BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 91  ¦  Oktober – Dezember 2009


Die Vertriebenen

Im Osten geboren, an Seen, Oder, Netze- und Dragesstrand
haben wir nur preußische Erziehung gekannt.
Hatten Achtung vor Eltern, Lehrern und alte Leute,
es war damals ganz anders als heute.
Wir Kinder spielten in Wiesen, Feldern und Wald
nicht nur im Sommer, auch im Winter, wenn's kalt.
Sammelten Waldblumen, Pilze und Heidelbeeren
gute Ernte sahen wir in den Körben vermehren.
Auch oft ganz in der Nähe,
freuten wir uns über Insekten, Hasen und Rehe.
Königsberg, Ostpreußen: Schloß
Doch eines Tages, man konnte es nicht fassen,
mußten wir alles stehen und liegen lassen.
Viele, die in der Heimat verblieben,
wurden später von den Polen vertrieben.
Mit Angst, Tränen und viel Leid
mußten wir's begreifen, es war so weit!
Besitztum unsere Ahnen und Väter
nahmen Polen und andere Volksverräter.
Bettelarm, von aller Welt verlassen,
mußten wir im Westen neuen Mut erst fassen.
Sie hielten uns hier für unnötige Fresser,
hatten weder Tasse, Teller noch Messer.
Stettin, Pommern: Haken-Terasse
Nach dem Kriege hart arbeiten und sparen,
als Preußen waren wir darin erfahren.
Durch große Entbehrungen, mit Wille und Kraft
haben wir auch hier etwas geschafft.
Das zerstörte Deutschland bauten auch die Vertriebenen auf;
es murrte keiner, wir sind stolz darauf!
Doch nach Jahrzehnten muß man hören und lesen,
es wären die Gastarbeiter gewesen, die uns zum Wohlstand gebracht,
Geschichtsfälscher haben das erdacht.
Breslau, Schlesien: Rathaus
Mit Lügen, Haß, Gewalt und harten Drogen
so wird heut' unser Volk belogen.
Aus Mitteldeutschland wurde Ostdeutschland gemacht,
wer hätte das vor 60 Jahren gedacht?
Politiker verschenkten unsere Heimat an Polen;
Wir lassen uns täglich von neuem verkohlen.
Doch so bleibt es nicht, das ist klar
eines Tages wird wieder die Wahrheit wahr.
Tetschen, Sudentenland: Schloß

Gisela Kaatz


UDH Nr. 91

Sprung zur Indexseite Sprung zur Seitenübersicht