BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 90  ¦  Juli – September 2009


„60 Jahre Grundgesetz — Zypries und das deutsche Volk“

von Erwin Arlt

Bekanntlich feierte die BRD im Mai 2009 sechzig Jahre Grundgesetz, also vierzig Jahre westdeutsches Provisorium und 20 Jahre teilwiedervereinigter Staat.

Der in der Präambel des Grundgesetzes 1949 formulierte Auftrag, die deutsche Einheit zu vollenden, ist noch immer nicht voll erfüllt!

Aber mal ganz abgesehen davon liefert das System Bonn/Berlin den Beweis, daß es nicht nur die Wiedervereinigung gar nicht wollte, sondern auch noch eine Identifizierung als „Deutschland“ und „deutsches Volk“ ablehnt, wie es die Antifa ja immer wieder drastisch von sich gibt — „Deutschland verrecke — nie wieder Deutschland.“

Bei der famosen Bundesjustizministerin Zypries liest sich das dann in der FAZ zum 60. Geburtstag der BRD so: Man sollte die „Verfassung“ — gemeint ist das Grundgesetz, denn eine Verfassung besitzt die BRD immer noch nicht — an den Stellen ändern, an denen vom deutschen Volk die Rede ist und von Deutschen und Ausländern. Sie beklagt, daß die Grundrechte auf alle Deutschen beschränkt seien.

Die — selbst unter alliiertem Druck stehenden — Väter des Grundgesetzes wußten noch, daß sie dem Souverän, dem deutschen Volk, verpflichtet seien und nicht gerade irgendwelchen zufällig anwesenden Menschen. Die verfassungsgebende Gewalt sind nun mal das „Deutsche Volk“ und nicht irgendwelche Ausländer — Verzeihung „Migranten“ — mit oder ohne sogenanntem „Bleiberecht“. So drückt es die Präambel des Grundgesetzes unmißverständlich aus. Auch am Portal des Reichstages zu Berlin ermahnt es die volksvergessenen „Volksvertreter“, wer eigentlich der Souverän ist.

Schaut man sich die Art der „Feierlichkeiten“ zu diesem 60. Geburtstag an, so meint man, auf einem Jahrmarkt oder einem Volksfest — besser Bevölkerungsfest zu sein. Da wimmelt es von Buden und Ständen für „Integration“, „Demokratie und Toleranz“, und es wird überall die sogenannte „Europahymne“ intoniert statt des Deutschlandliedes. Dort lesen wir auf Englisch — wie könnte es auch anders sein — „Happy Birthday for Germany“, und der Gutmensch und ZDF-Chefmoderator Nikolaus Brender hebt ganz nach der „political correctness“ im „Heute-Journal“ hervor wie „unprätentiös“, ohne Paraden, ohne Aufmärsche, ohne „Dschingderasssabum „dieses Land“ feiert. Diese Republik hätte nach 60 Jahren zu sich gefunden — unverkrampft und weltoffen, unfertig und selbstbewußt.“

Es wäre ja auch nichts gegen ein Volksfest einzuwenden, das, neutral dargeboten, die Menschen erfreut. Doch das offizielle Deutschland — die teilwiedervereinte Nation, das Vaterland aller Deutschen — hat sich würdig und mit Selbstachtung durch eine Parade der Bundeswehr, durch ein großes, feierliches Konzert in der Hauptstadt und durch eine zukunftsweisende Rede des Bundespräsidenten mit einer Ansprache an die ganze deutsche Nation darzustellen. Stattdessen keine selbstbewußte Darstellung, nationale Selbstachtung, zur Schau gestellte Wurstigkeit gegenüber der Wahl des Staatsoberhauptes und allgemein vorgelebte nationale Würdelosigkeit. Alle anderen Nationen in der EU und außerhalb exerzieren es uns vor, wie man mit und ohne „Dschingderassabum“ die Größe der Nation und selbstverständlich seine Einheit — feiert und nach außen darstellt. Ich denke da an Frankreich, England, USA und andere. Stattdessen vergeht kein Tag und keine Sendung in den Massenmedien, wo nicht irgendwie und irgendwo von Vergangenheitsbewältigung, KZ-Gedenken und Schuldorgien die Rede ist, wo wieder zum xten Male nach weit über 60 Jahren des Kriegsendes irgendwo ein Bußaltar eingerichtet wird.

Doch da gedenkt eine linksextremistische Antifa-Gruppe am 3. Juni mit lokalen Radaubrüdern und einem „antikapitalistischen Bündnis“ äußerst feinsinnig in einer Veranstaltungsreihe „Staat, Nation, Kapital, Scheiße“ des 60. Geburtstages der BRD. Darüberhinaus werden Deutschlandfahnen verbrannt und Haßpropaganda geschürt. § 90 a Strafgesetzbuch wird hier natürlich nicht angewendet, da es sich um linke Gruppen handelt, die „staatstragend“ tätig sind! Einen „Kampf gegen Links“ gibt es ja ohnehin auch nicht, und da ist es nur noch eine Randerscheinung für die Geschichtsbücher, ob der Student Benno Ohnesorge von einem Westberliner Polizisten oder von einem Stasi-Spitzel erschossen wurde. Die „Antifa-Republik“ haben wir ja doch schon de facto seit diesem Ereignis. Formal wird das sicher noch nachgeholt.

Dabei geht die Gefahr für diese BRD sicher nicht von islamistischen Gewalttätern oder linksextremistischen schwarzen Blöcken oder der „Moslem-Brüderschaft“ aus, sondern natürlich von den „bösen Rechtsextremisten“. Der „Kampf gegen Rechts“ muß doch verstärkbar und zu toppen sein! Schon schickt sich die Juso-Meute auf ihrem Bundeskongreß in Berlin an, die deutsche Nation abzuschaffen. Auch erneuern will sie sie auf keinen Fall. Sie muß einfach weg; so fordern es diese Vaterlandsverräter von der Politik. Sie wollen, wie sie sagen, einen „unverkrampften Umgang mit den deutschen Nationalfarben und der deutschen Symbolik“ — was immer diese Genossen darunter verstehen. Die Jusos lehnen auch den Titel „Super-Deutschlandwahlkampf 2009!“, wie ihn die Mutterpartei SPD bezeichnen will, radikal ab. Weiter sprach sich der SPD-Nachwuchs dafür aus, …„die Nation als vorgestellte Gemeinschaft zu dekonstruieren“! Dem „nationalen Besäufnis zum 60. Geburtstag des Grundgesetzes und dem 20. Jahrestag des Mauerfalls“ müssen die Jusos grenzenlose Solidarität entgegenstellen. „Keine Versöhnung mit Antisemiten und Revanchisten wie der NS-Hilfsorganisation Bund der Vertriebenen, BdV“.

Allein schon die Ausdrucksweise und die Wortwahl zeigen, wie unreif und unausgegoren die Jusos, also die Nachwuchsorganisation der SPD-Regierungspartei ist. Somit liegt SPD-Zypries ganz auf Linie, „political correct“ und zu höheren Weihen berufen.


UDH Nr. 90

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