BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 97  ¦  Mai – August 2011


KT. zu Guttenberg — Ein Persönlich­keitsbild

Zu Guttenberg wurde am 5.12.1971 in München geboren und wuchs zeitweilig auf einer Burg in Bayern auf. Da seine Familie mit geschätztem Vermögen von 600.000.000,00 Euro versehen ist, war eine Berufs­ausbildung bei ihm nicht notwendig. Die Wälder in Bayern, Hessen und Österreich werden von seinem Bruder verwaltet, der Forst­wirtschaft studierte und Förster ist. KT. zu Guttenberg machte 1991 das Abitur und studierte anschließend in Bayreuth Rechts­wissenschaft und in München Politik­wissenschaft. 2007 Promotion; den Doktortitel gab er 2011 aufgrund von Plagiats­vorwürfen wieder zurück. Im Jahre 2009 war zu Guttenberg nach steiler Partei­karriere (CSU) acht Monate lang Bundes­wirtschafts­minister und anschließend knapp ein halbes Jahr Bundes­verteidigungs­minister.

Zum Charakter wäre zunächst anzumerken, daß er niemals seine wahren Absichten bekannt gab. Ein Blick auf seine Zugehörig­keiten lässt schon einiges erkennen.

Er ist Mitglied in der „Deutschen Gesellschaft für auswärtige Politik“ (DGAP). Diese Gesellschaft ist ein Anhängsel des amerikanischen „Council on Foreign Relations“ (CFR), der sich hauptsächlich mit globalistischen Themen befaßt und auch an der „Einen Weltregierung“ unter US-Herrschaft mitwirkt. Zu Guttenberg ist Mitglied der „Atlantik-Brücke“, die die gleichen Ziele wie der CFR verfolgt. Darüber hinaus ist er Mitglied im Aspen-Institut. Diese Vereinigung ist führend beim Aufbau trans­atlantischer Netzwerke zur Unterstützung dauerhafter Zusammenarbeit zwischen Vertretern von Politik, Wirtschaft und Medien. Das Aspen-lnstitut ist eine einflußreiche Propaganda-Organisation der US-amerikanischen Neo­konservativen. Der ehemalige Aspen­vorsitzende und Merkelberater Jeffrey Gedmin setzen sich für marktradikale Reformen und gegen ein Europa ein, das sich von den USA freizumachen versucht. Ferner ist zu Guttenberg ein Anhänger der „Trans­atlantischen Initiative“; dort sitzt er im Beirat! Bemerkenswert war die Aufnahme zu Guttenbergs in das Zöglings-Programm für deutsche und europäische Eliten (Young Leaders). Dieses Alumnat wird vom US-amerikanischen „Council on Germany“ durchgeführt Allein die Zugehörigkeit zu solchen Zirkeln erweckt bei den betreffenden Personen ein ausgesprochen elitäres Bewußtsein. KT. zu Guttenberg ist auch Mitglied in der „Südost­europa-Gesellschaft“, wo er den Posten eines Vize­präsidenten innehat. Diese Gesellschaft hält den Landraub der Albaner im Kosovo für legitim! Zu Guttenberg ist auch in der parlamentarischen Gruppe vertreten, die sich für die „Europa-Union“ einsetzt. Die Europa-Union geht auf den Oberrassisten Graf Coudenove-Kalergi zurück, der ein Europa vorsah, das von Wladiwostok bis nach Chicago reicht, bestehend aus minderwertigen Individuen, vermischt aus allen Rassen. Einzige Ausnahme die jüdische „Rasse“, die reinzuhalten sei und über die ganze Welt herrsche. Das beschriebene Europa war als Vorstufe zur „Einen-Welt-Regierung“ gedacht.

Die „Deutsch-Britische-Parlamentarier­gruppe“, dort hatte zu Guttenberg den Vorsitz inne. PNAC (Project for the New American Century), diese neo­konservative Vereinigung schrieb einen Brief an die Staats­oberhäupter von NATO und EU gegen die Politik Putins. Am 28. Sept.2002 unter­zeichnete KT. zu Guttenberg diesen Brief!

Ohne gute Vorbilder? Gute Vorbilder wären ja vorhanden, man denke nur an Friedrich den Großen oder Bismarck! Weil es ihm aber an Geschichts­bewußtsein und National­bewußtsein gebricht, blieb als Vorbild nur Angela Merkel. Es genügt eben nicht, mit der Ur-ur-Enkelin des Eisernen Kanzlers verheiratet zu sein! Ohne Prinzipien, Konzepte oder Visionen; nun erklärt sich auch der Drang zu Guttenbergs in die globalistischen, imperialen Denkfabriken und deren Ableger in Europa.

Kommen wir nun zu den kurzen Zwischen­spielen zu Guttenbergs in den Bundes­ministerien für Wirtschaft und Verteidigung. Es gibt im Lebenslauf zu Guttenbergs nicht einen einzigen Grund, der ihn zum Wirtschafts­minister geeignet erscheinen ließe. Das Verwalten des eigenen Vermögens in einem Drei-Mann-Unternehmen und die Zeit als 25-Jähriger im Verwaltungsrat des Rhönklinikums, das gibt nun wirklich nichts her, um eine Eignung als Bundes­wirtschafts­minister zu begründen. Die Konzeptions­losigkeit wird dann auch in einigen blinden Aktionen sichtbar: Einerseits lehnte zu Guttenberg die Rettung von Opel und Quelle mit Steuer­mitteln ab, andererseits sprach er sich für die Rettung betrügerischer Großbanken aus. Einerseits trat er für Steuersenkungen ein, andererseits sprechen die riesengroßen Staatsschulden und die immensen staatlichen Garantie­versprechen dagegen! Das Finanzmarkt­stabilisierungs-Ergänzungs­gesetz lehnte zu Guttenberg (erfolglos) ab. Darin wird dem Staat eine gewisse Kontrolle ermöglicht und der Einfluß wie etwa der des HRE-Managements etwas eingeschränkt.

Als Verteidigungs­minister kann man nur sagen, daß er eher den amerikanischen Interessen, als den deutschen gedient hat. Bedenkt man, daß die beiden unfreund­lichsten Nachbar­staaten, die die Bundesrepublik hat, Polen und Türkei sind. Jene stocken in Kürze ihr Militär auf 150.000 Mann auf, bzw. diese (Türkei) haben etwa 524.000 Mann unter Waffen. In Polen will fast jeder fünfte Mann zum Militär, in der Bundes­republik will fast jeder verweigern! Unter diesen Bedingungen die Wehrpflicht abzuschaffen, ist schlichtweg Hochverrat (Aussage laienmäßig, nicht strafrechtlich zu sehen). Einen Krieg in Afghanistan zu befürworten, grenzt an Landesverrat! (Aussage umgangs­sprachlich, nicht strafrechtlich zu sehen). Guttenberg wollte die Bundeswehr auf 150.000 Mann reduzieren, die Verkleinerung auf 185.000 Mann ist aus der Sicht von Guttenberg nur ein fauler Kompromiß. Gleichzeitig wurde die Privatisierung der Bundeswehr von ihm nicht behindert. Soweit zu den strategischen Eigenschaften zu Guttenbergs. Die taktischen Eigenschaften ließen ebenso zu wünschen übrig. Desgleichen seine Führungsschwäche; diese fand in Angela Merkel ihr großes Vorbild. Auch er entließ kraft seines Amtes einen Staats­sekretär und einen General­inspekteur, nicht etwa aus sachlichen Gründen, sondern um seine Führungs­schwäche zu kaschieren. Dazu nach Merkelschem Vorbild die Absetzung des Kommandanten des Segel­schul­schiffes „Gorch-Fock“, ohne das Ergebnis der Untersuchungs­kommission abzuwarten. Weitere taktische Fehler. Zu Guttenberg führte ein Gewehr in Afghanistan ein, das zwar auf 1000 Meter trifft (üblich etwa 200 bis 300 Meter); dieses Gewehr muß abends abgeliefert werden und am nächsten Tag wieder neu eingeschossen werden. Also gegen den Guerilla-Krieg der Taliban ganz und gar ungeeignet. Weiterer Fehler des adligen Verteidigungs­ministers. Er führte in Afghanistan schwere Artillerie­geschütze ein, die 40 km weit schießen können. Auch diese Waffen sind für den (fertigen) Kriegs­schauplatz denkbar ungeeignet. Zu Guttenberg lieferte 40 neue Hubschrauber nach Afghanistan; auch dieses Fluggerät ungeeignet. Weder in den Bergen, noch in der Ebene zum Kampf­einsatz brauchbar, weil ein Hubschrauber in der Luft eine langsam fliegende Zielscheibe darstellt und am Boden leicht von einer kleinen Rakete (Stinger) oder einer Panzerfaust zerstört werden kann. Zum Schutz des Mohnanbaues hat zu Guttenberg auch keine eigene Meinung gehabt. Dadurch gelangt Rauschgift nach China und Rußland. Rußland beklagt jährlich viele Hundert Tote durch diese Praxis. Die Zahlen aus China sind noch nicht bekannt. Auch in dieser Hinsicht wird die schädliche Geistes­haltung eines fanatischen Globalisten deutlich sichtbar.

Es folgen weitere Fehlurteile des KT zu Guttenberg. Zunächst die Beurteilung zur Bombardierung von gestohlenen Tank­lastwagen, die auf einer Sandbank festlagen. Die taktische Beurteilung war die größte Blamage eines je erlebten Verteidigungs­ministers. Siehe dazu die Tageszeitungen! Ein Fehlurteil anderer Art, das eher auf der politisch-philosophischen Ebene liegt. Die Beurteilung des Attentäters und Mörders Claus Schenk Graf von Stauffenberg und des Selbstmord­attentäters, der den in Afghanistan gefallenen Soldaten Florian Pauli mit in den Tod riß! Dort legte der Attentäter eine Bombe, machte sich rechtzeitig aus dem Staube, nahm den Tod von einigen Kameraden in Kauf und wollte am Umsturz in Berlin teilhaben. Dagegen der Selbstmord­attentäter in Afghanistan; er gab sein Leben hin im Kampf gegen fremde Besatzer und steht moralisch weit über Graf Stauffenberg. Dies sei mal ohne Zorn und Vorurteil festgestellt. Das gilt auch dann, wenn ein Kurzzeit­verteidigungs­minister anderer Meinung ist.

Zitat zu Guttenberg über Graf Stauffenberg: „Das Erbe des 20. Juli bleibt uns allen Gestaltungsauftrag und Mahnung für die Zukunft.“

Zitat zu Guttenberg über Selbstmordattentäter in Afghanistan: „Perfide und feige Gewalt.“ Ende der Zitate.

Charakter­schwäche bei zu Guttenberg kann man auch daran erkennen, daß er seine Mandate niederlegte; denn keine Macht dieser Republik hätte ihn dazu zwingen können. Da er es dennoch tat, läßt darauf schließen, daß ihm der Wille des Souveräns völlig egal ist.

Soweit zum Geschichts- und National­bewußtsein des KT. von und zu Guttenberg und seines Charakters. Kaum ein Regierender nach 1945 hat in so kurzer Zeit solch großen Schaden angerichtet wie zu Guttenberg. Schaden für die Bundeswehr, die Gesellschaft, das deutsche Volk und Schaden für die Politik.

Ergebnis: Man sollte in einer Demokratie Personen, die nur ihre eigenen Interessen bzw. die Interessen anderer Staaten vertreten, nicht mit Regierungs­aufgaben versehen!!!

Siegfried Neubacher, April 2011


Das „Rhönklinikum“

1970 Das Rhön­klinikum basiert auf der bestehenden Kurbetriebs- und Verwaltungs­gesellschaft; zunächst eine GmbH.

1974 saniert Münch den Betrieb und erhält die alleinige Geschäftsführung.

1984 erweitert durch Herz- und Gefäßklinik.

1988 Umwandlung in eine Aktien­gesellschaft.

1989 am 27. November Gang an die Böse in Frankfurt

1991 Erweitert um Neurologische Klinik.

1992 Erweitert zur Handchirurgie 19% .

1993 Herzzentrum in Leipzig.

Die Familie des KT. von und zu Guttenberg besaß 26,5% der Stammaktien des Rhönklinikums.

1996 Im Dax.

2002 verkauft die Familie zu Guttenberg ihre Aktien für 260.000.000 Euro an die Hypo-Vereinsbank.

Das Rhön-Klinikum ist ein Beispiel, wie ein Krankenhaus schrittweise der Privatisierung zugeführt wird. Gleichzeitig auch ein Symbol für die Privatisierung des Gesundheits­wesens ganz allgemein in der Bundes­republik.

Gesundheit, Krankheit, Eid des Hippokrates, alles verblaßt gegen die Gewinn­maximierung für die Anteils­eigner, ganz nach amerikanischem Vorbild. Was bedeutet das Wort Privatisierung? Es geht auf das lateinische Wort „privo“ zurück und bedeutet: „berauben“! Noch Fragen?

Siegfried Neubacher, April 2011


UDH Nr. 97

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