BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 99  ¦  Januar – April 2012


Als das Licht der Welt erlosch.

Hat sich in Konstantinopel das Schicksal des Abendlandes entschieden?

von Marius Hohenstein

In der Stadt begannen die Sturmglocken zu läuten. Priester in vollem Ornat, mit Ikonen und Edel­steinen besetzten Kreuzen, zogen in einer Prozession zur Hagia Sophia. Männer und Frauen und Kinder, alle barfüßig, schlossen sich ihr an. Die meisten weinten. Es war das letzte Mal, daß sich Christen in der Hagia Sophia, der größten Kirche der Christenheit, versammelten. Auch der Kaiser war gekommen. Nach dem Gebet schritt er durch die Kirche, bat die Priester um Verzeihung, wenn er sie je gekränkt haben sollte, umarmte jeden und trat zum Altar, um das Abendmahl zu nehmen. Dann verließ er tief bewegt die Kirche und schritt in die Nacht hinaus. Er ging noch einmal in den kaiser­lichen Palast, um sich von seinem Hof und der Diener­schaft zu ver­abschieden. „Wer von euch zu entkommen wünscht, möge sich retten. Wer bereit ist, dem Tod in die Augen zu sehen, der folge mir.“

In den Morgenstunden des 29. Mai 1453 wurde Byzanz von drei Seiten gleich­zeitig ange­griffen. Aber erst mit der Elite­truppe der Osmanen, den Janitscharen — die in die Sklaverei entführten Knaben christlicher Eltern — gelang es, die Mauern zu erstürmen. Am Abend, als türkische Musik und Freuden­lärm über der Stadt lagen, sahen die Menschen ein rotes Licht über der Kuppel der Hagia Sophia, das sich langsam bis zum vergoldeten Kreuz auf der Spitze emporzog. Manche hielten es für das Nach­glühen des Sonnen­untergangs, andere für ein göttliches Zeichen. Aber alle erfüllte es mit unheil­vollen Ahnungen. Das starke Licht, das über der Hagia Sophia schwebte, versetzte beide Seiten, Byzantiner wie Türken, in Panik. Die Leute des Sultans verlangten, die Belagerung aufzuheben. Von dieser Licht­erscheinung tief betroffen, eilte der Patriarch von Konstantin­opel zum Kaiser und bat ihn, die Stadt zu verlassen. „Wenn es Gottes Wille ist, daß unsere Stadt falle, können wir dann vor seinem Zorn fliehen? Wie viele große Kaiser mußten für das Land sterben. Soll ich der Einzige sein, der dem entfliehen will?“

Über sieben Wochen zog sich die Belagerung hin. Die Stärke der Stadtmauern hatte Byzanz schon oft gerettet, aber diesmal waren die Türken um das Zehnfache überlegen. Der Kaiser kämpfte gemeinsam mit seinen Soldaten, das Schwert in der Hand. Auf eine Botschaft des Sultans, sich bei freiem Abzug zu ergeben, antwortete Konstantin: „Behalte die Gebiete, die du uns unge­rechter­weise genommen hast als dein recht­mäßiges Eigentum. Bestimme die Höhe des Tributs, den wir jedes Jahr zu zahlen haben und ziehe in Frieden fort. Denke daran, daß du, wenn du den Besitz Anderer raubst, einmal selbst das Opfer werden kannst. Die Stadt zu übergeben, liegt nicht in unserer Macht. Wir alle sind bereit zu sterben.“ Vor den Mauern Konstantin­opels hatte Sultan Mehmed II. ein unüber­sehbares Heer versammelt, die Byzantiner hatte eine ungeheure Aufregung ergriffen. Die großen Trommeln auf den Hügeln begannen zu dröhnen, begleitet von Cymbeln, Hörnern und Pfeifen. Unterstützt von Bogen­schützen und Stein­schleuderern griffen die Türken johlend und schreiend an. Die Kirchen­glocken in der Stadt begannen zu läuten und die erschreckten Bewohner, brennende Wachs­stöcke in den Händen, stürzten auf die Straße. Konstantinopel lag schon im Rauch, denn die Türken hatten zum ersten Mal ihre großen Kanonen eingesetzt, ihre neue Waffe war die Artillerie. Mit großen Versprechungen auf Belohnung gab der Sultan seinen Soldaten das Zeichen zum Sturm. „Ich übergebe euch heute diese Hauptstadt, den höchsten Gipfel des Glanzes und der Glorie, die zum Mittelpunkt der Welt geworden ist. Ich übergebe sie euch zur Plünderung für drei Tage und drei Nächte, damit ihr euch der unermeßlichen Schätze an Gold und Silber, an Männern, Frauen und Knaben und allem, was die Stadt ziert, bemächtigt. Ihr werdet von nun an in großer Glück­seligkeit leben.“

Der Kaiser von Byzanz, seinen Kriegern vorangehend, mit dem Schwert in der Hand, traf auf die Türken. Als sein Pferd stürzte, kämpfte er zu Fuß weiter. Dann fiel er tödlich verwundet vornüber. Niemand hat ihn erkannt. Als es keine Kämpfenden mehr gab, holten die Türken ihre mit­gebrachten Stricke hervor und sammelten die Menschen als Sklaven ein. Sie banden Männer und Frauen und Kinder aneinander, bis von ihnen ganze Ketten in den Straßen standen. Jeder suchte sich die Sklaven aus, die er für die am besten Ver­käuflichen hielt. Die Frauen banden sie mit ihren Halstüchern und Gürteln zusammen. Dann gingen die Plünderer von Haus zu Haus. Eine Abteilung übernahm die reichen Häuser, eine zweite die Kirchen, eine dritte die kleinen Häuser und Geschäfte. War ein Haus schon geplündert, wurde eine kleine Fahne aufgesteckt.

Sultan Mehmed ritt durch die zerstörte Stadt. Er hatte solche Pracht, die zwischen Rauch und Trümmern noch erkennbar war, nie gesehen. Im Vorhof der Hagia Sophia stieg er vom Pferd, bückte sich, nahm eine Hand voll Staub und ließ ihn über seinen Turban rieseln. Er dankte Allah für den Sieg. Dann betrat er die große Kirche der Christen­heit. Die ungeheure Größe, die zum Teil schon zerstörte Pracht, die vielen Gold-Mosaiken und Lapis­lazuli-Steine, die vier großen Engel und die Porphyr-Säulen und das seltsam herab­strömende Licht schienen ihn zu über­wältigen. Das Farben­spiel auf den mächtigen Marmor­pfeilern und Seiten­wänden gab dem Raum etwas ganz Unwirkliches. Mit seinem Gebet zu Allah wurde die Hagia Sophia eine Moschee. Als er in den Hof hinaustrat, fragte er sein Gefolge, ob jemand etwas vom Kaiser wisse. Keiner hatte eine Nachricht. Auf dem Weg zu den Kaiser­palästen trat ein serbischer Soldat auf ihn zu und reichte ihm das Haupt eines Mannes: „Glor­reicher Herr, mögest du stets Glück­seligkeit besitzen. Dies ist das Haupt des Kaisers Konstantin.“

Es war das Haupt von Konstantin. Der Kaiser hatte nicht gewollt, daß man ihn findet, und vor dem Kampf alles abgelegt, was zu seiner Identi­fizierung hätte führen können. Aber er hatte vergessen, seine Schuhe abzustreifen. Sie waren aus purpurner Farbe und trugen in Gold­stickerei den kaiserlichen Doppel­adler.

In der Nacht flimmerten in der Stadt überall die Leuchtkäfer, wie so oft bei schwülem Wetter in Konstantinopel — auf­leuchtend und verlöschend, durch verlassene Gärten, durch blühende Sträucher. Von fern aber, wo die Lager­feuer der Türken auf zer­schlagenen Marmor prasselten und wo die Beute noch immer verteilt wurde, klang das rastlose Klirren der Sklaven­ketten. Die Hauptstadt der europäischen Kultur war nach 1000 Jahren unter­gegangen.

In der Stadt sah es aus, als hätten sich die Schatz­kammern des Vatikans auf die Straßen ergossen. Der Gesandte des Römischen Reiches deutscher Nation, der bei der osmanischen Regierung angestellt war, berichtete: „Ich habe keine Schwierig­keiten, ganze Wagen­ladungen, wenn nicht ganze Schiffs­ladungen von griechischen Manuskripten zu kaufen und Aber­hunderte von Büchern, die ich über das Meer nach Venedig schicken werde.“ Unzählige dieser Bücher, darunter Bände von Platon und Aristoteles, wurden die Grundlage des modernen Humanismus in der italienischen Renaissance. Der Verkauf der Bibliotheken von Byzanz bedeutete über hundert Jahre hinaus einen unvor­stellbaren finanziellen Gewinn. Für die Historiker waren 1000 Jahre Byzanz ein so seltenes Phänomen, daß sie es mit der zwei­tausend­jährigen Herrschaft im chinesischen Reich verglichen haben.

Am letzten byzan­tinischen Kaiser, Konstantinos Palailogos, hing die Hoffnung, daß er Europa vor der Türken­gefahr noch einmal befreien und die Zer­splitterung der christlichen Welt verhindern würde. Immer wenn türkische Expansionen drohten, haben die byzan­tinischen Kaiser die Unter­stützung des Abend­landes erwartet. Es gab dramatische Ermahnungen an die Christen Europas. Byzantinische Gesandte über­brachten Gesuche an die Fürsten Italiens und Bitt­schriften an die Päpste. Europa schwieg. Es schweigt auch heute. Es sind nur ein paar Mutige, die unter Einsatz ihres Lebens durch die Länder reisen und auf die drohenden Gefahren auf­merksam machen. Die Mächtigen rühren sich nicht.

Byzanz hat jahr­hunderte­lang den islamisch-arabischen Expansionen mit seinen unüber­windlichen Festungs­mauern standgehalten. Das „Östliche Tor Europas“ blieb dem Islam verschlossen. Das Schicksal der westlichen Länder hing von der Abwehr­kraft unzähliger Tore in den hinter­einander gestaffelten Mauer­ringen ab. Solche Tore gibt es heute nicht mehr. Es wurden Tore geöffnet, die in vergangenen Jahr­hunderten nicht einmal der Heilige Krieg durchstoßen konnte. Über den Balkan drangen die Türken, diesmal ohne Feuer und Schwert, in die christlichen Länder vor und konnten in einem psycho­logischen Eroberungs­feldzug bis nach Skandinavien gelangen. Die Länder waren diesen Strategien erlegen. Man hatte vergessen, daß das christliche byzantinische Reich einst von Kleinasien über die heutige Türkei bis nach Nordafrika und über Europa bis nach Spanien reichte.

Wie die byzantinischen Herrscher des ost­römischen Reiches immer wieder vergeblich versuchten, den Aus­einander­setzungen mit dem Islam ein Klima der Toleranz zu geben, scheint auch heute ein friedliches Neben­einander zu scheitern. Der Islam setzte immer Zeichen der Konfrontation und der Drohung. In der einen Hand den Koran, in der anderen das Schwert. Eine friedliche Koexistenz zwischen Sarrazenen, wie die Muslime genannt wurden, und Byzantinern, ist nie Wirklich­keit geworden. Daß christliche Kultur nicht mit islamischen Elementen vermischbar ist, ist auch heute noch immer nicht begriffen worden.

Der Aufstieg des Osmanen­staats war von Anfang an vom Ideal des Heiligen Krieges geprägt. Schon früh hatte der Islam die Welt­beherrschung mit aller Macht beansprucht. 732 rettete der Sieg der Franzosen in der Schlacht von Tours und Poitiers das gesamte Franken­reich. Den zweiten ent­scheidenden Sieg errangen die Venezianer und Spanier 1571 bei Lepanto, der größten Seeschlacht der damaligen Welt. Sie konnten auch 12.000 christliche Sklaven befreien, die die türkischen Galeeren rudern mußten. Die muslimische Welt hatte lange davon geträumt, daß es mit dieser Schlacht gelingen könnte, die christliche westliche Kultur komplett zu überrennen. Der dritte Sieg gelang den Österreichern und Polen 1683 bei Wien. Große Teile des Abend­landes waren gerettet.

Der Islam nahm sich auf dem Weg nach Westen Zeit. Auf diesem jahr­hunderte­langen Weg zum Welt­kalifat sind den Muslimen alle Mittel recht gewesen, um den gesamten Westen von innen zu unter­minieren. Auf die naiven Angebote zum Dialog gab es nur höhnisches Lachen. Die Völker­wanderung aus islamischen Ländern nach Europa zeigte sich in einer schleichenden Unter­wanderung erfolg­reich. Die Krise zwischen Christentum und Islam, zwischen der westlichen und der östlichen Glaubenswelt, über Jahrhunderte hinweg immer wieder neu entfacht, mündet heute in ein Zeitalter europäischer Glaubens­wirren. Das ideale neue Einfallstor für den Islam. Zu keiner Zeit hat sich ein Land oder eine christliche Autorität dem islamischen Herrschafts­anspruch entgegen gestellt. Sie hat geduldet, daß in arabisch-türkischen Ländern die christliche Bevölkerung durch Vertreibung und Mord von 20 auf ein Prozent gesunken ist, während sich Muslime in ungezählten Millionen auf christlichem Boden ansiedeln konnten. Europa läßt es zu, obwohl längst erkannt wurde, daß beide Völker kulturell und ethnisch Fremde bleiben und keine Verein­barkeit des Islam mit den frei­heitlichen europäischen Verfas­sungen möglich ist. Die Geschichte wird für spätere Generationen fest­schreiben, daß die geist­lichen Würden­träger Deutsch­lands, die Macht­symbole des Islam respekt­voll akzeptierend, das Heilige Kreuz dem Islam vor die Füße legten, statt Schutz und Grenzpfahl zu sein. Die Geschichte wird auch fest­schreiben, daß eine Partei­funktionärin, die zur Kanzlerin aufstieg, ohne Kenntnis eines religiös-historischen Welt­geschehens, ihrem Volk suggerierte, der Islam gehöre zum christlichen Deutschland.

Der Islam ist auf dem Weg zur Weltmacht, unter­stützt durch eine gewalt­bereite Religion. Es ist kein Unterschied, ob an einem strahlend blauen Sommer­morgen türkische Bomben auf den Norden von Zypern fallen und den Frieden der Insel zerfetzen, Muslime die Kirchen zerstören und plündern und 30 Prozent der griechischen Bevölkerung obdachlos werden. Es ist kein Unterschied, ob das große Christen­pogrom von Istanbul mit Mord und Verwüstung über die Christen der Stadt herfällt, oder ob der Muslim von der Düssel­dorfer Moschee „Nieder mit den Ungläubigen“ in türkischer Sprache ruft. Daß Deutschland eine Kolonie der Türkei sei, wie Premier Erdogan behauptet, ist nicht von der Hand zu weisen.

Die Türkei betont häufig ihr Streben zur Weltmacht. Es war schon früh erkennbar, daß sie in Deutschland eine zentrale Führungs­rolle bean­spruchen würde. Es gelang mit so kluger Strategie und einem nicht über­schaubaren Beziehungs­geflecht unzähliger Moslem-Vereine quer durch Deutschland bis ins Ausland, daß die Unter­wanderung längst auf Regierungs­ebene angekommen ist. Ein türkischer Beamter aus einem Regierungs­präsidium in Bayern meinte in einem Interview: „Ich sehe eine große Chance, an Schulen künftig vorwiegend Muslime als Direktoren einzu­setzen … Aber das ist nur der Anfang. Wir werden zunehmend die Macht übernehmen in diesem Land, da wir auch die meisten Kinder stellen. Nicht nur an den Hauptschulen, auch an Gymnasien und Berufs­kollegs.“ Der Muslim gehört zur fundamen­talistischen und verbotenen islamischen Gemeinschaft Milli Görüs, die bis heute nicht ausgewiesen wurde. Premier Erdogan wagte sich noch weiter vor: „Wir werden die europäische Kultur mit der türkischen impfen, um diese Länder zu türkisieren.“ Es bahnt sich eine Fremd­herrschaft an, die an die geistigen Grundlagen unseres Lebens rührt. Muslime gelangten in Parlamente, in den deutschen Bundestag, in beamtete Dienst­stellen, in Schul­verwaltungen und in die Parteien. Sie maßen sich an, in inner­deutschen Angelegen­heiten mit­zusprechen und auf Weisung der türkischen Regierung in deutsche Gesetzgebung einzu­greifen, ein Staat im Staate. Herr Erdogan hat seine Träume von einem türkischen Bundes­kanzler den Deutschen längst mit­geteilt. Wie auch die deutsche Kanzlerin junge Türken informierte, daß dieses „unser gemeinsames Land“ ist.

Während für Herrn Erdogan die Türkei „das Land ist, das in der Welt die Tages­ordnung bestimmt.“, setzt sein Außen­minister Ahmet Davutoglu den Größenwahn fort: „Wir werden uns wie einst die Osmanen, die sich damals von einer kleinen Volksgruppe zu einer Weltmacht entwickelt haben, auch zu einer globalen Weltmacht entwickeln. Wir haben alles, was man als Traum bezeichnet, in kurzer Zeit ver­wirklicht. Wir werden nie von unseren Zielen abweichen. Wir produzieren unsere eigenen Waffen­systeme und unsere Ver­teidigungs­industrie entwickelt sich in einer positiven Direktion.“ Die Türkei verfügt aber noch über wirksamere Waffen. Es ist viele Jahre her, daß der muslimische Spruch „In den Kreißsälen werden wir euch besiegen.“ die Bevölkerung schockierte. Immer wurde gedroht, immer die Siegesfahne gehißt, sogar Warnungen an den deutschen Staat aus­gesprochen, als wäre das Gastland zum Untertan geworden. „Die rigide westliche Identität weg­zuwischen und das europäische Christen­tum islamischer zu machen“ ist das große Anliegen des Außen­ministers.

In die Sieges­fanfaren mischt sich aber noch ein anderer Ton. In dem Buch des Ägypters Hamel Abdel-Samad „Der Untergang der islamischen Welt“ prophezeit ein Muslim, daß der Islam als politische und gesell­schaftliche Idee und als Kultur unter­gehen wird. Er führt diese Prophe­zeiung auf die Erstarrung des religiösen Denkens zurück, das rückwärts­gewandt und unfähig zur Reform ist. Der Autor sieht ein seit Jahr­hunderten überholtes Menschen- und Gesellschafts­bild, das einem blinden Gehorsam unter­worfen wurde. Sieht man auf die arabische junge Generation, die am Mittel­meer zur Revolution angetreten ist, ist das neue Menschen­bild zwischen flammender Nationalität und toleranter Welt­offenheit, wie die Jugend im Iran erkennen läßt, noch nicht durch­schaubar.

Der Ruf Allahs ist aus asiatischen Wüsten­staaten bis in die europäischen Länder ein­gedrungen und hat sich unter die Kirchen­glocken des Abendlands gemischt. Die Gefahr, daß sie verstummen, der Gedanke, in Konstantinopel könnte sich das Schicksal des Abend­landes entschieden haben, muß uns bewußt machen, was wir zu verteidigen haben.

Wenn allerdings der deutsche Staat dem globalen Djihad in naiver Hilf­losigkeit Dialoge anbietet und das eigene Volk für die Existenz türkisch-arabischer Ein­wanderer aufkommen läßt, ist unser Land dem Untergang von Byzanz sehr nahe. Aber das Schicksal der Deutschen wird nicht an den Brenn­punkten asiatischer Volks­schichten entschieden. Es wird dort entschieden, wo Geist und Kultur die Menschen über 2000 Jahre im Christentum geprägt haben. Man kann sagen, daß der byzan­tinische Staat das Gefäß war, in dem die Kultur der griechisch-römischen Antike bewahrt und nach Europa weiter­gegeben wurde. Es waren die Italiener, die als erste die Schätze an antikem Bildungs­gut weiter­reichten. Sie waren es, die im Studium der hellenischen Antike und ihrer Schrift­steller das Ideal einer wahrhaft menschlichen Bildung sahen.

Die Geschichte des Byzan­tinischen Reiches hat ein Phänomen fest­gehalten, das es nie wieder gegeben hat. Das war eine ganz eigenartige Einheit von Kultur, Politik und Christentum. Diese brillante Kultur ist durch die Verbindung von hellenischem Erbe und christ­lichem Glauben entstanden und wurde weit in die Welt hinaus­getragen. Als in der Renaissance die Menschen gebannt auf die Antike zurück­blickten, erkannte das Abendland in Byzanz die Quelle, in der es entstanden war.

In der Bewahrung dieses Erbes hat Byzanz eine welt­historische Mission erfüllt. Es wurde das Fundament des christ­lichen Abend­landes. Das darf Europa nicht aufgeben.


Liebe Freunde, — sind wir wirklich schon so weit, daß Menschen uns aus Angst anonym schreiben?!

Deutschen­feindlichkeit: Tausende deutsche Jugendliche und auch Erwachsene leiden schon seit Jahren darunter. Selbst kleine Meinungs­verschieden­heiten im Alltag oder in der Nachbar­schaft, dürfen bei vielen Türken nicht angesprochen werden. Es kommt sonst zu Ein­schüchterungen, Drohungen und körper­licher Gewalt. Deutsche haben ein rechts­staatliches, soziales Verhalten. Aus Angst kommt deshalb leider vieles nicht an die Öffent­lichkeit usw.“

(Entgegen meinem Grundsatz — ohne Absender veröffent­licht.)

Horst Zaborowski


UDH Nr. 99

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