BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 94/95  ¦  September – Dezember 2010


Leserbriefe

Verbrechen an Deutschen

Heinrich-Friedrich Recht, 06366 Köthen


Sehr geehrter Herr Zaborowski,
mit großem Interesse habe ich Ihren Aufruf gelesen, der sich mit den Verbrechen an Deutschen nach dem Krieg befaßt. Nach den Ermittlungen der Sudetendeutschen Landsmannschaft wurden im Sudetenland und dem ehemaligen Protektorat Böhmen und Mähren mehr als hunderttausend deutsche Zivilisten von tschechischen Partisanen ermordet. Unter den 400 Opfern in Postelberg war auch ein Bruder meiner Mutter, was ich aber erst nach Jahren erfahren habe. Auch im ehemaligen Kriegsgefangenenlager in der Stadt Podersam wurden nach dem Ende des Krieges, bis Oktober 1946 mehrere hundert Deutsche, darunter auch Soldaten, die sich schon ergeben hatten oder auf der Flucht nach Bayern waren, erschossen oder mußten anderweitig einen gewaltsamen Tod erleiden. Diese Verbrechen wurden bisher nur von der sudetendeutschen Landsmannschaft angeprangert und drohen allmählich in Vergessenheit zu geraten.

Unter den Deutschen, die in der kleinen Stadt Postelberg ermordet wurden, waren auch zahlreiche Frauen und Jugendliche. Diese Verbrechen blieben bisher ungesühnt und drohen bald in Vergessenheit zu geraten.


Liebe Freunde

Gegen das Vergessen kämpfen wir mit unserer Gemeinschaft. Unsere Zeitung „Unsere Deutsche Heimat“ auch mit den zusätzlichen Veröffentlichungen im Weltnetz. Wir brauchen Unterstützung!

Wie die nachfolgende Stellungnahme des Stellvertretenden Bundesvorsitzenden Wolfgang Maikranz beweist, zahlt sich der Einsatz aus! Es ist selten, daß ein junger Mensch sich der Wahrheit über das Schicksal seiner Eltern widmet und in sein Leben mit hinübernimmt. Wir bedanken uns bei ihm, daß er den Mut aufbringt, für seine Überzeugung einzustehen. Leider ist die Zusammenarbeit zwischen Eltern und ihren Kindern wenig verbreitet. Darum freuen wir uns über diesen Lichtblick.

Horst Zaborowski


Streit um Geschichtsreferat an der Realschule

Vorgeschichte zum Brief an die Konrektorin der Realschule in 67480 Edenkoben veröffentlicht in Ztg. 93 Seite 32 []

Mein Sohn Georg besuchte bis zum Jahre 2009 die Realschule in Edenkoben. Im letzten Schuljahr, im Geschichtsunterricht, hatte er die Aufgabe, ein Referat über die Vertreibung der Deutschen aus dem deutschen Osten zu halten.

Durch meine Vorkenntnisse half ich ihm bei der Vorbereitung und bei der Durchführung in Form von Handzetteln. Die Lehrerin, Frau S., bewertete seinen Vortrag sehr, sehr schlecht. Als Begründung gab sie an:

An der Flucht und Vertreibung wären wir Ostdeutschen selbst schuld, und es wäre eine Folge des zweiten Weltkrieges. Sie verglich die Vertreibung mit der Judenverfolgung und stellte es so dar, daß es rechtmäßig gewesen wäre, uns aus der Heimat zu vertreiben.

Georg hatte sich natürlich sehr gründlich vorbereitet auch im internationalen Völkerrecht, der Haager Landkriegsordnung, den Urteilen des Bundesverfassungsgerichts und weiteren internationalen Abkommen, die das Verbot der Vertreibung beschrieben. Mit diesen zum Teil internationalen Abkommen gab die Lehrerin Frau S. sich nicht einverstanden und beurteilte sein Referat mit „mangelhaft“.

Dieses konnte und wollte ich nicht auf meinem Sohn sitzen lassen und versuchte ein Gespräch mit ihr zu führen. Ich wurde abgewimmelt wie ein Erstkläßler, mit der Begründung, sie hätte angeblich keine Zeit, und über solche Tatsachen würde sie nicht diskutieren. Daraufhin wendete ich mich an die Schulleitung, Konrektorin Frau Se., mit dem in „Unsere Deutsche Heimat“, Nr. 93 auf Seite 32, veröffentlichten Brief. Ich muß noch erwähnen, daß wir ein gutes und vertrauensvolles Verhältnis hatten. Es kam zu einem klärenden Gespräch, aber seltsamerweise war die Geschichtslehrerin Frau S. an diesem Tage krank und dementsprechend nicht anwesend. Georgs Note wurde geändert und ich sah von einer Dienstaufsichtsbeschwerde ab.

Wolfgang Maikranz


Esslingen

Vor einem Monat wartete ich in Esslingen auf den Bus Linie 113 nach Berkheim. Auf der Bank saß neben mir ein alter Mann. Ich fragte ihn, was für ein Landsmann er wäre? Er sagte Moslem Türke. Wir sprachen von Gott. Darauf sagte er, wir haben nur einen Gott, unseren Glauben und Deutschland auch gut bauen viele Moscheen für Ala. Ich sagte zu ihm: Wenn wir Deutschen in eurem Land eine Kirche bauen würden, müßten wir vorher unser Testament machen wegen der Morddrohungen gegen uns. Der Türke stand von der Bank auf und hatte beide Fäuste ganz dicht an mein Gesicht gehalten. Ich sagte: Nimm deine Pfoten weg. Es dauerte eine Weile bis er es tat.

Ich hatte auf meiner Jacke einen Aufkleber aus Niederschlesien. Ein weiterer Aufkleber zeigte einen 5- Euro-Schein, über den zwei rote Balken gekreuzt waren. Unter dem 5-Euro-Schein war ein Aufkleber mit einem Zehn-Mark-Schein. Diesen Aufkleber hatte ich aus einer Zeitschrift in der darüber berichtet worden war, daß ein Unternehmer aus Hessen ein Denkmal für die DM errichtet hatte.

In einem Meter Abstand stand eine junge Frau, die mit mir zusammen auf den Bus 113 wartete. Ich fragte sie, was sie zu dem Zwischenfall sagen würde. Sie sagte zu mir, bevor wir im Bus einstiegen: Wir Deutsche werden immer mehr zur Seite gestellt, weil Ausländer mehr Rechte bekommen. Im Bus bat mich die Frau, daß ich mich neben ihr setzen solle.

Manfred Stein


UDH Nr. 94/95

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