BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 103  ¦  Mai – August 2013


Wo bleibt der Selbsterhaltungstrieb?

Kann es sein, daß in unserem Lande, der Bundes­republik Deutsch­land, als dem einzigsten Land auf dieser Welt, den Bürgern der Selbst­erhaltungs­trieb abhanden gekommen ist?

Wie kann es sein, daß über Nacht Ent­scheidungen getroffen wurden, die Kern­energie als Waffe auf unserem Terri­torium weiter­hin zu lagern, jedoch eine wirt­schaft­liche Nutzung für gefahr­voll ange­sehen wurde und mit festen Aus­stiegs­daten unter­bunden wird.

Wurde die Industrie in Deutschland, ein­schließ­lich der gesamten Forschungs- und Ent­wicklungs­kraft unserer technischen Elite, einge­schläfert?

Wirtschaftlichen Nutzen gemäß der Raffi — Raffi - Methode bis zum letzten „aus­pressen” und Forschung als lästigen Kosten­faktor herunter­fahren?

Welche Kräfte ziehen aus dieser Entwicklung ihren Nutzen?

Bekamen da vor ca. 60 Jahren kleine Kinder, auf der grünen Wiese spielend, oder beim Gang über den Kirmes außer einer kleinen Tüte Leckereien von ihren Eltern auch kleine, bunte „Wind­rädchen” geschenkt. Es pustete sich so herrlich gegen diese Kirmes-Wind­rädchen. Aus Kindheits­träumen und auf einer grünen Wiese spielend, wurden erwachsene Frauen und gestandene Männer.

In der Erinnerung blieb im Hinter­grund die Farbe grün. Diese verband sich zu einer Einheit mit den Kirmes-Wind­rädchen. Ein logischer Gedanken­gang wuchs, mit diesen im Winde (in der Jugend­zeit durch pusten) sich drehenden Flügeln, Energie zu gewinnen.

Mit der gleichen Begei­sterung aus der Jugend­zeit und leider auch nur mit dem Wissen aus dieser Zeit fanden sich Bürger zusammen. Für Ihre Idee, aus Jugend­träumen geboren, scharten sich, auch fleißig strickende Hände, in der Anfangs­zeit noch mit Sonnen­blumen schwenkend, in einer Partei zusammen.

Und nun wiederholte sich, was in den vierziger Jahren mit der Begei­sterung des technischen Fort­schritts bei Entwicklung und Produktion von Atom­kraft­anlagen nicht beachtet wurde. — Es wurde nicht nach­gedacht und nicht in alten kauf­männischen Traditionen gerechnet.

Als Entschul­digung darf mildernd angeführt werden, daß außerhalb der mit Ent­wicklung, Produktion und Nutzung dieser Atomkraft­anlagen beschäf­tigten Kräfte der politische Apparat der Bundes­republik Deutschland Ent­scheidungen mit beeinflußt.

Und hier, war der lenkende Arm der Befreier der Ent­scheidende. (siehe Wikipedia: Prolife­ration von Kernwaffen. Beim Betrieb von Kernkraft­werken mit Uran wird Plutonium erbrütet. Dieses kann für die Her­stellung von Atombomben verwendet werden.)

Beim Gewicht solcher Ratgeber und ihrer Interessen (Baustoff für ihre Atom­bomben) kann doch auf die Sicherheit der „Befreiten” keine Rücksicht genommen werden. — Und dann erübrigte es sich von selbst, daß über den übrigen „Abfall” beim Betrieb von Atomkraft­werken nicht nach­gedacht wurde. Wo konnte schon mal der gesunde Menschen­verstand oder der in kauf­männischer Tradition sich ent­wickelnde Rechen­gang eine Tätigkeit, über die Investion bis hin zur Beendigung, wie Produktion und Handel in die Kalku­lation einfließen?

Vom Ende her denken, gelingt nur mit Nach­denken, dem wirklichen Voraus­denken. Dies geschah nicht bei der Entscheidung zur Errichtung der Atom-Industrie. Das Wort Abfall wurde nicht mit dem Gedanken an eine Rest­verwertung „belastet”. Und das geschieht auch nicht bei der Ent­scheidung für die Fokus­sierung der so genannten „erneuer­baren Energien”. Allein die Bezeichnung erneuer­bare Energien ist eine Mogel­packung. Wenn die Energie vom Mais zur Her­stellung von Treib­stoff genutzt worden ist, sind die Energien mit der Nutzung des Treib­stoffes verbraucht. Es sei denn, die Abgase der den Treibstoff ver­brauchenden Motoren lassen sich durch Heraus­filtern irgendwie weiter nutzbar verwenden.

Besonders auffällig ist, daß bei der Gewinnung dieser Art von elektrischem Strom die elemen­tarsten Über­legungen fehlen, die in jedem Umspann­werk erläutert werden können.

In beiden Fällen wurden politische Vorgaben durch Mit­läufer in der Geschichte gegen das eigene Volk durch­gesetzt. Lasten muß der die Werte schaffende Bürger tragen. Im beson­deren Maße leiden Bürger, die in unteren Bereich der Einkommens­skala ihr Leben fristen. — Und dies in doppelter Hinsicht. Außer durch ihr geringes Einkommen werden sie mit den Kosten aus der Energie-Wende belastet, die Industrie, Wirtschaft und Handel auf sie abwälzen.

Nachdem nun der Karren soweit in den Dreck gefahren wurde, soll ein „neuer” gewichtiger Minister den Stein des Weisen finden. Die Strukturen der BRD mit den Interessen der Länder, der Städte, der Industrie usw. lassen sich nicht über Nacht auflösen. Hoffnungen auf „Ein­sicht” aller Beteiligten gehören ins Märchen­reich.

Helfen können nur wirt­schaft­liche und technische Fakten:

  1. Lösung der auftretenden Über­kapazitäten. Die Suche nach besseren Speicher­möglich­keiten sind Wunsch­träume. Was bleibt, ist die Ableitung der Über­kapazitäten zur Her­stellung von Wasser­stoff zu Markt­preisen. Windräder und bestehende Energie­erzeuger gesetzlich ver­pflichten, Über­kapazitäten nicht durch Drosselung zu regeln, sondern durch höchste Auslastung ihrer Aggregate. Dieser Strom muß, wie es bei jedem Aus­verkauf üblich ist, zu reinen „Her­stellungs­kosten” geliefert werden. Der Staat muß bei der Besteuerung dieses Wasser­stoffs maßhalten. Abgas­freie Autos helfen in der Wirklich­keit, Umwelt­belastung herunter­zufahren.
  2. Ein durch den Staat auf Kosten seiner Bürger garan­tierter Kapital­ertrag von ca. 8 % bei der Her­stellung von Strom durch erneuer­bare Energien ist Wucher! Alles Gejammere „die Schere zwischen Reich und Arm” öffnet sich ins unend­liche, ist Heuchelei! - Wenn gleich­zeitig Gewinn­margen, die in der realen Wirtschaft erwirt­schaftet werden können, mit den aus den Zocker­geschäften (den Mega­betrügern an ihren Mit­bürgern) ergaunerten Gewinnen gleich­gesetzt werden.

Wir brauchen die Rückkehr zu moralischen Werten. Schluß mit der Bewun­derung der­jenigen, die durch Lug und Betrug, ja auch durch den gesetz­lich erlaubten Betrug zu Ein­kommen und Vermögen kommen.

Wertmaß­stab muß wieder die Leistung sein! Leistung, die ein jeder im Rahmen seiner mensch­lichen Leistungs­fähigkeit erbringen kann.

Horst Zaborowski


UDH Nr. 103

Sprung zur Indexseite Sprung zur Seitenübersicht