BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 103  ¦  Mai – August 2013


Verantwortung — wer für wen?

Das Wort Verant­wortung fließt uns Menschen allzu oft so leicht über die Lippen. Insbe­sondere in politischer Diskussion gehört es zum „Ritual”, dem jeweiligen Gesprächs­partner die Verant­wortung zuzu­schieben. Dabei wird vergessen, daß von der die Verant­wortung mani­festierenden Hand jeweils vier Finger auf den Fordernden zurück­zeigen.

Im all­täglichen Leben übernehmen unzählige Bürger, ohne sich selbst dessen im besonderen bewußt zu sein, Verant­wortung für die eigene Familie oder für hilfs­bedürftige Mit­menschen.

Dort, wo persönliche Hilfe nicht geleistet werden kann, wird Hilfe über den Weg der finanziellen Unter­stützung geleistet.

Es kann und darf aber nicht sein, daß der Staat, so er die Gemein­schaft aller Staats­bürger repräsentiert, sich auf die Hilfs­bereitschaft eines großen Teiles seiner Bürger verläßt und von allen Staats­bürgern bereit­gestellte Mittel zweck­entfremdet verwendet.

Deutsche Bürger helfen von sich aus in vielfältiger Form Menschen in der ganzen Welt. — Die Aufgabe des Staates ist es, seine eigenen Staats­bürger zu unter­stützen, wo es notwendig ist.

Aus welchen Gründen auch immer, ganz gleich in welcher Stellung im Staat sich befindliche Verant­wortliche finanz­ielle Mittel ins Ausland verbringen — sie sind nicht dazu berechtigt. Welcher deutsche Politiker auch immer im Ausland, aus welchem Anlaß es auch sein mag, finanzielle Mittel verteilen möchte, kann dies aus seinem Privat­vermögen liebend gerne tun — jedoch nicht von den Steuern der Kassiererin im Supermarkt.

Gerne sehen sich Regierungen, von der Bundes­regierung über die Landes­regierungen und selbst Gemeinden in einer Verant­wortung, für die heimische Wirtschaft Märkte zu erschließen und Rohstoff­quellen zu sichern. Dabei ist jegliches Maß verloren gegangen.

Letzt­endlich setzen sich immer die Produkte durch, die auch weltweit nach­gefragt werden. Protektio­nismus ist schädlich, weil er verzerrt.

Sehr deutlich zeigt sich dies bei der Euro- und Banken-Krise. Es sind Waren in europäische Länder geliefert worden die, wenn es den Euro nicht gegeben hätte, nicht geliefert worden wären. — Dies hätte dazu geführt, daß die heimische Wirtschaft in diesen Ländern mehr Arbeits­plätze bereit­stellen konnte.

Anderer­seits hätten Teile der deutschen Wirtschaft ihre Produkte im heimischen Markt absetzen müssen, die im weltweiten Konkurrenz­kampf nicht hätten geliefert werden können. Dafür würden die in der Welt gefragten deutsche Waren zu guten Preisen geliefert.

Über allem jedoch muß stehen — jede Wirtschaft hat dem jeweiligen eigenen Volk zu dienen!

Horst Zaborowski


UDH Nr. 103

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