BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 97  ¦  Mai – August 2011


Wir wollen ein Europa der Völker und Vaterländer.

Nur ein Nationalstaat kann das eigene Volk sinnvoll beschäftigen und ist die Vorraussetzung für einen sozialen Staat.

Wir wollen ein NEUTRALES Österreich. Österreich wurde in drei Weltkriege verwickelt, in

Die neutrale Schweiz wurde in diese drei Weltkriege nicht verwickelt und hat nichts versäumt.

Wir wollen ein demokratisches Österreich. Die EU ist eine größere Sowjetunion, die von 17 Kommissaren regiert wird.

Das österreichische Volk sollte durch Volksabstimmungen mit entscheiden.

Österreich braucht ein eigenes Geld.

Geld ist ein Anteilschein an der wirtschaftlichen Leistung eines Landes und sollte leistungsgerecht verteilt werden.

Eigentümer, Herausgeber, Verleger und für den Inhalt verantvortlich Mario Montanaro A-1220 Wien, Lössweg 4/12/2


Der Erfolg hat viele Väter

In Dänemark war die Bewegung gegen die Atomenergie sehr erfolgreich mit dem Werbespruch „Atomkraft? — Nein Danke !“.

In Österreich arbeitete der Univ. Prof. Dr. Tollmann an einem Gutachten über die Endlagerung von Atommüll. Nachdem er das Problem der Atommüll-Lagerung studiert hatte, warb Prof. Tollmann öffentlich GEGEN den Betrieb von Atomkraftwerken (AKW), die radioaktiven Sondermüll produzieren.

Professor Tollmann, der führende Geologe der Uni Wien und ein beeideter Sachverständiger in der Frage der Lagerung von gefährlichen Abfällen, wurde Atomgegner.

Bundeskanzler (BK) Dr. Kreisky (SPÖ) nahm diese Herausforderung an und ließ von den österreichischen Universitäten Diskussionsgrundlagen über die Atomenergie, Radioaktivität, Abwärmeproblematik, Energieaufbringung, Energieverbrauch, u.s.w. erstellen.

An den Universitäten in Österreich sollte mit den Diskussionsgrundlagen über die Atomenergie diskutiert werden, um den Österreichern die Angst vor der Atomenergie zu nehmen.

Die Unterlagen der Universitäten waren gut und informativ und wer den Inhalt verstanden hatte, der vergrößerte das Lager der Atomgegner.

Die regierende SPÖ hatte in den eigenen Reihen auch viele Atomgegner, die dem BK Dr. Kreisky große Sorgen bereiteten. Begonnen wurde der Bau des AKW Zwentendorf von der ÖVP-Alleinregierung unter dem BK Dr. Josef Klaus (ÖVP).

Die FPÖ war als Partei gegen die Atomenergie. Dr. Kreisky suchte einen Ausweg aus dem erbitterten Streit mit einer Volksabstimmung über das fertige AKW Zwentendorf. Die Österreicher lehnten bei dieser Volksabstimmung die Inbetriebnahme des AKW Zwentendorf ab.

Die AKW-Gegner hatten Glück. Die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) hatten schon zu viele Atomwaffen und brauchten das Plutonium in den abgebrannten Brennstäben der AKW für die Atomrüstung nicht.

Die Elektro-Versorgungs-Unternehmen (EVU) waren mit dem AKW Zwentendorf auch nicht glücklich, denn die Blockgröße von 700 MW war für das österreichische Stromnetz zu groß. Blockkraftwerk … z.B. 700 MW Dampfturbine mit 700 MW Generator und 700 MW Blocktrafo. Das AKW Würgassen (auch 700 MW) in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) hatte Probleme mit der Turbine. Die Errichterfirma AEG schlitterte durch dieses AKW in den Konkurs.

Eine Studie aus dieser Zeit (um 1980) aus den USA empfahl als beste Blockgröße 160 MW. Der Bau von immer größeren Blöcken bei den Kraftwerken verursachte bei den EVU weltweit Probleme.

In Wien wurde 1978 ein Dampfkraftwerk (DKW) mit Abwärmenutzung gebaut mit einer Blockgröße von 360 MW (360 MW Turbine mit 360 MW Generator und 360 MW Blocktrafo). 360 MW ist auch heute die größte Blockgröße in Österreich.

Dr. Kreisky war kein Fachmann in Energiefragen. Sein Vorschlag der Naßrasur, um den elektrischen Strom von den elektrischen Rasierapparaten einzusparen, war nicht als Witz gemeint. Auch die Feststellung, daß im Kanalnetz Wärme ist, wenn die Luft aus dem Kanaldeckel entweicht und bei — 10 °C an der Straßenoberfläche als Wasserdampf sichtbar wird, weist auch nicht auf gute Kenntnisse für die Nutzbarkeit von vorhandenen Energien hin.

Aber BK Dr. Kreisky hat die Energiediskussionen erweitert mit vielen, auch internationalen Veranstaltungen über die Energiefrage. Er hat in Österreich die Weichen gestellt, für eine bessere Nutzung der Primärenergie (Kohle, Erdöl, Erdgas, Biomasse, u.s.w.), für Energieeinsparungen und für die Nutzung von erneuerbaren Energien.

Die Atombeführworter starteten erfolglos ein Volksbegehren für die Inbetriebnahme des AKW Zwentendorf. Es wurden Werbesprüche erfunden und es wurde taktiert, wobei oft wenig sinnvolle Entscheidungen getroffen wurden.

Eine taktische, wenig sinnvolle Entscheidung war der Bau von zwei AKW in Dürnrohr mit einer Blockgröße von 360 MW, um die Infrastruktur (z.B. die Hochspannungsleitungen) des AKW Zwentendorf zu nutzen und um die Leistung des AKW zu ersetzen. AKW ohne Abwärmenutzung haben einen Wirkungsgrad von nur ca. 40 %. Wenn die beiden Blöcke in Dürnrohr 700 MW elektrischen Strom liefern, dann wird 875 MW Wärme in die Donau abgegeben und 175 MW Wärme über die Schornsteine an die Luft.

Baut man kleinere AKW dort, wo auch Wärme gebraucht wird, dann kann man elektrischen Strom und nutzbare Wärme gemeinsam produzieren mit einem Wirkungsgrad von ca. 75 %.

Univ. Prof. Tollmann versuchte, den Fällen auszuweichen, die sein Ansehen als Wissenschaftler verringern könnten und beschränkte sich auf sein Fachgebiet Geologie … Wissenschaft von der Entwicklungsgeschichte und vom Bau der Erde.

Ein großer Erfolg der AKW-Gegner war die Stillegung der AKW in Italien. Im Kernforschungszentrum Seibersdorf, einer exterritorialen Forschungsanlage in Niederösterreich (NÖ), wurde schwach radioaktiver Müll von den italienischen AKW verdichtet, um das Volumen der radioaktiven Abfälle zu verringern. Univ. Prof. Tollmann verhinderte ein Atommülllager in einer anderen österreichischen Gemeinde. Der Atommüll wurde im exterritorialen Forschungszentrum Seibersdorf gelagert. Das wäre auch für Deutschland eine Lösung. Man beendet die Produktion von radioaktivem Sondermüll und lagert den Atommüll 200 000 Jahre hochwassersicher in Betonbunkern dort, wo der Atommüll produziert wurde, in den stillgelegten AKW. Ein Trauerspiel ist die Entsorgung von Sondermüll. In Deutschland dringt Wasser in das Salzbergwerk Asse ein, wo Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Müll gelagert wurden. Nun will man die Fässer mit Atommüll aus dem Atommülllager Asse wieder herausholen.

In Ungarn gibt eine Aluminiumhütte ihren Sondermüll in große Becken und hat mit diesen giftigen Abfällen landwirtschaftliche Flächen und zwei Dörfer überflutet. Entsteht bei einer Produktion Sondermüll, dann muß man diese Abfälle sicher endlagern oder die Produktion so ändern, daß kein Sondermüll entsteht. Die Verdünnung von giftigen und radioaktiven Stoffen ist keine Lösung von Müllproblemen. Giftige und radioaktive Stoffe reichern sich in der Nahrungskette an. Die mit Schadstoffen belasteten Pflanzen werden vom Plankton gefressen. Kleine Fische fressen das Plankton. Große Fische fressen die kleinen Fische, wodurch sich Schwermetalle und radioaktive Stoffe anreichern. Man kann daher stark mit Schadstoffen belastete Pflanzen und Tiere nur als Sondermüll sicher entsorgen. Der Mensch ist ganz oben auf der Ernährungspyramide: Pflanzen, Tiere, Mensch.

Steht man in NÖ an der tschechischen Grenze, dann kann man in der Ferne (ca. 30 km von der österreichischen Grenze entfernt), die Zeugnisse der menschlichen Dummheit sehen, die Kühltürme des AKW Temelin. Das AKW Temelin hat zwei Blöcke mit 1000 MW elektrischer Leistung (1000 MW Turbine mit 1000 MW Generator und 1000 MW Blocktrafo) und hat mit den Druckwasserreaktoren (DWR) einen Wirkungsgrad von 25 %.

Wenn Temelin 2000 MW elektrischen Strom liefert, dann wird über die Kühltürme 6000 MW Wärme an die Umgebung abgegeben. Mit 6000 MW, das sind 6 000 000 kW nutzbarer Wärmeleistung könnte man dafür alle Gebäude in Tschechien beheizen. Es gibt internationale Verträge, die es dem Militär verbieten, Hochwasser oder Dürre zu erzeugen, um den Kriegsgegner zu schädigen. Das AKW Temelin verdunstet mit 6000 MW riesige Wassermengen mit den riesigen Kühltürmen und produziert Wasserdampf/Wolken/Regen. Was dem Militär verboten ist, kann einem AKW-Betreiber nicht erlaubt sein.

Die Hochwasseropfer in Deutschland, Polen und Tschechien kann man als AKW-Gegner gewinnen, um die Monsteranlage Temelin stillzulegen.

Dänemark, Atomkraft — nein Danke, hat die Windkraftwerke entwickelt, die den elektrischen Strom wirtschaftlich liefern (um ca. 10 Cent für die Kilowattstunde / kWh). In Dänemark wurden die ersten Nullenergiehäuser gebaut, die mit Warmwasser-Sonnenkollektoren und riesigen Warmwasserspeichern den Wärmebedarf für die Heizung der Häuser und für das Warmwasser das ganze Jahr decken. Warmwasser-Sonnenanlagen (WW-SA) liefern die Wärme wirtschaftlich (um ca. 10 Cent die kWh Wärme). In Dänemark wurde das Stroh als erneuerbarer Energieträger entdeckt und für Heizzwecke verwendet.

Kirchengemeinden in Deutschland haben 3000 MW Sonnenstromanlagen gebaut und sind der Atomwerbung in die Falle gegangen. Die EVU zahlen 40 Cent für den kWh Sonnenstrom. Deutschland und Österreich sind nördliche Länder, die Wärme brauchen. Die Ostsee, die Donau und die Kärntner Seen frieren im Winter zu. Das Mittelmeer friert nicht zu. WW-SA liefern die Wärme wirtschaftlich. Die Wasserkraftwerke liefern im TIEFEN WINTER in Österreich wenig elektrischen Strom. Es ist daher nicht sinnvoll, weitere Wasserkraftwerke in Österreich zu bauen. Auch die Sonnenstromanlagen liefern im Winter wenig elektrischen Strom.

Wo es in Österreich Stroh gibt, sind DKW mit Abwärmenutzung sinnvoll, die mit Stroh befeuert werden. Wo es in Österreich Holz gibt, sind DKW mit Abwärmenutzung sinnvoll, die mit Holz befeuert werden. Biogasanlagen mit Blockheizkraftwerken (BHKW) kann man überall bauen, denn Abfälle für die Biogasanlagen gibt es überall, Gammelkäse, Essensreste, Stallmist, u.s.w.

In Deutschland könnten die Windkraftwerke die Rolle in der elektrischen Stromversorgung übernehmen, die in Österreich die Wasserkraftwerke haben. Die Wasserkraftwerke liefern in Österreich ca. 50 bis 60 % des elektrischen Stromes.

Man sollte daher für jede österreichische Gemeinde, für jedes österreichische Bundesland und für den österreichischen Staat die Möglichkeiten nutzen, um die Selbstversorgung Österreichs mit den NOTWENDIGEN Energiemengen zu erreichen. Es ist wirtschaftlicher, die Energieversorgungsmöglichkeiten im Inland zu nutzen, als in fernen Ländern Erdölfelder zu erobern.

Sonnenstromanlagen sind im Süden, wo die Sonneneinstrahlung doppelt so hoch ist wie in Österreich, sinnvoll und wirtschaftlich.

Sonnenstromanlagen liefern den wertvolleren Tagesstrom. Der hohe Strombedarf für die Kühlung (Kühlschrank, Tiefkühltruhe und Kühlhäuser) deckt sich im Süden mit der höheren Stromproduktion der Sonnenstromanlagen im Sommer.

Tokyo in Japan liegt auf der Höhe von Algier in Nordafrika, in einer subtropischen Klimazone. Man kann daher Tokyo in Japan nicht mit Berlin oder Wien vergleichen.

Mario Montanaro, A-1220 Wien, Lössweg 4/12/2


UDH Nr. 97

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