BGD - Bund für Gesamtdeutschland

Unsere Deutsche Heimat

Ausgabe 103  ¦  Mai – August 2013


Volksinitiative «Rettet unser Schweizer Gold» zeigt Vorwirkungen

Zeit-Fragen > 2013 > Nr. 17 vom 5.5.2013

Nur 30 Prozent der Gold­reserven lagern im Ausland, nichts davon in den USA
Armee muß Gold­tresore schützen können

thk./me. Am 20. März wurde die eidge­nössische Volks­initiative «Rettet unser Schweizer Gold» mit über 106 000 Unter­schriften bei der Bundes­kanzlei in Bern ein­gereicht. Das Schweizer Volk wird etwa 2014 darüber abstimmen, ob es will, daß der Verkauf der Gold­reserven durch die National­bank gestoppt und das Schweizer Gold ins Land zurück­geholt wird. Außerdem wird verlangt, daß mindestens 20 % der Währung mit Gold gedeckt sein sollen.

Nun hat sich der Präsident der National­bank, Thomas Jordan, an der Aktionärs­versammlung der National­bank zu dieser Initiative geäußert. Er gab über­raschend ein lang gehütetes Geheimnis preis, nämlich den Lagerort der Gold­reserven: 70 Prozent befänden sich in der Schweiz, 20 Prozent in Groß­britannien und 10 Prozent in Kanada.

Die Schweiz besitzt nach offi­ziellen Angaben 1040 Tonnen Gold. Bemerkens­wert ist, daß — Ehrlich­keit der SNB einmal voraus­gesetzt — keine Gold­reserven in den USA lagern. Man atmet auf. Die deutsche Bundes­bank versucht seit etwa 2 Jahren, ihre Gold­reserven in den USA zu sehen und zu zählen, was ihr von den US-Behörden verweigert wird. In den 90er Jahren verkaufte die SNB gut 1000 Tonnen Gold. Diese wurden von den damaligen Ver­antwort­lichen als «währungs­politisch über­flüssig» bezeichnet und zu Tiefst­preisen verkauft. Voran­gegangen war die Aus­einander­setzung Schweiz — Zweiter Weltkrieg, bei welcher die US-Admini­stration unter Clinton und der Präsident des Jüdischen Welt­kongresses Bronfman die Schweiz unter Druck setzten und via Bergier-Kommission eine gezielte Attacke auf die Schweizer Geschichte ver­suchten. Danach wurden die etwa 1000 Tonnen Gold­reserven über­flüssig und verkauft.

Offenbar hatten die damaligen Ver­antwort­lichen wenigstens die Kalt­blütigkeit, das Löse­geld so zu bezahlen, indem sie die in den USA lagernden Gold­bestände ver­kauften. Das ist aber bloß eine plausible Annahme. Doch zurück zur Initiative.

Mit der geforderten 20prozentigen Gold­deckung der Währung tut sich die National­bank schwerer. Sie befürchtet, ihre Bilanz­summe nicht mehr so einfach aus­dehnen zu können, wenn sie dann jedesmal Gold kaufen müsse. Damit sei die Flexi­bilität der SNB einge­schränkt und das Fest­legen einer Franken-Unter­grenze, wie sie im Verhältnis zum Euro besteht, nicht mehr möglich, so Thomas Jordan. Nationalrat und Mit-Initiant der Gold­initiative Lukas Reimann versteht diese Argu­mentation nicht. «Ursprüng­lich gab es eine 100prozentige Gold­deckung.

Bis 1999 war die Gold­deckung bei 40 Prozent, also mehr als die Initiative fordert. Das hat damals den Handlungs­spielraum der SNB nicht einge­schränkt, sondern es hat die National­bank gestärkt und ihr mehr Sicher­heit gegeben.» Die Gold­reserven sind heute vor allem ein guter Rückhalt für unsere Währung.

Tatsächlich war es so. Im Artikel 38 Abs. 7 der alten Bundes­verfassung (bis 1. Januar 2000 gültig) hieß es: «Die aus­gegebenen Bank­noten müssen durch Gold oder andere kurz­fristige Guthaben gedeckt sein.» Nach diesen Bestimmungen mußten 40 Prozent der Geldmenge in Gold angelegt werden.

Die Befürch­tung Jordans, eine Aus­weitung der Bilanz­summe sei mit der Initiative nicht mehr möglich, ist nach Meinung der Initianten nicht haltbar. Denn wenn die Schweiz zur Sicherung der Franken-Unter­grenze 100 Milliarden Euro kaufen müsse, könnte man von 20 Prozent der Euro-Summe Gold kaufen.

Nach Lukas Reimann liegt das Haupt­problem der heutigen Finanz­krise und einer drohenden Inflation in der Aus­dehnung der Bilanzen. «Anstatt sparsam umzu­gehen, dehnt man die Bilanzen extrem aus.»

Erfolg der direkten Demokratie im Zeitgeschehen

Das Geschilderte zeigt, daß mit den in der Schweiz geltenden Mög­lich­keiten der direkten Demo­kratie und der Initiative politische Abläufe beein­flußt werden können. Es kostet zwar Kraft, und es braucht Zeit, aber es geht. Bevor abgestimmt wird, wissen wir endlich, wo «unser Gold liegt». Parlamen­tarische Anfragen in großer Zahl waren zuvor abgeprallt. Um das Privileg, direkt ein­greifen zu können, beneiden uns viele Völker. Wir können sie nur ermutigen, uner­schrocken an der Ent­wicklung solcher demo­kratischer Instrumente zu arbeiten. Bürger­innen und Bürger fühlen sich wohler, wenn sie wirklich mit­bestimmen können.

Fragen nach dem Gold in Deutschland und Österreich

«Auch die übrigen Länder kommen langsam auf die Welt», sagt National­rat Luzi Stamm, Präsident des Initiativ­komitees: «Auch in Deutsch­land möchte man wissen, wo das Gold ist, und man will es wieder im Land haben. Dennoch kann man allgemein sagen, daß das Gold in der west­lichen Welt verkauft wird. Im Osten ist es ganz anders, Rußland kauft Gold, die Chinesen und andere asiatische Staaten auch.»

Konsequent zu Ende denken

Beruhigend, daß wenigstens 70% der Gold­reserven in der Schweiz liegen. Es ist uns — etwas — wohler, daß nur 20% in London und 10% in Kanada lagern.

Aber jetzt muß die Armee auch im Stande sein, diese Gold­reserven in der Schweiz zu schützen und wenn nötig zu ver­teidigen. Wir sind nicht in der EU und haben es besser gemacht als andere Staaten. Wir sollten bereit sein, unsere Erfah­rungen zu teilen und anderen unsere Wege zu innerem Frieden und wirt­schaft­licher Prospe­rität zu erläutern, aber wir müssen auch bereit und fähig sein, das zu ver­teidigen. Es ist nötig, daß die Anpas­serinnen und Anpasser im Bundes­rat umdenken, wieder geachtet werden oder daß wir sie notfalls abwählen können. Ebenso wichtig ist es, unsere Miliz­armee zu erhalten, sie wieder einsatz­bereit zu machen und ihr Zähne zu geben. Damit wären wir vom Gold zum über­nächsten Abstimmungs­termin bei der GSoA-Initia­tive zur Abschaf­fung der Dienst­pflicht gekommen. Es wird deutlich, daß vieles einen Zusammen­hang hat, den man auf den ersten Blick nicht gleich erkennt.

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Liebe Freunde

Diese beiden Artikel aus der schweizer­ischen Zeitung „Zeit-Fragen” habe ich aus­gewählt, um zu ver­deutlichen, wie wirklich freie Bürger in einem freien Land über ihre Probleme selber ent­scheiden.

Denken wir noch kurz zurück, wie wider­standslos die Bundes­wehr von einer militärischen Kraft, die mit der Aufgabe das eigene Volk zu schützen betraut war, in eine Söldner­armee, kurz vor dem Status einer Fremden­legion, endete. — Endete, ist trotz allem das richtige Wort. Denn, wer wird noch die Kraft haben, unsere Bundes­wehr — ja es war unsere Bundes­wehr, diese wurde von Soldaten des letzten Welt­krieges ent­scheidend mit aufgebaut — aus diesem Status einer Söldner­armee zu befreien?!

Auch „unser Gold” das Gold, das aus den Steuern eines jeden deutschen Staats­bürgers mit erworben wurde, ist der Ver­fügungs­gewalt unseres Volkes entzogen. Unter uns Normal­bürgern nennt man das Unter­schlagung oder letzt­endlich Dieb­stahl!

Nur Mut - wer die Wahrheit nicht verträgt — soll halt weghören.

Horst Zaborowski


UDH Nr. 103

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