BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 94/95  ¦  September – Dezember 2010


Humor ist, wenn man trotzdem lacht…

Die Geschichte vom toten Esel

Ein Junge zog aufs Land und kaufte bei einem Bauern einen Esel für 100 Euro. Der Bauer versprach, den Esel am nächsten Tag vorbeizubringen. Am folgenden Tag fuhr der Bauer auf den Hof und sagte: »Es tut mir leid, Junge, ich habe schlechte Nachrichten für Dich. Der Esel ist tot«.

Der Junge antwortete: »Also gut, gib mir mein Geld zurück.«

Der Bauer zuckte mit den Achseln. »Geht nicht. Ich habe das Geld bereits ausgegeben.«

Darauf sagte der Junge: »O.K., dann lade den Esel halt ab.«

Der alte Bauer fragte: »Was machst Du denn mit ihm?«

Der Junge antwortete: »Ich werde ihn in einer Lotterie verlosen.«

Der Bauer sagte: »Quatsch, man kann einen toten Esel doch nicht verlosen.«

Der Junge sagte: »Klar, kann ich das. Paß gut auf. Ich sage einfach keinem, daß der Esel tot ist.«

Einen Monat später traf der alte Bauer den Jungen wieder und fragte ihn: »Wie ist denn das mit dem toten Esel gelaufen?«

Der Junge erklärte ihm: »Ich hab' ihn verlost. Ich habe 500 Lose zu je zwei Euro das Stück verkauft und einen Gewinn von 998 Euro gemacht, der nicht in den Büchern steht. Der Verlust von 100 Euro für den toten Esel steht aber drin.«

Der Bauer fragte: »Hat sich denn keiner beschwert?«

Der Junge antwortete: »Klar, der Typ, der den Esel gewonnen hat. Also habe ich ihm seine zwei Euro zurückgegeben.«

Der Junge trat später in eine demokratische Partei ein und machte in Berlin oder London oder Paris eine steile Karriere. Der Handel mit toten Eseln ist inzwischen laut EU-Gesetz ausschließlich den Notenbanken vorbehalten.


Liebe Freunde,
leider ist mir der Autor dieser Zeilen nicht bekannt. Weil die gesamte politische Lage in unserem Heimatland nicht zum lachen ist — denke ich — in diesen Zeilen wird so viel Abscheuliches mit Humor umschrieben, daß dies bereits schon einen Hoffnungsschimmer in sich birgt.

Horst Zaborowski


Wir sind Helden

Wenn du nach 1980 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir zu tun! Aber du solltest trotzdem weiterlesen.

Schon allein, um zu verstehen, warum die Pämpers-Generation (zu der du auch gehörst!) keine Helden hervorbringen wird. Wenn du als Kind in den 50er, 60er oder 70er Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, daß wir so lange überleben konnten!

Wir sind Helden!

Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags und diese hatten dazu noch keine Katalysatoren oder pikfeine Abgaswerte Wir hatten Freude, mit einem LKW mal mitzufahren - und sind trotzdem nicht erstickt. Unsere Bettchen waren angemalt mit Farben voller Blei und Cadmium.

Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel.

Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen, und auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm. Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen. Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, daß wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.

Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mußten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen. Niemand wußte, wo wir waren, und wir hatten nicht mal ein Händy dabei!

Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne, und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld außer wir selbst. Keiner fragte nach „Aufsichtspflicht“. Kannst du dich noch an „Unfälle“ erinnern? Wir kämpften und schlugen einander manchmal grün und blau. Damit mußten wir leben, denn es interessierte die Erwachsenen nicht besonders.

Wir aßen ungesundes Zeug (Schmalzbrote, Schweinsbraten, etc.), keiner scherte sich um Kalorien, tranken Alkohol und wurden trotzdem nicht zu dick. Und auch nicht alkoholsüchtig. Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche, und niemand starb an den Folgen.

Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video oder DVD, Surround Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chat-Rooms, Jahreskarten im Fitnessclub, Händys, etc. Wir hatten: Freunde!!! Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße. Oder wir marschierten einfach zu denen nach Hause und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht zu klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns…

Wie war das nur möglich?

Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer. Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen für immer weiter und mit den Stöcken stachen wir auch nicht besonders viele Augen aus. Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, mußte lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen. Fahrräder (nicht Mountainbikes!) wurden von uns selbst repariert! Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen.

Das führte damals nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung. Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar, und keiner konnte sich verstecken. Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hatte, war klar, daß die Eltern ihn nicht automatisch aus dem Schlamassel herausboxten. Im Gegenteil: Sie waren oft der gleichen Meinung wie die Polizei!

Na so etwas!

Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlosen und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht.

Wir hatten Freiheit, Mißerfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem mußten wir umgehen, wußten wir umzugehen!

Und du gehörst auch dazu?!? Herzlichen Glückwunsch !!!

geb. nach 1980 => So, jetzt wißt ihr Warmduscher das auch.

geb. vor 1980 => Wir sind Helden!


Liebe Freunde,
leider hat auch unser „Held“, wie der Verfasser der „Geschichte vom toten Esel“ (Seite 38) es vorgezogen, seinen Namen nicht unter seine uns zugesandten Schriftstücke zu setzen. In diesem Fall sind es Jugenderinnerungen mit der Aussage eines Lebensabschnittes unseres Volkes. Eines Lebensabschnits, in dem der „Hunger“ vorbei war.

Den Verfasser dieser Einblicke verband mit großer Wahrscheinlichkeit nichts mit den 68ern. Nichts mit der Erlebnisgeneration, die ihre Wunden im alltäglichen Überlebenskampf fast vergessen hatte.

Ihm seien seine Jugenderlebnisse gegönnt. Ja — es ist erfreulich, daß Menschen seiner Generation noch die Kraft finden, sich ihrer Jugend zu erinnern. Wir alle können hoffen, daß mit diesen Jugenderinnerungen im Gepäck bei dieser Generation dereinst der Wunsch erwacht, unser aller Leben nach den Grundsätzen in ihrer Jugend gestalten zu wollen! Ihre Jugend ist vorbei — sie sind heute die Erwachsenen! Erwachsen sein — heißt kämpfen.

Kämpfen aus Dankbarkeit für die erlebte eigene Jugend, und aus der Verpflichtung heraus, den kommenden Generationen Überlebensmöglichkeiten zu gestalten.

Es wird schwer, im Zeitalter der weltweiten Gehirnmanipulation Gedanken und Seele unserer Mitmenschen zu erreichen. Trotzdem — mit der Kraft unserer Erinnerungen und den Erfahrungen aus unserer Jugend kann es gelingen.

Denken wir zurück, worin unsere Kraft bestand, unser Leben zu meisten. Es war neben dem Überlebenswillen die Einsicht in das Machbare.

Übertragen wir unsere Einsicht auf Menschen in unserem Lebenskreis. Brechen wir die Selbstisolation auf. Bauen wir wieder Freundeskreise wie in unserer Jugend auf. — Wo wir einfach an der Türe klingeln. — Und unser Nachbar nicht gleich nach der Polizei ruft, sondern uns willkommen heißt.

Auch in unserer Jugend konnten wir nicht an jeder Tür klingeln. Freundschaft wächst — sie kann nicht verordnet werden. Nicht jeder kann unser Freund werden.

Lassen wir es nicht weiter zu, daß uns von „denen da oben“ vorgeschrieben wird, wer unser Freund ist und wer nicht. Wer nicht unser Freund ist, muß nicht zwangsläufig unser Feind sein. „Wer nicht gut war, mußte lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen…“ — Wer unser Freund nicht werden kann, muß heute auch lernen, damit klarzukommen. Lassen wir uns nicht beirren durch Menschen, die vielleicht in ihrem Leben nie Freunde besaßen, weil sie Egoisten waren. Ihre Karriere in anderen „Kreisen“ suchten und uns beherrschen wollten.

Horst Zaborowski


100 Euro

Ein Mann geht zur Bank und will 100 Euro anlegen. Er fragt den Bankangestellten: „Was passiert mit meinen hundert Euro, wenn Ihre Bank pleite geht?“

Angestellter: „Mein Herr, unsere Bank geht nicht Konkurs.“

Mann: „Gesetzt den Fall, was passiert?“

Angestellter: Mein Herr, wenn Sie so fragen, dann haftet die Deutsche Bank für Ihre 100 Eure.“

Mann: Mmmm, was aber, wenn die Deutsche Bank pleite geht?“

Angestellter: „Mein lieber Herr, wir sprechen von der Deutschen Bank, aber wenn Sie es unbedingt wissen wollen, dann steht die Bundesbank für Ihre 100 Euro gerade.“

Mann: „Nun gut, was aber passiert, wenn die Bundesbank auch das Zeitliche segnet?“

Angestellter: „Mein lieber Herr, jetzt übertreiben Sie aber, die Bundesbank kann nicht pleite gehen.“

Mann: Aber gesetzt den Fall, die Bundesbank geht bankrott, nur mal angenommen.“

Angestellter: „Nun, sie sind aber hartnäckig. Wenn die Bundesbank bankrott ist, dann haftet die Bundesregierung für Ihre 100 Euro.“

Mann: „Oha, so so, dann frage ich weiter. Was passiert wenn die Bundesregierung gestürzt wird?“

Angestellter: „Also mein Herr, ich muß doch bitten, das sollte Ihnen die 100 Euro doch wert sein!!


UDH Nr. 94/95

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