BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 103  ¦  Mai – August 2013


„Das Herrschafts­instrument” Gender-Mainstreaming

von Erwin Arlt

Dieses gigantische, gesell­schaftliche Umerziehungs­programm wird mit reichlich Steuer­mitteln in allen staatlichen Ämtern und Behörden so ganz still, heimlich und leise durch­gedrückt und umgesetzt.

Was hat es also auf sich, daß dieses „amtliche Neusprech” so penetrant den Menschen mindestens in allen EU-Ländern aufge­zwungen wird?

Dieser amerikanische Unsinn, der schon absichtlich im Titel nebulös und unklar daher­kommt, besagt ganz unwissen­schaftlich, daß es außer dem biologischen, vor allem auch ein erlerntes, soziales Geschlecht gebe, eben „GENDER” genannt.

Unterschiede zwischen Mann und Frau seien garnicht biologisch, sondern kulturell bestimmt.

„Mainstreaming” wiederum steht für die Politik, die Gesell­schaften in dieser Lehre laufend zu unter­weisen, bis der Letzte es glaubt und auch so empfindet und handelt. Dazu dienen z. B. die sog. „Girls Days” und die „Boys Days”, die den Mädchen männ­liche Berufe und den Jungen weibliche Berufe schmack­haft machen sollen.

Also Mädels lernen z. B. KFZ-Mechatroniker und Buben Haus­wirtschaft. Sprachlich werden da Studenten zu Studierenden und Verkehrs­teilnehmer werden zu „Am Verkehr Teilnehmende”.

Abgesehen davon, daß man diese Umerziehungs­tage ja auch auf Deutsch ausdrücken kann, also „Mädeltag und Burschen/Jungentag”. Aber das gehört ja auch zu dieser Umerziehung, daß man alles gleich Englisch benennt, getreu „unserem Bundes­präsidenten”, der ja in einer Rede bereits gefordert hat, daß in der EU nur noch Englisch gesprochen wird.

Den Gipfel der Verblödung leistete sich die Universität Leipzig, indem sie alle Personen­bezeich­nungen nur noch in der femininen Form für beide Geschlechter gelten läßt, also z. B. ”Guten Tag Herr Professorin Maier.”

Wenn das alles nicht so ernst wäre, müßte man hellauf lachen und zur Tages­ordnung über­gehen.

Dazu besteht aber keinerlei Veran­lassung, denn das ganze Gedöns geht ja schon seit 1995, als 189 Staaten bei der Welt­frauen­konferenz der UN sich verpflich­teten, staatliche Behörden zu schaffen, um die Gleich­stellung von Mann und Frau durch­zusetzen.

Die EU setzte diese Vorgabe 1999 im Amster­damer Vertrag in Art. 3 um.

Es folgte die „Gleich­behandlungs­richtlinie” der EU im Nov. 2000 und die „Gender-Richt­linie” im September 2002. Letztere regelt auch das „Neusprech.”

Die BRD wiederum setzt wider­spruchs­los und folgsam diese Richt­linie im „Bundes­gleichstellungs­gesetz” um. § 2 dieses Gesetzes legt das „Gender-Main­streaming” als „durch­gängiges Leit­prinzip” fest.

1900 Gleich­stellungs­beauftragte wachen über die Ausführung, also man könnte sie — durchaus auch — „Block­wartinnen” nennen.

An den deutschen Hochschulen wiederum arbeiten 200 Professorinnen an den sog. „Gender-Studies”. In den Richtlinien liest man auch, daß Ausdrücke wie Professor, Wissen­schaftler oder Chef, zu unter­lassen sind.

Natürlich reicht das alles nicht, da braucht es schon eines „Gender-Kompetenz-Zentrums”, das seit dem Jahr 2003 die „Instrumente zur Umsetzung von GM” wissen­schaftlich unter­stützt, gerade im Handlungs­feld Sprache.

Beamte werden also zu „verbe­amteten Dienst­kräften” und Lehrer werden zu „Lehr­personen.”

Aber viele meinen, daß über­eifrige Büro­kraten/innen nur in der BRD das alles bis zum Wahnsinn umsetzen und betreiben. Weit gefehlt!

Schauen wir nach Öster­reich. Dort heißt die Parole „Verändern durch Gendern.” Und die zuständige Frauen­ministerin Gabriele Heinisch-Hosek meint schon ganz im Neusprech: „Mit der neuen Funktion fürs Texten im Office, haben wir das weltweit erste der­artige Tool zur Unter­stützung geschlechter­gerechter Sprache.”

„Cui Bono” — wem nützt das, fragte schon der römische Politiker Cicero im Jahre 50 v. d. Ztw. in seiner Philippica an die damaligen Richter.

Das fragen wir uns auch im Jahre 2013, wenn wir der Frage nachgehen, was ist aus der Anfangs durchaus vernünftigen Argumen­tation zur Gleich­berechtigung von Mann und Frau im Berufs­leben und im Staate geworden?

Vom verständlichen und vernünftigen Grund­anliegen, wie gleicher Lohn für gleiche Arbeit und gleichen Rechten vor dem Gesetz, bis zum Gender­wahn, dem „Neusprech” wie im Roman „1984”, bis zu den sprach­polizeilichen Maß­nahmen von der genderisierten EU und der Zwangs­beglückung im sprach­politischen Raum.

Wir fragten, wem nützt das, eben dem „Herr­schafts­instrument Gender Main­streaming”, das ja auf allen Gebieten aus­gedehnt wird, um den Einheits­brei EUdSSR, die „Ver­einigten Staaten von Europa” doch noch durch die Hinter­tür zu erreichen. Ob gleiche Währung oder Sprache, ob „Gender-Main­streaming” oder Rettungs­schirme, Banken- oder Schulden-Union, Ausweitung der Rechte der EZB oder dauernde Abtretung von Souveränitäts­rechten, alles — so eben auch „Gender-Main­streaming”, sind nur Bausteine für diese Gleich­macherei in der EU, die wir nun als Ganzes zu bekämpfen haben, wenn unsere Staaten und Völker nicht im gigantischen Einheits­brei von Brüssel versinken wollen und Europa nur noch als abhängiger Baustein der Globali­sierung und der „Welt­innen­politik” verkommt.

Völker höret die Signale,
welche Gefahren im 21 Jahr­hundert drohen!

Verfassungs­widrig, an allen Gesetzen vorbei, wird von den System­politikern versucht, voll­endete Tatsachen zu schaffen. Fallen wir ihnen also in den Arm und lassen wir sie im politischen Orkus ver­schwinden. Wählen wir nur noch Parteien, die auch wirkliche Alternativ­angebote haben und dafür kämpfen. Die Lizenz- und System­parteien sind verbraucht und wollen alle mehr oder weniger das Gleiche.

Sie verteufeln alles Rechte in ihrem „Kampf gegen Rechts”. Aber gäbe es keine rechten Gruppie­rungen und Parteien, so gäbe es auch keine Linke, das sagt ja schon die Logik!

EU und EURO sind gestrige Politiken, sie werden über kurz oder länger scheitern, dann sind andere Lösungen gefragt und es kann so schnell gehen, wie 1989 die kleine deutsche Wieder­vereinigung.

„Gender-Mainstreaming” wird dann so gefragt sein, wie heute die Mengen­lehre!

Darum helfen wir all' den falschen Lehren zum Absterben!


Liebe Freunde,

wenn unser Autor Erwin Arlt uns nicht in vielen seinen Beiträgen bewiesenen hätte, daß er ein auf­merksamer Beobachter des Welt­geschehens ist, könnte der Eindruck entstehen — jetzt spinnt er.

Ja — liebe Freunde, so verrückt ist diese Welt geworden, daß jeder normal denkende Bürger an sich selbst zweifeln kann. — Denken wir immer daran, die Verrückten sitzen ganz, ganz oben.

Horst Zaborowski


UDH Nr. 103

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