BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 103  ¦  Mai – August 2013


Buchbesprechung:

„Chronologie der Kriegsschuldfrage”

Jedes Werk über Krieg und Frieden, über Schuld und Ursachen, ist nur dann von Nutzen, wenn Sieger und Besiegte die began­genen Lügen, Fehler oder Untaten auch einsehen und wieder­gutmachen. Besonders schädlich sind Schuld­eingeständ­nisse, die gar nicht nötig sind und nicht den geschicht­lichen Tatsachen ent­sprechen. Das Törichteste, ja Dümmste im Zusammen­leben der Völker sind solche Thesen, daß nur der Besiegte der Schuldige sei und die Sieger für „Demokratie”, „Völkerrecht”, Frieden und zum Wohle der Menschheit gekämpft hätten.

Damit sind wir direkt in die Problematik des zu bespre­chenden Buches gelangt. Die Frage ist diese: Was hat uns der Sieg gegen Frankreich in den Jahren 1870/71 gebracht? Antwort: Die Geburts­stunde des Deutschen Reiches!

Urplötzlich gerieten wir in eine Lage (größte Macht auf dem euro­päischen Kontinent), auf die alle unsere Kaiser, Könige, Präsidenten und Kanzler bis auf den heutigen Tag nur unzu­reichend, meist stümper­haft, reagierten. Die seltenen Aus­nahmen bestätigen auch hier nur die Regel. Wir befinden uns nach über 140 Jahren in der ver­zweifelten Lage, wie dies im ersten Absatz beklagt wurde!

Das vorliegende Buch zeigt in einer Fülle von Beweis­material auf, daß die Kriegs­schuld­frage niemals ein­seitig beantwortet werden darf. Kein Volk ist ganz unschuldig und kein Volk ist ganz schuldig! Da unsere Sieger im ersten und zweiten Weltkrieg noch immer ihre Archive geschlossen halten oder nur nach­teilige Tat­bestände gegen uns heraus­geben, war es auch notwendig, Sekundär­quellen heran­zuziehen.

Besonders erwähnt sei die Behandlung des Versailler Diktat­friedens: Das war ein Schurken­stück der Meister­klasse, das Deutschland direkt in den zweiten Weltkrieg führte! In diesem größten Völker­ringen aller Zeiten erfolgten auch von deutscher Seite Fehl­ein­schätzungen, Anmaßungen, daß wir genauso agieren könnten, wie andere Großmächte. An eine Allein­kriegs­schuld des Besiegten können nur Unehren­hafte glauben!!!

Wenn andere Leser zu ähnlichen Schluß­folgerungen oder Erkenntnissen kämen, dann fände dieses Werk eine glänzende Bestätigung.

Zusammenfassend:
Dieses Buch läßt in- und aus­ländische Stimmen zu Worte kommen, also auch Meinungen der ehe­maligen Gegner. Dieses Buch will nicht indok­trinieren, sondern verlangt vom Leser, daß er sich selbst eine eigene Meinung bildet.

Empfohlen für den Geschichts­unterricht an allen Schulen, für Geschichts­verdreher und allen Mit­arbeitern in den Medien, für die Verzichts­politik in Berlin und für alle Menschen, denen das unglück­liche Deutsche Volk am Herzen liegt!

Ausblick:
Dieses Werk läßt aber auch die Hoffnung aufkeimen, daß die gegen­wärtigen Kräfte der Auflösung, der Demoral­isierung, des Untergangs, kurz der Dekadenz, eines Tages überwunden werden.

Siegfried Neubacher
März 2013

Titel: „Chronologie der Kriegsschuldfrage”
Untertitel: Der Weg in die europäische Katastrophe 1870-1946 Autor: Günther Zemella, erste Auflage 2012.
Erschienen im Grabert-Verlag Tübingen.
ISBN 978-3-87847-267-4 ISSN 0564-4186


UDH Nr. 103

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