BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 94/95  ¦  September – Dezember 2010


Gedichte & Lieder

Gedanken zum Zeitgeschehen

G. Bell


O diese Zeit …!

Schmuckblatt

Ännchen von Tharau

  1. Ännchen von Tharau ist's, die mir gefällt.
    Sie ist mein Leben, mein Gut und mein Geld.
    Ännchen von Tharau hat wieder ihr Herz
    auf mich gerichtet in Lieb und in Schmerz.
    Ännchen von Tharau, mein Reichtum, mein Gut!
    Du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut.
  2. Käm alles Wetter gleich auf uns zu schla'n,
    wir sind gesinnt, bei einander zu stahn;
    Krankheit, Verfolgung, Betrübnis und Pein,
    soll unsrer Liebe Verknotigung sein.
    Ännchen von Tharau, mein Reichtum, mein Gut!
    Du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut.
  3. Recht als ein Palmenbaum über sich steigt,
    je mehr ihn Hagel und Regen gebeugt:
    so wird die Lieb in uns mächtig und groß
    nach manchem Leiden und traurigem Los.
    Ännchen von Tharau, mein Reichtum, mein Gut!
    Du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut.
  4. Würdest du gleich einmal von mir getrennt,
    lebtest da, wo man die Sonne kaum kennt:
    ich will dir folgen durch Wälder und Meer,
    durch Eisen und Kerker, durch feindliches Heer!
    Ännchen von Tharau, mein Licht, meine Sonn',
    mein Leben schließt sich um deines herum!

Bekenntnis zur ostdeutschen Heimat

(Wiederholung aus UDH № 75)

Nachtrag:

Wir alle, Heimatvertriebene und Heimatverbliebene, Erlebnisgeneration und Nachfolgegenerationen, müssen versuchen (so bescheiden es auch sein mag!) im Sinne und für die vierzig Generationen unserer Vorfahren in den Deutschen Ostgebieten zu wirken. Geschichte und Politik sind immer im Fluß. Die Teilvereinigung mit Mitteldeutschland haben wir erlebt. Und ich bin eigentlich zuversichtlich, daß die Geschichte, die ja bekanntlich nie vergißt, noch positive Überraschungen für uns bereithält. Auch wenn wir es nicht mehr erleben !

Siegbert John


Freiheit die ich meine

Liebe Freunde,
im September 2010 wird die BRD von Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“ durchgerüttelt. Unser deutsches Volk ist in den letzten 60 Jahren in der gleichen Situation wie Preußen bei der Besetzung durch Napoleon. Leider ist Sarrazin kein Max von Schenkendorf. Dieser am 11. Dezember 1783 in Tilsit Ostpreußen geborene und sich zum Freiheitsdichter und Kämpfer entwickelte Preuße fehlt uns Restdeutschen sehr.

Lassen wir uns von seinem Lied ermuntern um die Hoffnung aufrecht zu erhalten:

vollständiger Text
Tondatei (alte Aufnahme)

Unsere Freiheit wollen wir noch hier auf Erden in unserer geliebten Heimat erleben.

Horst Zaborowski


Versagt

Wolfgang Koska


Volkslied

aus der Zeit zum Ende des 18. Jahrhunderts

  1. Die Gedanken sind frei,
    Wer kann sie erraten,
    Sie fliehen vorbei,
    Wie nächtliche Schatten.
    Kein Mensch kann sie wissen,
    Kein Jäger erschießen
    Mit Pulver und Blei.
    Die Gedanken sind frei!
  2. Ich denke was ich will
    Und was mich beglücket,
    Doch alles in der Still',
    Und wie es sich schicket.
    Mein Wunsch, mein Begehren
    Kann niemand verwehren,
    Es bleibet dabei:
    Die Gedanken sind frei!
  3. Und sperrt man mich ein
    Im finsteren Kerker,
    Ich spotte der Pein
    Und menschlicher Werke.
    Denn meine Gedanken
    Zerreißen die Schranken
    Und Mauern entzwei,
    Die Gedanken sind frei!
  4. Drum will ich auf immer
    Den Sorgen entsagen
    Und will dich auch nimmer
    Mit Willen verklagen.
    Man kann ja im Herzen
    Stets lachen und scherzen
    Und denken dabei:
    Die Gedanken sind frei!
  5. Ich liebe den Wein,
    mein Mädchen vor allen,
    sie tut mir allein
    am besten gefallen.
    Ich bin nicht alleine
    bei meinem Glas Weine:
    mein Mädchen dabei,
    die Gedanken sind frei!

Winters Schauspiel

Fr. Br.


Westpreußenlied


UDH Nr. 94/95

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