BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 97  ¦  Mai – August 2011


Leserbriefe (Teil 3)

Der Kabarettist

Das normale Volk ist sich dessen gar nicht bewußt, daß die Steuerung der Volksmeinung aus einer Ecke kommt, von woher man es gar nicht vermutet! Das Kabarett!

Wie mir jetzt erst bekannt wurde (Runde „Bei Beckmann“ am 6. März 2011), erhielt der „Kabarettist Nuhr den Preis des „besten Kabarettisten“. Das wundert einen doch sehr, sintemalen man bedenkt, daß das Genre des Kabaretts höchst heterogen, vielfältig ist. Wer ist „der Beste“, und wer bestimmt das? Grundsätzlich mag ich persönlich das Kabarett, insbesondere das politische, überhaupt nicht. Drum schrieb ich einer der Koryphäen verschiedent­lich auch, daß „Gott die Missstände in unserem deutschen Vaterland erhalten möge, damit sie, „die Kabarettisten, nicht brotlos würden und immer neuen Stoff hätten, um über die Gustis, und wie sie alle heißen, zu eiern“, — bis ihnen der Geifer von den Lefzen fließe wie dem depperten Publikum, das die TV-Kamera stets auch sieht. Ich mag Kabarett überhaupt nicht, nicht im Mindesten! Anstatt sich über Mißstände lustig zu machen, sollten die Akteure in einer (nicht jeder!) politischen Partei tätig sein und Mißstände mit vereinten Kräften zu beseitigen helfen. Das, und nichts anderes, ist Sache!

Ich war doch etwas verblüfft, daß der Herr Nuhr der „beste Kabarettist“ sei. Ich halte den virtuosen Priol für hundertmal besser, und den Georg Schramm, der seine scharfe, intelligente Zunge mit seinem Herzblut düngt. Wie kommt es, daß der Nuhr so — nach meiner Meinung also — überschätzt ist? Am 6. März. (so.!) bin ich dahinter gekommen! Er ist Globalist! Keiner der Runde hat ihm wider­sprochen, als er von sich gab, daß der Globalismus ein Segen sei, und jenen Völkern, die sich dagegen wehrten, „gehe es drum schlecht!“ — Umgekehrt wird ein Schuh draus! Die aufklärerische Literatur ist Legion. So schreibt z.B. Michel Chossudowsky in seinem Buche „Global Brutal“, daß überall dort, wo er (der Globalismus) hinkomme, die Völker zugrunde gehen; und er ist nicht der einzige, der das schreibt. Der DSZ-Verlag hat ja ein umfangreiches Angebot der dies­bezüglichen Bücher. Keiner der Runde also hat wider­sprochen. Ich schrieb dem Herrn Nuhr, daß er „rein nichts wisse“ und legte ihm zwei Seiten Fotokopien von „Global Brutal“ bei. Eine Antwort werde ich nicht bekommen, was sollte der auch antworten?

Für mich ist es eindeutig: hinter den Kulissen werden Fäden gezogen. An solchen Fäden hängt (oder hing) auch Georg Schramm, der vermutlich mit Hilfe derer rausgemobbt worden ist! Bagatellen? Es sind keine Bagatellen! Es bestätigt nur sowohl Argwohn als auch wißbares Wissen: Alles, was in der Politik geschieht (bzw. in der Öffentlichkeit), ist fern davon, „zufällig“ zu sein. Schaue ich mir auch gelegentlich „Neues aus der Anstalt“ an oder den (intelligenten) „Kasper“-Richling, so schalte ich bei Nuhr stets ab! Ich mag dieses suggestive, besser­wisserische „heitere“ Grinsen in die Kamera nicht, ganz und gar nicht! Noch die ganze Nacht nach der o.g. „Talk“-Schau hatte ich eine Last auf dem Schädel wie von nassen Packen bunter Illustrierter. Ich werde meine Zeit fürder besser verbringen!

Eckhard Schäfer


Gedanken — Was ist Freiheit?

Die Möglichkeit der Bindung nach eigener Wahl. Darin ist einge­schlossen, daß das Individuum zu seiner „Persönlich­keits­entwicklung“ Wandlungen unterworfen ist, deren einzelne später im Widerspruch bestehen können zu früheren Erkenntnissen.

Freiheits­anspruch muß voraussetzen die Überlegung, was Wahrheit sei; es geht also eigentlich um „Wahrheit“, nicht um „Freiheit wozu und wovon.“ Ohne das Konzept eines Menschenbildes, wie es aus der Philosophie denkbar ist, ist jeder Gedanke über „Freiheit“ ein mehr oder weniger sinnloses Spiel. Ich gehe zurück bis auf Konfuzius, als er sprach: „Erst klärt die Begriffe. Sind diese unklar, dann sind es die Gedanken. Aus diesen folgen die Taten, und wer sieht das Ende ab?“ 2500 Jahre nach Konfuzius herrscht größere Verworren­heit denn jemals!

» Freiheit, Toleranz « sind ganz unerträgliche Begriffe! Heutzutage ist mehr Intoleranz vonnöten, gegen die Dummheit usf. Freiheit? Sie ist ein Sammel­surium von Diktaturen. Jedes Gesetz ist Diktatur, jede Verkehrsregel ist Diktatur. Diktatur ist überhaupt alles, ja der Begriff „Demokratie“ (wörtlich Gemeinde­herrschaft!) selbst ist Diktatur, indem sie sich bei Strafe vorschreibt! Die Köderbegriffe Freiheit-Gleichheit-Brüder­lichkeit dienten und dienen noch den Verführern, in Dummhaltung der Massen diese über den Tisch zu ziehen, um auf dem Schleichwege ihre schändliche Diktatur der Ausbeutung zu betreiben. Freiheit ist immer(!) die Diktatur der Verführer und Usurpatoren. Der Ausweg? Eine monarchisch begründete Diktatur der Weisheit. Die „Zehn Gebote“ sind nicht weniger Diktatur.

In der Kleinstadt Rothenburg ob der Tauber fuhr nachts ein Amerikaner in seinem Jeep durch die Herrengasse und hatte den Lautsprecher laut aufgedreht. Ich sagte ihm, die Leute wollen schlafen. Der Mensch antwortete mir (auf amerikanisch): „Ich bin Amerikaner, ich bin frei.“

Durch die Geschichte seit eh und je windet sich eine Giftschlange mit dem Namen Betrug, Täuschung, Lüge und Gewalt. Und wo die Gewalt unopportun geworden ist, tritt sie in Form der Verführung einerseits wie erwähnt auf, andererseits im Kleinen Mann nicht mehr auskennt, der am Ende seines Arbeitsalltags dumm gehalten noch „selber entscheiden“ darf oder soll, was die Wegrichtung der Politik sei. Diese Zeit ist eine Verhöhnung jedweder Humanität. Was ist zu tun? Auf Dauer gesehen bleibt uns nichts anderes übrig, als die gleichen Mittel anzuwenden. Welch ein Geschäft!

„Und auf vorgeschrieb'nen Bahnen zieht die Menge durch die Flur.
Den entrollten Lügenfahnen folgen alle. — Schafsnatur!“ (Goethe)

„Was ist Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn! Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen.“ (Schiller)

Eckhard Schäfer,
Ansbacher Str. 8, 91541 Rothenburg o.T.


Den Freiheitsbegriff kann jeder Mensch für sich auslegen.

Materielle Güter spiegeln eine Freiheit vor — die in Wirklichkeit Gefängnis sein kann.

Trotz jedweder Philosophie — mein Herz schlägt für Schenkendorfs Freiheit! wie er diese im nebenstehenden Gedicht beschrieben hat.

Horst Zaborowski


Freiheit, die ich meine

  1. Freiheit, die ich meine, die mein Herz erfüllt,
    komm in deinem Scheine, süsses Engelsbild!
    Magst du dich nie zeigen der bedrängen Welt?
    Führest deinen Reigen nur am Sternenzelt.
  2. Auch bei grünen Bäumen in dem lust'gen Wald,
    unter Blütenträumen ist dein Aufenthalt.
    Ach! das ist ein Leben, wenn es weht und klingt,
    wenn ein stilles Weben wonnig uns durchdringt.
  3. Wenn die Blätter rauschen süssen Freudengruss,
    wenn wir Blicke tauschen, Liebeswort und Kuss.
    Aber immer wieder nimmt das Herz den Lauf,
    auf der Himmelsleiter steigt die Sehnsucht auf.
  4. Aus den stillen Kreisen kommt mein Hirtenkind,
    will der Welt beweisen, was es denkt und minnt.
    Blüht ihm doch ein Garten, reift ihm doch ein Feld
    auch in jeder harten steinerbauten Welt.
  5. Wo sich Gottes Flamme in ein Herz gesenkt,
    das am alten Stamme treu und liebend hängt;
    wo sich Männer finden, die für Ehr' und Recht
    mutig sich verbinden, weilt ein frei Geschlecht.
  6. Hinter dunklen Wällen, hinter eh'rnem Thor
    kann das Herz noch schwellen zu dem Licht empor.
    Für die Kirchenhallen, für der Väter Gruft,
    für die Liebsten fallen, wenn die Freiheit ruft.
  7. Das ist rechtes Glühen, frisch und rosenrot
    Heldenwangen blühen schöner auf im Tod.
    Wolltest du uns lenken Gottes Lieb' und Lust,
    wolltest gern dich senken in die deutsche Brust!
  8. Freiheit, die ich meine, die mein Herz erfüllt,
    komm in deinem Scheine, süsses Engelsbild!
    Freiheit, holdes Wesen, gläubig, kühn und zart,
    hast ja lang erlesen dir die deutsche Art.

Max von Schenkendorf.


UDH Nr. 97

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