BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 97  ¦  Mai – August 2011


Besitz — oder — und — Eigentum

Im Mittelalter erschlug der Ritter den Bauern. Neben seinem Leben nahm er auch sein Eigentum in Besitz. Kraft seiner Macht wurde dieser Besitz dann des Ritters Eigentum.

Die Zeiten wandelten sich. Einer der ersten Ansätze zur amtlichen Erfassung des Eigentums entstand durch die Führung von Stadt­büchern in den Städten des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation im Mittelalter. Der Dreißig­jährige Krieg, wie sollte es anders auch sein, erzeugte Kraft der Macht Unklarheiten in den Eigentums­verhältnissen.

Mit Preußen und Einführung der Allgemeinen Hypotheken-Ordnung für die gesamten Königlichen Staaten von 1783 wurden die Eigentums­verhältnisse geordnet.

Die erste gesamt­deutsche Grundbuch­ordnung trat im März 1897 im Deutschen Reich in Kraft. Gemäß Duden ist Besitz die tatsächliche Herrschaft einer Person über eine Sache (§§ 854-872 BGB), im Unterschied zum Eigentum als der rechtlichen Zuordnung.

Eigentum wird im Duden E. bezeichnet: „… das unbeschränkte, dingliche Recht, über eine Sache frei bestimmen, verfügen und auf diese einwirken zu können, sowie das Recht, andere davon auszu­schließen, sofern die in der Recht­sordnung gezogenen Grenzen (z.B. Gesetze, Rechte Dritter) nicht über­schritten werden. Eigentum. wird üblicher­weise durch Übereignung (z.B. Kauf) oder Erbfolge erworben. Unzweifelhaft ist, daß Eigentum auch durch Schenkung übertragen werden kann.

Unter diesem Recht stand und steht auch das Privat-Eigentum. Und es ändert sich dieses Recht nicht, nur weil unter dem militärischen Schutz­schirm der Alliierten des Zweiten Welt­krieges Polen und weitere Völker fünfzehn Millionen Deutsche aus ihrer Heimat vertrieben, ihres Besitzes beraubt und von ihrem Eigentum getrennt hatten.

Auch die Ritter-Lösung aus dem Mittel­alter: Zweieinhalb Millionen Deutsche in einem bis heute nicht gesühnten Völkermord totzu­schlagen und danach ihr Eigentum in Besitz zu nehmen, ist keine Lösung. Sie bedingt nicht, daß das Eigentum der Deutschen an die Vertreiber und Totschläger übertragen wurde.

Unabhängig von der unter der militärischen Gewalt der Alliierten des Zweiten Weltkrieges vorge­nommenen Abtrennung deutscher Ostgebiete vom Zweiten Deutschen Reich ist das Privat-Eigentum der Staatsbürger des Zweiten Deutschen Reiches weiterhin Eigentum der in den Grundbüchern nieder­geschriebenen Personen.

An der auch international unange­fochtenen Rechts­auffassung: Eigentum kann nur vererbt, verkauft oder verschenkt werden, ändert auch militärische Gewalt nichts.

Macht vergeht — Recht besteht!

Horst Zaborowski


UDH Nr. 97

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