BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 94/95  ¦  September – Dezember 2010


Eine manipulierte Republik?

Menschen träumen vom Perpetuum mobile, andere sogar von der Stunde Null. Wie das Perpetuum mobile bis zum heutigen Tage nicht vorhanden ist, so reduziert sich die Stunde Null auf eine Zahl, dem Mittelpunkt einer Zahlenreihe.

In der Geschichte ist die zitierte Stunde 0 infolge ihrer Manipulierbarkeit, insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg, belastet.

Moderne Geschichts-Joungleure sind in der Bundesrepublik Deutschland am Werk. Anders läßt es sich nicht erklären, daß gegensätzliche Gesetze in einem Staat, nicht nur in den Gesetzestexten stehen, sondern sogar angewandt werden.

Diese gegensätzliche Gesetzgebung bewirkt folgendes: Jeder Deutsche, der des Mordes angeklagt wird — wobei Völkermord ebenfalls darunter fällt — wird Zeit seines Lebens zur Rechenschaft gezogen.

Anklagen deutscher Menschen bei den Staatsanwaltschaften in der Bundesrepublik Deutschland gegen Mörder deutscher Menschen, begangen im Rahmen des an Millionen Deutschen begangenen Völkermordes, werden an den Generalbundesanwalt weitergeleitet. Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof setzt in diesen Fällen, wie in der Dokumention auf Seite 34 nachzulesen, zieht „ein strafrechtliches Einschreiten des Generalbundesanwalts beim Bundesgerichtshof nicht in Betracht.“

Er beruft sich dabei auf den bereits oben zitierten Grundgesetz — Art. 103 Abs. 2 GG § 1 StGB normierten Rückwirkungsverbotes.

Wir wollen hier nicht das geflügelte Wort „Bananenrepublik“ benutzen. Allein schon weil es eine Diskriminierung der Menschen ist, die in Ländern leben und arbeiten wo Bananenplantagen stehen.

Eines muß jedoch klar festgehalten werden: Die Mitglieder des Bundestages mögen vielleicht bei ihrer Entscheidung am 3.7.1979 ihrem Gewissen gefolgt sein — eine ordentliche Arbeit haben sie jedoch nicht abgeliefert.

Sie hätten schon den Mut aufbringen müssen, nicht nur dem Zeitgeist zu folgen, sondern auch sich gegen das international anerkannte Recht, wie es im Grundgesetz Art. 103 (2) festgeschrieben ist, zu stellen und diesen Artikel des Grundgesetzes außer Kraft zu setzen. Denn nur dann wäre die Rechtslage in der Bundesrepublik Deutschland in Einklang gekommen. So jedoch ist für jeden ersichtlich, die Dritte Säule des Staates, die Justiz, ist nicht frei von Einflüssen des Zeitgeistes.

Wir wollen nicht so hoch greifen und die Verantwortlichen für den an Millionen Deutschen begangenen Völkermord in gleicher Art und Weise vor Gerichten sehen — obwohl mit dem Internationalen Gerichtshof in den Haag ein entsprechendes Gremium vorhanden ist — wie dies mit den Menschen deutscher Nationalität geschehen ist und geschieht. Aber — daß auf Seiten der Alliierten des Zweiten Weltkrieges nur Engel mit Bomben geworfen haben, ist doch sehr merkwürdig.

Die modernen Geschichts-Joungleure mögen die Nachkriegsgenerationen des deutschen Volkes durch die Gehirnwaschmaschine gedreht haben — für uns aus der Erlebnisgeneration ist noch kein Waschpulver erfunden, um das, was ein jeder von uns erlebt hat, aus unseren Gehirnen herauszuwaschen.

Es gibt keinen Null-Punkt in der Geschichte. Sie dreht sich mit der Welt, auf der wir alle leben. Und das Gedächtnis der Geschichte greift in die Vergangenheit bis zu den Wurzeln. Erkenntnisse können heutzutage manipuliert werden. Sie werden auch in Zukunft manipuliert werden können. Jedoch immer nur für die momentane Generation.Die geschichtliche Stunde 0 kann in einer Fata Morgana gesichtet werden — Realität wird sie für die Geschichts-Joungleure heutezutage und in Zukunft nicht werden.

Originalbescheid vom Generalbundesanwalt auf → Seite 34.

Horst Zaborowski


UDH Nr. 94/95

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