BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 101  ¦  September – Dezember 2012


TV-bestimmte Unterhaltungskultur

Noch bis in die 70er Jahre gab es nur drei Fernseh­programme. Das war verdammt wenig! Privaten Initiativen ist es zu verdanken, daß der moderne Fernseh­teil­nehmer heute auf mindestens 300 Programme zurück­greifen kann. Er hat somit eine gewaltige Bandbreite kultureller Beschäf­tigung. Das ist natürlich eine unsinnige Behauptung! Nimmt man die Sache genauer in Augen­schein, so waren die einst nur drei TV-Aus­strahlungen pro Tag eine ungleich höhere Bereicherung im Vergleich zu heute. Auch wenn die „recht­lichen“ um Mitter­nacht bereits die Sendungen ein­stellten! Heut­zutage kann man umschalten, „frei­heit­lich“ nach Belieben! Und was sieht man? Auf allen Kanälen das gleiche — nur in je anderen Modi­fikationen, da gibt es überhaupt keinen Zweifel. Der Zuschauer könnte eben­sogut den je gleichen Film sehen bis tief in Nacht und Morgen hinein. Mit der Umschal­terei bereichert er sich also nicht. Es ist keine „Berei­cherung“, tags und nachts das gleiche zu sehen. Aber es wird die Zeit getötet, in der er wirklich Neues erleben könnte, in der er sich mit Lesen, Musik etc. beschäf­tigen könnte!

Das entfällt. Er wird praktisch erschlagen, seine Zeit wild tot­geschlagen, er verarmt. Daran gibt es gar keinen Zweifel! Auf die Inhalte der Filme will ich gar nicht erst eingehen, ihr Niveau (oder Nicht-Niveau) spricht für sich selber. Zuweilen gibt es durchaus mehr weniger wert­volle Sendungen, von denen der Durch­schnitts­bürger weg­schalten kann auf den anderen Mist! Es ist unsauber, die einge­streuten Dokus als Alibi zu benutzen. Das tun die Zeugen Jehovas in „Wacht­turm“ und „Erwachet!“. Zwischen das Gesumse, bei dem die historische Treue keinen (!) Stellen­wert hat, werden natur­wissen­schaftliche Artikel eingefügt, um so unter­schwellig den Anschein des Seriösen zu erwecken! Bei etlichen Verlagen ist die Masche gängig!

So wird die Menschheit verdummt —
durch Vielfalt, die gerade das Gegen­teil von Vielfalt ist. Mit dem Lotto­spielen ist es dasselbe, die hohen Quoten täuschen vor, als seien dadurch die Chancen erhöht. Der Haupt­gewinner ist der „Staat“ durch die Spiel­steuer. Wahrend auf der einen Seite kulturell gesehen die Eigen­initiative abgetötet wird, bzw. durch Star­konzerte hohes Niveau vorge­gaukelt wird, wahrend die Masse der Menschen passiv ganz unten bleibt, wird der echte Lebens­kampf, durch den alleine ein besserer Lebens­standard erreich­bar ist, nieder­gehalten, indem man Woche für Woche passiv auf den großen Geld­segen hofft — der sich aber doch niemals einstellt.

Die Trugschlüsse setzen sich fort bis zur „Messias­erwartung“, also das Hoffen auf den Großen Manitu, daß er unsere Probleme per Hand­streich löse; der kommt natürlich nie und nimmer, und wenn, dann wird das Genie nicht erkannt oder verfolgt und auf­gehängt.

So hängt eines mit dem anderen zusammen.
(Die Dar­stellungen lassen sich fortsetzen!)

Eckhard Schäfer


UDH Nr. 101

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