BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 102  ¦  Januar – April 2013


Die Tschechen — ein „slawisches Volk”?

Auf dem Stundenplan
– Ersatzblätter für fehlende oder verfälschte Schulbücher – Folge 9

VORSICHT! TRETMINEN IM SCHULBUCH!

Von Lothar Greil (1985)

Bemerkung: Dieser Aufsatz wurde im Jahre 1985 geschrieben, de facto sind viele Annahmen und Speku­lationen bereits in die Tat umgesetzt. Doch bleibt der Aufsatz eine sehr brillante Auf­arbeitung, deren Vorher­sagen absolut ins Schwarze trafen. Daher sollten Sie hier die damalige Sicht der Dinge auf die heutigen Fakten richten. Ansonsten bleibt dieser Aufsatz sehr aktuell!

Wie die Kelto-Germanen Böhmen-Mährens zu „Slawen” umgemünzt wurden. Aus „Böhmen zweiter Ordnung” machte man „die Tschechen”. Nutz­nießer dieses Völker­betruges: die Okkupations­politik des Ostblocks.

Den Verfechtern der kommunistisch-pan­slawistischen Okku­pations­politik dienen vor allem die groben Irrtümer der bisherigen Geschichts­schreibung als dogmatisch bestimmende Argu­mentations- und Propaganda­grundlage.

Um die geforderte Aner­kennung der Oder-Neiße-Demarkations­linie als künftige deutsch-polnische „Friedens­grenze” durch­setzen zu können und die „Recht­mäßigkeit” des Raubes rein­deutscher Volks­gebiete — darunter das Hultschiner Ländchen, das Sudeten- und Egerland, der Böhmer­wald, Deutsch-Mähren, die nörd­lichen Rand­gebiete von Ober- und Nieder­öster­reich, die Unter­steier­mark und Unter­kärnten — in ihrer Glaubhaft­machung theoretisch zu begründen, betreiben polnische, sowjetische und tschechische „Wissen­schaftler” im Verein mit will­fährigen deutschen Etablierten eine uner­müdliche „Forschungs­arbeit”.

Deren Ergebnisse schlagen sich in der Literatur ihrer jeweiligen „Akademie der Wissen­schaften” nieder, werden außer­halb des sowje­tischen Kolonial­reiches unkritisch und teils sogar wohl­wollend über­nommen und beein­flussen — grob ver­einfachend in „Auf­klärungs­schriften” und Artikel­serien aller Art zusammen­gefaßt — die an Zahl ständig zunehmende, in sämt­lichen Bereichen des öffent­lichen und gesell­schaft­lichen Lebens unheilvoll domi­nierende Schicht der Halb­gebildeten West­europas und der USA.

Die verheerenden Erfolge der slawophilen Propaganda

Den Erfordernissen der sowje­tischen Deutsch­land- und Europa­politik angepaßt, bereitet diese Art der „wissen­schaft­lichen” Aktivität eine vor­sorglich ein­geplante Brücken­kopf­bildung westlich von Elbe und Saale vor.

Die vom „Akademie-Verlag” in Ost-Berlin heraus­gebrachten Geschichts-, Siedlungs- und Volkstums­karten enthalten jeweils eine klar erkenn­bare, zugunsten der „DDR” ver­schobene Grenz­linie — die „Urheimat” der „Slawen” in „west­lichen ‚Grenz­marken’” ein­beziehend, eine Grenz­linie also, die von Eckern­förde über Kiel, Bad Oldes­loe, Laue­burg/Elbe und Lüneburg bis Wolfsburg reicht, aber auch Ost-Ober­franken und die Ober­pfalz bis an den Main und an die Pegnitz ein­schließt.

Es kann nicht übersehen werden, daß aus­gerechnet in den erwähnten breiten Gebiets­streifen eine slawophil aus­gerichtete, intensive „Forschungs­tätigkeit” eingesetzt hat, die publi­zistisch natürlich unter­stützt und breit aus­gewalzt wird.

Wie in Polen dem intellek­tuellen Nachwuchs weis­gemacht wird, die „West­grenze der Slawen” schließe Schleswig-Holstein und den Süden Dänemarks ein und verlaufe westlich der Elbe über Hannover und Frankfurt am Main bis in den Ostraum Münchens, so impft man dem tsche­chischen Schulkind schon seit geraumer Zeit ein, der Rück­gewinnung „‚alt­slawischen’ Bodens” in Schlesien, Böhmen und Mähren müssen eines Tages auch jene der „ange­stammten Gebiete” im Westen (Bayer­ischer Wald) und im Süden bis zur Donau zwischen Passau und der Slowakei folgen.

Solcherart bauen die Kommunisten vor­sorglich eine Bewußtheit auf, die im Zuge erhoffter Ent­wicklungs­vorgänge einer ange­strebten Okkupation des ober­öster­reichischen Mühl­viertels und des nieder­öster­reichischen Wald- und Wein­viertels den nötigen „natio­nalen” Rückhalt sichern soll.

Die Erfolge der seit über 100 Jahren zäh durch­gesetzten slawo­philen Propa­ganda haben immerhin gezeigt, wie ver­hältnis­mäßig rasch sich derartige Ansprüche ver­wirklichen lassen.

„Ideales Menschen­reservoir”: Die Böhmen zweiter Ordnung

Die übliche Lehrmeinung suggeriert uns Deutschen zwar seit dem Ausgang des 19. Jahr­hunderts die ver­schwommene These von einem gewach­senen „Slawen­tum” „fremd­völkischer” Art im böhmisch-mähr­ischen Raum, bleibt uns aber — wie es ja gar nicht anders sein kann! — jeden Beleg und Beweis für Ent­stehung und Werden dieses ein­maligen Volks­wunders ohne Ursprung und Herkommen nach wie vor schuldig. Legenden, aus der Luft gegrif­fene Erfin­dungen und primitive Fäl­schungen — das ist alles, was man — „unter­mauernd” — zu bieten vermag. Nichts davon hält der Über­prüfung stand, wenn sorgsam erforschte Tat­sachen berück­sichtigt werden.

Weder der Massen­mord an Deutschen, noch die Ver­treibungs­verbrechen oder ein „tsche­chischer Anspruch” auf weitere „‚slawische’ Volks­gebiete” im Westen und Süden lassen sich ethnisch oder historisch begründen.

Ein den Deutschen gegen­über­stehendes Volk der „Tschechen”, „Czechen” oder „Die meisten der heutigen Tschechen wissen von all dem nichts, manche hin­gegen ahnen die Zusammen­hänge und daß da mit ihnen, ihrer Herkunft und „Iden­tität” etwas nicht stimmt. Češsi” fremd­rassischer oder fremd­völkischer Herkunft gab es nie und gibt es nämlich über­haupt nicht.

Wie auch die Mehrheit der Deutschen, sind Tschechen und Slowaken vor­wiegend Nach­kommen der keltischen und germa­nischen Bevöl­kerung im böhmisch-mährischen Raum. Erst als Folge der Schwert­mission entstand die Kluft unter Menschen ethnisch gleichen Urstammes — nämlich zwischen „Böhmen erster Ordnung” (privi­legierte Deutsche unter könig­lichem Schutz) und „Böhmen zweiter Ordnung” (recht­lose Böhmen und Mährer als Aus­beutungs­objekte der geist­lichen und welt­lichen Grund­herren).

Generationen lang geistig-seelisch unter­worfen und unter­drückt, oft wie Haus­tiere behandelt, als Leib­eigene ohne Bildungs­möglich­keiten, besitzlos und ärmlich lebend, stellte das große Heer der unzu­friedenen „Böhmen zweiter Ordnung” ein ideales Menschen­reservoir für die reichs­feindliche Kirchen­politik und deren kloster­priester­liche Exekutiv­organe dar.

„… Nichts Slawisches ging aus dem Lande hervor!”

Ein Gegensatz zu den Deutschen wurde einge­pflanzt und sorg­fältig hoch­gezüchtet. Dem Klerus und seinen Helfern fiel es dann auch nicht mehr schwer, ein völlig anderes Wert­bewußt­sein, den „Neues-Volk-im-Volk”-Begriff — zu ver­ankern, der von den unwissend gehaltenen Massen der Unter­privile­gierten mit Beginn 19. Jahr­hundert als eine Art „Selbst­befreiung von jahr­hunderte­langer Unter­drückung” empfunden, akzeptiert und „sinn­inhalt­lich” aus­gefüllt wurde. Die Schein­geburt eines zu kreie­renden „Tschechen­tums” samt dazu­gehöriger „National­sprache” gelang!

Aber selbst der pan­slawistische Vor­kämpfer und Historiker Koneczny (Tscheche!) sah sich ver­anlaßt, die betrü­gerische Manipulation indirekt zu berichtigen, als er nieder­schrieb:

„ …, daß man die Tschechen ander­wärts als deutschen Stamm betrachtet, denn nichts Slawisches ging aus dem Lande hervor.”

Dieser bemerkenswert wahr­heits­liebenden Fest­stellung wäre nichts hinzu­zufügen, wenn Koneczny im Jahre 1897 seiner Mitwelt auch die Bedeutung der Namens­findung „Tschechen” erklärt hätte. Der erwähnte Sammel­begriff, eine Ver­deutschung der will­kürlich aus dem Mittel­latein­ischen rück­über­setzten Form „Cech” für „Bohemus” (= „der Böhme”) erfaßte in seiner Grund­bestimmung alle Bewohner Böhmens ein­schließlich der Reichs­unmittel­baren, der Deutsch­böhmen.

Die Sprache — Konspirative Fälscher am Werk

Nichtsahnend und -argend hatte König und Kaiser Karl IV. (1346-1378) in der Reichs­haupt­stadt Prag land­fremden Glagoliten­mönchen vom Balkan leicht­sinnig die Erlaubnis zum Wirken im Sinne der Romkirche erteilt. Im Prager Kloster Emaus nahmen sie — gemeinsam mit orts­ansässigen Klerikern und ausge­wählten Söhnen Besitz­loser und Verarmter — ihre spalterische Tätigkeit auf. Anfangs wurden aus dem Latei­nischen nur Heiligen­legenden und Fabeln in die KYRILLIZA — die ver­feinerte GLAGOLICA — übersetzt; dies aller­dings nicht ohne Spitzen und Ausfälle gegen das Reichs­deutschtum.

Diesen Übungen folgten Über­tragungen aus dem Spät­lateinischen und aus alt- und mittel­hoch­deutschen Texten. Auf diese Weise entstand schließlich mit der Zeit eine „sprach­liche” (nach­sprech­bare) Kunst­literatur, die später erst als „Nachweis einer neuen Nation” diente.

Hinter unverletzlichen Kloster­mauern ent­wickelte sich dabei eine geheimnis­volle und konspirative Atmosphäre. In diesem politischen (!) Zwielicht entstand eine typische Geheim­gesell­schaft:
die ZECTECH(i)-NA, deren Mitg­lieder im „Dunkeln” (das ist spät­lateinisch: caeco) arbei­teten.

Daran knüpften Anfang 19. Jahr­hundert die soge­nannten „Wieder­erwecker” eines „tsche­chischen Volks­tums mit eigener Sprache” an. Ihr Anführer war der Lehrer, Pan­slawist und geniale Fälscher Wenzel (=tschechi­siert: Vaclav) Hanka (1792-1861).

Außer durch seine ortho­graphischen und grammati­kalischen Verputz­arbeiten an dem noch keines­wegs sprech-, schreib- und vor­stellungs­reifen „tsche­chischen” Kunst­idiom wurde er unrühm­lich bekannt durch seine „lite­rarischen” Fälschungen (wie z.B. „Königin­hofer Hand­schrift”, „Grün­berger Hand­schrift” u. a. m.), mit denen er die Existenz einer „tsche­chischen” Helden­epik und somit das Vorhanden­sein einer „origi­nären tsche­chischen Schrift­sprache” („natür­lich” seit spät­antik-früh­mittel­alter­lichen Zeiten schon!) vor­täuschen wollte.

Weil nun aber Wenzel Hanka und seine philo­logischen, „neu-chauvin­istischen” Mit­verschwo­renen nicht sicher waren, ob die von ihnen vor­gelegten „Beweise” auch aus­reichen und zur Glaubhaft­machung genügend „Beweis­kraft” vermitteln würden, legten sie in der urdeutschen Stadt der Reichs­metropole Prag, den Schwur ab: „…. die czechische Sprache aus den Resten ver­sinkender sarmatischer Bauern­dialekte zu retten.” (!)

Der Name — auch eine Konstruktion

Um außer einer etymologisch-lingu­istischen „Glaub­haftig­keit” auch noch die einer ethno­logisch-ethnischen zu unter­mauern, holten die „Wieder­erwecker” den Begriff der süd­böhmischen „Tschechanen” hervor und brachten ihn mit der Erwähnung des Wortes „CECH” durch den gelehrten Kanoniker Dalimil von Meseritsch (angeb­lich aus 1310) sowie des Wortes „CESI” durch den Pseudo­nymus „Nestor” (angeb­lich aus 1377) in Ver­bindung. Sie — die W.-Hanka-Ver­schwörer — über­gingen groß­zügig, daß sowohl „Cech” wie auch „Cesi” nur im Zusammen­hang mit dem Wort „Druzina” Erwähnung fanden! Bei einiger Sach­kenntnis ergibt sich hierfür die folgende, historisch ein­wand­freie Erklärung:

Aus dem Macht­bereich Ostroms (Konstan­tinopels) stammen jene Militär-Vokabeln, die jetzt als „urtsche­chische” Wort­begriffe her­zuhalten hatten. Denn:

„Druzina” = (aus keltisch) „drungos” = Gefolg­schaft der „Nemetos” (= der Edlen, der Nobiles) = Kelto-Germanen in byzan­tinischen (Ostroms) Diensten, byzan­tinisch-spät­griechisch: „DRUGGOS” (gesprochen: drungos). In solch einer Mannschaft kämpften Berittene = (keltisch) „lingi” und Fuß­soldaten = (keltisch) „cingi” (gesprochen: tschingi), daraus (im byzan­tinischen Militär­dienst): „TZEKO-NES” = Festungs­soldaten. Das war um das Jahr 949! (siehe Kaiser KONSTANTINOS VIL. POR-PHYROGENNETOS, 905/913-57).

Im 14. Jahrhundert taucht zudem noch die spät-griechisch-byzan­tinische Bezeichnung „TZAKO-NES” auf — gemäß geschicht­licher Laut­ent­wicklung ent­standen aus (spät­griechisch-byzan­tinisch) „TZEK”-, „TZAK” — mit Aus­sprachen „CECH” und „CACH”. Die „Beweis führen” sollenden Begriffe „CECH” und „CESI” (gem. Dalimil und Nestor) beziehen sich also über­haupt nicht auf ein Volk, sondern auf die mili­tärische Fußtruppe TZEKONES — bestehend aus keltischen, thra­kischen und germa­nischen Söldner­kontingenten im Dienste Ostroms. Die soge­nannten „Tsche­chanen” in Südböhmen und Mähren sind demnach nichts anderes als heim­gekehrte „Tzekones” (also: ehem. Söldner) und ihre Nach­kommen.

Fazit aus den Fälschungen: Opfer eines Völker­betruges!

Es gab weder „‚slawische’ Tschechen” noch „tsche­chische ‚Slawen’”, sondern aus­schließlich — im Lauf der Zeiten und all­mählich — reichs­feindlich umge­polte, denatu­rierte, einst freie Kelten und Germanen. Gerade in der ein­schneidenden Epoche (lt. heute üblicher Lehr­meinung!) vom 4. bis 8. Jahr­hundert ist keiner einzigen zeit­genös­sischen Chronik oder sonstigen Quelle ein „Ein­sickern”, „Ein­wandern” oder „Erobern” durch fremd­völkische Elemente im böhmisch-mährischen Raum bekannt.

Die meisten der heutigen Tschechen wissen von all dem nichts, manche hingegen ahnen die Zusammen­hänge und daß da mit ihnen, ihrer Herkunft und „Identität” etwas nicht stimmt. Blond­heit und Blau­äugigkeit sind kein Kriterium für Deutsch­sein. Man sehe sich einmal unter den Volks­gruppen Ost- und auch West­europas um! Die rein keltisch-germa­nische Abstammung der Tschechen beweist zusätzlich ihre „posthum” trans­latierte Literatur.

Der verschlungene Geschichts­ablauf in Böhmen und Mähren erscheint allein schon wegen der „slawi”­sierenden Umknetung, zwar noch kompli­zierter als anderswo auf deutschem Reichs­boden, läßt aber in keinem seiner Abschnitte das Vor­handen­sein eines „Tschechen”­volkes erkennen. Die „Tschechen” waren und bleiben Nach­fahren der böhmisch-mährischen Kelto-Germanen, denen man — heute mehr denn je — mittels pan­slawist­ischer Machen­schaften ihre wahre Geschichte und völkische Identität zu ent­winden, zu zerstören, fälschen versucht, um sie als Sklaven will­fährig zu halten.

Die Kraft reichs­feindlichen Willens zu „Tschechen” umge­modelten Böhmen aber haben mittler­weile unter bolsche­wistischer Herrschaft die von einer entarteten Minder­heit verübten Akte des Verrats und Bruder­mords an Deutschen, Mährern und Slowaken nach 1945 bitter gebüßt. Sie zählen nun selbst — im Verein mit allen anderen geschädigten Mittel­europäern — zu den Opfern eines dämonisch und ziel­strebig durch­gesetzten Völker­betruges.

Von Kiel bis Kärnten ‚slawischer’ Boden?

Die Aktivitäten der „Deutsch-polnischen Schul­buch­kommission” haben in den Schulen der BRD zur Ver­mittlung eines falschen Geschichts­bildes über Ent­wicklungs­vorgänge in Mittel- und Ost­europa geführt.

In Polen wird dem Offiziers­nachwuchs und den Studierenden seit Jahren gelehrt, daß z. B. LÜBECK, LAUEN­BURG/Elbe, RATZE­BURG, KIEL usw. „uralte slawische Städte” seien; daß somit ein histo­rischer Anspruch der „slawischen Völker­familie” auf HOLSTEIN, ja sogar auf Teile DÄNEMARKS bestünde.

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung” (FAZ) ver­öffent­lichte im Jahr 1979 eine Land­karte, welche die von Polen angestrebte „neue West­grenze” zeigt. Diese „Grenze” verläuft von KIEL zur Elbe­mündung, dann nach BREMEN und von dort über HANNOVER und FRANKFURT/Main bis in den Ostraum von MÜNCHEN und schließt nach polnischer Auf­fassung die „Urheimat der Slawen” ein.

In den Jahren 1980/81 haben über 90 Orte in Schleswig-Holstein ihr 800jähriges Jubiläum gefeiert. In Zeitungs­berichten, Artikel­serien, Fest­schriften und Über­tragungen wurde in allen Fällen ein „slawischer” Ursprung groß heraus­gestellt und pseudo­wissen­schaft­lich erklärt. Nach­weislich war eine zentrale Lenkung sowie die Unter­stützung durch Bonner Stellen und eine Förderung durch Logen der Frei­maurer, der Rotarier und der Lionisten. Die gesamte Lizenz­presse stellte sich in den Dienst des „Slawen”-Rummels, der auf einer Fälschung des RATZE­BURGER ZEHENT­REGISTERS aufgebaut ist. Nicht genug: Man stellte „slawische” Denk­mäler auf, fand plötz­lich ”'slawische' Alter­tümer”, entdeckte „'slawische' Burg­anlagen” — und man begrüßte schaum­schlagend die Truppe herbei­eilender polnischer und sowje­tischer Wissen­schaftler.

Auf Schloß GOTTORP in Schleswig war bis 1982 ein Professor Dr. Karl STRUWE der Leiter des Landes­amtes für Vor- und Früh­geschichte. Viel­zitiert im Schrifttum der „Akademie der Wissen­schaften” in der DDR, machte er als Teil­nehmer an Tagungen und Kongressen der Ostblock-Staaten von sich reden. Ihn, den nun­mehrigen Museums­direktor auf Schloß GOTTORP, hat sich die DEUTSCHE FORSCHUNG­SGEMEIN­SCHAFT (DFG) für ihr 5jähriges Projekt im Sonder­forschungs­bereich 17 am OLDEN­BURGER WALL (Holstein) als Grabungs­leiter erkoren.

Weil OLDENBURG laut Bericht­erstattung der KIELER NACHRICHTEN als „äußerster Vor­posten der slawi­schen Welt” gilt, arbeiten mit STRUWE die sowjetischen Profes­soren Dr. MARCAN, Dr. BARAN und Dr. Iwan Iwano­witsch ARTEMENKO von der „Akademie der Wissen­schaften” in der UKRAINE eng zusammen.

Begünstigt von sozial­demo­kratischen Regierungs­kreisen, erhielt die DFG zwischen 1969 und 1982 rund 39 Millionen DM an Förderungs­mitteln.

Derart horrende Beträge hat der deutsche Steuer­zahler für die Unter­mauerung des Verrats an seinem Volk auf­zubringen!

Hans-Georg KAACK, in offiziellen Kreisen hoch­gelobter Kreis­archivar im Herzogtum LAUEN­BURG, zeichnet ver­antwort­lich für die Veran­kerung der Lüge vom „slawischen Ursprung” von 70 Ortschaften in deren Chronik.

Im Frühjahr 1983 erschien sein skanda­löses Buch „Slawen und Deutsche im Lande Lauen­burg”. Als Koautor fungierte der Slawo­phile Hans WURMS. Selbst­redend, daß sich KAACK auch auf den bereits erwähnten Prof. Dr. STRUWE beruft. Heraus­geber des Machwerks ist der KREIS HERZOGTUM LAUENBURG. Und wiederum hat der Steuer­zahler dafür auf­zukommen!

In seinen neuesten Arbeiten für die Presse hat Prof. Dr. Erwin HERRMANN von der Universität BAYREUTH in primi­tivster Klitter­manier „Geschichte geschrieben”, nachdem er ganz Ober- und Unter­franken so wie die Oberpfalz zu „slawischen” Siedel- und Sprach­terri­torien erklärt hatte. Für diese massive Unter­stützung glatten Landes- und Gebiets­verrats wurde er noch von der Industrie- und Handels­kammer und nicht zuletzt sogar vom zustän­digen REGIERUNGS­PRÄSIDENTEN besonders geehrt.

Großan­kündigungen empfahlen den Besuch der Aus­stellung „Slawen und Deutsche zwischen Elbe und Oder” im Museum für Vor- und Früh­geschichte in BERLIN. Ergänzt wurde dieser Monster­betrug durch ent­sprechende Vorträge in der Berliner URANIA.

Zu diesem Zweck wurde eine simpel gefälschte Broschüre heraus­gegeben, für die der PÄDAGOGISCHE DIENST DER STAAT­LICHEN MUSEEN PREUS­SISCHER KULTUR­BESITZ ver­antwort­lich zeichnet und die den Lehrern Berlins erleichtern soll, ihre Schüler im Sinne der „deutsch-polnischen Schul­buch­empfeh­lungen” zu unter­richten und durch die Aus­stellung zu führen.

Und wer die Liste der vor­tragenden „Wissen­schaftler” durchsieht, kann unschwer erkennen, wie das Zusammen­spiel der „Slawen”-Propaganda in Ost und West funktio­niert.

Weiterführende Literatur und Quellen zum Selbststudium:

Bemerkung: Alle Bücher sind noch zu erhalten, jedoch meist nur als gebrauchte Exemplare.

Wie Sie nun sehen können, scheint die Lüge in der wir leben, noch viel größer zu sein. Nicht nur, daß unsere Nachbarn im Osten fehl­geleitet wurden und werden, nein, wir gratu­lieren uns selbst, wenn wir unsere wahre Ver­gangen­heit leugnen.


Quelle: Unabhängige Nachrichten, Bochum 1985.


Das Thema wurde bereits in früheren Ausgaben dieser Zeitung behandelt:

UDH Nr. 102

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