BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 98  ¦  September – Dezember 2011


Faltenwurf der deutschen Seele

Wo wir angekommen sind

von Juana van der Weyden

Es ist eine dunkle Geschichte. In unseren Städten ist kein Friede mehr. Wir wollen wissen, wo wir angekommen sind, hier in unserem Land, in unserer Heimat. Perspektiven für das Leben sind schwer erkennbar, wenn wir die Landschaft unter dem bleiernen Himmel betrachten. Wir müssen auf Distanz gehen und nüchtern registrieren, wo wir stehen. Da gibt es Wandlungen, die man Modernität nennt, die jedoch Angriff auf ein Lebensbild sind, das auf festem Grund und Boden stand. Was an deutschen Traditionen über Jahr­hunderte den Bestand der Gesellschaft garantierte, wurde von einer radikalen Revolution, die sich die 68er nannte, hinweg­gefegt und bis heute nicht aus dem Morast gezogen. Wir halten die Scherben noch immer in der Hand: die zer­brochenen Familien­strukturen, verwahr­losende Jugend im Drogen­konsum, moralisches Chaos, eine Zeit, in der Kinder gewalttätig werden und Verbrechen wie eine Krankheit behandelt wird, die eine freundliche Therapie erfordert, eine ver­flachende Kultur, Bankrott der Schulen und Kirchen. Hinzu kommen der Verlust des Geschichts­bildes aus dem Horizont unserer Politiker und die drohende Nähe des Islam mit unkontrol­lierbar gewordener Immigration. Hier sind wir angekommen in unserer angeblich frei­heitlichen und schönen, neuen Welt.

Die Zerstörung der Familie

Die Stimmung im Land ist nicht gut. Die Menschen spüren die Bedrohung von mehreren Seiten. Der Dilettantismus der Politiker entzog uns das Wertvollste, das ein Staat besitzt: die Familie. Und er bemerkte nicht einmal, daß er sich damit selbst ausgehöhlt hat. Er war unfähig zu erkennen, daß Wirkung und Leistung, die in der Familie erbracht werden, durch nichts ersetzbar sind. Der Mangel an Erfahrung, daß die Familie Schutzraum der Persönlichkeit ist, in dem Staat und Öffentlichkeit nichts zu suchen haben, zeigt sich als eines der schwersten Versäumnisse. Der Staat hat weder die menschliche, noch die freiheitliche Bedeutung der Familie begriffen. Die Frau und Mutter ist nie gewürdigt und verteidigt worden. Daß die Familie zum Auslauf­modell degradiert wurde, ist dem Erbe der 68er zu verdanken. Den Bürgern ließ man ein seelisches Brachland zurück. Bald wurde spürbar, daß aus dem Leben das Fundament verschwunden war; selbstlose Liebe, Treue und Ver­antwortung, Ehrfurcht vor dem Nächsten, Vertrauen und Glaube. Vergeblich war die Suche nach dem Garanten einer klugen Familien­politik. Wie sie heute mit Gesetzen und Vorschriften betrieben wird, erinnert an das marxistische Modell, das der Feind der Familie ist. Genau nach diesem Prinzip arbeitet unsere Frauen­bewegung in den oberen Etagen. Man kann es auch als feministische Dogmen bezeichnen, der Selbst­verwirklichung verpflichtet. Simone de Beauvoir, die weder Ehefrau noch Mutter noch gläubig war, scheint ihnen ein gutes Vorbild zu sein. Unsere tüchtigen, emanzipierten Frauen, den schwächelnden Karriere­traum vor Augen, haben die Ver­staatlichung der Kindererziehung beschlossen, ohne die Konsequenzen zu erkennen.

Einer endlosen Reihe von Gesetzen hat die SPD-Politikerin Brigitte Zypries wieder schlagkräftig zwei neue hinzugefügt. Eine radikale Reform des Unterhalts­rechts, von den Linken stürmisch begrüßt, zwingt durch finanziellen Druck Frauen und Mütter in den Arbeits­prozeß und die Kinder in staatliche Betreuung. „Todesstoß für die Ehe“ nennt es die Presse. Für die Krippen­offensive und Betreuungs­einrichtungen stehen plötzlich viele Milliarden zur Verfügung, statt sie für die Unter­stützung der Familien zu verwenden. Die Frau im Haus verschwinden zu lassen und in die Erwerbs­tätigkeit abzu­schieben, war auch das Prinzip des DDR-Staates. Frau Zypries konnte dieses Gesetz nur mit Unterstützung der Bundes­kanzlerin durchsetzen, im Schulterschluß mit der SPD und der Linken. Jeder kehrt zu seinen Wurzeln zurück.

Die Bedarfsgemeinschaft der Grünen

Besonderen Beifall bekam die Justiz­ministerin vom Grünen-Politiker Ströbele, der auf der in Berlin abgehaltenen Gender-Tagung die Ehe eine „alte tradierte Vorstellung der bürgerlichen Gesellschaft“ nannte, die zu ersetzen sei durch den Begriff einer „auf Dauer angelegten Bedarfs­gemeinschaft“. Auf welche furchtbare Kindheit läßt das schließen. Auf die Forderung einer Tagungs­teilnehmerin, die Ehe aus dem Grundsgesetz zu streichen, applaudierte der ganze Saal begeistert. Es wäre zu fragen, ob den regierenden Damen die ständig steigenden Zahlen für psychische Störungen bekannt sind. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugend­psychiatrie wies schon vor zwei Jahren daraufhin, daß 25 % aller Kleinkinder psychische Störungen zeigen und daß bei 20 % der bis zu 17jährigen psychische Auffällig­keiten vorliegen — offen­sichtlich auf Erwachsene übertragbar. Gegen den Protest der Bürger verteidigte sich Frau Zypries mit dem „Zeitgeist“. Ihr sei ein Blick in unsere überfüllten Psychiatrien empfohlen. Auch dort findet sie den Geist der Zeit.

Sie hat sich noch ein zweites Gesetz einfallen lassen, das Adoptionsrecht für Schwulen- und Lesbenpaare. Sie ist der Meinung, Vater und Mutter seien durch zwei Frauen oder durch zwei Männer ersetzbar, vielleicht auch austauschbar in einer Dreier-Beziehung.

Das mütterliche und das männliche Vorbild werden für das Leben ausgeschaltet. Das gilt auch für die Sozialarbeit und in Kinder­tages­stätten, wo überwiegend Frauen arbeiten. Psychologen sehen hier den Hintergrund für die Gewalt­tätigkeit bei Kindern. Der Weg, auf dem unsere Frauen­regierung voran­schreitet, bedeutet nicht nur eine tief­greifende menschliche Verarmung, sondern auch eine gefährliche Umwälzung der Gesellschaft, in der die Entfremdung von Eltern und Kindern ein­programmiert ist. Da sind wir angekommen.

Es ist den Politikern zur Gewohnheit geworden, sich in private Lebensformen einzu­mischen, und sie sind der Meinung, daß sich der Bürger an die vom Staat vorge­schriebenen Richtlinien anzupassen hat. Ein Irrtum, wie sich bald herausstellen wird, sie werden das Rad nicht um 70 Jahre zurückdrehen. Staat und Medien haben Kontroll­funktionen übernommen, die ihnen nicht zustehen. Zudem freut sich Frau von der Leyen über die Medien­erziehung von Kindern im Internet und fordert zu intensiver Nutzung auf (BitKom). Mit Stolz stellt sie fest, daß 71% der Grundschüler surfen, bei 11– bis 14jährigen sind es 93 %. Ein Drittel der Eltern kann die Internet­aktivitäten der Kinder nicht kontrollieren. Es mag die persönliche Meinung der Ministerin sein, daß eine junge Generation geschichts- und kulturlos aufwachsen kann, aber man sollte sie daran erinnern, was humanitäre Werte für das Leben bedeuten oder wie man Kinder in die Welt der Kunst lockt. Junge Menschen müssen wissen, wo die geistigen Wurzeln des Abendlandes liegen, wer das Kreuz nach Europa brachte. Vielleicht findet sich auch jemand, der ihr klar macht, was Erziehung des Herzens bedeutet und daß ein Kind, wenn es auf die Welt kommt von den Vorbildern lebt, die Vater und Mutter ihm geben.

Im verseuchten Terrain des Gender-Konzepts

Es ist eine dunkle Geschichte, wir sagten es schon zu Beginn. Ist es schon schwer zu verstehen, daß in der noch christlich geprägten Ära Merkel eine rücksichts­lose Zerstörung der Familie begonnen hat, ist noch weniger begreiflich, daß unter dieser Regierung dem Gender-Prinzip gehuldigt wird. Denn in der Auflösung der Familie liegen die Quellen, aus denen sich Gender-Mainstream nährt. Niemand kennt das Wort. Man hat es als eine Vokabel übernommen, ohne zu wissen, was damit gemeint ist. Die Bevölkerung weiß nicht, nach welchen Prinzipien unser Familien­ministerium arbeitet. Wer die Aufklärungs­schriften und Ratgeber der „Bundes­zentrale für gesund­heitliche Aufklärung“ in die Hand bekommt — millionenfach im Land verteilt — erfahrt von der staatlich organisierten Sexualisierung von Kleinkindern und Jugendlichen, denn um den Gender-Menschen zu schaffen, muß man sich der Jugend bemächtigen. Das geschieht ganz einfach mit der Auslieferung der Kinder an den Staat. Diese Ratgeber leiten zur kindlichen Sexual­erziehung vom ersten bis dritten Lebensjahr an. Mit neun Jahren beginnt in den Schulen Verhütungs­unterricht. Eltern, die gegen diese Art von Sexual­unterricht geklagt haben, wurden von den Gerichten, bis in die letzte Instanz, abgewiesen.

Was sich mit Gender vollzieht, ist eine Kultur­revolution, die hinter dem Rücken der deutschen Bürger ausgetragen werden soll. Es sollte uns nicht aufregen, wenn in Amerika eine unbekannte Feministin auf die Gender-Theorie verfiel, die die Geschlechter­unterschiede von Mann und Frau leugnet. Die Veränderung der geschlecht­lichen Identität bezeichnen zwar einige als Geistes­krankheit und doch schwappte dieses Gedankengut über den Ozean und wurde von der UNO aufgelesen. Daß aber die EU diese Fiktion aufgriff und als Richtlinie an ihre Mitglieds­staaten weitergab, sollte uns aufschrecken. Doch unsere deutsche Frauen­bewegung witterte in der Aufhebung der Geschlechts­differenzierung schon wieder Modernität und nahm die Idee in das Erziehungs­programm auf. Wir haben es mit der Umsetzung einer Ideologie zu tun, die von links außen bis zur CDU als Staatsräson gilt. Es ist der Kampf gegen das sittliche Fundament einer Gesellschaft. Ein menschen­verachtendes Konzept, entstanden aus dem Ungeist einer Zeit, die den Boden unter den Füßen zu verlieren beginnt. Die Anhänger hoffen, daß sich unter dem Motto „der neue, moderne Mensch“ diese geistige Strömung — oder Störung — als neue Denkart durchsetzt.

Auf dem Weg zur geistigen Verwahrlosung

Tatsache ist, daß Gender-Mainstream im Koalitions­vertrag zwischen SPD und Grünen im Jahr 2002 fest­geschrieben wurde, und zwar in Zusammen­arbeit mit unserem Familien­ministerium unter Frau von der Leyen von der Christlich Demokratischen Union. Von ihr wird auch das Gender-Kompetenz­zentrum finanziert. An der Humboldt-Universität in Berlin wird in einem Magister-Studiengang in Gender Studies ausgebildet. Man kann sie an fast jeder deutschen Hochschule studieren. Vertretern der Kirche wurde nahegelegt, sich in diesem Zentrum Rat zu holen, wie sie ihre Predigten „in geschlechts­sensibler Sprache“ verfassen können. Man kann natürlich die Schaffung eines neuen Menschen als Wahn­vorstellung abtun, muß jedoch damit rechnen, daß ein Staat das Denken der Menschen auch manipulieren kann, denn schriftlich ist festgehalten, daß „die Förderung der Gender-Gleichheit bei allen UN-Aktivitäten in den Mitglieds­staaten im Mittelpunkt steht und die Finanzierung im jeweiligen Haushalt vorgesehen ist“. Wir können die Veränderung der geschlechtlichen Identität von Mann und Frau zwar der Lächerlichkeit preisgeben und ignorieren, denn es ist der Natur des Menschen entgegen­gesetzt und widerspricht dem moralischen und christlichen Fundament unseres Lebens — doch es ist eine Ideologie, die den Menschen als Individuum verachtet und zu einem Stück Masse erniedrigt. Zu fragen wäre, ob unsere Frauen­bewegung diesen Kurs unbeschadet gegen den gesunden Menschen­verstand der Bevölkerung durchsetzen kann. Der Versuch, den Menschen eine neue Denkart über­zustülpen, wird nicht gelingen. Wenn die Gender-Anhänger die Geschlechts­unterschiede von Mann und Frau auflösen wollen und ihr sexuelles Verhalten losgelöst von jeder moralischen Norm frei bestimmen und ausleben, entsteht die Frage, ob der moralisch verwahrloste Mensch eines Tages vom Staat zu allem mißbraucht werden kann. Eine Gender-Tagung in Berlin bezeichneten einige Teil­nehmerinnen als „Spektakel der Perversitäten“ und Frau Künast sinnierte darüber, „was uns geschlechter­politisch weiterbringen könnte“ und fugte hinzu: „was wir als erstes beim Gendern brauchen, sind gesetzliche Regeln“. Ein paar Frauen versuchen, durch Umpolung des Denkens eine gesell­schaftliche Wirklichkeit zu verändern. Der Weg zur geistigen Verwahrlosung scheint offen.

Zum Gender-Mainstream gehört auch die feministische Sprachpolitik, weil man natürlich auch sprachlich die Geschlechter gleichstellen muß. Damit wollen wir unser sehr ernstes Thema mit einer kabarett­istischen Einlage beleben. Nur wenige Beispiele seien genannt. Daß wir das schöne alte Mum and Dad durch Eltern ersetzen müssen, ist schade. Auch unsere „Zehn kleinen Negerlein“ sind verloren gegangen, man hat „kleine Kinderlein“ aus ihnen gemacht. Auch der kleine Mohr einer Schokoladen­fabrik mußte verschwinden. Es gibt Verlage, die diesen Unfug mitmachen. Bedenklich allerdings wird es, wenn es an die Veränderung von Bibeltexten geht. Im 6. Gebot wurde das Wort „Ehe“ zu einer „Partnerschaft“, aus dem Wort „Hirte“ wurde eine „Hirtin“. Natürlich haben wir es jetzt nur noch mit „Jüngerinnen“ und „Apostelerinnen“ zu tun. Auch Adam kann nicht mehr als Mann bestehen bleiben und wurde zum „männlichen Menschen“. Auch über das „Vater unser“ fiel man her und machte daraus „Vater und Mutter im Himmel“. Da der Mann sowieso verschwinden muß, gibt es ab jetzt nur noch „kauffräuische“ Kenntnisse zu vermitteln. Man könnte den Irrsinn über Seiten hinweg ergänzen. Wenn „Liebe Bürgerinnen“ noch tragbar ist, so schoß doch eine Senatorin in Berlin mit der Anrede „Liebe Mitgliederinnen“ den Vogel ab. Und verzog keine Miene. Die Feministinnen hoffen auf den ansteckenden Mechanismus, der sich auf die Massen überträgt, sofern man alles nur oft genug wiederholt. Sie spekulieren auf kollektive Anfälligkeit der Menschen, wir spekulieren eher auf langsamen Geistesverfall. Auch die Schwulen­vereine sind der Gender-Theorie verfallen. Das Konzept ist für sie ein beliebtes Betätigungs­feld, und zwar unter der Fahne des Atheismus. Es ist kein Geheimnis, daß an Berliner Schulen im zehnten Lebensjahr Werbung und Schulungs­maßnahmen zur Homo­sexualisierung der Schüler beginnen. Der Senat von Berlin gibt dafür Broschüren „Handreichung für weiter­führende Schulen des Senats“ zum Thema „Schwule Lebens­weisen“ heraus. Da sind wir angekommen. Der Kongreß für Psycho­therapeuten in Marburg im Mai 2009 wurde massiv von Schwulen­verbänden gestört, als ein Therapeut aus seiner Praxis berichtete, wie er Homosexuelle in das normale Leben zurückführte. Nur unter Polizeischutz konnte der Kongreß weitergeführt werden. Danach sprühten Homosexuelle auf Häuser in Marburg gekreuzigte Schweine. Auch so läßt sich Kultur deutlich machen. Wir beenden dieses Thema mit einem Zitat, das wir kommentarlos stehen lassen. „Ich, Barack Obama, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Kraft der Autorität, die mir die Verfassung und die Gesetze der Vereinigten Staaten verliehen haben, erkläre hiermit den Monat Juni 2009 zum Lesbischen, Schwulen, Bisexuellen und Trans­sexuellen Monat des Stolzes. Ich rufe das Volk der Vereinigten Staaten auf, sich der Diskriminierung und dem Vorurteil überall entgegen­zustellen, wo diese existieren.“

Die politisch korrekten Falschmeldungen

Die vom Staat verordnete political correctness mit den auferlegten Tabus ist eine säkulare Diktatur und führt dazu, daß die Bürger nicht mehr riskieren, Wahrheiten auszu­sprechen. Eine großartige Strategie, um die Meinung des Volks im Keim zu ersticken. Das war alles schon einmal da, diese Meinungs­diktatur im dritten Reich. Auch damals war es einfach, durch Denk- und Sprechverbot kollektive Meinungs­einheit zu schaffen. Was ist das für ein Land, in dem die Regierung seinem eigenen Volk die Freiheit des Sprechens genommen hat, in dem es keine fairen und offenen Diskussionen mehr gibt, in dem freie Rede unter Strafe gestellt wird. Im Korrekt­heitswahn wurde dem deutschen Bürger vorgeschrieben, was er sagen und denken darf. Was ihn wirklich bewegt und in Unruhe versetzt, interessiert den Staat nicht. Es gelang ihm, die Menschen in ein Gedanken­korsett zu zwingen und darüber zu entscheiden, was aus öffentlichen Gesprächen auszuschalten ist. Er entscheidet auch, was in Schulbüchern und in historischen Ausstellungen nicht gesagt werden darf. Diese folgen­schwere Zensur hat unseren Alltag bereits durchzogen und alle Bereiche infiziert. Daß sich political correctness gut für Verdrehungen eignet und Täter zu Opfern werden läßt, zeigt eine gefährlich Entwicklung, denn die staatlichen Verbote und Vorschriften haben bereits zu einer Verhaltens­normierung geführt, die den Menschen verändert und bereits auf Lebens­gewohn­heiten Einfluß genommen hat. Wir müssen uns klarmachen, wo wir angekommen sind, wenn Autoren, Schriftsteller und Bürger als Volks­verhetzer diffamiert und mit dem Tod bedroht werden, weil sie Wahrheiten ausgesprochen haben, die der Staat zum Tabu erklärt hat. Eine Gesellschaft, die Tabus akzeptiert, ist nicht nur unfrei, sondern auch auf dem Weg zu totalitärer Diktatur. Es ist an der Zeit, daran zu erinnern, daß das Volk nicht schon wieder zum Appell anzutreten hat und Befehls­empfänger wird. Wie George Orwell schon vor fast 100 Jahren beschreiben konnte, welche Gefahr eines Tages dem selbst­ständigen Denken droht, ist erstaunlich.

Das manipulierte Geschichtsbild

Für die Manipulation des Denkens gab es gerade, wir müssen wohl sagen, ein tragisches Beispiel. Die Ausstellung „Polen und Deutsche“ im Deutschen Historischen Museum in Berlin wollte Muster­beispiel politischer Korrektheit sein und wurde zum eklatanten Beispiel der Unkorrektheit, weil sie einer wissen­schaftlichen Überprüfung nicht standhielt. Es ist wieder einmal die Zementierung von der deutschen Alleinschuld am Krieg. Der über 150 Jahre zurückliegende polnische Traum von einer Westgrenze Stettin-Triest bleibt unerwähnt, wie auch die bereits 1915 und wiederholt in den 30er Jahren erhobene polnische Forderung nach einer Oder-Neiße-Grenze. Warum, fragt der Besucher, die totale Einseitigkeit der Darstellung? Warum sind die bekannten polnischen Landkarten aus den 30er Jahren mit der polnischen Westgrenze am Stadtrand Berlins oder zwischen Bremen und Nürnberg nicht in der Ausstellung zu sehen? Warum werden die Ereignisse sogar auf den Kopf gestellt? Am Bromberger Blutsonntag ermordeten nicht die Deutschen 1.000 Polen, sondern die Bromberger Volks­deutschen wurden zu Tausenden von den Polen ermordet. Auch kein Wort über die zahllosen Morde an Deutschen lange vor Kriegsbeginn. Die Zahl von 4.000 bis 5.000 Volks­deutschen ist in den 70er Jahren bezeugt worden. Was vor und nach dem Krieg in Polen geschah, kann im Bundesarchiv in Koblenz überprüft werden. Die Zahl der Flüchtlinge und Vertriebenen betrug 7 Millionen, der Toten und Vermißten 1.225.000. Die Fälschung aus dem Protokoll der Potsdamer Konferenz soll nicht unerwähnt bleiben. Der gefälschte Passus sollte verschleiern, daß Polen mit der Vertreibung der Deutschen weit über das hinaus­gegangen war, was ihnen in Potsdam zugestanden worden war. Es zeigt Tragik und Ver­antwortungs­losigkeit, die junge Generation und die Schulklassen, die diese Ausstellung besuchten, falsch zu informieren. In ihrem Kopf entsteht ein manipuliertes Geschichtsbild. Versöhnung zwischen den Ländern kann nur auf dem Bekenntnis zur Wahrheit beruhen. Wenn bisher geheim gehaltene Akten geöffnet werden, wird die Wahrheit eines Tages ans Licht kommen.

Die türkische Republik auf deutschem Boden

Toleranz auf allen Fahnen. Toleranz in aller Munde. 3.000 christliche Kirchen im türkischen Land, die türkische Regierung verneigt sich, nach deutschem Vorbild, respektvoll vor dem christlichen Glauben und räumt den ansässigen Christen alle Rechte ein, die sie für ihr Leben fordern. Die türkische Bevölkerung fügt sich allen Gesetzen, die zum Schutz der Christen erlassen werden, wer sich nicht daran hält, wird von türkischen Behörden bestraft. Die Christen werden als Arbeitnehmer in Betrieben und Verwaltungs­posten akzeptiert, sie sind ein Teil der türkischen Gesellschaft geworden. (Eine Fata Morgana! die Redaktion). Weshalb ist undenkbar, was in Deutschland selbst­verständlich ist? Weshalb wird die Türkei nicht christianisiert, während Deutschland seit Jahren islamisiert wird? Warum läuten in der Türkei keine Kirchenglocken, während in Deutschland der Muezzin von den Moscheen ruft? Also Toleranz als Farce. Alle wissen es. Auf deutschem Boden siedelt sich ein orientalisches Volk an. Und alle schweigen, weil es zum Tabu-Thema wurde. Die gesamte Geistlichkeit und unsere Bischöfe fanden nicht den Mut, das Christentum zu verteidigen. Sie haben es nicht verstanden, das Kreuz ihres Gottes schützend über ihre Gemeinden zu halten. Einige biederten sich den Vertretern der fremden Religion sogar an. Sie schweigen auch zum Heiligen Krieg gegen die christliche, westliche Welt. Der internationale Dschihad, der seit Jahr­hunderten auf dem Weg nach Westen ist, hat Europa erreicht. Einst hat es sich zu einer siegreichen Front gegen den Islam, der bis nach Wien vor­gedrungen war, zusammen­geschlossen. Jetzt hat es ihm die Tore weit geöffnet und alle sahen dem Einfall schweigend zu. Deutschland wurde „ausländische Provinz der Türkei“, wie es Premier Erdogan treffend formulierte.

Es sei klargestellt, daß wir nicht von integrierten Muslimen sprechen, die ihre Heimat für ein besseres Leben in Deutschland ein­tauschten. Wir sprechen vom militanten Islam, der den Kreuzzug gegen die „Ungläubigen“ führt und die Welt­herrschaft anstrebt. Er hat Deutschland bereits mit seinem unüber­sehbaren Netzwerk überzogen. Migranten­probleme sind zu deutschen Problemen geworden und der Haß der Zuwanderer auf die deutsche Gesellschaft wird spürbarer. Wir sprechen aber auch vom deutschen Innenminister, der nicht nur einmal bestätigte, „Der Islam ist ein Teil von Deutschland“, und in sinnlosen Dialogen nach nicht existierenden Gemeinsam­keiten suchte, obwohl er sehr genau weiß, daß selbst hier auf­gewachsene Muslime zum deutschen Problem geworden sind. Wenn er damit auf die Kapitulation des christlichen Abendlandes verweisen wollte, kam er Herrn Erdogan, der Deutschland als „Vorposten der Türkei“ bezeichnet, sehr entgegen. Auch unsere Bundes­kanzlerin, gut geübt in Anpassungs­strategie, sprach in einem türkischen Kreis von „Unserem gemeinsamen Land“, was die Bürger als Verrat am Vaterland empfanden. Sie entsprach damit jedenfalls dem Wort des Vorsitzenden der Muslimischen Gemeinde in Deutschland, Ibrahim El-Zayat: „Dieses Land ist unser Land.“ Daß unsere Regierung zu allem schwieg, war sicher ein Zeichen dafür, daß man es für politisch unkorrekt hielt, auf die deutsche Heimat zu verweisen. Wir sind dort angekommen, wo deutsche Politiker ihren eigenen Mitbürgern, die nicht zwischen Moscheen leben wollen, den Rat geben, doch einfach wegzuziehen.

Muslimische Infiltrierung in deutsche Verwaltung

Aus einer Parallel­gesellschaft haben sich Gegen­gesellschaften gebildet. Aus den einst zugewanderten 2 Millionen Muslimen sind 4,3 Millionen geworden. Sie werden bei den unter 40jährigen in vielen Großstädten bald in der Mehrheit sein. Für Muslime ist es äußerst erstrebens­wert, einem offiziellen deutschen Gremium anzugehören. Sie sitzen schon in vielen Ausschüssen und verweisen stolz auf ihre deutschen Pässe, betonen aber, daß sie Türken sind. Die Infiltrierung der Stadtverwaltung und bürgerlicher Ämter mit Muslimen ist weit fortgeschritten. Daß sie fordernd auftreten, hat bisher niemand gerügt. Dagegen wollen wir festhalten, daß Millionen Ausländer aus Europa, die bei uns leben, sich nie bemerkbar machten, daß sie weder Ansprüche noch Forderungen stellten. Nur die Muslime haben, in unglaublicher Arroganz und Unverfroren­heit, ständig Sonder­rechte bis ins Groteske eingefordert und der Staat ist ihnen, in Unkenntnis der Geschichte und auch in seiner Einfalt, immer wieder nachgekommen. Er hat nicht bemerkt, daß diese kleine türkische Minderheit im Begriff ist, ihre Lebensformen in Deutschland einzuführen und unser Staatsgefüge zu beschädigen. Die deutsche Staatszugehörigkeit wurde ohne Unter­scheidungs­vermögen verschenkt wie saure Äpfel. Auch in der großen libanesischen Gemeinde in Nordrhein-Westfalen hat ein Drittel die deutsche Staats­angehörigkeit. Es ist unverständlich, wie Türken und Araber so schnell zu deutschen Pässen kommen können. Aber neben der libanesischen Flagge weht auch die Fahne der radikalen Hisbolla-Milizen, was die deutschen Behörden nicht stört. 90 % der libanesischen Familien bekommen Sozialhilfe, 63 % sind unter 24 Jahre und hier geboren. Die Kriminalitäts­rate ist hoch. Deutsche Sprach­kenntnisse sind gleich Null, aber abfällige Äußerungen über Judentum und Christentum beherrschen sie. Was als Vorbild unter eingebürgerten Libanesen schien, entpuppte sich eines Tages zu einem Kofferbomber. Auch Muslime, die dem Verfassungs­schutz längst bekannt und verdächtig sind, dürfen in Deutschland bleiben, wie auch der Imam eines türkischen Moschee­vereins im Ruhrgebiet, der bei der Bundes­staatsanwalt­schaft unter Verdacht geraten ist, einer terroristischen Vereinigung anzugehören.

Auf der Islam-Konferenz zeigte es sich zum wiederholten Male, daß mehr Gegensätze als Über­einstimmungen zutage treten. Christentum und Islam sind gegensätzliche Welten, die nie über­brückbar sein werden, denn es sind zwei getrennte Welt­anschauungen und Kulturen.

Daher wird es nie möglich sein, Muslime in das christliche Leben zu integrieren, auch wenn wir noch weitere Milliarden verschwenden. Niemand hat ihnen bisher nahegelegt, in ihre Heimat zurück­zukehren, wenn sie sich in Deutschland benach­teiligt oder, wie so oft, beleidigt fühlen. Doch wenn sie uns beleidigen, schweigt unsere Regierung. Ein Muslim-Funktionär, der zum Zentralrat der Muslime in Deutschland gehört, darf ungestraft Haß predigen und Islamkritiker als Geschwüre bezeichnen, die bekämpft werden müssen. Bezieht er sich damit auf das „Geschwür am Körper des deutschen Volks“ mit dem im dritten Reich die deutschen Juden bezeichnet wurden? Schweigt die Regierung aus Angst vor Gewalt? So weit sind wir gekommen. Es ist unverständlich, wie eine ethnische Minderheit so starken Druck auf die Bevölkerung des Gastlandes ausüben darf, daß sie sein soziales und finanzielles System gefährdet. Der Staat, der über die finanzielle Notlage von früh bis spät klagt und nicht einmal genügend Polizisten hat, um die Sicherheit der Bevölkerung zu garantieren, gibt unvor­stellbare Summen für die Sozialhilfe bzw. Hartz IV der Migranten aus. Die Höhe des finanziellen Aufwandes liegt unter strengem Verschluß. Es gibt nur Schätzungen. Sie belaufen sich auf über 70 Milliarden € im jedem Jahr. Einige Wirtschafts­experten setzen diese Zahl weit höher an. Was der Staat für die muslimische Bevölkerung mit ihren Großfamilien und Clans und für die Asylanten mit ihren jahrelangen Gerichts­prozessen bezahlt, entzieht er deutschen Familien, Hilfs­bedürftigen, Not­leidenden und Kranken. Wie kann eine Regierung Gesetze durchbringen, die auf die deutsche Bevölkerung seelisch und physisch schwere Auswirkungen haben? Bisher ist dagegen noch keine Klage erhoben worden, über die das Bundes­verfassungs­gericht entscheiden müßte. In unserem Grundgesetz steht im Artikel 20, Absatz 4, das „Recht auf Widerstand“.

Seit kurzem kann man in kritischen Zeitungs­beiträgen lesen, daß die Politiker nicht ganz bei sich waren, als sie Deutschland zum Ein­wanderungs­land erklärten. Dieser Prozeß ist über Jahrzehnte hinweg gegen den Willen der Bevölkerung durchgesetzt worden und der Bürger fragt jetzt, warum er Gesetzen gehorchen muß, denen er niemals zugestimmt hat. Er ist auch nie gefragt worden, ob er den islamischen Teil in der deutschen Gesellschaft billigt, ob er den Ausbildungs­stätten für islamische Geistliche an deutschen Universitäten zustimmt und ob Islam-Unterricht an deutsche Schulen gehört. Wir leben noch nicht auf türkischem Boden. Wenn Politiker weiter eine Entwicklung verschlafen, die zur Zerstörung Deutschlands führen kann, ist das Volk an der Reihe zu sprechen. Es hat jahr­zehntelang in Gehorsam geschwiegen.

Die Negativ-Elite

Ein Volk ist abhängig von ein paar Regierenden, die sich als Elite fühlen, ohne die Bedeutung des Wortes zu kennen. Sie kann positiv oder negativ sein. Wir haben es mit einer Negativ-Elite zu tun. Sie ist nicht auf Leistung bezogen, sondern auf persönliches, egoistisches Machtstreben. Elite bedeutet aber, Vorbild zu sein, ausgerichtet auf den Dienst am Nächsten. Unsere sogenannte Elite, man nennt sie auch Funktionärs-Elite, regiert nicht, um Vorbild zu sein, sondern um die eigene Herrscher­position zu erhalten, in der das Volk einem Diktat unterworfen wird.

Es wird gefährlich, wenn der Mensch ins Kollektiv gerät, in dem keine Fragen mehr gestellt werden, wenn Staat und Medien Kontroll­funktionen übernehmen, die ihnen nicht zustehen. In kollektiver Anfälligkeit sind die Menschen lange Zeit den Anweisungen des Staates gefolgt. Es ist die ver­führerische Phase des Mit­marschierens. Es kann aber nicht sein, daß ein Volk vor einer kleinen Führungs­schicht schon wieder zum Appell antritt und Gefolgschaft leistet. Es kann nicht schon wieder sein, daß ein Volk zu Hörigen unter Funktionären wird, daß Demokratie durch Partei­interessen ersetzt wird und die wahren Bedürfnisse der Menschen mißachtet werden. Der Staat gleitet in eine totalitäre Diktatur ab. Eine Gesellschaft darf aber nicht an den Ambitionen des Staates zerbrechen. Das politische und moralische Bewußtsein einer ganzen Nation steht auf dem Spiel. Es haben noch immer die Regeln gegolten, die ein Volk sich selbst setzt.

In ihrem Streben nach Macht klammert sich unsere Negativ-Elite an das visionäre „moderne Leben“, in dem christliches und konservatives Denken als überholtes „Gestern“ bezeichnet wird. Diesem Gestrigen stellt sie den „neuen Menschen“ gegenüber, der jedoch, seelisch und moralisch schon angeschlagen, haltlos vor sich hin lebt. Ohne eine Zuflucht, ohne Geborgenheit kann aber niemand leben.

Wenn die Familie stirbt, stirbt auch das Volk. Wir können es nicht zulassen, daß Kinder staatlichen Interessen ausgesetzt sind und die nächste Generation vom Staat für die Zukunft erzogen wird. Ein Volk kann auch nicht ohne Religion bestehen. Wenn ein Kreuzzug gegen die Religion beginnt, kann unser Weg nur zum Christentum zurück­führen, nur in der Rückkehr zum Glauben. Nur in ihm können wir das Leben in die nächste Generation weitergeben.

Juana van der Weyden


UDH Nr. 98

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