BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 96  ¦  Januar – April 2011


Wahrheit durch Klarheit

Deutschland ist deutsches Land. Deutschland ist das Land der Deutschen. Die Bundesrepublik Deutschland ist ein Staat auf deutschem Land! Die Autochthonen (Ureinwohner) sind germanische Stämme. Im Laufe von zweitausend Jahren schlossen sich diese Ureinwohner zum deutschen Volk zusammen.

Dieses deutsche Volk verteidigte seine Heimat mal mit mehr oder auch mit minderem Erfolg. Bis ins 19. Jahrhundert hinein gelang es, die Angreifer zum größten Teil außerhalb des heimatlichen Bodens abzuwehren oder zumindest die verlorenen Gebiete zurückzuerobern, wobei entscheidend war, daß soviel Deutsche noch weiterhin vorhanden waren, damit sich das deutsche Volk aus seiner Substanz heraus erholen konnte.

In der geschichtlichen Abfolge:
Im Jahre 9 nach unserer Zeitrechnung erringt Hermann, der Cherusker, mit seinem Stamm die Freiheit. In der Schlacht am Teutoburger Wald fügte er dem römischen Feldherrn Varus mit seinen Legionen eine vernichtende Niederlage zu. Im Jahre 451 n. Chr. besiegte ein römisch-westgotisches Heer die Hunnen in der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern und stoppte ihren Vormarsch in Europa.

Am 10. August 955 besiegte Otto der Große in der Schlacht auf dem Lechfeld die Magyaren. Damit endete die im Jahre 899 begonnene Serie kriegerischer Auseinandersetzungen mit dem Ostfrankenreich. Diese Schlacht war nicht nur der Endpunkt der Ungarneinfälle, sondern wird auch als „Geburt der deutschen Nation“ bezeichnet.

Vom 27. September bis zum 14. Oktober 1529 war ein Höhepunkt der Türkenkriege mit der Ersten Wiener Türkenbelagerung. Unterstützt von Truppen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation konnte die Stadt von den Verteidigern behauptet werden.

Vom 14. Juli bis 12. September 1683 fand die Zweite Wiener Türkenbelagerung statt. Nach zahlreichen fehlgeschlagenen Eroberungsversuchen, dem Eintreffen eines Entsatzheeres und der anschließenden „Schlacht am Kahlenberg“ zogen sich die Truppen des Osmanischen Reiches wieder zurück.

In der Völkerschlacht bei Leipzig vom 16. bis 19. Oktober 1813 vollzog sich ein Wendepunkt in den Befreiungskriegen. Napoleon hatte dem Heiligen Römischen Reich den Todesstoß versetzt und wurde ungewollt zum Geburtshelfer des Zweiten Deutschen Reichs.

Am 18. Januar 1871 wurde eine öffentlichkeitswirksame Gründung des Zweiten Deutschen Reiches unter der Regie von Otto von Bismarck mit der Kaiser-Proklamation im Schloß von Versailles vollzogen.

Dies ist im Ursprung der Beginn eines einhundertvierzig-jährigen und über den heutigen Tag hinaus andauernden Vernichtungskriegs gegen das deutsche Volk und Reich. Höhepunkte in dieser Vernichtungstrategie waren: Der Erste Weltkrieg von 1914 bis 1918 sowie der Zweite Weltkrieg von 1939 bis 1945. Vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis in die heutige Zeit wandelte sich diese Vernichtungstrategie. Schußwaffen schwiegen; dafür rüsteten die Propagandawaffen mit Hilfe des technischen Fortschritts in hohem Maße auf.

Es waren die „Untergetauchten“ des Zweiten Weltkrieges und deren Nachfahren, die sich in diese Medienschlacht gegen das eigene Volk einspannen ließen und auf dem Boden des Zweiten Deutschen Reichs willfährig „Staaten“ errichteten. Sie hatten vom deutschen Volk keine Ermächtigung dazu eingeholt. Ihnen genügte ihr krummer Buckel — die Verneigung in vorauseilendem Gehorsam den Besatzungsmächten gegenüber. Eine Haltung, die wir leider auch bei einem Teil der Deutschen zur Zeit Napoleons hinnehmen mußten. Die Alliierten des Zweiten Weltkrieges setzten sich über das Völkerrecht hinweg und lösten auch Preußen auf. Dieser Akt galt nicht nur dem Staat Preußen, sondern vorwiegend dem Geist Preußens. Gerade dieser preußische Geist war es, der zu Napoleons Zeiten die Freiheit Preußens und damit auch die Befreiung des gesamten deutschen Volkes von der Fremdherrschaft in die Wege leitete.

Den politischen „Eliten“ von Besatzers Gnaden blieb es vorbehalten, ein trojanisches Pferd auf dem Boden der Bundesrepublik Deutschland zu errichten. Im Bauch dieses Listobjekts aus der Antike sammelten sich ausländische „Truppen“ ohne militärische Waffen. Die meisten von ihnen entstammten Völkern, die bis 1945 unsere Gegner waren. Sie wurden in den ersten Nachkriegsjahren auch bei bundesrepublikanischen Behörden und Medien als Fremdarbeiter bezeichnet. In den 60er Jahren (die Umerziehung zeigte erste Ergebnisse) wurde die Umgangssprache in Gastarbeiter umgedeutet. Diese Umdeutung zeigte den Weg auf, wie die deutsche Sprache ihrer Inhaltsdeutung beraubt wurde.

Diese Menschen kamen als Fremde in unser Land und blieben bis auf den heutigen Tag Fremde im deutschen Volk. Die unter publizistischem Druck vorgegebene Bezeichnung Gastarbeiter täuschte vor, diese Menschen kämen als Gäste in unser Land. Jeder normale Deutsche empfindet unter dem Begriff Gast einen Menschen, der für eine vorübergehende Zeit bei uns wohnt und beköstigt wird. Es geht uns Deutschen gegen unsere Ehre, wenn wir unserem Gast nicht seinem Stande gemäß einen Aufenthalt in unserem Heim bieten könnten. (Ausnahmen sind Familienfeiern. Aber auch bei diesen Anlässen wird die Gastgeberin ihre Gäste nach Möglichkeit selber bewirten. Nur ganz nahen Verwandten wird zugestanden, beim Abräumen der aufgetragenen Speisen und Getränke zu helfen. Wobei die Jugend gerne diese Gelegenheit nutzt, um unter sich „ihre“ Themen zu besprechen.) Mit diesem Einschub kommt die ganze Verfremdung unserer deutschen Sprache zum Ausdruck bei Verwendung des Begriffs Gastarbeiter. Inzwischen wurde der Gastarbeiter zum Mitbürger. Auch hier erneut über die Umdeutung unserer deutschen Sprache mit den Ziel der Begriffsverwirrung. Dies neu geschaffene Wort Mitbürger soll unterschwellig eine Einbürgerung vortäuschen. Wenn ein Mensch in einen Staatsverband aufgenommen, sprich eingebürgert worden ist, hat er den Status eines Staatsbürgers. Er ist somit Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland. Dies sagt nichts darüber aus, welcher Volkszugehörigkeit dieser Paßinhaber zuzurechnen ist. Er kann durchaus Mitbürger sein. Ob er Angehöriger des deutschen Volkes ist, wird damit nicht dokumentiert.

Ein Geburtsfehler der Bundesrepublik Deutschland besteht darin, daß diese Staatsgründung nicht auf einer Verfassung beruht, sondern nur auf einem Grundgesetz. Nach internationalem Recht kann über eine Verfassung nur in Freiheit abgestimmt werden:

Diese internationalen Voraussetzungen waren im von den alliierten Truppen besetzten Deutschland nicht vorhanden! Weil die Bundesrepublik Deutschland kein Volk hatte, wurden wir als deutsches Volk einfach eingesklavt. Ein besonderer Fall, bei dem die Sklavenhalter aus den Sklaven rekrutiert werden. Der Artikel 56, die Eidesformel, wurde von der Weimarer Verfassung mit in das Grundgesetz integriert, um den Schein zu erwecken, für diese Gründung der Bundesrepublik Deutschland hätte die Zustimmung des deutschen Volkes vorgelegen.

Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland steht für die Vereidigung von Bundespräsident, Bundeskanzler und Minister unter Art 56 : „Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“ Der Eid kann auch ohne religiöse Beteuerung geleistet werden.

Ein Unterschied ist bezeichnenderweise erkennbar in den Formulierungen über das Verhältnis von Staat und Kirche. Die Weimarer Verfassung läßt eine religiöse Beteuerung zu. Im Grundgesetz kann der Eid auch ohne religiöse Beteuerung geleistet werden. Fazit: In der Weimarer Verfassung wird die Trennung von Staat und Kirche deutlich. Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland wird die Nähe des Staates zur Kirche erkennbar.

Diese in das Privatleben der Deutschen eingreifenden Formulierungen sind für den Bestand des deutschen Volkes nicht entscheidend. Entscheidend jedoch sind die in den Präambeln der Weimarer Verfassung und des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland sichtbar werdenden Grundaussagen. Obwohl von einigen den Präambeln kein hoher Wert beigemessen wird, legen gerade diese Texte die Hintergedanken der Abfassenden frei.

Diese Fassung der Präambel der Bundesrepublik Deutschland stellt eine Fälschung dar, weil die Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bei Gründung der Bundesrepublik Deutschland nicht zum Hoheitsgebiet derselben gehörten. Zudem hat das deutsche Volk über das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland 1949 nicht abgestimmt. Es waren die Vertreter der Länder, die im Parlamentarischen Rat abstimmten.
Wobei festzuhalten ist: Der Parlamentarische Rat war ein von den elf Ministerpräsidenten der deutschen Länder der drei westlichen Besatzungszonen auf Anweisung der drei Westmächte, Frankreich, Großbritannien und Vereinigte Staaten von Amerika (USA) eingesetztes Gremium. Dabei ist zu beachten, daß auch diese Landesregierungen zum größten Teil von den Alliierten des Zweiten Weltkrieges eingesetzt worden waren und demgemäß keine parlamentarische Legitimation besaßen.
Weiterhin ist zu beachten, daß die Vertreter von Bayern ebenfalls nicht zugestimmt hatten. (Am 8. Mai 1949 um 23:55 Uhr (um der politischen Bedeutung des Tages willen) verabschiedete der Parlamentarische Rat nach 36-maligen Nachbesserungen mit 53 zu 12 Stimmen das Grundgesetz. Gegen das Grundgesetz stimmten dabei jeweils die beiden Abgeordneten der KPD, des Zentrums, der DP und sechs der acht CSU-Abgeordneten.)
Weiterhin ist zu berücksichtigen, daß die Deutsche Demokratische Republik in den oben zitierten Ländern als Antwort auf das unter Anweisung der Westalliierten am 8. Mai 1949 beschlossene Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland für ihren Machtbereich ebenfalls aus Besatzers Gnaden am 7. Oktober 1949 die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik beschlossen hatte. Der Wortlaut war „Verfassung“ und wurde wie das bundesrepublikanische Grundgesetz geändert. Änderungen der DDR-Verfassung unter den eingesetzten Machthabern nur am 26. September 1955 (GBl. I S. 653), 8. Dezember 1958 (GBl. I S. 867) und am 12. September 1960 (GBl. I S. 505).

Für die Bundesrepublik Deutschland ist ein Vergleich der Formulierungen der Präambeln von Weimarer Republik und Bundesrepublik Deutschland sehr aufschlußreich. Während in der Präambel zur Weimarer Verfassung zum Ausdruck kommt, daß das deutsche Volk in seinen Stämmen vom Willen beseelt ist, sein Reich in Freiheit und Gerechtigkeit zu erneuern, wird die Abhängigkeit von der Fremdbestimmung durch die Alliierten in der Präambel zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland offensichtlich. Warum soll das deutsche Volk ein besonders zu betonendes Bewußtsein und Verantwortung vor Gott und den Menschen haben? Also erst der Knüppel, und dann wird die Katze aus dem Sack gelassen: „gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa“. Das besagt, die Verschmelzung des deutschen Volkes in eine europäische Vielvölkerdiktatur war bei Gründung der Bundesrepublik Deutschland vorgegeben.

Zurück zu den Eidesformeln. Leider sind diese Eide juristisch nicht einklagbar. Politisch werden sie nicht eingeklagt, weil die politische Kaste der Bundesrepublik Deutschland nicht nur von den 68er Ideologien durchsetzt ist; sie gehören größtenteils nicht nur dieser „Generation“ an, sondern waren und sind auch „Täter“. Es ist nicht zu erwarten, daß diese Täter ihrer Ideologie abschwören. In den Artikeln von Erwin Arlt auf → Seite 16 bis Seite 18 dieser Zeitung und auf → Seite 25 bis 26 werden übereinstimmend Stellungnahmen bundesdeutscher Politiker angeführt, die beim Thema „Ausländer“ auf die für das deutsche Volk belastende Entwicklung hingewiesen haben. Jedoch — Schaden vom deutschen Volk abzuwenden, erfordert aktives Handeln!- Und dieses haben die angeführten Politiker im Sinne des bei ihrer Vereidigung von ihnen geleisteten Schwurs nicht vollbracht. Im Grunde genommen haben alle Politiker der Bundesrepublik Deutschland nur für ihre eigenen, persönlichen —, wie Parteiinteressen gehandelt — und dies auf allen Feldern der Politik. Auf außenpolitischem Gebiet waren sie gemäß ihren eigenen Auffassungen in der Rolle des Sklavenhalters handlungsunfähig. In der Wirtschaftspolitik hat Ludwig Erhard zwar als Wirtschaftsminister den Begriff der sozialen Marktwirtschaft geprägt, jedoch er beschränkte seine Aktivitäten auf die Narrenfreiheit der Wirtschaft. Das soziale Gewissen hatte bei den Alteigentümern großer Firmen noch aus ihrer Tradition heraus einen Nährboden. Mit dem Generations-, Eigentümer- und Managementwechsel verlor der „Soziale Stern“ seine Leuchtkraft. Die Frage: Hat der Arbeiter der Wirtschaft zu dienen, oder hat die Wirtschaft den Schaffenden zu dienen? wurde durch den Herrschaftsanspruch der Wirtschaft entschieden. Das natürliche Gewinnstreben uferte in eine zügellose Raffgier aus. Dazu kam noch, daß der technischen Entwicklung nur zögerlich gefolgt wurde. Es war billiger, Arbeitskräfte aus dem Ausland zur Arbeit ins Land zu holen als die technischen Möglichkeiten zu schaffen, um mit den vorhandenen deutschen Arbeitskräften die Produktion zu steigern. — Und diesem Treiben sahen alle Regierungen seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland mit allen dazugehörigen Regierungsmitgliedern und dem Beamtenapparat tatenlos zu.

In dem Maße, in dem die 68er in den Gemeinden, Ländern und im Bund den Gang durch die Institutionen vollzogen, wurde nicht nur das Hereinholen von unqualifizierten Arbeitskräften von Staats wegen gefördert, sondern auch ausländischen Firmen wurde der goldene Teppich ausgelegt, um Produktionsmittel in der Bundesrepublik Deutschland zu erwerben. Hierdurch wurden deutsche Arbeitnehmer von zwei Seiten in die Zange genommen. Um seinen Arbeitsplatz mußte der deutsche Arbeitnehmer immer mehr mit den ausländischen Arbeitnehmern konkurrieren. Und dazu kam, daß viele Firmen im Besitz von Ausländern waren. Das führte dazu, daß der türkische Gemüsehändler, dessen Vorfahren vor ca. 350 Jahren vor Wien aufgehalten wurden, heute lauthals verkündet, er habe Deutschland aufgebaut. Um der geschichtlichen Wahrheit willen — als Türken zur Arbeit nach Deutschland kamen, fanden sie ein soziales Netz vor. Dieses Netz war mitentscheidend, daß in ihren Heimatregionen ihr Wunsch ausgelöst wurde, nach Deutschland zu kommen. Weiterhin bleibt festzuhalten, daß es Generationen, insbesondere türkischer Menschen gibt, die sich in dieser sozialen Hängematte ausruhen. Und nicht nur ausruhen. Es sind gerade diese „Mitbürger“, die aggressiv den Anspruch erheben, daß Deutschland „ihr Land“ ist.

Um der Wahrheit durch Klarheit willen:
Deutschland ist deutsches Land. Deutschland ist das Land der Deutschen. Die Bundesrepublik Deutschland ist ein Staat auf deutschem Boden! Die Autochthonen (Ureinwohner) sind germanische Stämme. Im Laufe von zweitausend Jahren schlossen sich diese Ureinwohner zum deutschen Volk zusammen. Dieses deutsche Volk verteidigte seine Heimat mal mit mehr oder auch mit minderem Erfolg.“ Verteidigen wir unsere Heimat auch heute. Verhindern wir, daß die Nachfahren der aus dem Bauch des trojanischen Pferdes Gekrochenen unsere Lebensformen verdrängen. Wir haben unseren Enkeln gegenüber die Verantwortung, daß am Ende dieser Belagerung unserer Heimat, diese Heimat unseres deutschen Volkes bleibt.


Wahrheit durch Klarheit (Teil 2)

Im ersten Teil wurde die Situation unseres Deutschen Volkes beginnend mit den Anfängen unserer Volks- und Staatsbildung beleuchtet. In diesem Teil 2 wird auf die Bedingungen eingegangen, unter denen wir in der Gegenwart Einfluß nehmen können auf die Gestaltungsmöglichkeiten unseres heutigen Lebens mit Ausblick auf die Zukunft.

Wie bereits in früheren Ausgaben (Ausgabe 90, → Seite 13-16) und zuletzt Ausgabe 94/95, → Seite 12–13 (unter „Freunde-Förderer-Mitglieder“) ausgeführt, handelten die siegreichen Alliierten des Zweiten Weltkrieges illegal, weil sie sich nicht an die auch von ihren Staatsmännern unterschriebenen Verträge des zwingenden Völkerrechtes, zum Beispiel der Haager Landkriegsordnung von 1907, hielten. Diese völkerrechtlichen Verträge wurden von den betreffenden Staaten auch ratifiziert.

Ohne Adenauers Worte „Was stört mich mein Geschwätz von gestern“ erahnen zu können, handelten diese „Tugendwächter“ kraft ihrer militärischen Macht entgegen den von ihnen unterschriebenen völkerrechtlichen Verträgen. Wir wollen den Verzagten in unserem deutschen Volk ihre Demutshaltung nicht verübeln, hier jedoch klipp und klar: Es besteht keine völkerrechtliche Absicherung, Privatpersonen — und dies waren alle Staatsbürger des Zweiten Deutschen Reichs nach der Unterschreibung der militärischen Kapitulation der Deutschen Wehrmacht — ihrer Nationalität zu berauben. Von so Kleinigkeiten wie der Freiheit und dem Leben des Einzelnen ganz zu schweigen. Denken wir dabei an die USA, die mit Wilsons 14 Punkten die ganze Welt täuschten. Oder an die UdSSR, die fünfzig Millionen ihrer eigenen Landsleute ermordete um einer Ideologie willen. Diese Kurzfassung der Geschichte zur Verdeutlichung dieser Dimension einer bestehenden Diskrepanz zwischen Recht und Macht.

Seit Kriegsende 1945 bemühen sich Deutsche um eine Absicherung des Überlebens unseres Volkes. Unter den oben geschilderten Dimensionen der Macht war es von Anfang an ein Kampf gegen Windmühlen, obwohl das Wort Windmühlen die Situation verharmlost. Die ersten Anfänge wurden mit der Gründung des BHE gemacht. Dieser Weg über die parlamentarische Schiene war der einzig mögliche und auch selbst aus heutiger Sicht der einzig richtige Weg.

Der Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE) wurde im Januar 1950 von Waldemar Kraft als politische Partei in Schleswig-Holstein gegründet und errang dann schon ein halbes Jahr später bei den Landtagswahlen 23,4 Prozent. Obwohl der BHE damit völlig überraschend stärker als die CDU geworden war, überließ er den Vorsitz in der Landesregierung der CDU. Kraft wurde Finanzminister und stellvertretender Ministerpräsident. — Und mit dieser Weigerung, die politische Kraft in Schleswig-Holstein zu übernehmen, war das Ende des BHE vorgezeichnet. Im November 1952 benannte sich der BHE in Gesamtdeutscher Block/BHE um. Bei den Bundestagswahlen 1953 erreichte der GB/BHE 5,9 Prozent der Zweitstimmen und zog in den Deutschen Bundestag ein.

Auf dem Bundesparteitag 1954 in Bielefeld traten Spannungen auf. Kraft, seine Vertraute Finck von Finckenstein und Prof. Dr. Theodor Oberländer traten 1955 aus der Partei aus und 1956 der CDU bei. Damit wurde eine auf deutsche Interessen ausgerichtete Politik zu Grabe getragen. Bis auf den heutigen Tag wurde die damals sichtbare Kraft der Heimatvertriebenen aus den Ostprovinzen des Zweiten Deutschen Reiches in Beschäftigungs- und Verwahrung-Einrichtungen wie dem BdV und den Landsmannschaften politisch ruhiggestellt. Die Abhängigkeit dieser Organisationen von den Finanzen des Staates, ob vom Bund, von den Ländern oder auch von den Kommunen erlaubte kein selbständiges Wirken zum Wohle der Heimatvertriebenen und letztendlich des gesamten deutschen Volkes.

Als wir mit der Gründung unseres Bundes für Gesamtdeutschland (BGD) den Resten der aufrechten Heimatvertriebenen eine politische Heimat boten, schrillten bei den Kräften, die den BHE zersetzten, die Alarmglocken. Obwohl der BGD bei der anstehenden Bundestagswahl in den Ländern Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen die erforderlichen 2000 Unterstützungs­unterschriften gesammelt hatte, und noch in weiteren Ländern gesammelt wurde, lehnte der Bundeswahlausschuss in Berlin die Teilnahme des BGD an der Bundestagswahl zum 2. Dezember 1990 ab.

Die Kraft unserer Freunde zeigte sich darin, daß unser BGD, der erst am 12. August 1990 gegründet wurde, trotzdem in diesen knapp drei Monaten den Aufbau von sieben Landesverbänden mit aktiver Beteiligung bei der Sammlung von Unterstützungs­unterschriften nachweisen konnte. — Jedoch, gegen die in der einstündigen Verspätung über den festgesetzten Zeitpunkt des offiziellen Beginns der Sitzung des Bundeswahlausschusses hinaus, unter Ausschluß der Öffentlichkeit, getätigten Absprachen des Bundeswahlausschusses hatten wir keine Chance. Selbst die zum damaligen Zeitpunkt mögliche Listenverbindung mit der Partei „Einheit Jetzt“, die bei der letzten Volkskammerwahl 0,4 Prozent erreicht hatte und aus diesem Grunde zu der Bundestagswahl zugelassen wurde, war für den Bundeswahlausschuss kein Anlaß, wenigstens diese Listenverbindung zuzulassen.

Unser Bund für Gesamtdeutschland verlagerte unmittelbar nach der Bundestagswahl den Schwerpunkt seiner Tätigkeit auf die unter dem besonderen Einsatz von Herrn Groke organisierte Privat-Eigentums-Sicherung PES. Diese Aktion fand, wie so manche andere, Nachahmer. Allerdings traten diese erst in Aktion, als von der PES unseres BGD die Möglichkeiten ausgeschöpft waren. Die letzten der noch in der in den Behörden und Ministerien sitzenden heimatverbundenen Kräfte verließen ihre Positionen. Dazu kam der massive Linksruck mit Brands Kniefall in Warschau.

Selbst der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte schrieb uns, daß er bei einer Urteilsbegründung die Haager Landkriegsordnung von 1907 nicht berücksichtigen würde.

Die tausende gestellten Anmeldungen auf freie Verfügbarkeit über das jeweilige Privat-Eigentum sind nicht aus der Welt zu schaffen. Sie werden wieder zum Thema, wenn das Diktatur-Konsortium in Brüssel samt Zahlmeister aus Berlin zusammenbricht. — Und so weit entfernt davon sind wir ja nicht!

Eine weitere Aufgabe erarbeitete sich der Bund für Gesamtdeutschland mit Organisation und Durchführung der Abstimmung über eine Verfassung für den Freistaat Schlesien. Diese Abstimmung wurde unter Beachtung internationaler Regeln und dem Völkerrecht auf schlesischem Boden durchgeführt. Es wurde eine Verfassung für den Freistaat Schlesien in einer Urwahl beschlossen, von der die Bundesrepublik Deutschland nur träumen kann.

Mit dem Bund für Gesamtdeutschland steht eine Organisation zur Verfügung, die bei einer Beteiligung von aktiven Freunden heimatverbundenen Kräften Gestaltungsmöglichkeiten zur Absicherung unseres Überlebens nach dem zu erwartenden Zusammenbruch des Euro und der EU ermöglicht.

Zur Zeit sind zwei Aktionsmöglichkeiten in der Überlegungsphase:
Das Danzig Committee e.V. mit seinem rührigen Präsidenten Harry Jochim und seinem unermüdlichen Staatssekretär A. Felski gehen von der völkerrechtlichen Lage des Freistaates Danzig nach dem Versailler Vertrag aus. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Freistaat Danzig unter die Obhut des in Genf residierenden Völkerbundes gestellt. Hierbei müssen wir in Betracht ziehen, daß der Völkerbund den ihm anvertrauten Menschen oft nicht den Schutz geboten hat, für den er die Verantwortung übernommen hatte. Dies mußten die deutschen Danziger genau so erdulden wie unsere deutschen Landsleute in den anderen vom Deutschen Reich abgetrennten Gebieten. Alle diese deutschen Gebiete wurden infolge des Versailler Vertrages unter die Hoheit anderer Staaten bzw. des Völkerbundes gestellt. Zu diesem Zeitpunkt müssen international anerkannte Rechtsauffassungen in weitere Überlegungen mit einbezogen werden. Da sind: Pacta sunt servanda („Verträge sind einzuhalten“). Auf der anderen Seite steht der im Ansatz schwammige Begriff: Unter Zwang geschlossene Verträge sind nichtig. Die völkerrechtliche Konkretisierung dieses Begriffes und weiterreichende Einbindung in das Völkerrecht erfolgte bei und nach Gründung der Vereinten Nationen. Er hat daher für den Fall Danzig usw. nicht die Durchsetzungskraft wie dies in diesen Tagen der Fall sein sollte. Ohne Zweifel jedoch ist, daß „Pacta sunt servanda“ von beiden vertragschließenden Parteien einzuhalten ist. Bei diesen Überlegungen erhält der sonst so schwammige Begriff von „Unter Zwang geschlossene Verträge sind nichtig“ eine entscheidende Durchsetzungskraft. Wer wollte die Siegermächte des Ersten Weltkrieges daran hindern, sich ihrer Verpflichtung aus dem Vertrag von Versailles, insbesondere den Passagen aus dem Völkerbund zu entziehen? In dieser Zeit wurde es weltweit offensichtlich: Das Recht ist ein zahnloser Tiger.
Welche Lehren können wir für die Überlegungen, die Rechte des Freistaates Danzig auf Grund der Unterstellung Danzigs unter die Hoheit des Völkerbundes ziehen? In Deutschland sind vom Volk ausgelöste Ereignisse eine Seltenheit. Und dort, wo sie erfolgreich zu angestrebten Ergebnissen führten, zum Beispiel bei den Demos im Zeitrahmen der Wende, wurden sie kanalisiert, ihre Wirkungsmöglichkeit gebrochen und mündeten in Verträgen.
Frage: Welche Begeisterungskraft bei welchen Danzigern kann das Danzig Committee entfachen? Wie kann die Einwirkung auf die Bevölkerung in Danzig erfolgen? Erst bei tatkräftiger Unterstützung durch zur Zusammenarbeit gewillter Danziger sind weiterreichende Überlegungen unter Abstützung auf die Rechtslage eine aussichtsreiche Möglichkeit.

Eine weitere Aktionsmöglichkeit bietet der „Arbeitskreis Verfassung Land Schlesien.“
Hier ist vor Jahrzehnten mit der Annahme der Verfassung für den Freistaat Schlesien eine völkerrechtliche Grundlage geschaffen worden. Zudem ist der Teil Schlesiens, der von der BRD in Sachsen einverleibt wurde, für alle Schlesier frei zugänglich. Alle Überlegungen, die beim Freistaat Danzig erfolgten, sind im wesentlichen auch für die Aktionsmöglichkeiten beim Freistaat Schlesien ins Kalkül zu ziehen. Die völkerrechtliche Lage ist gegenüber dem Freistaat Danzig insofern entscheidend günstiger, weil im Artikel 1 der Verfassung für das Land Schlesien steht: „Schlesien ist ein Freistaat im Deutschen Reich. Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.“ Somit besteht keine Diskrepanz zum Deutschen Reich. Sollte es uns gelingen, den Freistaat Schlesien de facto zum Leben zu erwecken, hätten wir bei einem zu erwartenden Zerfall der EU und des Euros eine Kernzone, aus der heraus unser gesamtes deutsches Vaterland erneut eine Heimat für alle Deutschen werden kann.

Ich bitte alle Schlesier, mir zu schreiben, ob sie gewillt sind, ihre Zeit für dieses Ziel einzusetzen. Sie erhalten von mir Nachricht, sobald die Möglichkeit einer Zusammenkunft konkret wird.

Horst Zaborowski


UDH Nr. 96

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