BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 103  ¦  Mai – August 2013


Eine Waffe, die Massen entsetzt — Gewalt

Sehr geehrter Herr Zaborowski,

hat mich gefreut, wieder mal eine Seite von mir ver­faßter Arbeit in einem Journal publiziert zu sehen (Innen-/Außen­seite letztes Deck­blatt „Unsere Deutsche Heimat” Mai 2013). Man freut sich darüber, daß das, was man da irgend­wann fest­gehalten hatte, einem Kreis interes­sierter Menschen zu Gesichte kommt. Ich meine die Depor­tation unserer deutschen Menschen aus dem Osten des Reiches in batjushka Stalins ver­kommenes Lager­system in den Monaten der Auflösung Januar — Mai 1945. Was alle Institu­tionen in dem Hoppsassa-Trallala-Deutsch­land zu ver­schweigen bemüht sind!

Davon angeregt, sende ich Ihnen heute in der Anlage eine von mir aus dem polnischen über­setzte Diskussion zwischen dem russischen Historiker Mark Solonin und dem polnischen Journa­listen der in Warschau erscheinenden Zeitung RZECZPOS-POLITA zu. Diskussions­thema ist das Verhalten der Rot­armisten bei Eintritt in das Reichs­gebiet rechts Oder/Neiße im Januar 1945 — Morde, Raub, wie wir es auch in kleineren oder größeren Maßen als Zeit­zeugen erlebt haben und nun zwischen den beiden Genannten ausge­breitet wird.

Dazu habe ich auch einen Aufsatz bei­gelegt den ich in der Ver­gangen­heit im „Schlesier” publizierte und mit tatsäch­licher Begebenheit Solonins Aussagen zementiert (Die Befreiung der Else Gersfeld), und am Ende des Solonin­schen Diskussions­themas bezüglich der in der Diskussion erwähnten Uhren­diebstähle durch die Rotarmisten als „Butter bei die Fische” beige­gebenen Eigen­erlebnisses-Zuschauers bei der Ausgrabung Sowjetischer Leichen durch deutsche kriegs­gefangene Soldaten in Hindenburg 3 aus Grund­stück Ecke Hütten­straße/Beuthener Straße. Aus dem Solonin­schen Aufsatz ersehen Sie, daß die bundes­republik­anische Elends­politik alles unter­drückt, was 1945 selbst zu den Sieges­läufern gehörige Forscher an „Wahr­heiten” heute zu sagen haben — hier der russische o. g. Historiker.

Frau Merkel reist mittler­weile in der Welt herum und belehrt Chinesen und auch den Herrn Putin wie man sich als Demokrat zu verhalten hat — es kommt einem die Kotze! In Deutsch­land aber gilt der Maulkorb § 130, über den wohl Kräfte aus den USA wachen!!!

Zu der Über­setzung des Solonin­schen Themas: ich bin absolut nicht kundig, ob man einen Artikel aus einer öffent­lichen Zeitung (hier RZECZPOS-POLITA) über­setzen darf oder ob diese Dinge Autoren­schutz besitzen. Ich bitte das zu beachten oder mich auch darüber zu informieren. Die originale polnische Zeitung ist in meinem Besitz!

Ansonsten wünsche ich Ihnen alles Gute und viel Freude und Erfolg für Deutsch­land zu sprechen und daß Ihr Tun besonders die Jugend erreichen möge. Ich verbleibe mit unserem obers­chlesischen GLÜCK AUF !



Bild aus der Zeitung wie Seite 1 „RZECZPOS-POLITA” für diese Über­setzung entnommen.

Bild Solonin

Unter dem Bild befindet sich folgende Kurz­darstel­lung des Historikers:

In den 1980er Jahren wirkte er im anti­kommun­istischen Wider­stand. Heute ist er einer der besten russischen Historiker. Ähnlich wie Wiktor Suworow meint er, die Sowjet­macht war daran, Deutsch­land anzu­greifen. Er ist Autor einer Reihe von Büchern über den „Vater­ländischen Krieg”, die in vielen Ländern der Welt zu Best­sellern wurden. In Polen wurden publiziert: „Der 22. Juni 1941”; „Der 23. Juni — der Tag „M”; „Auf einge­schläferten Flug­plätzen”; „25 Juni — Dummheit oder Aggression?”; und neuerdings „Krieg bringt nichts Gutes”.

In diesem letzten Buch bringt er den Text­beitrag über die in Deutsch­land durch Rot­armisten began­genen Morde „Der Frühling des Sieges. Ein ver­gessenes Verbrechen Stalins”.

LEGENDE.

1) Der Übersetzer erlaubt sich, zu zweien in der Frage „Viel­leicht war das ein Sonder­fall” (S. 33 rechte Spalte) von Mark Solonin ange­führten Dingen mittels 1945 im Heimat­ort Hindenburg N/O im deutschen Ober­schlesien, als 11jähriger, selbst erlebter Begeben­heiten, die in obige Auf­zählung fallen und deren Aus­sagekraft stützen, etwas „Butter bei die Fische” zu geben.

Siehe hierzu den Aufsatz „Klavier­dieb­stahl”, der einen Klavier­diebstahl und einiges mehr bietet, den der Über­setzer im „Schlesier” publiziert hatte und „Die Vertreibung der Else Ganfeld”.

Weiterhin hier anschließend in Kürze die 1945 selbst­erlebte Geschichte der Exhumierung gefal­lener Sowjet­soldaten in unserem Ort Hindeburg 3.

Armband­uhren, Taschen­uhren (aber auch Wecker wurden mit­genommen). Am 28. Januar 1945 war Hinden­burg N/O von den Sowjets ein­genommen. Kein Kampflärm mehr — Stille. Ein älterer Borsig­arbeiter wagte sich aus dem Keller „werde mal draußen schauen, was los ist”! Unten auf der Beuthener Straße sieht er Soldaten in Schnee­hemden in Formation marschieren — das können nur Deutsche sein, denkt er und geht runter. Kaum ist er nahe genug, schlägt das Schicksal zu. Einer aus er Marsch­kolonnne springt auf ihn zu und reißt ihm seine Jubiläums­tasche­nuhr von Borsig (ein Stück das ein Borsig­werker nie her­gegeben hätte) samt Uhr­kettchen weg. Der gute Herr Mainka (Bewohner Borsigstr. 3) kam entsetzt in den Keller zurück und wir alle Frauen, Männer und wir Kinder erlebten seine Ver­zweiflung. Er habe doch nicht erkennen können, daß das Russen sind, die hatten doch Schnee­hemden an!

Monja, so rief man den im Rathaus Hindenburg N/O nieder­gelassenen sowjetischen Kriegs­komman­danten, ein Mongole. Er befahl unserem Heimat­pfarrer Anton Jokiel, die gefallenen Deutschen auf dem Friedhof im Ort zu begraben, die Sowjet-Soldaten in der Grün­anlage vor der Schule an der Beuthener Straße. Es war Anfang Februar 1945. Einige Wochen danach wurden sie aus­gebuddelt und auf der Grün­anlage an der Ecke Beuthener Straße — Hütten­straße begraben. Im Spätherbst großer Auflauf — alte Frauen und Kinder und wir schlossen uns an, eilen zur Hütten­straße. Deutsche Kriegs­gefangene schachten das Massengrab auf, sie ziehen die Leichen heraus und schleppen sie zu den Last­wagen. Ein bestia­lischer Gestank breitet sich aus. Die dicht an den Leichen hantierenden KGF bekommen immer wieder eine Pulle gereicht, wahr­scheinlich Wodka? Wir, die Kinder und alten Frauen werden immer wieder von den Wachen weg­gejagt. Dann schleppen sie eine Leiche die noch lange im Gespräch im Ort war, ein Rotarmist — den Unterarm bis zum Ellen­bogen voll belegt mit Armband­uhren — Schluß! Man hatte anschließend größere Gefallenen­friedhöfe in Gleiwitz und in Katto­witz angelegt, die noch existieren.

Diskussion-(Aufsatz) zwischen russischem Historiker Mark Solonin und dem Journa­listen des polnischen Blattes „RZECZPOSPOLITA” -

Piotr Zychowicz; in der Ausgabe des genannten Blattes vom Januar 2012 übersetzt von: Paul Koss aus Hindenburg N/O Oberschlesien, heute Höfen a. d. Enz.


Liebe Leser

Wer die Information von Herrn Koss gelesen hat, wird, so er der Erlebnis­generation angehört, diese Aussagen mit seinem Erlebten in Verbindung bringen.

Es werden einige, gemäß ihren Erlebnissen, an einigen Stellen dem Versuch einer ehrlichen Bestands­aufnahme zustimmen können. — Andere Freunde werden sich empören, weil ihr persönlich erlit­tenes Schicksal grau­samer war, als die in diesem Dialog zuge­standenen Taten.

Es mag nun ein jeder sein erlittenes Schicksal, und das ist es auch, als unver­gleich­bar empfinden. — Und trotzdem sind von diesem für einen jeden unver­gleichbar erlittenem Leid viele Heimat­vertriebene betroffen.

Wer sich bemüht, die Vorder- und Hintergründe dieses Krieges zu erforschen, sollte unsere Anerkennung finden.

Nicht ein jeder will sich, selbst nach so vielen Jahren, mit dem Schicksal befassen. Wir sollten aner­kennen, daß auch in anderen Völkern Leid verur­sacht wurde.

Wo wir in keinem Falle Einsicht zeigen können ist, daß im eigenen, unserem deutschen Volk Menschen leben, die nicht bereit sind das Erlittene ihrer Eltern oder Großeltern zu würdigen.

Darum ist es umso beschämender, daß ein Wissen­schaftler aus einem anderen Volke sich bemüht, hinter die Kulissen dieses Völker­ringens zu leuchten.

Warum ist es möglich, daß die gesamte politische „Elite” der Bundes­republik Deutsch­land für Leben und Leiden unseres deutschen Volkes kein Empfinden hat? Ein wichtiger Grund liegt darin, weil wir, die es erlebt haben, schweigen.

Wir über­lassen unsere durch­lebte Geschichte Klug­schwätzern, Ver­rätern und in die Welt hinein­lebenden Gene­rationen. Worauf könnte diese „Eliten” stolz sein?

Zur Arbeitskraft unseres deutschen Volkes von fast 70 Jahren einen Schulden­berg hinzu­gefügt, die Arbeit­samen betrogen und die Gauckler reich gemacht zu haben. Pfui Teufel!

Horst Zaborowski


UDH Nr. 103

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