BGD — Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 99  ¦  Januar – April 2012


Scheinheiliges Gedöns gegen Ungarn und andere EU-Länder

von Erwin Arlt

Zuerst, 1989, war Ungarn schon recht, als klassischer Vorzeige­kämpfer für die Freiheit und gegen den „eisernen Vorhang“ und die sowjetisch-kommunistische Diktatur.

Wir erinnern uns, wie ungarische und deutsche, bzw. europäische Politiker zum Bolzen­schneider griffen, um Löcher in den „Eisernen Vorhang“ zu schneiden. Ungarn wurde als Pionier und Freiheits­kämpfer gefeiert, von dessen anti­kommunistischem Handeln ja gerade auch die BRD vor der kleinen Wieder­vereinigung profitierte.

Heute jammert die gesamte Linke, weil Ungarn sich von der EU nicht vorschreiben lassen will, wie seine Gesetze und seine Insti­tutionen auszusehen und ausge­staltet zu werden haben.

Premier­minister Orban sagt zu Recht, „ich denke garnicht daran, mich der Werte­ordnung der inter­nationalen Linken zu unterwerfen.“ Diese Standhaftig­keit und Wertetreue fehlt den bundes­deutschen EU-Plapperern völlig.

Orban nennt klar die Grundlagen des ungarischen Volkes, die da lauten: National­stolz, Familie, Christentum und Bürger­verantwortung.

Hinter all' den Änderungen, die Orban bei Verfassung, Presse- und Rundfunk­freiheit, bei Zentralbank, ja bei homo­sexuellen Lebens­gemeinschaften oder beim Frauenbild gemacht hat und die er mit seiner klaren Mehrheit herbei­geführt hat, steckt natürlich die Kritik und die Angst von EU und altlinken, mehrheits­gewohnten Parteien, daß ihre Ideologie — Vereinigte Staaten von Europa — gefährdet ist!

Ungarn hat damit die Werte, die auch die Deutschen Politiker dringend benötigen, wieder genannt und in den Vorder­grund gestellt. Orban schließt in seinem Presse-Interview mit dem Satz: „Wir stehen für unsere genannten Werte und unsere Nation, auch wenn es Gegen­wind gibt. Und auch wenn der Gegenwind Orkan­stärke erreicht.“

Das sind klare Ansagen, für die wir Deutschen nur dankbar sein können.

Denn in der EU haben inzwischen ehemalige Maoisten, Alt-68er und abge­halfterte Regional­politiker mächtig das Sagen und wollen Ungarn und alle anderen Länder mit dikta­torischen Mitteln, auf einen sozial­istischen Einheits­kurs trimmen, der auch den verfassungs­feindlichen Kurs zum Umver­teilungs­moloch, sprich zur Transfer­union beinhaltet. Für die BRD auch die weitere Vergangen­heits­bewältigung, wie es der SPD-Bundes­tagsabge­ordnete Steinbrück in einem Fernseh­gespräch erst neulich begründete.

Diese ganze EU sei ein Ergebnis von 3. Reich und deutscher Niederlage und der Sorge der Europäer, vor deutschen Allein­gängen.

Die EU-Kommission spielt sich ja immer als „Hüterin der demo­kratischen Regeln in den Mitglieds­ländern auf und entwickelt sich dabei immer mehr zu einem EU-Zentralkomitee, das alles für alle bis ins Kleinste regelt. Der dort aufziehende Geist der Unfreiheit und Intoleranz wird dann immer wieder mit der Macht­ergreifung von 1933 im Deutschen Reich begründet.

Wir alle aber haben das Jahr 1999 noch sehr gut in Erinnerung, als die bloße Regierungs­beteiligung der FPD in Österreich, als „vorbeugende Sanktion“ begründet wurde, in Wahrheit aber eine mißliebige Partei von der Regierungs­beteiligung ausge­schlossen werden sollte.

Bei Ungarn wiederum wird ebenfalls der Wille des ungarischen Volkes und die saubere, demokratische Mehrheits­bildung von Orbans Fidesz-Partei völlig ignoriert, denn es geht ja um das frei­maurerische Projekt EU, das durch Selbst­bestimmung nur gefährdet wird. Es müssen also für die Zukunft beitritts­willige Länder, die an die EU-Fleischtöpfe wollen, dringend gewarnt werden, daß sie nur ihre Selbst­bestimmung und ihre nationale Souveränität eintauschen gegen Statisten­rollen innerhalb einer EU, deren Kommissare nach Guts­herrenart alles bestimmen wollen.

Eine wenn auch lose Gegen­bewegung formiert sich allmählich — viel zu langsam — die auch das Denkverbot des Austritts aus der EU in Erwägung zieht.

Mehrfach haben schon Professoren, wie Hankel, Starbatty, Schacht­schneider und andere, Politiker wie Gauweiler, Scheffler und andere, ja Industriebosse wie Henkel, in Erwägung gezogen und begründet, warum sie schon mal den Euro in Frage stellen und auch die EU wieder auf ein vernünftiges Maß zurückschrauben wollen. Jetzt rührt sich auch der Chef eines DAX-Unternehmens, Linde-Chef Reitzle bringt den Euro-Austritt ins Spiel. —

Er sagt: „Der Euro muß nicht um jeden Preis gerettet werden. Wenn es nicht gelingt, die Krisenländer zu disziplinieren, muß Deutschland austreten. Auch Griechenland, so sagt er, hat keine Chancen mehr, in der Währungsunion zu verbleiben.“

Reitzle sagt damit viel Richtiges, es fehlt uns aber noch die Feststellung, daß man dem deutschen Volk die Zumutung einer Transferunion nicht auferlegen kann und darf! Eine solche ist nicht nur verfassungswidrig, sondern auch moralisch unzumutbar!

Bedenkt man darüber hinaus noch die deutschunfreundlichen Machenschaften innerhalb der EU-Kommission, daß Deutsch nach wie vor keine Amtssprache in der EU ist.

Wenn es aber ans Zahlen geht, wird mit einer Selbstverständlichkeit Deutschland als Zahlmeister herangezogen.

Doch bei der Ausgestaltung und der Vergabe der EU-Posten, läßt man die Deutschen gegen die Wand laufen!

Da führen wir die Nichtberufung des Deutschen Jörg Asmussen als Chefvolkswirt der EZB an. Aber die krachende Niederlage für Kanzlerin Merkel, geht ja noch weiter. Denn zuvor war ja schon der deutsche Ex-Bundesbankchef Axel Weber krachend gescheitert. Stattdessen werden ausländische Schuldensünder, wie ein Italiener, ein Portugiese und zuletzt ein Belgier, an die Spitze der EZB gesetzt und damit der „Bock, gleich mehrfach zum Gärtner gemacht“ und das alles mit dem vermeintlichen Freund Frankreich an der Seite!

Zurück zum EU — Mitglied Ungarn und seinem tapferen Premierminister. Er und seine Fidesz-Partei müssen sich überlegen, ob sie die andauernde Beschneidung von Selbstbestimmung und Souveränität sich auf Dauer in der EU leisten wollen.

Ein „EUROPA DER VATERLÄNDER“ täte allen Ländern in der EU gut und würde sie auch nicht überfordern. Einen Euro, der nur dazu da ist, eine EU der Transferunion zu basteln, lehnen wir strikt ab. Sie ist auch eine unwürdige und diskriminierende Unterdrückung mit Fremdbestimmung. Also genau die Dinge, die der Geist der EU doch angeblich bekämpft.

Haben wir alle den Mut, kehren wir um, nennen wir den bisherigen Weg der EU einen Irrweg und schaffen wir das Europa freier Nationen!


UDH Nr. 99

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