BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 97  ¦  Mai – August 2011


Europa–Lemminge

von Erwin Arlt

Der „gemeine Lemming“ — Lemmus-Lemmus — kommt normalerweise in Nord-EUROPA vor und zeichnet sich durch sinnlose Massenwanderungen aus. Der „gemeine Lemming“ ist meist schwarz und gelb gefärbt und gehört zur Sippe der Wühlmäuse.

Wenn wir also von Europa-Lemmingen sprechen, so bringen wir damit zum Ausdruck, daß sich unsere 622 (300 würden auch genügen!) Bundestagsabgeordneten in Berlin sowohl bei der Verabschiedung des ersten sogenannten „EU-Rettungsschirmes“, als auch bei dem zweiten sogenannten „permanenten Rettungsschirm“ wie Lemminge verhalten und alles abnicken, was ihnen zur Abstimmung vorgelegt wird. Sie hatten ja da schon hinreichend Übung, denn beim unverantwortbaren und verfassungswidrigen Lissabon-Vertrag wurde das Abnick-Spielchen bereits eingeübt.

Denn keiner der „Finanzexperten“ unter den Abgeordneten und Ministern möchte seine Pfründen, seine Pension oder Rente oder gar seine Ämter und Positionen verlieren.

Und wird denn in Wahrheit eigentlich gerettet? Es werden eben nicht die fast Pleitestaaten entschuldet, sondern deren Geldverteiler, also die großen Banken, Fonds und Versicherungen.

Also werden wieder wie beim ersten EU-Rettungsschirm (ESM) auch beim zweiten Dividenden und Wahnsinnsboni für Bank- und Finanzmanager bezahlt, jedenfalls keine Arbeitsplätze gerettet! Es werden natürlich die Bilanzen der Banken im Einvernehmen mit der Europäischen Zentralbank (EZB) frisiert, die jetzt hoffen kann, die von ihr aufgekauften Schrottanleihen an den Euro-Rettungsschirm (ESM) loszuwerden.

Nicht die Stabilität der Staatsfinanzen liege ihm — dem Bundesfinanzminister — am Herzen, sondern natürlich Europa! Selbst bei zwei Drittel des Jahresaufkommens an Bundessteuern, das er an den Euro-Rettungsschirm (ESM) transferieren will, würden die vom Grundgesetz auferlegten Sparpläne noch nicht erreicht.

So ziehen sie lieber als blinde Masse letztendlich in den vorprogrammierten Abgrund, ohne dabei auffallen zu brauchen. Deutschland wird damit schlussendlich ausgeplündert!

Nur die drei Bundestagsabgeordneten Dr. Peter Gauweiler (CSU), Klaus Peter Wilisch (CDU) ) und Frank Schäffler ( FDP ) stimmten dagegen und gaben dies auch ausdrücklich öffentlich zu Protokoll!

Diese sog. „Rettungsschirme“ werden die Staatspleite von Griechenland, Portugal und Irland nicht aufhalten, weil diese schon geraume Zeit ihre finanziellen Hausaufgaben nicht gemacht haben und auch immer noch nicht richtig machen wollen.

Außerdem muß Bundeskanzlerin Merkel die angeblich so hohen „Profite“, also Gewinne, wenn sie denn wirklich auflaufen, mit den enormen Kosten der Eurowährung verrechnen.

Wenn die Kosten also wirklich geringer wären, als die Erlöse, kann man tatsächlich erst von einem Gewinn sprechen.

Schließlich und endlich hat ja Deutschland bereits eine Beihilfe in bar von sage und schreibe 22 Milliarden Euro für Griechenland hingegeben!

Daß wir das Geld jemals wiedersehen, glauben nur die Bundeskanzlerin und ihre Lemminge. Ein solcher EU-Lemming ist auch Bundesfinanzminister Schäuble mit seiner „kreativen Buchführung“, der die Einzahlungen an den Euro-Rettungsschirm (ESM) als Bundesvermögen ausweist. Doch die riesigen Zins- und Tilgungslasten der steigenden Staatsverschuldung machen alle Haushaltstitel für Gesundheit, Sozialreformen, für Gemeinde- und Bildungspolitik, ja sogar für die mehrmals verkleinerte Bundeswehr schon im Ansatz zunichte.

Wenn es aber ein angebliches Brüsseler Dogma gibt, daß kein Land die Eurozone verlassen darf, um mit eigener Nationalwährung neu anzufangen, dann werden die „Europa-Lemminge“ weiterziehen bis die Geberländer, vor allen Dingen Deutschland, in die Tiefe gerissen werden, dann aber kommt der Tag der Wahrheit, weil niemand mehr eine müde Million wertloser Euros in die Waagschale wirft. Kommt der große EU-Zusammenbruch im Jahre 2013 oder etwas später, sind Deutschland und Europa ruiniert.

Da hilft dann Edmund Stoibers, des großen EU-Entbürokratisierers, „man dürfe nicht mehr schlecht über Europa reden“, nichts mehr!

Wie sagten doch unsere ehemaligen Feinde, unsere heute angeblichen Freunde: Deutschland wird zahlen, so oder so; die EU und der Euro sind das Versailles der Neuzeit. Die Karawane der Lemminge wird also solange weiterziehen, bis vom deutschen Geld nichts mehr zu verteilen ist.

Rainer Brüderle von der FDP spricht schon über die Auflösung des Euro. Er schätzt die für Deutschland entstehenden Kosten auf 174 Mrd. Euro. Doch Fachleute schätzen sie für Deutschland eher auf 350 Mrd. Euro.

So oder so, Deutschland hätte nicht vom Euro profitiert, es wäre ruiniert!!!

Auch bei all' diesem Riesen-EU-Debakel in die Schulden und Transferunion läßt die Europa-Lemmingtruppe sogar durchblicken, daß sie zusätzlich noch die wackeligen Staatsanleihen der Eurokrisenländer aufkauft.

Jawohl — Deutschland hat es doch und kann es doch als Großfinanzierer des 700 Milliarden-Krisenfonds!

Deshalb ist sofortiger Widerstand angesagt. Denn schon hat der Präsident des Bundesverfassungsgerichtes, Andreas Voßkuhle, einen europäischen Bundesstaat nicht mehr ausgeschlossen. Mir persönlich, so sagte Voßkuhle, „scheint es nicht so problematisch, eine Verfassung auf den Weg zu bringen, die einen europäischen Bundesstaat ermöglicht.“

Den offensichtlich auf verfassungswidrigem Wege befindlichen Bundesverfassungsrichter hat die SPD ins Amt gebracht. Auch er arbeitet offenkundig gegen die deutsche Nation und nicht für sie! Die bisherigen Gerichtsurteile des Bundesverfassungsgerichtes waren jedenfalls immer für die Erhaltung des deutschen Nationalstaates, wie z.B. das richtungweisende Urteil von 1973 über den Fortbestand des deutschen Reiches. Wenn das also verdeckte Politik der derzeit herrschenden Klasse ist, so werden sie alles unternehmen, um diese kalte Vernichtung der Nationalstaaten ohne eine Volksabstimmung über die Bühne zu bringen.

Gegen diese und andere Schurkentaten haben wir Deutsche also massiv zu protestieren und wenn nötig zu klagen. Die deutsche Nation ist wirklich in Gefahr, sich abzuschaffen und dies mit Hilfe der herrschenden Klasse, die sich immer als etwas Besseres dünkt, die sich bekanntlich selbst zu Patentdemokraten ernannt hat und keinerlei alternative politischen Kräfte, vor allem keine nationalkonservativen oder nationalfreiheitlichen Kräfte, mitarbeiten lassen will.

Erwin Arlt


UDH Nr. 97

Sprung zur Indexseite Sprung zur Seitenübersicht