem Boden des Zweiten Deutschen Reiches nach Kapitulation der Deutschen Wehrmacht sind durch das Völkerrecht (Haager Landkriegsordnung von 1907) nicht gedeckt. Erst eine bedingungslose Kapitulation des Deutschen Reiches hätte gemäß dem zur Zeit der Kapitulation geltenden Völkerrecht den Alliierten es erlaubt, im unterlegenen Staat so zu handeln wie sie es taten. — Jedoch — zur Unterschrift einer Kapitulation durch das Deutsche Reich, stand mit dem Tod des Reichspräsidenten Adolf Hitler kein Unterschriftsberechtigter zur Verfügung. Diese, unser deutsches Volk und Reich schützende völkerrechtliche Situation wird, selbst in nationalen deutschen Kreisen nicht gewürdigt und ohne Not in Frage gestellt. — In Frage gestellt, indem die durch den Reichspräsidenten Adolf Hitler im zweiten Teil des politischen Testamentes, gegeben zu Berlin, den 29. April 1945, 4.00 Uhr: Ich ernenne…den Großadmiral Dönitz zum Reichspräsidenten…“ gegebenen Weisungen als rechtswirksame Anordnungen anerkannt werden. Obwohl sie rechtsunwirksam waren, weil die Verfassung des Deutschen Reiches vom 11. August 1919 mit dem Artikel 41 „Der Reichspräsident wird vom ganzen deutschen Volke gewählt“ eine Wahl durch das deutsche Volk vorschreibt.

Dieser Artikel 41 wurde weder durch das Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich (als Ermächtigungsgesetz bekannt) vom 24. März 1933 in Artikel 2 „Die Rechte des Reichspräsidenten bleiben unberührt“, noch durch die am 19. August 1934 durchgeführte Volksabstimmung in der darüber abgestimmt worden ist: „Das Amt des Reichspräsidenten wird mit dem des Reichskanzlers vereinigt. Infolgedessen gehen die bisherigen Befugnisse des Reichspräsidenten auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler über. Er bestimmt seinen Stellvertreter“ außer Kraft gesetzt.

Außer acht gelassen wird auch, daß das Ermächtigungsgesetz bereits am 10. Mai 1943 abgelaufen war. Der Erlaß des Führers über die Regierungsgesetzgebung vom 10. Mai 1943: „Mit Rücksicht darauf, daß das Gesetz vom 24. März 1933 (Reichsgesetzbl. I S. 141) formell am 10. Mai 1943 abläuft, bestimme ich:
Die Reichsregierung hat die ihr durch das Gesetz von 24. März 1933 übertragenen Befugnisse auch weiterhin auszuüben. Ich behalte mir vor, eine Bestätigung dieser Befugnisse der Reichsregierung durch den Großdeutschen Reichstag herbeizuführen.“
Dies ist die Bestätigung dafür.

Weiterhin ist zu beachten, daß die durch die Volksabstimmung vom 19. August 1934 beschlossene Zusammenlegung des Amtes des Reichspräsidenten mit dem des Reichskanzlers an die Person Adolf Hitler gebunden wurde.


Liebe Freunde, wir haben nur unsere Rechtspositionen aus dem Staats- und Völkerrecht heraus, die unseren Anspruch auf die freie Gestaltung unseres Lebens in unserem Heimat- und Vaterland Deutschland begründen. Lassen wir uns nicht aufs Glatteis führen. Wer seine Rechtpositionen aufgibt, hat schon verloren ehe er überhaupt daran denken kann, sich gegen Machtwillkühr der Alliierten und leider auch ihrer Befehlsempfänger zur Wehr zu setzen.

Alle Handlungen Deutscher, die sich in die Dienste der Alliierten stellten, machten sich des Hoch- und Landesverrates schuldig. Dazu gehören auch so bewunderte Bundeskanzler wie Herbert Ernst Karl Frahm alias Willy Brandt, der in der norwegischen Armee gegen das Zweite Deutsche Reich kämpfte. Ebenso der im Artikel von Erwin Arlt erwähnte Alt-Bundeskanzler Konrad Adenauer, der es verstand, sich durch alle „Anfeindungen“ in den Jahren 1933-1945 hindurchzuwinden. Der Volksmund sagt: „Ein Fuchs verliert die Haare, jedoch nicht seine Tücken.“ — Und Konrad Adenauer war ein Fuchs mit besonderen Gaben.

Jedoch diese beiden Genannten stehen für tausende Staatsbürger des Zweiten Deutschen Reiches, die es den Alliierten erst ermöglichten, im Reich nach Belieben so zu schalten und zu walten wie sie es taten. Wenn ich an die Schilderungen meines Vaters denke wie Deutsche in den Jahren der Besetzung des Ruhrgebietes nach dem Ersten Weltkrieg beim passiven Widerstand durch die Franzosen wie die Hasen gejagt wurden und dies trotz ganz unterschiedlicher politischer Auffassungen der einzelnen Teilnehmer, bin ich traurig. Sicherlich wurden damals Deutsche im Ruhrgebiet vom Reich unterstützt, obwohl der oben genannte Fuchs es liebend gerne den Franzosen zugeschanzt hätte.

Nach Kriegsende 1945 war die Situation dadurch eine grundlegend andere als nach 1918, weil das gesamte Reichsgebiet besetzt war. Die Zerstörung der Häuser in den Städten, die bis zuletzt kämpfende Truppe gefangengenommen, fünfzehn Millionen Deutscher aus den Ostprovinzen des Reiches vertrieben — das Überleben eines jeden Einzelnen war Gebot der Stunde. In den sich bildenden politischen Parteien aus der Weimarer Republik wie SPD, KPD usw. war der Kampf auf drei Fronten im Gange.

Aus welcher der drei „Interessengruppen“ sich die meisten HIWI (Hilfswillige) für die Alliierten herausbildeten, ist im einzelnen viel zu wenig bekannt geworden. Tatsache bleibt, es waren viele Deutsche bereit, ihre eigenen Landsleute ans Messer zu liefern.

Dies alles ist auf dem Hintergrund des Verbotes und der Auflösung des Illuminatenordens (ein absolut konspirativer Geheimbund, gegründet 1776 von A. Weishaupt in Ingolstadt) durch den Kurfürsten von Bayern im Jahre 1784 zu sehen. Seit dieser Zeit wurde bereits in weiser Voraussicht ein Konzept entwickelt, in welches das erst 1871 von Bismarck gegründete Zweite Deutsche Reich eingebunden wurde. Diese „Voraussicht“ reichte über den Ersten und Zweiten Weltkrieg hinaus bis zu dem Tod deutscher Soldaten im Jahre 2009 in Afghanistan.

Soll das etwa heißen, daß wir die Hände in den Schoß legen und abwarten bis unser Leben zu Ende ist? — Weil ja sowieso die „Einweltler“ am längeren Hebel sitzen? Ich für meinen Teil denke nicht daran aufzugeben. Und liebe Freunde, ich bitte Euch ebenfalls — und wenn die körperlichen Kräfte nur noch für die Unterstützung in Gedanken reichen — denken Sie an die Erkenntnis: Wer kämpft, kann verlieren — wer aufgibt zu kämpfen, hat bereits verloren.

Horst Zaborowski


Hier einige Gedankensplitter, die den Hintergrund beleuchten, auf dem erklärbar wird, für welche Entscheidungen wir alle zu dieser Zeit lebenden unser Leben einsetzen und viel zu viele mit diesem bezahlen mußten:


UDH Nr. 90

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