BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 99  ¦  Januar – April 2012


Preußen, nicht nur ein Staat — eine Lebensart

Als die siegreichen Alliierten des zweiten Weltkrieges ohne völker­rechtliche Grundlage, alleine mittels ihrem Faustrecht den Staat Preußen auflösten, ließen sie die Maske fallen. Ihr hehrer Einsatz galt nicht den so vielzitierten Menschen­rechten. Die preußischen Tugenden waren es, die der Verwirk­lichung einer weltweiten willen­losen und seelen­losen Menschen­masse im Wege standen.

Der Ereignisse seit Ende des Zweiten Welt­krieges bestätigen diesen Willen der Strippen­zieher im Hinter­grund. Wo werden die preußischen Tugenden: Aufrichtig­keit, Fleiß, Treue im Lande noch gelebt?

Wo steht der eine noch für den anderen Landsmann ein, wenn das Schicksal zuschlägt? Nur wenige Familien­bande fangen den Betroffenen heute noch auf. Seelen­loser Büro­kratismus gängelt den Menschen. Suppen­küchen bilden für viele Menschen in der ach so reichen Bundes­republik eine Hilfsquelle zum Überleben.

Wo kann die heutige Jugend noch ihren Lebens­verlauf planen? Für viele reicht es trotz aller erworbenen Diplome nicht, in geordneten Arbeits- oder Dienst­verträgen ihr erworbenes Können unter Beweis zu stellen. Zu den preußischen Tugenden Fleiß gehört auch Freunde an der Arbeit. Dieses Grund­bedürfnis aus preußischer Tradition unserer heutigen Jugend zu verwehren, ist logische Folge der Zer­schlagung Preußens.

Wenn wir diese Verhält­nisse ändern wollen, ist ein Blick in die Geschichte Preußens vorteil­haft. Auch in den Gründer­jahren Preußens waren Kräfte am Werk um eine friedliche und gerechte Ent­wicklung der Menschen und des Staates zu behindern.

Wenn die Rede auf Preußen kommt, taucht in den meisten Köpfen der krieg­führende Friedrich der Große auf.

Im Preußenjahr 2012 ist es angebracht, den geschicht­lichen Abläufen aus der damaligen Zeit mehr Auf­merksam­keit zu widmen. Friedrich II., auch Friedrich der Große oder der „Alte Fritz“ genannt (* 24. Januar 1712 in Berlin, † 17. August 1786 in Potsdam) war in seinem Leben den gleichen feind­lichen Ein­stellungen, der gleichen Hinter­list aus­gesetzt wie in der heutigen Zeit wir Deutsche, die sein Erbe pflegen und weiter­leben wollen.

Auf den folgenden Seiten veröffent­lichen wir drei Seiten aus den uns freund­licher­weise von Herrn Liebe­henschel (Berlin) zur Verfügung gestellten, fünfzig­seitigen Erb­verträgen.

Herr Liebehenschel stellte den Inhalt dieser Verträge in Kurzform so dar:

Faksimile eines Handschreibens

Freunde, die den Wunsch haben, diese Erbverträge im gesamten Umfang zu lesen, wenden sich bitte an die Schriftleitung.

Faksimile einer Vertragsseite Faksimile einer Vertragsseite Faksimile einer Vertragsseite

Sehr geehrter Herr Dr. Karl,
da ich die von Friedrich II. ererbten Original-Erbverträge aus den auf hand­geschöpften Bütten­papier gedruckten Dokumenten (zufällig von dem Verwaltungs­gerichts­rat a.D. Carl Albert Maria Brüll) vor 23 Jahren erhielt und diese notariell beglaubigt habe, ist die Betrachtung des großen Königs durch mich eine andere. Tatsächlich stand Friedrich II. Schlesien zu, weil auf den Kaiser­thron eine Frau kam. — Ob man deshalb Krieg macht, ist ein anderes Thema. Damals ist nicht heute. Es war damals die Ethik, sich kriegerisch zu äußern, wenn Erb­verträge von der jungen Kaiserin Maria nicht ein­gehalten werden. — Ich hoffe, Sie haben diese „Erb­verträge“ zu Gunsten des Hauses Hohen­zollern gesehen. Joachim Fernau kommentiert es in „Sprechen wir über Preußen“, Goldmann Verlag 1981, 5. Auflage, „es gilt heute als chic, Friedrichs Erb­anspruch als reine Machen­schaften zu bezeichnen. Auch Gut­willige wackeln zweifelnd mit dem Kopf; dann kennen sie den Sach­verhalt nur halb.“ — Ich will hoffen, daß dies' bei der Erinnerung an den 300. Geburts­tag nicht übersehen wird. — Als christ­licher Mensch und aus heutiger Sicht hätte ich einen Krieg sowieso nicht gebilligt. Frau Dr. Angela Merkel steht heute dem Alten Fritz dagegen näher als z.B. der Bundes­kanzler Schröder im Jahre 2003 als er die Kriegs­beteiligung im Irak ablehnte. — Fritz kann also nicht aus heutiger Sicht verteufelt werden, denn er war kein tief­gläubiger Christ. Dann hätte er selbst bei Unrecht keinen Krieg begonnen. Öster­reich hatte ja begonnen, vor Kriegs­beginn seine schlesischen Garnisonen schnell zu verstärken. Das machte eine Kaiserin doch nicht, weil sie Spaß dran hatte. — Aber ich bin kein Historiker, sondern nur Nieder­schlesier und Architekt, der weiß, daß Friedrich II. das kurz nach seinem Tod gebaute Branden­burger Tor initiierte und die St. Hedwigs­kathedrale in Berlin so benannte. Denn er war überzeugt, daß er genea­logisch mit der Heiligen Hedwig aus Andex verwandt war.

Mit freundlichen Grüßen
W. Liebehenschel


UDH Nr. 99

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