BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 103  ¦  Mai – August 2013


Krieg oder Frieden

Worte reichen nicht aus, um Menschen, die einen Krieg nicht miterlebt haben, Ängste und Gefühle zu vermitteln.

Krieg hat viele Gesichter und Frieden hat viele Gesichter. Seit Urzeiten führten auf dieser Welt Menschen ihren Über­lebenskampf.

Solange es in diesem Kampf ums nackte Überleben ging, war er natur­bedingt. Mit der Ent­wicklung des Menschen ent­wickelten sich auch seine Über­lebens­formen. Es ging nicht mehr allein darum, den Magen zu füllen und den lebens­not­wendigen Schluck Wasser, es ging um Besitz.

Besitz in jeglicher Form, ob Menschen, Land, Tiere oder Güter. Die Ent­wicklung der Waffen, mit dem dieser Besitz errungen oder verteidigt werden konnte, paßte sich den jeweils neuen Lebens­formen an, wobei jedoch die geistige Entwicklung der Menschen hinter der Entwicklung ihrer Waffen hinter­herhinkte.

Der von der Natur vorgesehene Kampf ums Überleben verlor seine Berechtigung ab dem Zeitpunkt, ab dem der Mensch seine Über­lebens­bedürfnisse auf friedlichem Weg erlangen konnte. — Ab dem Zeitpunkt, da die Gier nach mehr, und zwar mehr in allen Formen, die Handlungen der Menschen beein­flußte.

Frieden zu erlangen und zu erhalten, hing nun von den Menschen und nicht mehr alleine von den Gesetzen der Natur ab.

Irgendwie muß wohl bei der Schöpfung der Menschen ein Schalter vergessen worden sein, der bewirkte wenn der „Nahrungs­bedarf” gedeckt ist, wird die Suche ein­gestellt.

Statt dessen geht die Suche schrankenlos weiter und steigerte sich über den Zustand einer Gier bis hin in die Besessen­heit.

Ob es daran liegen könnte, daß der Kopf von uns Menschen zu klein aus­gefallen ist und darum unser Gehirn nicht genügend Platz findet?

Platz neben der Entwicklung von Fähig­keiten, die zur Lebens­erhaltung notwendig sind auch um über den Sättigungs- bzw. Eigen­bedarf hinaus Fähig­keiten zu entwickeln, die den Eigen­bedarf eines jeden Individuums errechnen können. Und um die ent­sprechenden Folge­rungen — Abwägen ob, wann und wie der Sättigungs­grad erschöpft ist und mit der Beschaf­fung erneut begonnen werden muß — ziehen zu können.

Durch den Zusammen­schluß des Individuums Mensch in Gemein­schaften mit der damit zwangs­läufig ver­bundenen Nähe ent­wickelten sich Abwehr­kräfte zuerst des Einzelnen und in der Folge der sich gebildeten Gemein­schaft gegen­einander.

Der Drang des Menschen, sich weiter zu entwickeln, ist von Natur aus mit­gegeben worden, allein schon die Erhaltung der Gattung Mensch bedingt eine Zunahme seiner Anzahl.

Beide Faktoren, mehr Menschen auf der gleichen Fläche dieser Erde und eine rasante technische Ent­wicklung, könnten ein lebens­wertes Leben für die Menschheit erlauben.

Jedoch der Zustand Frieden und Krieg wird von interes­sierter Seite verwischt.

Warum diese „Sorte” von Mensch so handelt ist unter dem Gesichts­punkt „Das Totenhemd hat keine Taschen”, unerklärbar.

Weil es den erwähnten bei der Schöpfung des Menschen verges­senen Schalter nicht gibt — und auch aller medizinischer Fortschritt in nicht wird instal­lieren können, müssen wir Menschen mit unserem Problem irgendwie fertig werden.

Eine Voraus­setzung wäre, wir erkennen den „Näch-sten” an, wir mischen uns nicht in seine „Ange­legen­heiten” ein. Wobei wir voraus­setzen und erwarten, daß wir das gleiche auch von „ihm” erwarten.

Wir müssen den uns von Natur aus mit­gegebenen Instinkt, die Gabe eine Gefahr zu erkennen, neu beleben.

Wir Deutsche sind von der Natur mit der Gabe des Fleißes, der Pünkt­lichkeit und vielem mehr aus­gestattet worden. Jedoch — wir müssen uns von der treu-deutschen Einstellung „Das hat ja in der Zeitung gestanden bzw. war im Fernsehen” trennen.

Beobachten, insbe­sondere die politische Klasse, über­prüfen und aus­sortieren, bei Wahlen besonders zu empfehlen.

Horst Zaborowski


UDH Nr. 103

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