BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 92  ¦  Januar – April 2010


Eine Karriere

Und es begab sich in den fünfziger Jahren, also zu der Zeit, da Konrad Adenauer Landpfleger war, daß in Hamburg eine Pfarrersfamilie ihr Bündel schnürte, um, von heißer Sehnsucht getrieben, dem roten Stern zu folgen, der am Firmament nach Osten zeigte, hinüber ins Friedensreich des deutschen Arbeiter- und Bauernstaates. Von der großen Freiheit in St. Pauli in die noch größere Freiheit hinter dem „antifaschistischen Schutzwall“, den es aber damals noch nicht gab, was den Wechsel ziemlich problemlos gestaltete.

Drüben wurden die BRD-Abtrünnigen mit offenen Armen aufgenommen, die ansässigen Kollegen bürgten für einwandfreie Gesinnung. Hier rollte kein trojanisches Pferd in die Festung.

Die Familie akklimatisierte sich rasch, jeder fand seinen Platz in der fortschrittlichen Gesellschaft, und die Uckermark war nun seelsorgerisch gut dran.

Das Töchterchen wuchs behütet auf, war aufgeschlossen, willig, diszipliniert, durchaus linientreu, zeichnete sich aus und wurde demzufolge FDJ-Funktionärin, durfte studieren, in Physik promovieren. Eine junge Frau mit einer Laufbahn ohne Fehl und Tadel. Die Eltern hatten alles richtig gemacht.

In der Wendezeit 89/90 überwand sie geschickt alle Stolperdrähte, wesentlich unterstützt von einem intakten Ost-West-Netzwerk. Im wärmenden CDU-Nest wurde sie „Kohls Mädchen“, dann CDU-Chefin und schließlich Kanzlerin aller Deutschen oder besser, der Bevölkerung in Deutschland.

Sie bewährt sich bisher, dank ihrer Lehrjahre, in allen Situationen, hält den feuchten Finger in die Luft und prüft, was der Wind vom ZdJ, von F.Spr. und L. M. herüberträgt und hat alle Sinne in Richtung Jerusalem und Washington justiert. „Horch und Guck!“ Allzeit bewährt und bereit! Gelernt ist gelernt!

Zusätzlich hat sie den „Klimaschutz“ verinnerlicht und monpolisiert. Eine Wissenschaftlerin auf dem CO2–Trip? Kann das sein? Sollte es daran liegen, daß im marxistischen Studienkatalog nichts davon verzeichnet ist, oder ist das doch im „Kapital“ zwischen den Zeilen zu lesen?

„Die mächtigste Frau der Welt“ — mit Preisen, Orden, Ehrungen noch und noch. Hoch zu Roß! „Dem Vater grauset, er reitet geschwind, er hält in den Armen das ächzende Kind, erreicht den Hof mit Mühe und Not. In seinen Armen das Kind war tot.“

(anonym)


Liebe Freunde,
diese Zeilen wurden mir ohne Nennung des Verfassers zugeschickt. Ein Zeichen — ein trauriges Zeichen — unseres demokratischen Rechtsstaates, in dem Bürger sich nicht trauen, allgemein bekannte Zustände öffentlich zu benennen.

Gerade weil die politische Diskussion in der BRD nur in Richtung political correctnes „ungestraft“ geführt wird, habe ich diese Zeilen — als ein Demokrat ohne wenn und aber und ohne zeitliche Begrenzung — in unsere Zeitung „Unsere Deutsche Heimat“ eingestellt.

Ich benutze diesen Anlaß dazu, um auf den Kern dieser Zustände in Deutschland erneut hinzuweisen. Ur-verantwortlich für die Gestaltung des politischen Lebens in Deutschland sind nicht allein die „Vaterlandslosen Gesellen“, wie diese dereinst bezeichnet worden sind — es sind die Alliierten mit ihren anmaßenden, sich über das Völkerrecht hinwegsetzenden Anweisungen in Potsdam. Es sind die Alliierten, die Deutschland als „Gefechtsfeld“ für die Durchsetzung ihrer staatlichen Interessen nutzten. Wobei es nicht nur staatliche Interessen waren und sind — es wurden ihre ideologischen Grabenkämpfe auf dem Rücken des deutschen Volkes und in unsereren Seelen ausgetragen.

Und hier rücken nun die vom unbenannten Verfasser Angeprangerten in die Diskussion. „Wendehälse“ hat es in der langen deutschen Geschichte immer und immer wieder gegeben. Es hat jedoch auch immer wieder aufrechte Menschen gegeben, die ihre heimatlichen Gebräuche, ihre Auffassung vom Leben verteidigend gegen den Strom rudernt unser Schiff Deutschland auf Kurs brachten. Der Kurs ist der eines freien deutsches Landes und Volkes. Es sind Menschen, die den Mut haben, wie einst der Müller dem alten Fritz, seines Zeichens König von Preußen, den Regierenden entgegenzutreten. Freiheit in Verantwortung zu gestalten und zu bewahren wurde uns Deutschen von den Siegestrunkenen in Potsdam vorenthalten. Unserem deutschen Volk dessen Vorfahren im Thing Demokratie vorgelebt haben. — Wir haben es uns nie nehmen lassen unsere National-Hymne mit allen Strophen zu singen. Die letzte Strophe ist unsere Aufgabe. Kämpfen wir für Einigkeit und Recht und Freiheit unseres deutschen Volkes !

Horst Zaborowski


UDH Nr. 92

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