BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 101  ¦  September – Dezember 2012


Eine Meinungsäußerung über den „Zukunftsroman“
„2034 Der Abschied vom Abendland“

Die sich „Pro ? Deutschland ?“ nennende Bürger­bewegung versendete den im Jahre 2034 handelnden Roman des oben genannten Titels. Er wurde von Max Eichenhain (Pseudonym) und zwei begabten Krimi­autoren geschrieben. Es ist davon aus­zugehen, daß die in diesem Roman ausgesagten geschicht­lichen und politischen Aussagen der Meinung von Pro Deutschland entsprechen.

Obwohl im Juni 2012 das Buch schon in dritter Auflage erschien, bin offenbar ich der erste und einzige, der an einigen Aussagen dieses Buches, mit denen eigentlich viele sich Patrioten nennende nicht ein­verstanden sein müßten, Kritik üben muß.

In diesem Buch werden hauptsächlich Texte aus dem Koran wieder­gegeben, aus denen der Charakter des Islam und das Verhältnis zu anderen Religionen zum Ausdruck kommt. Wer sich darüber informieren will, für den ist das Buch eventuell lesenswert.

Bemerkenswert sind jedoch politische und geschicht­liche Aussagen, die der in der BRD verordneten politischen Korrekt­heit ent­sprechen und denen deutscher Patrioten entgegen­stehen.

Wer das Buch erwirbt, unterstützt damit eine Organisation, die mit selbst­verständ­lichen, ganz normalen deutschen patrio­tischen Aussagen und die Wahrheit dar­stellenden politischen und geschicht­lichen Tatsachen nichts im Sinn hat. Sollte ein Leser Interesse an den gesamten Aussagen des Buches haben, dann bin ich gern bereit, es ihm zu leihen.

Ich erachte es als unentbehrlich, auf das im Grabert-Verlag (Tübingen) erschienene Buch von Günter Zemella „Chronologie der Kriegs­schuld­frage — Der Weg in die europäische Katastrophe 1870-1946“ auf­merksam zu machen. Dieses Buch wäre auch für „Pro Deutsch­land“ lesenswert.

Am Anfang dieser Meinungs­äußerung wurde „Deutschland“ in Fragezeichen gesetzt. Mit Deutschland und den die geschichtliche Wahrheit dar­stellenden Tatsachen hat die Bürger­bewegung „Pro Deutschland“ herzlich wenig zu tun, sondern für diese ist Deutschland gleich­bedeutend mit der BRD und nicht mit dem völker­rechtlich geltendem Gebiets­stand Deutsch­lands.

Auf Seite 31 des Buches wird das Münchener Abkommen, durch das den Deutschen im Staat „Tschecho­slowakei“ nach zwanzig­jähriger Unter­drückung durch die Tschechen Gerechtig­keit widerfuhr, als Gewalttat Hitlers dargestellt. Damit wird den sogen. Sudeten­deutschen, die 1919 unter Mißachtung des von den Siegern des Welt­krieges viel gepriesenen Selbst­bestimmungs­rechtes in den tschechischen Staat gepreßt wurden, von Pro „D“ gleichsam das Selbst­bestimmungs­recht abgesprochen.

Um etwaige Kritik von dieser Seite vorweg­zunehmen:
Die Besetzung der „Rest­tschechei“ im Frühjahr 1939 durch „Hitler“ war eine Erpressung, ein großes Unrecht. Dieses Land stellte keine Bedrohung mehr für das Deutsche Reich dar und Hitler hätte wahre Größe bewiesen, wenn er es ohne Besetzung unter seinen Schutz gestellt, alte Wunden zu heilen versucht und eine tat­sächliche Freund­schaft angestrebt hätte. Den Engländern ist er ja auch jahrelang in den Hintern gekrochen.

Auf Seite 65 wird durch eine Romanfigur ausgesagt: „Um die Jahr­tausend­wende sagte jeder dritte West­deutsche, daß ihm die Gleich­heit wichtiger als die Freiheit sei, von den Ost­deutschen sogar jeder zweite“. Bei „Ost­deutschen“ sind nicht etwa die tat­sächlichen Ostdeutschen, also die Ver­triebenen aus dem deutschen Osten, sondern die gemäß des Selbst­verständ­nisses deutscher Patrioten Mittel­deutschen gemeint.

Auf Seite 84 wird die Vereinigung von BRD und DDR, also von West- und Mittel­deutschland, als deutsche Wieder­vereinigung bezeichnet, damit also die Demarkations­linie gegenüber dem der­zeitigen polnischen Staat als dessen Westgrenze anerkannt.

Auf Seite 93 wird die Politik des National­sozialismus als absolute Intoleranz gegenüber anderen Völkern dargestellt. Wahr ist jedoch, daß der National­sozialismus nur infolge der Erniedrigung Deutsch­lands durch das Versailler Diktat an die Macht kommen konnte, sowohl von den Regierungen der Weimarer Republik und darauf­folgend durch den national­sozialistischen Staat die Gleich­berechtigung Deutsch­lands angestrebt und zahl­reiche Vorschlage zur Friedens­sicherung gemacht wurden, jedoch ins­besondere durch Polens ständige Kriegs­androhungen erfolgten.

Hitler erkannte sowohl die Westgrenze an, verzichtete somit auf Elsaß-Lothringen, und war auch bereit, die Ostgrenze anzu­erkennen, wenn Polen damit ein­verstanden war, daß das Gebiet der Freien Stadt Danzig zu Deutschland kommt. Keine Regierung der Weimarer Republik hätte ein solches Zuge­ständnis machen können, ohne vom Volks­willen hinweg­gefegt zu werden.

— Das zur angeblichen Intoleranz der Politik der National­sozialisten gegenüber anderen Völkern. —

Auf Seite 106 wird geschrieben „Früher mußte man in Deutsch­land die richtige Rasse besitzen, nach 1945 im Osten der richtigen Klasse ange­hören.“ Pro Deutschland geht mit konstanter Boshaftig­keit nicht von seiner Aussage ab, daß die ehemalige DDR der Osten Deutschland ist (war). Da das Wort Rasse gebraucht wurde, möchte ich klar­stellen, daß die Verfolgung und Ver­nichtung der Juden Deutsch­lands und der besetzten Länder ein verab­scheuungs­würdiges Verbrechen war, das auch nicht damit gerecht­fertigt werden kann, daß das inter­nationale Judentum dem Deutschen Reich schon 1933 den Krieg erklärte und daß eine Million Juden auf alliierter Seite kämpften.

Auf Seite 307 wird die Schuld am Ausbruch des Krieges allein Deutschland angelastet, wobei geschrieben wird, daß unsere Großväter und Urgroß­väter gezwungen wurden, über ihre Nachbarn her­zufallen. Die Aussagen deutscher und aus­ländischer Historiker über die Kriegs­ursachen und die Mitschuld bzw. Haupt­schuld der Kriegs­gegner und deren Hoffnung auf den Krieg, ins­besondere Englands und den USA, um die Wirt­schafts­macht Deutsch­lands zu vernichten, wird ignoriert.

Diese Aussagen des Buches entsprechen mit Sicherheit denen von Pro Deutschland und das Buch sollte deshalb für die­jenigen, die annehmen, daß Pro D. auf ihrer Seite steht, sehr auf­schluß­reich sein. Dadurch wird klar­gestellt, daß Pro Deutschland unter Deutsch­land nur das Gebiet der BRD versteht und damit die volker­rechts­widrige Aneignung deutschen Terri­toriums und die Ver­treibung seiner Bewohner billigt.

Für Vertriebene, die am Recht auf ihre Heimat festhalten und alle Patrioten, die auf ihrer Seite stehen, ist eine Soli­darisierung mit Pro Deutschland aus­geschlossen. Durch die ent­sprechenden Aussagen in diesem Buch nähert sich Pro Deutschland dem Verrat an Deutschland und den Ost­deutschen und Sudeten­deutschen an.

Rolf-Dieter Gläser


UDH Nr. 101

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