BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 102  ¦  Januar – April 2013


Coventry und Dortmund — ein Vergleich

Wer begann den Bomben­terror im Zweiten Weltkrieg?

Was geschah am 14./15. November 1940?

Richtige Antwort: Das war der Angriffs­termin der deutschen Luft­waffe auf die englische Industrie­stadt Coventry.

Der Angriff auf Coventry wird in bundes­deutschen Medien immer wieder als gleich­bedeutend mit dem all­gemeinen Beginn des Bomben­terrors im Zweiten Welt­krieg dar­gestellt, woraus sich angeblich die deutsche Schuld an dieser Bestiali­sierung des Kampf­geschehens ergibt.

Was aber war vor Coventry geschehen?
Zum Beispiel am 16. und 28. Mai 1940? Und am 8/9. und 9/10. und 17./ 18. und 18./19. und 23./24 und 24/25. und 30. Juni/1. Juli 1940? Und am 9./ 10. und 18/19. und 19/20. und 21./22, und 23/24. Juli 1940? Und am 172, und 7/8. und 10/11. und 11/12. und 13/14. und 15/16. und 17/18. und 28/29. August 1940? Und am 2/3. und, 5/6. und 12/13. und 13/14. und 15./ 16. und 17./18. Oktober 1940?

Richtige Antwort: Es handelt sich um die Termine der Angriffe, die von der britischen Luft­waffe (Royal Air Force) auf die deutsche Industrie­stadt Dortmund geflogen worden sind. Sechs Monate bzw. fünf Monate bzw. vier Monate bzw. drei Monate bzw. zwei Monate bzw. einen Monat vor Coventry.

Quelle: „Katha­rina Tiemann, „Chrono­logie der alliierten Luft­angriffe auf Dortmund”, in: „Dortmund — Stadt­geschichte in Bildern und Berichten”. Nr, 1/1995, heraus­gegeben vom Historischen Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark e. V. unter Mit­wirkung des Stadt­archivs.

Auch viele andere Städte Deutsch­lands waren von der britischen Luft­waffe lange vor dem deutschen Schlag gegen Coventry und über­haupt lange vor der „Luft­schlacht um England” mit Bomben angegriffen worden. Die Zivil­bevölkerung, vor­wiegend Frauen, Kinder und alte Menschen, mußte dabei einen hohen Blutzoll entrichten.

Mit der Schuld am Luft­krieg belasteten nicht einmal die Alli­ierten bei ihrem Tribunal in Nürnberg Deutsch­land bzw. die deutsche Luft­waffe bzw. deren Befehls­haber Hermann Göring. Den Deutschen auch noch dafür die moralische Tonnen­last der Ver­antwortung auf­zubürden, bleibt heutigen chronischen bundes­republi­kanischen Nest­beschmutzern vor­behalten.

Reinold Stein




Für Duisburg kann ich bezeugen, daß die erste Bombe, die auf der Blücher­straße ein Haus zer­störte, kaum über­schau­bare „Menschen­massen” anlockte. Dieses änderte sich schnell. Als ich mit einigen Schul­freunden jede zweite Nacht im Nest auf der Rhein­brücke Wache und Einsatz, ein­schließlich der durch die Bomben erzeugten Splitter, ertragen mußte, als erste Häuser mit „Christ­bäumen” beleuchtet im Phospor­sturm brannten, war es mit den „Zuschauer­massen” vorbei. — Leute die dies nicht erlebt haben, sollen den Mund halten.

Dumm darf jeder sein, er muß es jedoch nicht auch noch so laut sagen.

Horst Zaborowski


UDH Nr. 102

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