BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 99  ¦  Januar – April 2012


Buchbesprechung:
„Verrat an der Ostfront“

von Georg Friedrich

In einer Gesellschaft, in der Deserteur­denkmale aufgestellt werden und Minister (Guttenberg) sich etwas - unwider­sprochen - zugute halten dürfen mit dem Wider­ständler, Attentäter und Kameraden­mörder Stauffenberg verwandt zu sein, in dieser Lage hat das zu besprechende Buch seine unbedingte Berechtigung.

Es wurden zahlreiche Fakten zusammengetragen, von in- und ausländischen Autoren, die es heute ermöglichen, sich ein Bild vom Ringen Deutsch­lands um Leben oder Tod im zweiten Weltkrieg zu machen. Die Tatsachen werden dar­gestellt ohne den Blick durch die Brille von welt­anschau­lichen, politischen oder anderen Meinungen getrübt zu sein.

Ein Vorteil, wie ich meine. So kann man das Buch flott lesen, spannend wie ein Kriminal­roman. Den Lesefluß hemmende Fußnoten wurden vermieden durch seitlich angebrachte Notizen.

Aus all diesen Gründen ist der Leser aufs Äußerste gespannt auf den Band zwei 1943-45; der den Verrat, Widerstand und Sabotage bis zum bitteren Ende schildern wird!

Ganz besonders kann man dieses Buch den Menschen empfehlen, die erst nach 1945 geboren wurden.

im Dezember 2011
Siegfried Neubacher


Liebe Freunde,
aus meinem eigenem Erleben an der Front in der Normandie 1944 erhebe ich den Vorwurf, daß der so gefeierte Wieder­stand auch für den Tod einiger meiner Kameraden verant­wortlich ist. Die Front dünnte sich aus, wo in 10 m ein Kamerad stand, war dieser urplötzlich 30 m entfernt. Und immer links herum. Wenn es auch Gerüchte sein sollen, daß Truppen­einheiten aus der kämpfenden Linie abgezogen worden sind. Die Tatsache bleibt.

Am 5.8.1944 wurde ich durch Bauchschuß verwundet und bin nur so der Ein­kesselung entkommen.

Horst Zaborowski


UDH Nr. 99

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