BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 103  ¦  Mai – August 2013


„Tu was für Deutschland”

von Erwin Arlt

Bundes­präsident Gauck meint, wir sollten etwas für Europa tun. Er meint mit Europa natür­lich die EU, aber Europa ist nicht die EU.

Zunächst wollen wir einmal ganz klar fest­stellen, daß wenn wir was für gesunde Nationen, Völker und Staaten tun, dann tun wir doch etwas für Europa! Geht's den Nationen gut, haben sie eine florie­rende Wirt­schaft, sind deren Bürger in Arbeit und Brot, werden Streitig­keiten inner­halb und außer­halb der Länder fried­lich ausge­tragen, so geht es grund­sätzlich Europa gut. Also, wenn wir die Länder und Nationen stärken, können sie in einer „euro­päischen Arbeits­gemein­schaft” im „Europa der Vater­länder”, etwas für Europa tun, wie sich der Bundes­präsident das ja wünscht.

Nicht aber dadurch, daß den Völkern und Nationen absicht­lich die Luft zum Atmen genommen wird, bis sie nicht mehr existieren können! Das ist der falsche Weg, den wollen wir nicht gehen, weil er alle gewach­senen Tradi­tionen, die gesamte Vielfalt und Bunt­heit in Europa zerstört. Die National­staaten sind das Fundament, auf dem sich ein Europa aufbauen muß und nicht seine primäre Zer­störung, um dann ein dikta­torisches Europa der Banken und des Groß­kapitals zu schaffen.

Nicht Integration der Trümmer der National­staaten, zu den „Verei­nigten Staaten von Europa” ist der richtige Weg, es ist klar ein Irrweg, der früher oder später Schiff­bruch erleiden wird!

Bundes­präsident Gauck hat von Anfang an enttäuscht, weil er sich ganz auf die Seite der Regierenden gestellt hat, nicht nur in der Europa­politik, auf die Seite derer, die wir als Nations­verges­sene bezeichnen. Ein deutscher Bundes­präsident hat zu aller­erst sein Land, seine Nation, also Deutsch­land zu ver­treten, getreu seines Eides, zum „Wohle des deutschen Volkes”. Wenn er das tut, wird die Reihen­folge in seinem Bestreben und seinen Hand­lungen und Erklärungen, eine andere sein. Wo ist z. B. der von ihm erwähnte Werte­kanon von Freiheit und Toleranz, wenn er, besonders in der BRD, nur für bestimmte politische Richtungen Gültig­keit hat?

Natürlich kann es eine Zusammen­arbeit in der Finanz-, Wirt­schafts-, Außen-, Sicher­heits- und Ver­teidigungs­politik geben. Sie hat es ja schon seit 40 Jahren und mehr gegeben. Dies aber muß auf der Grund­lage der National­staaten geschehen und nicht durch Abschaf­fung dieser Ressorts in den einzelnen Ländern und Ver­senkung im Moloch EU.

Eine leere Floskel ist es auch, wenn Gauck erklärt, „ohne Zustim­mung der Bürger könne Europa nicht gelingen.” Hat jemals irgend­eine Bundes­regierung seit Adenauer die betrof­fenen Bürger der einzelnen Länder gefragt, ob sie die EWG, die EG oder die EU und die Knebel­ungs­diktate von Maastricht und Lissabon wollten oder nicht? Hat je irgend­eine Bundes­regierung die Völker und Länder in Europa gefragt, ob sie den EURO wollen oder nicht?

Das weiß natürlich auch der Bundes­präsident, aber er tut so, als ob das alles so geschehen wäre. Nicht ohne Grund haben alle Bundes­regierungen Volks­abstim­mungen verhindert, hat Kohl stets wieder­holt, daß alles schnell und unum­kehrbar gemacht werden müsse.

Ja, Herr Gauck, das müssen Sie sich vor­halten lassen.

Natürlich, Sie können sagen, da seien Sie ja noch Pfarrer in der dama­ligen DDR gewesen, doch als Bundes­präsident muß das alles zu Ihrem Wissens­stand gehören. Aber noch nicht genug Herr Gauck, denn Ihre Kern­thesen gehen ja noch weiter.

Sie postulieren, „Takt und Tiefe der euro­päischen Inte­gration werden von den Bürgern bestimmt”, wie denn, was denn, wo denn? Die Bürger wurden auch hier nicht gefragt!

Thema verfehlt, Herr Bundes­präsident, Floskeln sonst nichts! Wie auch im nächsten Punkt, „wir wollen den Leuten nicht unsere Konzepte auf­drücken.”

Die EU-Granden tun das doch schon seit Anfang an! Sie wissen Herr Bundes­präsident, keine Insti­tution ist so undurch­sichtig und bürger­unfreund­lich, wie EU-Parlament, EU-Kommission und alle anderen Organe der­selben. Sie wissen natür­lich, daß das Absicht ist, sonst könnten diese Funktio­näre mit dem hohen Gehalt nicht so autoritär schalten und walten, also genau das Gegen­teil ihrer hohlen Floskeln!

Und Sie wissen auch Herr Gauck, daß kein sogen. „EU-Bürger” dort in Wahr­heit wirklich irgend etwas zu sagen hat, er ist allen­falls ein Getrie­bener.

Wenn wir also, wie der Bundes­präsident sagt, nach griechi­schem Vorbild eine „AGORA”, eben einen medialen Markt­platz brauchen, dann hätten wir den schon seit EWG-Zeiten gebraucht, um das Für und Wider des damals noch offenen euro­päischen Weges zu diskutieren. Eine AGORA, um voll­endete Tatsachen nach 40 Jahren zu disku­tieren, ist nur eine Alibi-Veran­staltung, die den Menschen in den euro­päischen Ländern nur wieder vor­gaukelt, sie könnten bei dem ganzen Schwindel mit­reden und mit­bestimmen!

Nein, Herr Bundes­präsident, Sie sollten Klartext sprechen und das Konzept des Irrweges der EU und des EURO ansprechen und gleich­zeitig mit dem Gewicht des Amtes des Bundes­präsidenten Alter­nativen zu dieser EUdSSR vor­schlagen.

Wir deutschen Patrioten schlagen im übrigen vor, den Bundes­präsidenten durch das deutsche Volk wählen zu lassen und schlagen auch vor, daß der Kandidat unab­hängig und unpartei­isch sein muß, deshalb auch keinen NGO's, also keinen Nicht­regierungs­organisationen ange­hören darf. Die jewei­ligen Kandidaten können einen kurzen persön­lichen Wahl­kampf zur Vor­stellung ihrer Person führen, so daß jeder deutsche Wahl­bürger einen not­wendigen Einblick in die Verhält­nisse des Kandidaten erhält.

Die EU in der heutigen Form und mit der heutigen Ziel­setzung lehnen wir ab, der Austritt aus dem EURO ist nach unserem Ver­ständnis zwingend.

Alle weiteren Multi­kulti-Exzesse sind zum Schutz der euro­päischen Völker ein­zustellen. Ent­sprechende gesetz­liche Maß­nahmen sind ein­zuleiten.

Erwin Arlt


UDH Nr. 103

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