BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 90  ¦  Juli – September 2009


Heimat — Vaterland — Staat

Heimat ist Mutterland. Es ist der Ort, an dem die Mutter ihr neugeborenes Kind liebevoll mit ihren Armen umschließt. Es ist der Ort, wo der neue Erdenbürger die erste Berührung mit Mutter Erde bekommt. Ob in einer prachtvollen und über Generationen vorgehaltenen Krippe oder auf einem Fetzen Papier auf der sonst nackten Erde. Wir sind alle Erdenbürger.

Mit dem Begriff Vaterland verbindet die Mehrheit der Erden­bürger das Gebiet, aus dem der Vater des in seiner Heimat Geborenen abstammt. Dieses Gebiet kann in einem Staatsgebiet liegen oder auch nicht. Staat ist eine Organisationsform, in dessen Hoheits­bereich Menschen leben.

Übertragen auf Menschen in Deutschland:

Für alle Staatsbürger galt bis zum 15. Juli 1999 das Reichs- und Staats­angehörigkeits­gesetz vom 22. Juli 1913 (RGBl. I S. 583). Es stellt in seiner Grundaussage sicher: Das Staats­angehörigkeits­recht knüpft an die Abstammung (Ius sanguinis) an. Dies besagt, daß die Abkömmlinge deutscher Reichs- und Staatsangehöriger ihrerseits wieder deutsche Reichs- und Staatsangehörige sind.

Durch Gesetz vom 15. Juli 1999 wurden dem § 4 folgende Absätze angefügt:
   „(3) Durch Geburt im Inland erwirbt ein Kind ausländischer Eltern die deutsche Staats­angehörig­keit, wenn ein Elternteil:
   1. seit acht Jahren rechtmäßig seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hat und
   2. eine Aufenthaltsgenehmigung oder seit drei Jahren eine unbefristete Aufenthalts­erlaubnis besitzt.“

Ab diesem Zeitpunkt wurde das Reichs- und Staats­angehörigkeits­gesetz in ein Staats­angehörigkeits­gesetz verändert. Folge ist: Die Ordnung der Begriffe Heimat — Vaterland — Staat wie oben beschrieben verloren ihren inhaltlichen Bezug zueinander.

Der in seiner Heimat geborene Erdenbürger wird in den meisten Fällen in eine Familie oder einen Familienverband hineingeboren. Diese Familienmitglieder, Vater, Bruder und weitere Verwandte leben im europäischen Raum in Staaten. Zu diesem Staat bekennen sie sich auch, weil es das Vaterland ist. Diese Heimat des geborenen Erdenbürgers haben Generationen von Vätern und Brüdern mit ihren Familien in sehr langen Zeiträumen vor der Geburt des neuen Erdenbürgers urbar, bewohnbar gemacht. Für den Erhalt dieser Heimat und dieses Vaterlandes starben in der Abwehr von Eindringlingen in den Lebensraum in Jahr­hunderten viele Angehörige.

Der Mensch ist als Erdenbürger von Natur aus frei. Frei, sich zu entscheiden, bei seiner Familie zu bleiben oder sich auf die „eigenen Füße“ zu stellen. Naturgemäß ist das Alter des Erdenbürgers, an dem er diese Entscheidung fällt, von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Es können auch Gesetze des Staates, in dem er lebt, diese Entscheidungen beeinflussen oder steuern. Der Erdenbürger, der sich in den Traditionen seiner angeborenen Heimat wohlfühlt und in der Heimat, im Vaterland und Staat bleibt, hilft, diese Gemeinschaft Heimat — Vaterland — Staat mit Leben zu erfüllen. Für ihn wird, im Gegensatz zu den Menschen, die sich aus dem Verbund Heimat — Vaterland — Staat komplett oder auch nur aus einer der Säulen entfernen, sein Leben in den Gebräuchen, wie diese von den Staatsbürgern gepflegt werden, verlaufen. Er wird naturgemäß alle Einflüsse, die sein Leben in andere Kulturen drängen wollen, als Einmischung in seine Lebensformen, seine Persönlichkeit empfinden.

Und hier nun wird die Entscheidung des Bundestages der Bundes­republik Deutschland, das Reichs- und Staats­bürgerschafts­gesetz vom 22. Juli 1913 durch Gesetz vom 15. Juli 1999 abzuändern (in dem Gesetz werden in § 4 folgende Absätze: „(3) Durch Geburt im Inland erwirbt ein Kind ausländischer Eltern die deutsche Staats­angehörigkeit“ zum Eingriff in die gesetzlichen Grundlagen des Lebens von Millionen Deutscher, der überwiegenden Mehrheit in der Bundes­republik Deutschland.

Diese Grundlagen sind von Kräften, denen die Selbst­verwirklichung des deutschen Volkes, so wie diese seit Jahr­hunderten gewachsen ist, hinter­trieben worden. Heimat, Vaterland und Staat als Symbiose in Deutschland stört Bestrebungen, die Völker der Welt unter das Joch „einer Weltregierung“ zu zwingen. Und die Abgeordneten des Deutschen Bundestages samt der Regierung, die in Grundgesetz Art. 56 geschworen haben: „…Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden…werde“, unterstützen die Vertreibung aus der eigenen Identität, eigenen Heimat, eigenem Vaterland und eigenem Staat.

Wenn Merkel & Co den Führern einer „Eine-Welt-Regierung“ dienen wollen, sollen sie sich von diesen auch ernähren lassen und nicht durch die Steuern der Kassiererin im Supermarkt.

Horst Zaborowski


UDH Nr. 90

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