BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 94/95  ¦  September – Dezember 2010


Juli 2010

Der dritte Durchgang — ein Rückblick

Vor etwa 18 Monaten waren in den USA die Vorbereitungen für einen militärischen Schlag gegen den Iran längst abgeschlossen. Zwei Optionen lagen im Pentagon vor, zum einen die konventionelle Bombardierung von zweitausend Zielen, verteilt über das ganze Land, zum anderen eine Atombombe auf ein Kernforschungszentrum sowie auf den Reaktor in Bushehr. Zu der Zeit traten die inneren und äußeren Probleme immer deutlicher zutage, so daß eine Situation wie vor dem ersten und dem zweiten Weltkrieg entstand.

Wie allgemein bekannt, gingen ja die USA aus beiden Weltkriegen als die alleinigen Sieger hervor. So war man sich in der Regierung, dem Pentagon und in den über tausend Denkfabriken (think tanks) darüber einig, daß der religiöse Überzeugungstäter George Bush die Bombardierung Irans veranlaßt und verantwortet. Der folgende Präsident könne dann unbelastet als Friedensengel weiter im Sinne der Weltherrschaft wirken.

Nun geschahen aber einige Dinge, die nicht in dieses Konzept paßten: Zur Immobilien- und Geldkartenblase kam noch der Zusammenbruch großer Investmenthäuser und Banken sowie der fallende US-$-Kurs. Ferner ging die Befürchtung um, daß China und Japan ihre immensen US-Devisen auf den Markt werfen könnten und somit der US-$ ins Bodenlose stürzte. Dazu das absolute Neue im politischen Leben der USA: Ein Farbiger im Wahlkampf! Der entscheidende Punkt war jedoch dieser: Die sechs verschiedenen Atomsprengköpfe zum Initialschlag gegen den Iran waren plötzlich nicht mehr vorhanden. Ein General hinderte den Langstreckenbomber B 52 mit seiner tödlichen Last am Verlassen des Hoheitsgebietes der USA. Stattdessen kreuzte er mit unbekanntem Ziel über Nordamerika. (Quelle: Tageszeitung „Haaretz“). In diese Zeit fällt auch der Abschuß eines eigenen Bombers vom Typ B 1 Lancer, der sich im Angriffsflug auf Bushehr (Iran) befand. Der US-Luftwaffenstützpunkt Al Udeid forderte diesen Bomber zur Rückkehr auf, der Bomber widersetzte sich und wurde von US-Marineflugzeugen abgeschossen. Der angeschossene Bomber sei bei seiner erzwungenen Landung explodiert! (Quelle: Magazin 2000 plus / Nr. 256).

Inzwischen, unter Obama, wurden Gesetze erlassen, die die sofortige Tötung von Volksfeinden zulassen. Dazu paßt auch die Mitteilung, daß der General, der den Atomschlag gegen den Iran verhinderte, nicht mehr im Amt ist und die Besatzungen der Bomber nicht mehr am Leben seien!

Heute Juli 2010 erfahren wir von der Versenkung eines südkoreanischen Schiffes, was man der nordkoreanischen Kriegsmarine anlastet. Darüberhinaus finden große Seemanöver rund um die koreanische Halbinsel statt, darunter auch die Kampfmaschine (Flugzeugträger) „George Washington“. Offensichtlich wollen die USA und Südkorea die Nordkoreaner provozieren. In früheren Zeiten hätte man solche Dinge als Kriegserklärung angesehen. Von hier, Europa, aus betrachtet erscheint es uns als das verzweifelte Bemühen der USA nun endlich einen Grund zu finden, den ersehnten dritten Durchgang auszulösen. Wird die Vernunft siegen???

Siegfried Neubacher


UDH Nr. 94/95

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