BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 103  ¦  Mai – August 2013


Unwissenheit schützt vor Strafe nicht

dieses geflügelte Wort wird jeder Bürger seinem persönlichen Erfahrungs­schatz hinzufügen — so er dies einmal hautnah erlebt hat.

Wie steht es jedoch mit den vielen „Entschei­dungen” im all­täglichen Leben, die von uns zwar getroffen werden, jedoch keine direkten Folgen nach sich ziehen — oder erst viel später, mit­unter erst nach Jahren erkenn­bar werden?

Zu diesen, im Unter­bewußtsein getroffenen Entschei­dungen gehören vielfach Ent­scheidungen im politischen Bereich. -

Politik wird sowieso von vielen, ja — im Grunde genommen von zu vielen Bürgern mit „spitzen Fingern” angefaßt — wenn über­haupt.

Wir Bürger möchten — in Sicherheit gut leben — und der Staat soll es bitte schön richten! Na ja — wofür haben wir einen Staat und zahlen Steuern? -

Denn Steuern zahlt ein jeder, ob direkt oder indirekt mit der Benutzung der ersten Windeln bis zum Totenhemd.

Und die ganz schlauen Bürger, die sich aus allem Politischen heraus­halten — für die ent­scheiden Andere — und die Folgen dieser Ent­scheidungen tragen und bezahlen sie mit, ob sie es wollen oder nicht.

Wer sind nun diese „Anderen”? Zu aller­erst sind es Menschen wie Du und ich. Erst nach dem geflügelten Wort „an ihren Federn sollt ich sie erkennen”, können wir uns ein Bild von diesen „Machern” im buch­stäblichen Sinn des Wortes machen.

Vom Charakter her gesehen, finden wir unter den Angehörigen der „politi­schen Klasse” breit gefächert alles — vom ehrbaren Bürger über die soge­nannten „Schlitz­ohren”, die „Tritt­brett­fahrer” bis hin zu richtigen Gaunern. Auch „Rang und Namen” bieten keine Gewähr für Ehr­lichkeit und Anstand, wie genügend Beispiele beweisen.

Ein jeder von uns hat sich mit seinem ersten Schrei nach seiner Geburt auf dieser Welt „zu Wort gemeldet”. Welchen Sinn sollte dieses Leben haben wenn wir uns die Luft zum schreien nehmen lassen würden?

Von den „Strippen­ziehern” dieser Welt werden wir Stille, wir Ruhige, wir Ange­paßte wie rohe Eier behandelt — auf daß wir auch ja nicht auf den Gedanken kommen sollten, unsere Stimmen in die Wagschale zur Gestaltung unserer Lebens­möglichkeiten in unserer Heimat zu erheben.

Nur in Wahl-Zeiten wird um unsere Stimmen geworben. An dieser Ein­flußnahme beteiligt sich nicht nur die „Erste Garnitur”. Es ist die hohe Zeit der hinter den Kulissen agierenden — der Mit­läufer und Mit­verdienenden. Sie wissen und kämpfen um ihre Privi­legien, ihre Pfründe.

Wenn sie dem „lieben Gott” ein Mikrophon um den Hals hängen könnten — sie würden es tun.

Urplötzlich wird nicht mehr für unsere Hilfs­bereit­schaft zur Linderung der Not in der gesamten Welt geworben — es werden Wohl­taten für unsere Staatsbürger ver­sprochen.

Und selbst die Natur hilft, selt­samerweise immer vor Wahlen, mit ihrer Macht, indem sie uns Menschen aufzeigt, wie Politiker mit einem Griff in den leeren Geldsack für ihre „Beliebt­heit” sorgen können.

In solchen Augenblicken wünschen wir Bürger uns schon, daß auch ohne die Hilfe von Mutter Natur Einsicht bei der politischen Klasse einkehrt.

Einsicht darin, daß sie alle von der Bereit­schaft der Bürger abhängen, ihnen den „Zehnten” zukommen zu lassen. Der inzwischen zu „einem Halben” ange­wachsene „Zehnte” wird von den Bürgern in der Erwartung entrichtet, daß er auch für unsere Gemein­schaft, aus der heraus ja dieses Geld fließt, verwendet wird.

Steuern — und die Einnahmen des Finanz­ministers fließen nun mal aus diesen Steuer-Quellen. Sie sind von den Steuer­zahlern anver­trautes Geld und keine „Privat-Schatulle” eines „Souveräns” aus ver­gangenen Zeiten.

Wenn Minister oder Kanzler, groß oder klein, ihr persön­liches Ansehen in der Welt stärken wollen, können sie das mit ihrem Privat-Vermögen, so viel sie wollen und an wen sie wollen!

Das Geld von uns Staatsbürgern ist jedoch nur für staat­liche Aufgaben zu verwenden. Wer anders handelt bestiehlt uns.

Horst Zaborowski


UDH Nr. 103

Sprung zur Indexseite Sprung zur Seitenübersicht