BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 94/95  ¦  September – Dezember 2010


Freunde — Förderer — Mitglieder

Nachdem wir mit dem neuen Format unserer Zeitung „Unsere Deutsche Heimat“ mehr Platz gewonnen haben, sind wir in der Lage, mehrere Themen in einer Ausgabe anzugehen.

In meinem Artikel [] Verantwortung der Alliierten für den Völkermord an Millionen Deutschen überarbeite ich die entscheidende Grundlage für unsere Bemühungen seit zwanzig Jahren. Von meiner Kernaussage, die ich bereits in mehreren vorherigen Ausgaben von „Unsere Deutsche Heimat“ tätigte, entferne ich mich auch in diesem Artikel keinen Millimeter. Die Beurteilung einer Tat kann, wenn diese mit den Mitteln der Justiz aufgearbeitet werden soll, nur unter den Gesetzen, die zum Zeitpunkt der Tat Rechtskraft hatte, erfolgen. Jedwede andere Vorgehensweise verläßt die Rechtspositionen und ist selbst ein Fall für eine Korrektur durch Gerichte.

Wie ich im Artikel „Verantwortung der Alliierten für den Völkermord an Millionen Deutschen“ nachweise, handelten die Alliierten des Zweiten Weltkrieges außerhalb der auch von ihnen unterschriebenen und ratifizierten völkerrechtlichen Verträge, unter anderen der Haager Landkriegsordnung von 1907 (HKLO). Weil sie die bedingungslose Kapitulation des Deutschen Reichs nicht herbeiführten, waren sie verpflichtet, gemäß der HKLO zu handeln. Für die Rechtslage ist es unerheblich, daß die bedingungslose Kapitulation des Deutschen Reichs nicht herbeigeführt werden konnte, weil ein Unterzeichnungsberechtigter, der Reichspräsident des Deutschen Reichs, nicht mehr lebte.

Denn — nur wenn das Völkerrechtssubjekt Deutsches Reich bedingungslos kapituliert hätte, wären die durch die Alliierten in Yalta und Potsdam vorbereiteten Maßnahmen durch das Völkerrecht gedeckt gewesen.

Die Behandlung des gesamten Deutschen Volkes als „Vogelfreie“ war nicht nur von der menschlichen Seite aus gesehen Unrecht — es ist ein Unrecht insbesondere von der völkerrechtlichen Seite. Eins solche Handlungsweise, die den Völkermord an Millionen Deutscher auslöste, kann nicht mit dem Spruch „Unrecht Gut gedeihet nicht“ abgetan werden!

Genau so wie das rechtlich existente, aber ohne Staatsgewalt bestehende Deutsche Reich über den Umweg der Staatsgewalt der Bundesrepublik Deutschland für seine Handlungen um den Zweiten Weltkrieg zur Verantwortung (sprich zu Zahlungen usw.) herangezogen wurde und wird — genau so sind die Alliierten des Zweiten Weltkrieges für ihre Handlungen und deren Folgen, die sie entgegen der Haager Landkriegsordnung von 1907 vollzogen, voll verantwortlich!

Der Tatbestand, daß das Deutsche Reich nicht bedingungslos kapituliert hatte, mit der zwangsweisen Folge, daß die Haager Landkriegsordnung von 1907 gültige Rechtsgrundlage geblieben ist, hat auch für den Umgang mit dem Privat-Eigentum der aus dem Osten des Deutschen Reiches Vertriebenen entscheidende Bedeutung.

Die Gespräche von Yalta und Potsdam waren keine Verhandlungen zwischen am Zweiten Weltkrieg beteiligte Staaten. Bei „Gesprächen“ zwischen den Siegerstaaten, zumal zwischen deren Staatsmännern, die in unterschiedliche Sprachen dachten und in ihnen sprachen, war das, worüber bei diesen Gesprächen Einigung bestätigt wurde, keine wirkliche Einigung!

Einige Interpreten der Gespräche von Potsdam nutzen Mehrfachbedeutung von Worten und Sätzen zwischen den Sprachen der Potsdamer Gesprächsteilnehmer dazu, eine Übertragung der Hoheit über Deutsche Reichsgebiete, die nur zur Verwaltung gestellt wurden, hineinzugeheimnissen. Diese Auffassung wird spätestens gegenstandslos bei Beantwortung der Frage: Wer hatte die Hoheit über die Ostgebiete des Zweiten Deutschen Reichs inne? Denn nur, wer Inhaber einer Hoheit ist, kann diese auch abtreten bzw. übertragen.

Es liegen keine Dokumente oder andere Beweise vor, daß die Staaten, deren Staatsmänner an den Gesprächen in Potsdam teilnahmen, zum Zeitpunkt der Gespräche im Besitze der Hoheit über die Ostgebiete des Zweiten Deutschen Reichs waren.

Die in den Gesprächen von Potsdam erörterten Änderungen des Gebietsstandes sind für das Völkerrechtssubjekt Zweites Deutsches Reich nicht rechtsverbindlich. Somit auch nicht für die Staatsbürger des Zweiten Deutschen Reichs.

Augstein schrieb über die Potsdamer Konferenz in der Ausgabe 2/85 (S. 30) des SPIEGEL: „Das Besondere an der Potsdamer Konferenz lag darin, daß hier ein Kriegsverbrechergericht von Siegern beschlossen wurde, die nach den Maßstäben des späteren Nürnberger Prozesses allesamt hätten hängen müssen. Stalin zumindest für Katyn, wenn nicht überhaupt. Truman für die völlig überflüssige Bombardierung von Nagasaki, wenn nicht schon für Hiroshima, und Churchill zumindest als Oberbomber von Dresden, zu einem Zeitpunkt, als Deutschland schon erledigt war. Alle drei hatten Bevölkerungsumsiedlungen verrückten Ausmaßes beschlossen, alle drei wußten, wie verbrecherisch diese vor sich gingen.“

Dem habe ich nichts Treffenderes hinzuzufügen.

Horst Zaborowski


Das Leben lehrt, auf Dank zu verzichten,
aber es gebietet, die Schuldigkeit zu tun.
Erich Ludendorff


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UDH Nr. 94/95

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