BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 94/95  ¦  September – Dezember 2010


Über unsere Tage hinaus…

Liebe Freunde,
unsere Heimat liegt uns am Herzen. Leider ist es uns nicht vergönnt gewesen, wie wenigen aus den Generationen vor uns, unser Leben dort zu leben wo wir es uns wünschten.

Auch unsere Vorfahren hatten Schicksalsschläge in ihren Zeiten zu verkraften. Es gab zu allen Zeiten Kräfte, die nicht begriffen haben, daß das Totenhemd keine Taschen hat.

In diesem Jahrhundert kommt noch hinzu, daß eine nicht unbeträchtliche Zahl unserer Zeitgenossen glaubt, sich schneller bewegen zu können als unsere Mutter Erde sich dreht.

Als ein großes Übel in dieser Zeit kommt hinzu die Unbeständigkeit dieses Staates BRD in seiner Gesetzgebung und die Handlungen der an den Hebeln der Macht sitzenden „Elite“! Es können weder der einzelne Staatsbürger noch die Wirtschaft oder gesellschaftliche Gruppen wie in früheren Zeiten in die Zukunft hinein planen. Aus dieser Unsicherheit heraus entsteht ein Zwang, möglichst gleich, noch heute alles zu erreichen. Dabei wird nicht bedacht, daß am kommenden Morgen alle Bemühungen sich nicht gelohnt haben könnten. Während der einzelne Bürger bemüht ist, sein Leben so gut es geht auf die Reihe zu bringen, sind diese „Eliten“ der Macht, insbesondere im Bankengewerbe, damit beschäftigt, den Tanz auf dem Vulkan zu beschleunigen. Wir wissen nicht genau, wer von wem in diesen Teufelskreislauf getrieben wird. Sind es die Regierenden? Ist es die Wirtschaft? Sind es die Banken? Beteiligen wir uns alle an der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen?

Suchen wir uns einen Tag im Jahre aus, an dem wir innehalten. Mein Vorschlag: Der 14. November im Jahre 2010 — der Volkstrauertag — eignet sich hierfür. Viele von uns gedenken in aller Stille. In meinen Gedanken sehe ich mich an einem Tag im Juli 1944 als 17-jährigen neben meinem Kameraden knieend, den ein Kopfdurchschuß mitten im Wort auf den Rücken warf. Mit fahrigen, zitternden Händen riß ich ein Verbandspäckchen auf und versuchte die Wunde an dem zuckenden Kopf zu schließen. Ein vorbeihastender, alter Oberjäger (Unteroffizier) rief: Junge — die weiteren Worte weiß ich nicht mehr — das Zucken war zu Ende — der Gefechtslärm war laut. Wut und Trauer mischten sich. Meinen ersten Toten vergesse ich auch nach 66 Jahren nicht.

Horst Zaborowski


Volkstrauertag am 14. November 2010

Liebe Freunde,
in dieser Ausgabe konnten wir mit Ihrer Hilfe zu mehreren unsere Generation bewegenden Gegebenheiten die geschichtlichen Wahrheit für die Nachwelt festhalten.

Dazu gehört auch eine, uns von Frau E. Wegner zugesandte, auf den → Seiten 60 und 61 veröffentlichte, Liste mit den im Heimat-Bezirk Soldin/Neumark, aus Schöneberg Verstorbenen. Diese Namen sollen für Millionen Deutscher stehen deren Leben unter ähnlichen Leiden endete oder beendet wurde.

Im Gedenken an unsere Verstorbenen werden wir mit unserem Leid von den Verantwortlichen in Staat und Gesellschaft immer öfter allein gelassen. Diese Haltung ist dem uns zugefügten Leid nicht angemessen und entspricht in keiner Weise den Sitten und Gebräuchen, sowie den Traditionen unseres deutschen Volkes.

Wir haben über ein halbes Jahrhundert gelitten und werden weiterhin still leiden. Vergessen werden wir jedoch nicht!

Horst Zaborowski


Indexbild zum Anklicken (3 Bilder) © Edeltraut Wegner 1993, Friedhof Schöneberg © Edeltraut Wegner 1993, Friedhof Schöneberg © Edeltraut Wegner 1993, Friedhof Schöneberg

Diese drei Bilder vom Friedhof in Schöneberg stammen aus dem Jahr 1992 und wurden uns dankenswerterweise von Frau Wegner zur Verfügung gestellt.

Hier wird dokumentiert, daß ein christliches Volk, wie die Polen sich sehen, nicht in der Lage ist, über den Tod hinaus Glaubensgrundsätze zu verwirklichen.

Der während der Vertreibung an 15 Millionen Deutschen abgearbeitete Haß wurde auch auf die in Vorzeiten verstorbenen deutschen Ureinwohner übertragen. Diese Handlungen — besser Nichthandlungen — sind eines Kulturvolkes unwürdig. Frieden ist keine Einbahnstraße.

Horst Zaborowski


Bilderalbum:

Denkmäler für Kriegsopfer des Deutschen Reiches


UDH Nr. 94/95

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