BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 97  ¦  Mai – August 2011


Verlorene Heimat?

Eine euphemistische Formulierung

Wir haben die Heimat nicht verloren wie einen Gegenstand. Das Adjektiv „verloren“ drückt nicht die wahren Umstände aus, und es sollte deshalb in diesem Kontext vermieden werden. Verloren, gleich­zusetzen mit abhanden gekommen, ist eine fatale Verniedlichung der statt­gefundenen Vertreibung und kommt den Vertreibern zweifels­frei höchst gelegen.

Wir haben auch keine Zweitheimat wie eine Zweit­wohnung. Dazu fehlt uns der Besitz der ersten; und das Substantiv Heimat — ein deutsches Wort — kennt keinen Plural.

Uns ist durch die Vertreibung aus der Heimat Wohnsitz in politisch gewollter Zersplit­terung Eigen:
Die Heimat im Herzen, im Wissen, Denken und Wollen, und ein Zuhause, wo auch immer, als Realität.

Wir haben die neue Heimstätte — mag sie noch so komfortabel sein — als Zuhause auch nicht gefunden, wie einen Gegen­stand, den ein anderer verloren hat. Vielmehr haben unsere Großeltern, unsere Eltern und unsere Generation diese erarbeitet, erspart und durch unzählbare Aktivitäten erworben, reell, real und ideell.

Wir haben unsere Heimat nicht durch Unachtsamkeit „verloren“; sie kam auch nicht abhanden, sie wurde durch politische Macht wider Recht genommen, geraubt. Der Status quo wird als „Nachkriegs­ordnung“ von der Politik verteidigt, ungeachtet des Unrechts. Die Täter bleiben per Gesetz­gebung straf­frei, und dieses unter den Augen derer, die für „Recht und Demokratie“, wie sie sagen, zu Felde ziehen.

Für das geistige Erbe stehen wir in der Pflicht. Dieser Pflicht sind wir verbunden, gegenüber unserer Selbst­achtung und der Würde unserer Eltern und der vorherigen Generation


Quelle: Sudetenbote, Folge 23, Frontenhausen, Januar 2011

Ewald A. Rust


UDH Nr. 97

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