BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 90  ¦  Juli – September 2009


Offener Brief

an den Direktor das Hauses des Deutschen Ostens

Abschrift:

Gerhard Hauptmann-Haus, Pf.104861, 40039 Düsseldorf

Herrn
Dr. Hans-Ulrich Höfs

 

Hausverbot im Gerhard-Hauptmann-Haus

Sehr geehrter Herr Dr. Höfs,
aufgrund Ihrer fortgesetzten Störungen unserer Veranstaltungen am 22.04.2009 erteile ich Ihnen hiermit im Einvernehmen mit dem Vorstand der Stiftung Hausverbot.

Im Falle der Nichtbeachtung werde ich nicht zögern, Sie nötigenfalls mit polizeilicher Hilfe aus dem Haus entfernen zu lassen und Strafantrag wegen Hausfriedensbruch zu stellen.

Wegen Ihres Verhaltens am 22.04.2009 behält sich die Stiftung strafrechtliche Schritte vor.

Mit freundlichen Grüßen
Unterschrift von PD Dr. Winfrid Halder
Direktor

Antwort

Dr. Hans-Ulrich Höfs

Krefeld-Uerdingen 01.05.2009

Offener Brief

Ihr Schreiben „Dr.Ha“ vom 23.04.2009

Sehr geehrter Herr Dir. PD. Dr. W. Halder!

Ich bedanke mich zunächst für den gelungenen Abend am 22.04.2009 im Haus des Deutschen Ostens, auch im Namen meiner Freunde. Er war in vielerlei Hinsicht lehrreich, nicht nur hinsichtlich der Vorbereitungen, die Sie, Hr.Dir.PD.Dr.W.Halder, getroffen hatten. Leider konnte ich ja den Vortrag S.E. des Botschafters nicht bis zu Ende hören, da ich die Verteilung von Informationsblättern an die den Vortrag verlassenden Gäste vorzubereiten hatte. Dabei fiel mir auf, daß Sie, Hr. Dir. PD. Dr. W. Halder, einen Türsteher eingesetzt hatten, der ganz demonstrativ die adolfinischen Reichsfarben in Gestalt seines markant schwarz-weiß-rot gestreiften Hemdes zur Schau stellte. War das wirklich Ihrem sonst so unduldsamen Blick entgangen?

Mit dem größten Bedauern schließe ich aus Ihrem o.a. Hausverbot, daß Sie bzw. die derzeitigen Verwalter des Hauses des Deutschen Ostens sich dem Dialog mit nicht gleichgeschalteten Vertriebenen bzw. Bürgerrechtlern verweigern. Sie ziehen den Schulterschluß mit den Befürwortern oder zumindest Verteidigern von Vertreibung und Völkermord und den Hetzern gegen Fr. Erika Steinbach vor.

Damit dokumentieren Sei, Hr. Dir. PD. Dr. W. Halder, Ihr gestörtes Verhältnis zu Demokratie, Menschen- und Bürgerrechten und zur Freiheit, auch zur Freiheit der historischen Wissenschaft. Diese Gesinnung haben Sie bereits am 22.04.2009 dadurch dokumentiert, daß man vor(!) Eintreffen S.E. des Botschafters der Republik Polen die Fragen zum Vortrag des Botschafters schriftlich einreichen mußte. Nur Fragen, nicht Meinungsäußerungen durften dabei untertänigst angemeldet werden. Offenkundig war dies ein zentraler Teil Ihrer Vorbereitungen, neben der Installation eines funktionslosen Podiums, funktionslos weil ja gar keine Podiumsdiskussion angesagt war. Diese strukturierte Demokratie nach CDU-Art nannte man früher Angst vor der freien Meinung des freien Mannes oder schlicht Manipulation. Der frühere Landtagsabgeordnete Goldmann hat Ihnen dazu vor versammelter Runde interessanterweise die Leviten gelesen. Es gibt als doch noch aufrechte Demokraten in der CDU.

Für Bürgerrechtler, Freiheitskämpfer, Dissidenten verteilt Auszeichnungen und Orden das Ancien Regime. Im diesen Sinne bedanke ich mich herzlich für die Auszeichnung durch das Hausverbot. Es nimmt in meiner Sammlung zwar keinen hervorragenden Platz ein, es ist mir jedoch eine Ehre, wenn ich sehe, in welchem Kreis ich von Ihnen promoviert wurde. Ich bitte deshalb um eine vollständige Liste der so von Ihnen, Hr. Dir. PD. Dr. W. Halder, ausgezeichneten Bürgerrechtler. Vielleicht können wir einen Club der Halderniki aufmachen. Deshalb bitte ich um laufende Aktualisierung zu meinen Händen.

Da ich beabsichtige, unser Haus des Deutschen Ostens auch in Zukunft zu besuchen, bitte ich Sie, Hr. Dir. Dr. W. Halder, um Auskunft, wie lange das von Ihnen verkündete Hausverbot für das der Öffentlichkeit gewidmete Haus, im Rahmen der Gleichschaltung interessanterweise in Gerhard-Hauptmann-Haus umbenannt, gilt. Ich bitte Sie, Hr. Dir. PD. Dr. W. Halder, weiterhin um Auskunft, für welche Teile, bzw. Zeiten des vielfältig genutzten Hauses es bis zum allgemeinen Auslaufen gilt. Diese Doppelfrage stelle ich natürlich auch im Namen der vielen schon vor mir mit Hausverbot bedachten und damit doppelt vertriebenen Bürgerrechtler.

Ansonsten verbleibe ich mit dem Abschiedswort des Rosaroten Panthers.


UDH Nr. 90

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