BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 103  ¦  Mai – August 2013


Leserbrief

21.02.2013

Lieber Herr Zaborowski
Immer, wenn eine Ausgabe von „Unsere Deutsche Heimat” kommt, kann ich nicht auf­hören zu lesen und jedes Mal möchte ich Ihnen schreiben und Ihnen von Herzen danken — Ihnen, Herrn Arlt und den vielen Schreibern, die mir sagen, daß ich nicht alleine mit meinen Ansichten bin. Da ich mir dann vor­stelle, daß Sie enorm viel Arbeit und wenig Zeit haben, lasse ich es immer wieder. Heute nun kann ich nicht anders, ich muß Ihnen schreiben.

Ich bewundere Sie und Ihre Kraft und Ihren Mut, mit dem Sie sich nun schon fast 20 Jahre (als ich Sie kennen­lernen durfte) für deutsche Belange einsetzen. Enormes Wissen ist dabei eine Voraus­setzung und Lektüre, die man im Kopf behält, was die heutige Generation gar nicht mehr kann. Sie lesen ja nicht mehr.

Besonders — ganz besonders — hat mir Ihr Artikel der Rede Gauck am 22.2.2013 im Schloß Bellevue gefallen, den ich wohl schon fünf mal gelesen habe. Da ich alleine lebe, kommen­tiere ich einzelne Sätze, die mit besonders gefallen, laut mit „genau” und — Schlim­merem!

Dieser Mann ist wahn­sinnig eitel und denkt, die all­gemeine Ver­ehrung, die ihm leider zuteil wird, bezieht er auf seine Person. Ein evan­gelischer Pastor, verheiratet, 4 Kinder, lebt mit seiner Freundin zusammen, die jetzt unsere „First Lady” ist. Ich schalte immer sofort weg, wenn er im TV auftaucht.

Schade, grenzenlos schade, daß er ihre Zeilen niemals lesen wird. Ich hätte gerne mal gehört, was er ent­gegnet zu den einzelnen sehr richtigen Anmer­kungen. Zum Thema „polnische Ärzte” stand gerade vorige Woche hier in der Zeitung, daß tausende Behandlungs­fehler und sogar Todes­fälle darauf zurück­zuführen sind, daß Patienten infolge Sprach­schwierig­keiten sich nicht ver­ständlich machen können bzw. falsch verstanden werden. Sprache ist ja auch nicht wichtig (besonders deutsche Sprache), Haupt­sache ist, „sie kommen alle nach Deutschland”.

Was Sie auf Seite 57 schreiben, habe ich schon gleich nach der ersten Ein­wanderungs­welle gesagt, nämlich, daß so viele Staaten und Völker nicht davon abge­halten werden, zu uns zu kommen. Wo wir doch jeden Tag eingebläut bekommen, was für Verbrecher wir waren und sind!

68 Seiten, die von vorn bis hinten meine volle Zustim­mung haben und doch, lieber Herr Zaborowski, Sie werden nichts damit erreichen. Schon Kohl hoffte auf die „bio­logische Lösung”. Nie, nie hätte ich geglaubt, daß er recht behält. Und doch — es ist so. Ich werde in Kürze 82 Jahre und war 13 Jahre, als wir flüchten mußten. Mit fehlt schon lange die Kraft und meine Zeit ist abzu­sehen, genau wie vermut­lich Ihre? Die jungen Leute?? Sie sind begei­sterte Europäer, ohne zu wissen, was seit Jahren passiert. Wer 1945 geboren wurde, ist heute 68 Jahr und hat außer Kindern schon Enkel. Auch den 68 jährigen ist schon einge­trichtert worden, wie schlecht wir waren und daß „Nation” und „Vater­land” vorbei sind.

Ich erinnere mich noch gut an die Ein­führung des EURO, ich lebte damals in Düssel­dorf. Düssel­dorf feierte eine Riesen­party mit Feuerwerk und Freuden­taumel die ganze Nacht. Die Reporter gingen durch die Menschen (waren 20jährige!) und fragten, was schön wäre. Antwort immer die gleiche: „Man kann überall hinreisen, ohne Geld umzu­tauschen”.

Ich habe mich damals schon gefragt, ob alle ver­rückt geworden sind.

Und nun noch eins, damit Sie sehen, wie weit Europa schon fort­geschrit­ten ist. Ich mußte mich im Februar einer Augen-Op unter­ziehen, für die umfang­reiche Unter­suchungen not­wendig waren! Als ich die Ergeb­nisse abholte, traute ich meinen Augen nicht. Eine Ablichtung lag bei. Ich habe meinen Hausarzt gefragt, ob ich jetzt einer ethnischen Volks­gruppe angehöre, genau wie ein „rumänischer Zigeuner” — auch er gehört einer ethnischen Volks­gruppe an. Er hat sich gedreht wie ein Wurm (jung!), ver­standen habe ich es immer noch nicht. Wetten, daß bisher keiner das gemerkt hat? Auf meine Frage, ob nicht einfach „deutsch” genügt hätte, holte er weit aus und sprach über einen „Kasachen” der andere Werte (Es ging um Lungen-Funktions­werte) hätte als ich!!! Sie sehen, wir sind schon weiter als man denkt.

Ein anderes Beispiel: Ich lebe hier in einem Senioren­stift, in dem die meisten Menschen den Krieg und seine Folgen erlebt haben, auch viele Ver­triebene.

Glauben Sie mir, daß ich unter 240 Bewohnern auch nicht nur einen hätte, mit dem ich über solche Sachen reden könnte. Als ich beim Mittag­essen meiner Empörung Luft machte, war das Mindeste die Frage: „Warum regen Sie sich auf, Sie ändern es doch nicht.”

Drei andere Menschen sagten gar nichts, kamen aber am nächsten Morgen, „unabhängig von­einander” auf mich zu, um mir das Wort „ethnische Volks­gruppe” zu erklären. Die hatten alle drei nicht begriffen, warum es mir ging und glaubten, ich verstand das Wort nicht. Ich hätte laut schreien können! Und denken Sie bitte nicht, ich wohne in einer Irren­anstalt. Das sind alles ganz normale Menschen, die den Krieg und 70 Jahre danach mit­erlebt haben, und jeder liest jeden Tag Zeitung, hat TV und einige sogar Internet.

Zum Abschluß möchte ich noch erwähnen, daß ich gerade das Buch von E. Herman „Das Medien­kartell” lese. Auch sie gibt immer wieder — genau wie Sie — der Hoffnung Ausdruck, daß sich lang­sam was ändert. Nichts, gar nichts wird sich ändern!” Lesen Sie das Buch, dann wissen Sie, was ich meine. Das Tot­schlag-Argument „Rechts­extrem” greift immer, obwohl mir noch nie jemand erklärt hat, warum ich „rechts­extrem” bin, wenn ich für mein Vater­land und mein Volk bin.

Am Wahlabend lese ich dann: Andere 5%!? Bei „Andere” sind sehr, sehr kuriose Parteien dabei, und der BGD ist in Bayern nicht vertreten, oder? Um aber unter „Andere” zu erscheinen, dafür ist meine Stimme zu schade. Wenn es eine Partei rechts von der Mitte geben würde und mehr als 5% bekäme würde sie sofort mit der „Nazi-Keule” kaputt gemacht bzw. verboten. So ist das nun mal in unserer so hoch­gelobten Demo­kratie. Dafür fährt unsere Bundes­kanzlerin nach China und fordert dort die Menschen­rechte ein. Und unsere Soldaten helfen, ganz Nord­afrika die Demo­kratie zu bringen. Es bleibt einem manch­mal die Luft weg!

Bitte ent­schuldigen Sie, daß ich so einen langen Brief mit der Hand schreibe; aber an Maschine und Internet gewöhne ich mich nicht mehr und habe auch keinen Platz für solche Geräte. Lesen Sie es, wenn Sie Zeit und Lust haben, aber es geht haltnicht, daß ich immer schlucke und nirgends, nirgends einmal jemanden treffe, der ähnlich wie ich empfindet. Und wenn dann ihr Heft kommt, dann platze ich förmlich und muß Ihnen hin und wieder antworten.

Und wenn Sie meinen, aus meinem Brief klinge zu viel Pessi­mismus, dann akzeptiere ich das, aber glauben Sie mir, der Unter­gang Deutsch­lands wurde schon vor Ende des Krieges beschlos­sen. Und er ist fast vollbracht.

Kürzlich las ich im Video-Text im TV, daß in Duisburg jedes 2. Neu­geborene aus­ländische Wurzeln hat. Glauben Sie, die setzen sich im Erwach­senen­alter für Deutsch­land ein? Fragen Sie die Einwohner der Groß­städte einmal, wo die deutschen Ost­gebiete liegen. Was glauben Sie, was Sie da für Antworten bekommen? Übrigens der Haupt­grund, warum ich Düssel­dorf den Rücken kehrte.

Lieber Herr Zaborowski, ich wünsche Ihnen noch viele, viele Jahre Gesund­heit und Kraft, Ihnen und Ihren Mitstreitern. Und trotz allem, was ich mir hier von der Seele geschrieben habe, freue ich mich auf das nächste Heft „Unsere Deutsche Heimat”.

Herzliche Grüße und Glück ohne Ende

Ihre Eva-Maria Mai

PS: Sie brauchen mir darauf nicht zu antworten. Ich wollte mir es nur mal von der Seele schreiben.


Liebe Frau Mai -
Mitstreiterin im Herzen und in den Gedanken
. Für Ihren Brief bedanke ich mich und ver­öffent­liche diesen, weil gerade Ihre offenen Worte vielen unserer Freude, die ebenfalls unsere Zeitung „Unsere Deutsche Heimat” lesen, Mut machen werden, auch ihre Gedanken in Worte zu kleiden.

„Falls Freiheit überhaupt etwas bedeutet,
dann das Recht, den Leuten zu sagen,
was sie nicht hören wollen!”

George Orwell

Horst Zaborowski


UDH Nr. 103

Sprung zur Indexseite Sprung zur Seitenübersicht