BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 100  ¦  Mai – August 2012


Wie der Fußball – so die Nation

von Erwin Arlt

Das EM-Halbfinale hatte noch nicht begonnen, da sahen wir wachen deutschen Zuschauer im Fernsehen, daß keine Kraft und kein Wille hinter der deutschen Mannschaft stand. Beim Absingen der National­hymne haben sieben Spieler nicht gesungen, zwei ohne zu singen, den Mund bewegt und nur zwei gesungen. Ihre Mienen waren indifferent.

Ganz anders bei den Italienern, die mit wahrer Inbrunst mitsangen, sogar der Schwarz­afrikaner und in ihren Gesichtern spiegelten sich Kampfes- und Siegeswille. Da wußten wir Deutschen, was wir zu erwarten hatten und wie bekannt, überzeugte das mit Ach und Krach erzielte Ergebnis von 1:2 in der Nach­spielzeit nicht einmal.

Da halfen auch die Stellung­nahmen von Bundes­trainer Rudi Löw nichts, der ständig auf allen Fernseh- und Rundfunk­sendern betonte, wie seine Spieler doch trainiert und vor­bereitet seien, um zu gewinnen. Bei den Anhängern der deutschen Elf, legte man die Farben „schwarz-rot-gold“ nach dem Spiel gleich wieder ab, wie ein schmutziges Hemd oder eine vorüber­gehende Mode, die halt „chic und in“ war. So nahm die Schande für Deutschland im Fußball ihren Lauf.

Nicht anders ist es auf vielen anderen Gebieten. Der Aus­verkauf Deutsch­lands und seiner Werte hält an, Firmen werden „global“ ver­schleudert oder ziehen mir nichts dir nichts ins Ausland. Alle ethisch-moralischen Werte werden in Frage gestellt und dies schon seit Jahr­zehnten. Auch das Bundes­verfassungs­gericht setzt den Regierenden keine echten Grenzen mehr.

Von Volkswillen und Volks­abstimmungen (nicht „Gesell­schafts­willen und Gesell­schafts­abstimmungen“) will die regierende Schickeria, außer Wort­hülsen-Bla-bla, nichts wissen. Sie wollte es vor Einführung des Euro nicht, sie wollte es bei der EU nicht und der ständigen Über­tragung von Souveränitäts­rechten auf die EU; und das System weiß, daß das GG dies ausdrücklich verbietet, nämlich die deutsche Nation in der EU aufzulösen.

Da schreckt das Regime auch nicht davor zurück, das GG in ihrem Sinne zu ändern, versteht sich ohne Volks­abstimmung und wenn, dann so ver­klausuliert, wie es bei Schaffung des ESM (Europäischer Versklavungs­mechanismus), der Fiskal­union und anderer EU-Vorhaben auch geschah, daß das Volk möglichst nicht erkennen kann, was es da billigen soll.

Die Partei­politiker in Bundestag und Bundesrat sind in der Mehrheit nicht mehr bewußt und zuerst auf ihre Nation bedacht, sondern wollen bei gleich­zeitiger Versenkung der Nationen, die „Ver­einigten Staaten von Europa“ durch­peitschen. Deshalb verschleiern sie ja auch alles was EU und Euro betrifft, mit harmlosen Begriffen und vor jeder Entscheidung werden immer sog. „Rote Linien“ gesetzt und über­schritten, die man eben noch als unüber­schreitbar darstellte.

Ein schon klassischer Fall ist die „No bail-out-Klausel“, also das Verbot für die Haftung von den Schulden anderer Staaten. Dies sei eine einmalige Über­tretung gewesen und es gebe not­wendiger­wese einen „kleinen Rettungs­schirm“ für Griechen­land, aber man sei sich bewußt, daß das nicht so weitergehen kann! Im selben Moment, als das verkündet wurde, kam es zum nächsten Schritt einer Haftungs- und Transfer­union mit Milliarden und Billionen deutscher Steuer­gelder. Nun sind wir beim Fiskalpakt angelangt und die Banken­union ist im Gespräch. Eine französische Zeitung schrieb schon bei der Ein­führung des Euro, dies sei das „Versailles des 21. Jahrhunderts“ und Deutschland wird zahlen!

Nun haben wir den von Bundestag und Bundesrat mit Zwei­drittel­mehrheit abgenickten ESM zusammen mit dem Fiskalpakt, damit deutsche Steuer­milliarden ungehindert in die Pleite­länder fließen können. Dies alles mit den Stimmen der Schein­opposition in beiden Kammern des Reichstages. Thilo Sarrazin hat es in seinem neuen Buch wieder einmal deutlich heraus­gearbeitet, daß Deutschland den Euro nicht braucht und so fügen wir hinzu, auch die büro­kratische Diktatur der EU-Kommission nicht.

Den Zuruf, den der römische Staatsmann Cicero (106 bis 43 v. d. Ztw.) gegen den Verschwörer Catilina kundgab:

"Quosque tandem abutere, Catalina, patentia nostra"
müssen wir heute dem System der BRD und der EU zurufen: „Wie lange noch, wollt Ihr unsere Geduld miß­brauchen?!“

Da geht es eben nicht nur um die Rettung des Euro oder der EU oder nur der Euro-Zone, sondern es geht tat­sächlich um die Frage, ob die Völker, Länder und Nationen in Europa in einer echten Demokratie an den Ent­scheidungen, die sie ja alle treffen, mit­reden können oder ob auf dem Umweg der EU eine dikta­torische EUdSSR sich entwickelt, in der die Bürger und Länder in der Krake EU untergehen.

Da ist es schon berechtigt, die Frage zu stellen, ob das das Ende der Demokratie in Europa ist. Der Staats­rechtler Rupert Scholz formuliert: „Von einer wirklich eigen­ständigen Budget­hoheit des Bundes­tages, wie sie im Grund­gesetz definiert und nach Auffassung des BVG - auch unab­änderlich garantiert ist, kann aber kaum noch die Rede sein. Selbst wenn diese neuen Maßnahmen zur Rettung des Euro erfolg­reich sein sollten, Verlierer ist und bleibt auf jeden Fall die Demokratie.“

Man hat ja seit Einführung des Euro im Jahr 2000 die Kritiker immer wieder in die „rechts­extremistische und ewig­gestrige Ecke“ gestellt und leider müssen wir zugeben, eine Zeit lang mit einem gewissen Erfolg. Doch in den letzten Jahren wachen immer mehr system­immanente Medien auf und schreiben ähnlich, wie wir Patrioten seit langem. Der „Münchner Merkur“ vom 25. Juni des Jahres, titelt sogar zum Thema Euro­rettung: „Deutscher Staats­bankrott am Horizont“. Dort warnt der Ökonom Philipp Bagus: 2,2 Billionen Euro beträgt das Ausfall­risiko derzeit bereits für Deutschland. Seit dem Durchwinken und Abnicken von Fiskalpakt und ESM, laufen Klagen von tausenden von deutschen Bürgern beim BVG in Karlsruhe.

Sogar die Linkspartei ist unter den Klägern. Auch der CSU-Abgeordnete Dr. Peter Gauweiler ist mit einer eigenen Klage neben vielen Wirtschafts­professoren dabei. Oberndrein haben 170 Wirtschafts­professoren der Bundes­kanzlerin den Marsch geblasen!

In dieser so furchtbar solidarischen EU wollen alle an das Deutsche Geld.

Der spanische Premier­minister sagt, Deutschland soll haften. EU-Kommissions­chef J. M Barroso will mehr Macht für Brüssel. Der französische Staats­präsident Hollande wiederum will Euro-Bonds. Und der italienische Minister­präsident Mario Monti braucht „nur“ 670 Milliarden Euro in Form von Euro-Bonds, für die die BRD haften soll.

So können wir also zusammen­fassen:

Die EU-und Euro-Rettungs­fanatiker des Systems wissen es noch nicht oder wollen es nicht wissen, daß das Projekt Euro gescheitert ist und die euro­päischen Länder nicht friedlich geeint, sondern im Gegenteil sie entzweit und zer­stritten hat.

Die Blockwarte der politischen Korrekt­heit umschreiben das Desaster brav noch solange positiv, wie es irgend geht! Dann erst kommt der Tag der Wahrheit und die riesigen Euro-Flurschäden werden aufgedeckt. Mit äußerst scharfen Worten geißelt der Präsident des Münchner Ifo-Institutes, Prof. Hans-Werner Sinn die Beschlüsse zur Euro-Rettung mit folgenden Fest­stellungen:
„Deutschland sei heute wieder so isoliert, wie schon häufig in seiner Geschichte. Auf Bundes­kanzlerin Angela Merkel ist nach Ein­schätzung des Ökonomen vom Ausland mehr Druck ausgeübt worden, als je zuvor ein deutscher Kanzler nach dem Krieg habe aus­halten müssen. Es wurde ein Kessel­treiben ver­anstaltet. Um an unser Geld zu kommen, hat man Deutschland imperiale Gelüste vorge­worfen und uns den Haß der Völker prophezeit. Dem Druck habe Merkel nicht mehr wider­stehen können und sei ein­geknickt. Jetzt können die Bürger, an deren Vermögen man will, nur noch auf das Verfassungs­gericht hoffen.“

Erst wenn die Deutschen auf­erstanden aus EU-Ruinen, werden sie sich, der Zukunft zugewandt, mit der „Neuen Deutschen Mark“ in Händen, besinnen und auch wieder inbrünstig die deutsche National­hymne singen.

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Das ganze Deutschland ist unsere Heimat!

UDH Nr. 100

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